• 4. Mai 2019: Klima-Aktivist*innen besetzen Acker

    at 04 May 2019 22:26

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    Auf dem Gelände des geplanten Logistikgebietes in Neu-Eichenberg haben Aktivist*innen heute (4.5.) früh ein Camp aufgeschlagen. Mit der Besetzung wollen sie erreichen, dass das Riesenprojekt gestoppt wird und der Acker bleibt.
    Gegen das Logistikgebiet sprechen viele Argumente: Wertvoller Ackerboden wird versiegelt und geht so dauerhaft für die Landwirtschaft verloren, das Landschaftsbild wird zerstört, die Lebensqualität vor Ort verringert sich durch Lärm und verstopfte Straßen. Auf einer landwirtschaftlichen Ackerfläche könnteKohlenstoff aus der Atmosphäre gebunden werden. Wohingegen mit dem Logistikgebiet eine
    erhebliche Zunahme des LKW-Verkehrs verbunden ist und somit auch der CO2-Ausstoß ansteigt. Dabei ist es höchste Zeit, die Klimakrise endlich als reale Bedrohung ernst zu nehmen. Enschlossenes Handeln und
    grundlegende Veränderungen sind nötig, um den Klimawandel noch abzubremsen. Dies forderten auch die
    Demonstrant*innen der „Fridays for Future“-Proteste am Freitag vor einer Woche in Neu-Eichenberg.
    Trotz des unermüdlichen Einsatzes der Bürgerinitiative für ein lebenswertes Neu-Eichenberg, finden diese
    Argumente im politischen Planungsprozess jedoch wenig Beachtung. Der Bensheimer Investor DIETZ AG könnte bald das Recht zugesprochen bekommen, die riesige Ackerfläche zu versiegeln. Dies ist besonders bemerkenswert, da der Acker innerhalb der „Ökolandbau Modellregion Nordhessen“ liegt und mit etwa 80
    Bodenpunkten (von 100) zu den fruchtbarsten Böden Deutschlands zählt.
    Dazu erklärt Tanja Grommel von der Aktionsgruppe Acker bleibt: „Unsere Besetzung macht deutlich: Wir geben keinem Konzern das Recht unsere Lebensgrundlagen zu zerstören – auch die Dietz AG sollte das endlich einsehen. Das verantwortungslose Versiegeln von Ackerland muss aufhören.“

    Jeden Tag werden allein in Deutschland mehr als 60 ha Fläche versiegelt, was etwa der Größe eines durchschnittlichen landwirtschaftlichen Betriebes entspricht.
    Die Aktivist*innen fordern „Systemwandel statt Klimawandel“ und richten sich darauf ein, dass die Überzeugungsarbeit eine Weile dauern wird. Daher brachten sie alles Nötige zum Schlafen, Kochen, Leben mit und errichteten bereits die erste Kompost-Toilette. Bei den Anwohner*innen stellten sie sich als neue
    Nachbar*innen mit einem kurzen Schreiben vor, das sie noch am Morgen an jeden der knapp 1000 Haushalte in Neu-Eichenberg verteilten. Sie laden auch dazu ein, das Camp zu besuchen.
    „Wir schützen den Acker vor der zerstörerischen Privatisierung und geben ihn den Menschen zurück. Alle sind eingeladen, hier nun einen Ort der lebendigen Alternativen zu schaffen und miteinander ins Gesprächzu kommen. Denn es braucht nichtkommerzielle Freiräume, an denen die Prozesse des notwendigen
    Systemwandels stattfinden können.“, sagt Luca Rosenberg von der Aktionsgruppe „Acker bleibt!“.

  • Breiter Widerstand gegen Logistikgebiet in Neu-Eichenberg

    at 26 Apr 2019 10:26

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    Aktionsgruppe „Acker bleibt!“ kündigt zivilen Ungehorsam an +++ Am Freitag, 26. April 2019, demonstriert FridaysforFuture auch in Hebenshausen +++ Druck auf Investor Dietz AG steigt

    Gleich zwei lokale Basisgruppen der FridaysforFutureBewegung demonstrieren gemeinsam im Dorf Hebenshausen, einem kleinen Ortsteil der nordhessischen Gemeinde Neu-Eichenberg. Unter dem Motto „Bodenschutz ist Klimaschutz“ werden dabei die für das Klima wichtigen Funktionen von Böden in den Fokus gerückt. Klimabewegte Schüler*innen und Studierende aus Göttingen fahren dafür extra mit Bahn und Rad zu ihren Mitstreiter*innen rausaufs Land. Anlass ist der Protest gegen ein in Neu-Eichenberg geplantes Logistikgebiet, welches der
    Bensheimer Investor Dietz AG vorantreiben will. Dagegen wehren sich die aktiven Jugendlichen. Unterstützung bekommen sie von Menschen verschiedenster Altersgruppen.

    Währenddessen kündigt die neue Aktionsgruppe „Acker bleibt!“ weitreichende Aktionen des zivilen Ungehorsams an: „Wenn Demonstrationen, Menschenketten und Petitionen selbst in Zeiten der Klimakrise nicht ausreichen, um diesen Wahnsinn zu stoppen, braucht es unseren Ungehorsam. Wir werden jedenfalls nicht tatenlos zusehen, wie die Dietz AG diesen wertvollen Ackerboden zerstört und die Fläche für den Profit privatisiert wird,“erklärt eine Aktivistin der Aktionsgruppe. „Die Klimakrise bedroht schon heute weltweit Existenzen. Besonders hart trifft es Menschen im globalen Süden, dabei haben sie kaum zum Klimawandel beigetragen.

    Diese Ungerechtigkeit ist unerträglich. Deshalb streiten wir für Klimagerechtigkeit und rufen alle Menschen auf, sich den Klimakillern aktiv entgegenzustellen. Ob im Hambacher Forst gegen RWE oder eben in NeuEichenberg gegen die Dietz AG.“
    Bereits im Januar diesen Jahres fand eine eintägige symbolische Besetzung der Fläche statt. Am 25.1.2019 hatten Klimaaktivist*innen eine etwa 8 Meter hohe, hölzerne Dreibein-Konstruktion errichtet und bei eisigen Temperaturen ihre Entschlossenheit unter Beweis gestellt.

    Kontakt: presse-ackerbleibt@riseup.net

    twitter.com/unserAcker

  • Demo zum Firmensitz der Dietz AG voller Erfolg!

    at 04 Mar 2019 20:16

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    Etwa 150 Menschen protestierten am Samstag, 2.3.2019 in Bensheim gegen die zunehmende
    Versiegelung von Ackerflächen. Die Demo richtete sich explizit gegen den Bensheimer LogistikImmobilieninvestor, der durch den Neubau von Logistikhallen auf vormals landwirtschaflich
    genutzten Flächen in die Kritik geraten war. Angeführt von mehreren Traktoren führte die
    Demoroute durch die Innenstadt bis zum Firmensitz der Dietz AG. Mit Trillerpfeifen, Rasseln,
    großen Bannern und lauten Sprüchen machten die Demonstrant*innen auf sich aufmerksam. „Wir
    sind hier und wir sind laut, weil Dietz uns den Acker klaut“, „Dietz hau ab, hau ab, hau ab“ und
    „Der Acker bleibt“ waren Sprechchöre, die während der Demo immer wieder zu hören waren. Auf
    einem Banner war zu lesen: „Alle reden vom Klimawandel. Sie beschleunigen ihn. Danke, Dietz
    AG“.
    Zu der Demo hatte die Bürgerinitiative (BI) für ein lebenswertes Neu-Eichenberg aus Nordhessen
    aufgerufen. Die BI kämpft gegen ein geplantes 80 Hektar großes Logistikgebiet in Neu-Eichenberg,
    das die Dietz AG realisieren möchte. Der Demoaufruf wurde von der BI Breitwiesen-Weinheim
    (Nähe Bensheim) kräftig unterstützt. Dieser war es gelungen, ein in Weinheim geplantes
    Gewerbegebiet abzuwenden, wie Ingrid Hagenbruch von der BI Breitwiesen-Weinheim erläuterte
    und damit den anderen BIs Mut machte.
    Unterstützung erfuhr die Demo auch von der BI für ein lebenswertes Philippsburg (nördliches
    Baden-Württemberg). Diese wehrt sich gegen ein 13,5 ha großes Logistikgebiet, das auch von der
    Dietz AG realisiert werden soll. Auch von der BI Landschaftsschutz aus Mörlenbach (Nähe
    Bensheim) waren einige Mitglieder vor Ort. Diese setzt sich gegen ein Gewerbegebiet in ihrer
    Gemeinde ein. Die verschiedenen BIs haben sich zu dem Bundes Bündnis Bodenschutz
    zusammengeschlossen, um gemeinsam Widerstand gegen Flächenversiegelung zu leisten.
    An den verschiedenen Kundgebungspunkten gab es neben Redebeiträgen von den BIs noch weitere
    Sprecher*innen. Dr. Willi Billau, Vorsitzender des Bauernverbands Starkenburg fasste zusammen:
    „Wenn die Flächenversiegelung so weitergeht, gibt es in dieser Region in 100 Jahren keinen
    Ackerboden mehr. Das darf nicht geschehen! Wenn wir Landwirte die Menschen hier mit
    regionalen und ökologischen Lebensmitteln versorgen sollen, dann brauchen wir dafür unsere
    Böden“. Ein Klimaaktivist aus Witzenhausen stellte Bezug her zu globalen Herausforderungen und
    machte darauf aufmerksam, dass der Klimawandel schon heute unzähligen Menschen, die selbst
    nichts zum Klimawandel beigetragen haben, die Lebensgrundlage raubt. „Wir im globalen Norden
    sind daher in der Verantwortung, dem Klimawandel entgegenzuwirken. Dafür brauchen wir unsere
    Böden als Kohlenstoffspeicher und Nahrungsmittelquelle!“.
    Beim Firmensitz der Dietz AG angelangt, begannen die Demonstrant*innen, mitgebrachte Erde vor
    dem Eingangstor aufzuschütten. Auf dem so entstandenen symbolischen „Acker“ säten sie
    verschiedenstes Saatgut aus und pflanzten Jungpflanzen von Kohlrabi und Salat sowie
    Stiefmütterchen. Zudem wurden verschiedenste Botschaften auf „Der Acker bleibt“-Postkarten in
    den Briefkasten der Dietz AG geworfen.
    Antonia Ley, Mitglied der Bürgerinitiative für ein lebenswertes Neu-Eichenberg, zieht das Fazit:
    „Dies war eine sehr gelungene Aktion für uns! Die Dietz AG gibt sich gern als nachhaltiger
    Investor. Doch in der Praxis trägt sie mit der Versiegelung wertvollster Ackerböden tagtäglich
    entscheidend zur Vernichtung unserer Lebensgrundlage bei“.
    Die Dietz AG ist eine Aktiengesellschaft, die einen Schwerpunkt auf den Logistik-Immobilienmarkt
    setzt. In ihrem Portfolio nennt die Dietz AG 3,48 Millionen Quadratmeter realisierte Grundstücke
    an 53 Standorten und 198 Millionen Euro Eigenkapital. Unter dem Motto „Unternehmerischer
    Erfolg ist kein Zufall, sondern das Produkt einer professionellen Situationsanalyse und eines
    beherzten Nutzens von Chancen“ kauft die Dietz AG große, vormals meist landwirtschaftlich
    genutzte Flächen, auf denen sie Lagerhallen baut, um diese dann an Logistikunternehmen zu
    vermieten. „Dies ist ein profitables Geschäft, bei dem die Dietz AG viel gewinnt und Menschen und
    Umwelt vor Ort viel verlieren“, meint Britta Mallach, Sprecherin der BI für ein lebenswertes NeuEichenberg.
    Caroline Benzinger, Sprecherin der BI für ein lebenswertes Neu-Eichenberg, ergänzt: „Uns ist klar,
    dass mit der Abstimmung zu den Änderungen des Bebauungsplans derzeit die Entscheidung für
    oder gegen das Logistikgebiet in Neu-Eichenberg bei der Gemeinde liegt. Dennoch sollte sich auch
    die Dietz AG ihrer Verantwortung bewusst sein. Wir fordern, dass sich die Dietz AG aus den
    Planungen zurückzieht und ihre Tätigkeit in der Logistikbranche kritisch hinterfragt“.
    Anja Banzhaf, ebenfalls Mitglied der BI für ein lebenswertes Neu-Eichenberg, fasst die Aktion am
    Ende des Tages zusammen: „Wir sind heute aus Neu-Eichenberg na

  • Demo zum Firmensitz der Dietz AG voller Erfolg!

    at 04 Mar 2019 20:14

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    Etwa 150 Menschen protestierten am Samstag, 2.3.2019 in Bensheim gegen die zunehmende
    Versiegelung von Ackerflächen. Die Demo richtete sich explizit gegen den Bensheimer LogistikImmobilieninvestor, der durch den Neubau von Logistikhallen auf vormals landwirtschaflich
    genutzten Flächen in die Kritik geraten war. Angeführt von mehreren Traktoren führte die
    Demoroute durch die Innenstadt bis zum Firmensitz der Dietz AG. Mit Trillerpfeifen, Rasseln,
    großen Bannern und lauten Sprüchen machten die Demonstrant*innen auf sich aufmerksam. „Wir
    sind hier und wir sind laut, weil Dietz uns den Acker klaut“, „Dietz hau ab, hau ab, hau ab“ und
    „Der Acker bleibt“ waren Sprechchöre, die während der Demo immer wieder zu hören waren. Auf
    einem Banner war zu lesen: „Alle reden vom Klimawandel. Sie beschleunigen ihn. Danke, Dietz
    AG“.
    Zu der Demo hatte die Bürgerinitiative (BI) für ein lebenswertes Neu-Eichenberg aus Nordhessen
    aufgerufen. Die BI kämpft gegen ein geplantes 80 Hektar großes Logistikgebiet in Neu-Eichenberg,
    das die Dietz AG realisieren möchte. Der Demoaufruf wurde von der BI Breitwiesen-Weinheim
    (Nähe Bensheim) kräftig unterstützt. Dieser war es gelungen, ein in Weinheim geplantes
    Gewerbegebiet abzuwenden, wie Ingrid Hagenbruch von der BI Breitwiesen-Weinheim erläuterte
    und damit den anderen BIs Mut machte.
    Unterstützung erfuhr die Demo auch von der BI für ein lebenswertes Philippsburg (nördliches
    Baden-Württemberg). Diese wehrt sich gegen ein 13,5 ha großes Logistikgebiet, das auch von der
    Dietz AG realisiert werden soll. Auch von der BI Landschaftsschutz aus Mörlenbach (Nähe
    Bensheim) waren einige Mitglieder vor Ort. Diese setzt sich gegen ein Gewerbegebiet in ihrer
    Gemeinde ein. Die verschiedenen BIs haben sich zu dem Bundes Bündnis Bodenschutz
    zusammengeschlossen, um gemeinsam Widerstand gegen Flächenversiegelung zu leisten.
    An den verschiedenen Kundgebungspunkten gab es neben Redebeiträgen von den BIs noch weitere
    Sprecher*innen. Dr. Willi Billau, Vorsitzender des Bauernverbands Starkenburg fasste zusammen:
    „Wenn die Flächenversiegelung so weitergeht, gibt es in dieser Region in 100 Jahren keinen
    Ackerboden mehr. Das darf nicht geschehen! Wenn wir Landwirte die Menschen hier mit
    regionalen und ökologischen Lebensmitteln versorgen sollen, dann brauchen wir dafür unsere
    Böden“. Ein Klimaaktivist aus Witzenhausen stellte Bezug her zu globalen Herausforderungen und
    machte darauf aufmerksam, dass der Klimawandel schon heute unzähligen Menschen, die selbst
    nichts zum Klimawandel beigetragen haben, die Lebensgrundlage raubt. „Wir im globalen Norden
    sind daher in der Verantwortung, dem Klimawandel entgegenzuwirken. Dafür brauchen wir unsere
    Böden als Kohlenstoffspeicher und Nahrungsmittelquelle!“.
    Beim Firmensitz der Dietz AG angelangt, begannen die Demonstrant*innen, mitgebrachte Erde vor
    dem Eingangstor aufzuschütten. Auf dem so entstandenen symbolischen „Acker“ säten sie
    verschiedenstes Saatgut aus und pflanzten Jungpflanzen von Kohlrabi und Salat sowie
    Stiefmütterchen. Zudem wurden verschiedenste Botschaften auf „Der Acker bleibt“-Postkarten in
    den Briefkasten der Dietz AG geworfen.
    Antonia Ley, Mitglied der Bürgerinitiative für ein lebenswertes Neu-Eichenberg, zieht das Fazit:
    „Dies war eine sehr gelungene Aktion für uns! Die Dietz AG gibt sich gern als nachhaltiger
    Investor. Doch in der Praxis trägt sie mit der Versiegelung wertvollster Ackerböden tagtäglich
    entscheidend zur Vernichtung unserer Lebensgrundlage bei“.
    Die Dietz AG ist eine Aktiengesellschaft, die einen Schwerpunkt auf den Logistik-Immobilienmarkt
    setzt. In ihrem Portfolio nennt die Dietz AG 3,48 Millionen Quadratmeter realisierte Grundstücke
    an 53 Standorten und 198 Millionen Euro Eigenkapital. Unter dem Motto „Unternehmerischer
    Erfolg ist kein Zufall, sondern das Produkt einer professionellen Situationsanalyse und eines
    beherzten Nutzens von Chancen“ kauft die Dietz AG große, vormals meist landwirtschaftlich
    genutzte Flächen, auf denen sie Lagerhallen baut, um diese dann an Logistikunternehmen zu
    vermieten. „Dies ist ein profitables Geschäft, bei dem die Dietz AG viel gewinnt und Menschen und
    Umwelt vor Ort viel verlieren“, meint Britta Mallach, Sprecherin der BI für ein lebenswertes NeuEichenberg.
    Caroline Benzinger, Sprecherin der BI für ein lebenswertes Neu-Eichenberg, ergänzt: „Uns ist klar,
    dass mit der Abstimmung zu den Änderungen des Bebauungsplans derzeit die Entscheidung für
    oder gegen das Logistikgebiet in Neu-Eichenberg bei der Gemeinde liegt. Dennoch sollte sich auch
    die Dietz AG ihrer Verantwortung bewusst sein. Wir fordern, dass sich die Dietz AG aus den
    Planungen zurückzieht und ihre Tätigkeit in der Logistikbranche kritisch hinterfragt“.
    Anja Banzhaf, ebenfalls Mitglied der BI für ein lebenswertes Neu-Eichenberg, fasst die Aktion am
    Ende des Tages zusammen: „Wir sind heute aus Neu-Eichenberg na

  • Demonstration in Bensheim: Gegen den Flächenfraß! Der Acker bleibt!

    at 26 Feb 2019 22:49

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    Gemeinsam mit anderen regionalen Gruppen, die sich gegen Flächenversiegelung wehren, ruft die Bürgerinitiative für ein lebenswertes Neu-Eichenberg am Samstag, den 2. März 2019 zu einer Demonstration in Bensheim am Firmensitz der Dietz AG auf. Start ist 12.00 Uhr am Bahnhof Bensheim. Der Demozug wird von Traktoren angeführt werden, um deutlich zu zeigen, dass Landwirt*innen ihrer Existenzgrundlage beraubt werden, wenn der Flächenfraß nicht gestoppt wird.

    Seit Monaten kämpft die Bürgerinitiative gegen die Versiegelung fruchtbarster Ackerböden durch ein geplantes 80 ha großes Sondergebiet Logistik in Neu-Eichenberg, inmitten kleiner Dörfer in der Ökomodellregion des Werra-Meißner-Kreises. Potenzieller Investor ist die Dietz AG aus Bensheim, welche nun mit der Demo am Firmensitz adressiert werden soll. „Wir wollen Herrn Dietz und seinen
    Mitarbeiter*innen direkt vor Ort zeigen, dass ihre Planungen in Neu-Eichenberg auf großen Widerstand treffen“, erklärt Corinna Trempnau, Mitorganisatorin der Demonstration.
    Diese Demo reiht sich ein in viele weitere Aktivitäten, die die Bürgerinitiative für ein lebenswertes Neu-Eichenberg seit einem Jahr auf die Beine stellt: Sie informiert die Bevölkerung und diskutiert auf allen Ebenen. Sie sucht unermüdlich gegen alle Widerstände das Gespräch mit Politiker*innen und Gemeindevertreter*innen. Die BI ist zudem aktiv auf der Suche nach nachhaltigen Alternativen für die kleine Gemeinde.
    .
    Die Bürgerinitiative hatte bereits im Dezember vergangenen Jahres zu einer Demonstration an der betroffenen Ackerfläche aufgerufen, an der sich ca. 1000 Leute und über 50 Trecker beteiligten. „Jetzt ist es Zeit, nach Bensheim zu fahren und unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen! Wir werden die Umsetzung dieses Logistikgebiets nicht dulden, und wir laden alle Menschen ein, sich mit
    uns aktiv gegen die Vernichtung unserer Böden einzusetzen“, so Caroline Benzinger, Sprecherin der BI.

    Es gibt eine gemeinsame Zuganreise ab Göttingen, Witzenhausen, Kassel, Marburg, Gießen, Frankfurt und Darmstadt. Weitere Infos auf der Homepage der BI unter www.beton-kann-man-nicht-essen.de

    dateien.neb-bleibt-ok.de/index.php/s/QryxJBnw92n2ytz#pdfviewer

  • Abgeordnete gegen Logistikgebiet

    at 30 Jan 2019 13:16

    14 Kreistagsabgeordnete des Werra-Meissner-Kreises quer durch fast alle politischen Parteien und ein Abgeordneter des Hessischen Landtags haben sich zusammengefunden, um deutlich zu machen, dass sie die Entscheidung des Bürgermeisters und der Mehrheit im Gemeindeparlament von Neu-Eichenberg nicht teilen, direkt neben dem kleinen Ortsteil Hebenshausen Europas größtes Logistikzentrum entstehen zu lassen. Wegen der zu erwartenden Umweltbelastungen für angrenzende Niedersächsische Ortschaften hat sich auch ein Kreistagsabgeordneter des Landkreises Göttingen angeschlossen.

    „Diese Entscheidung wird nicht nur das Gesicht des Ortsteils Hebenshausen und der Gemeinde Neu-Eichenberg völlig verändern, sondern hat Auswirkungen auf die Verkehrsbelastung im Umland. So werden die erwarteten 900 LKW und 2000 Kleinlaster pro Tag mit insgesamt 5800 Fahrbewegungen nicht nur die Gemeinde Neu-Eichenberg belasten, sondern den gesamten Kreis, denn für sie wird das Nachtfahrverbot auf der B 27 nicht gelten,“ macht die Initiatorin des Treffens, Martina von Roeder, deutlich.

    „Wir wenden uns gegen die Belastung, die von dem 80 ha großen Gelände - das sind 112 Fußballfelder – ausgehen wird. Die Fläche ist etwa fünfmal so groß wie das Dorf selbst und wird die gewachsene Kulturlandschaft zerstören. Das Alleinstellungsmerkmal als „Öko-Modellregion“ wird leichtfertig zur Disposition gestellt. Absolventen der Uni, die vor Ort innovative Firmen gründen wollten, werden vertrieben. Die über Generationen geführte Domäne Hebenshausen muss aufgegeben werden,“ erklären die Abgeordneten ihre Motivation, gegen die Pläne für das Logistikzentrum ein deutliches Signal zu setzen.

    Quelle: gruene-werra-meissner.de/startseite/pm-single/article/abgeordnete_gegen_logistikgebiet/

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