• Petition in Zeichnung - Pressemitteilung der Ackerbesetzer(Innen) in Neu-Eichenberg/Hebenshausen

    03.03.2020 15:12 hodinky

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    Auch nach der Absage der Dietz AG geht der Protest gegen das geplante Logistikgebiet in NeuEichenberg weiter. Die Ackerbesetzung sieht sich als Teil des nun anstehenden Prozess zur Findung von Alternativen. Daher fordert sie eine Beteiligung am eigens dafür eingerichteten Arbeitskreis.
    „Der Rückzug der Dietz AG zeigt, dass ungehorsamer Widerstand wirksam ist. Ein positives Signal für Neu-Eichenberg und alle Menschen weltweit, die an einer lebenswerten Zukunft arbeiten. In Zeiten der Klimakrise ist entschlossenes Handeln gefragter denn je,"erklärt Aktivistin Sascha.
    "Wir wollen an Alternativen für ein klimagerechtes Neu-Eichenberg mitwirken. Es wäre absurd, die entschlossensten Gegner*innen des SoLo jetzt nicht mal mit an den Verhandlungstisch zu lassen."
    Starke Kritik üben die Aktivist*innen auch am Vorgehen der Hessischen Landgesellschaft (HLG).
    Diese habe unter Vorspiegelung falscher Tatsachen die lokalen Landwirte für ihre Zwecke instrumentalisiert und so die Eskalation vom 17.2. erst erzeugt. In einem Schreiben hatte die HLG glauben gemacht, es läge bereits ein Einvernehmen mit BUND und Naturschutzbehörde über die aktuelle Bewirtschaftung vor. Dies stellte sich im Nachhinein jedoch als Falschbehauptung heraus.
    „Die HLG spielt ihr eigenes Spiel. Sie verfolgt weiterhin den Plan, den fruchtbaren Boden doch noch zu privatisieren und letztlich zu versiegeln. Es ist sehr bedauerlich, dass die Landwirte dieses Spiel so einfach mit sich machen lassen.“erklärt Luca.
    Nichts rechtfertige jedoch, mit Traktoren auf Menschen zuzuhalten und damit die Gefährdung von Menschenleben in Kauf zu nehmen.
    "So groß der private und berufliche Druck auf die beteiligten Landwirte auch sein mag: Solche Reaktionen sind nicht akzeptabel.“ bringt Sascha ihre Empörung zum Ausdruck.Die Besetzer*innen sind dennoch weiterhin gesprächsbereit und wünschen sich eine Zusammenarbeit mit den lokalen Landwirten. Ziel sei eine langfristige landwirtschaftliche Nutzung.
    Daher dürfe auch die diesjährige Bewirtschaftung nicht entgegen guter fachlicher Praxis
    vorgenommen werden.
    Die AktivistInnen sprechen sich für eine pestizidfreie Bewirtschaftung aus und haben dafür auch konkrete Vorschläge erarbeitet. Diese Vorschläge wollen sie mit den Landwirten besprechen, bevor weitere Fakten geschaffen werden. Dafür steht auch professionelle Beratung [durch J.K., Bereichsleiter Ackerbau des Uni-Versuchsbetriebs Frankenhausen] bereit.
    Darüber hinaus gibt es bereits Pläne für das kommende Frühjahr:
    Dieses Jahr soll auf der besetzten Fläche gemeinschaftlich Gemüse angebaut werden und wer Lust hat dort mitzugärtnern, ist willkommen.
    Außerdem wird die Ackerbesetzung am 16. Mai ihr einjähriges Bestehen feiern. Dies möchten sie zum Anlass nehmen, ganz Neu-Eichenberg einzuladen diesen Tag gemeinsam zu verbringen. „Alle sind eingeladen – egal auf welcher 'Seite' sie stehen - sei es, um mit uns zu feiern, über alternative Nutzungsmöglichkeiten ins Gespräch zu kommen, oder einfach nur zum Diskutieren“.

  • Den Acker bewirtschaften oder als Lebensraum für Feldlerchen schützen?

    18.02.2020 19:30 hodinky

    Neu-Eichenberg/Hebenshausen am 18.02.202: Spontan haben Landwirte damit begonnen, auf dem Acker zu mulchen, und zwar, noch bevor der Vogelexperte seltene Arten wie die Feldlerche kartieren konnte. Der BUND-Ortsverband Witzenhausen/Neu-Eichenberg glaubt, dass die HLG die Landwirte für ihre eigenen Zwecke instrumentalisiert. Denn wenn mit den Landwirten Bewirtschaftungsverträge abgeschlossen werden, wird ein für den Herbst geplanter Bau des Logistikzentrums zumindest nicht an Naturschutzargumenten scheitern. Die HNA berichtet. www.hna.de/lokales/witzenhausen/neu-eichenberg-ort81650/protest-gegen-arbeiten-auf-acker-in-neu-eichenberg-13546738.html

  • Gemeinsam für den Acker - Gemeinsame Strategie

    30.01.2020 10:39 hodinky

    Die Gemeindeversammlung der Gemeinde Neu-Eichenberg hat letzten Dienstag beschlossen, die Planung am Logistikgebiet für 6 Monate auszusetzen und nach Alternativen zu suchen. Die HLG, der die Fläche nach wie vor gehört, reagierte prompt mit dem Plan einer kurzfristigen konventionellen Bewirtschaftung. Diese Planung droht die Widerstandsbewegung zu spalten, was der HLG und dem Logistikgebiet nur gelegen kommen würde.

    Wir wollen gemeinsame Gespräche zwischen den beteiligten Landwirten, der Bürgerinitiative und der Ackerbesetzung anstreben um eine gemeinsame Strategie zum Erhalt des Ackers und der Verhinderung des Logistikgebiets zu erarbeiten.

    Dazu planen wir, am 1. Februar 2020 eine große Flyeraktion, bei der es darum geht allen Haushalten der Gemeinde die Gefahr einer Spaltung des Widerstandes begreiflich zu machen und für gemeinsame Gespräche zwischen Bürgerinitiative, Ackerbesetzung und Landwirten zu plädieren.

    Geplant ist, uns um 10:00 auf dem Acker zu treffen und uns in Kleinguppen einzuteilen.

    Nach Abschluss der Aktion wird es um 14:00 ein gemeinsames Mittagessen auf dem Acker geben.

    Vielen Dank und solidarische Grüße vom Acker in Neu-Eichenberg!

  • Planungsstopp auf den Acker!

    22.01.2020 19:21 hodinky

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    Die neuen Pläne für die Nutzung des Ackers in Neu-Eichenberg sollen in eine ökologisch und sozial verträgliche Richtung gehen, schreibt das ND am 22.01.2020. Agroforst kombiniert mit Photovoltaik, Gemüse-Anbau und Saatgut-Gewinnung - das würde auch viel besser in die Öko-Modell-Region Nordhessen passen, als eine mit gigantischen Betonhallen versiegelte Fläche.

  • Petition in Zeichnung - Planungen für Logistikgebiet in Neu-Eichenberg sollen für 6 Monate pausieren

    22.01.2020 15:44 hodinky

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    Zweieinhalb Jahre nach öffentlicher Bekanntmachung der Gemeinde in Bezug auf die Planungen zum Sondergebiet Logistik (SoLo) trafen die Gemeindevertreter*innen am Dienstag, 21.1.2020 eine wegweisende Entscheidung: Sie stimmten mehrheitlich dafür, den Planungsprozess für mindestensein halbes Jahr ruhen zu lassen, um sich in dieser Zeit erstmals mit möglichen Alternativen auseinanderzusetzen.
    „Wir haben seit Monaten auf eine Pause in den Planungen gedrängt, um in Ruhe gemeinsam darauf schauen zu können, was eigentlich die Bedürfnisse für die Entwicklung der Gemeinde sind und ob diese nicht auch auf anderem Wege als durch ein Logistikgebiet erreicht werden könnten. Ich bin sehrdankbar, dass wir diese Pause nun tatsächlich haben und uns auf die Erarbeitung von Alternativen fokussieren können“, so Caroline Benzinger, Sprecherin der BI. „Hier zolle ich allen Gemeindevertreter*innen großen Respekt, die sich der Kritik am SoLo nicht verschlossen haben und Offenheit für andere Ideen zeigen“.
    Noch ist unklar, wie der Prozess zur Auseinandersetzung um Alternativen aussehen wird. Zentral ist jedoch die Einbindung der Bevölkerung. Innerhalb der
    nächsten Wochen wird die BI Für ein lebenswertes Neu-Eichenberg Ideen erarbeiten, wie ein solcher Beteiligungsprozess aussehen könnte.

  • BI begrüßt die beschlossene Pause im SoLo-Planungsprozess

    22.01.2020 15:24 hodinky

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    Zweieinhalb Jahre nach öffentlicher Bekanntmachung der Gemeinde, dass an den Planungen zum
    Sondergebiet Logistik (SoLo) immer noch festgehalten würde, und nach teils erbitterten
    Auseinandersetzungen zu diesem Thema, trafen die Gemeindevertreter*innen am Dienstag, 21.1.20
    eine wegweisende Entscheidung: Sie stimmten mehrheitlich dafür, den Planungsprozess für mindestens
    ein halbes Jahr ruhen zu lassen, um sich in dieser Zeit erstmals mit möglichen Alternativen
    auseinanderzusetzen.
    „Wir haben seit Monaten auf eine Pause in den Planungen gedrängt, um in Ruhe gemeinsam darauf
    schauen zu können, was eigentlich die Bedürfnisse für die Entwicklung der Gemeinde sind und ob
    diese nicht auch auf anderem Wege als durch ein Logistikgebiet erreicht werden könnten. Ich bin sehr
    dankbar, dass wir diese Pause nun tatsächlich haben und uns auf die Erarbeitung von Alternativen
    fokussieren können“, so Caroline Benzinger, Sprecherin der BI. „Hier zolle ich allen
    Gemeindevertreter*innen großen Respekt, die sich der Kritik am SoLo nicht verschlossen haben und
    Offenheit für andere Ideen zeigen“.
    Noch ist unklar, wie der Prozess zur Auseinandersetzung um Alternativen aussehen wird. Zentral ist
    hier für die BI die Einbindung der Bevölkerung. „Es darf keinesfalls wieder der Eindruck entstehen,
    dass die Gemeindevertretung über unsere Köpfe hinweg Entscheidungen trifft und für die Belange der
    Öffentlichkeit kein offenes Ohr hat“, so BI-Sprecherin Britta Mallach. Die BI wird innerhalb der
    nächsten Wochen Ideen erarbeiten, wie ein solcher Beteiligungsprozess aussehen könnte. „Als ersten
    Schritt begrüßen wir den Vorschlag der Grünen, einen Runden Tisch zu organisieren, an dem Beteiligte
    zu Wort kommen können“, erläutert Mallach. „Auch war der von der BI angestoßene Dorfdialog bisher
    eine geeignete Plattform zur Diskussion über die Gestaltung eines lebenswerten Neu-Eichenbergs.
    Eventuell könnte dieses Format auch für den nun anstehenden Prozess passend sein“.
    Grundsätzlich erhofft sich die BI durch die nun beschlossene Pause einen weniger aufgeladenen
    Umgang zu dem Thema. „In den vergangenen Monaten waren die Diskussionen häufig sehr angespannt
    und zum Teil auch äußerst emotional. Nun ist der Druck erst einmal raus, und wir hoffen auf ein
    Begegnen auf Augenhöhe sowie sachliche und inhaltlich fundierte Debatten“, so BI-Mitglied Antonia Ley.

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