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  • Petition in Zeichnung

    14-11-13 11:14 Uhr

    Liebe Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der Petition „Bleiberecht für Assan Jallow“

    Zunächst einmal wollen wir uns – auch im Namen von Assan- bei allen bedanken, die die Petition für Assan bisher unterzeichnet haben. Ein besonderer Dank geht vor allen an die vielen Unterzeichner/innen aus dem Raum Pfinztal(!), Karlsruhe, Pforzheim und Umgebung. Man sieht daran, dass Assan viele Freunde und Unterstützer in seinem persönlichen Umfeld hat. Das heißt was!

    Wir haben bisher 1.590 Unterschriften gesammelt (davon 1.156 in Baden-Württemberg, Stand 13.11.13) Wir sind der Meinung: Das ist super, aber da geht noch mehr!
    Wir wollen die verbleibenden 20 Tage, in der die Petition noch läuft, für einen Endspurt nutzen. Wir fordern deswegen alle Unterzeichner/innen auf: Bitte verschickt den Link zur Petition an alle Verteiler, Freundeskreise, Listen, Einzelpersonen, die ihr kennt und bittet um Unterstützung. Ihr könnt folgenden Text verwenden:

    Die Petition „Bleiberecht für Assan Jallow“ läuft noch 20 Tage. Bitte unterzeichnet und helft mit, dass Assan in Deutschland bleiben darf“
    www.openpetition.de/petition/online/bleiberecht-fuer-assan-jallow

    Assan braucht jetzt weiter Unterstützung von möglichst vielen Menschen, denn sein Bleiberecht ist noch längst nicht gesichert. Hierzu einige aktuelle Informationen:

    Härtefallantrag eingereicht: Am 29. August hat Tanja Jungbauer stellvertretend für die Unterstützergruppe das Gesuch bei der Härtefallkommission beim Ministerium für Integration von Baden-Württemberg eingereicht. Das Gesuch ist bei der Vorprüfung durch den Vorsitzenden der Kommission NICHT durchgefallen. Wann unser Antrag von der Kommission behandelt und entschieden wird, ist bisher noch nicht bekannt. Bis dahin ist die Abschiebung aber ausgesetzt. Wenn die Kommission positiv entscheidet, was wir alle hoffen, erhält Assan eine Aufenhaltserlaubnis nach § 23a des Aufenthaltsgesetzes.

    Weitere Integrationsleistungen: Für die Härtefallkommission entscheidend ist, ob und wie ein Antragssteller zeigt, dass er sich in Deutschland integriert. Assan ist hierbei aus unserer Sicht vorbildlich. Da das Regierungspräsidium ein Arbeitsverbot gegen ihn ausgesprochen hat, kann er sich nur um ein schulisches Fortkommen bemühen und noch keine Ausbildung anfangen. Seit September besucht er die Johanna Wittum Schule in Pforzheim und absolviert dort eine „Vorqualifizierung Arbeit und Beruf“, die er mit dem Hauptschulabschluss abschließen kann. Die dortige Schulleiterin, die ihn ebenfalls unterstützt, hat ihm den Weg in eine handwerkliche Ausbildung geraten. Außerdem ist er weiterhin ehrenamtlich in der Kinderbetreuung im Familienzentrum Ost in Pforzheim tätig.

    Vorführung bei der gambischen Botschaft am 11. November: Am vergangenen Montag hatte Assan große Angst, denn ihm wurde von Zimmerkollegen mitgeteilt, dass ihn die Polizei im Asylheim in Bad Wildbad abholen wollte. Es stellte sich heraus, dass er erneut zu einer zwangsweisen Vorführung bei der gambischen Botschaft geladen wurde. Er musste den Schulunterricht verlassen und wurde von der Polizei nach Karlsruhe gefahren, wo ihn Botschaftsvertreter in seiner Heimatsprache befragten. Er durfte dann aber nach kurzer Zeit gehen und es wurde ihm viel Glück gewünscht. Dass sich Assan dieser Zwangsmaßnahme nicht widersetzt hat, ist für ihn positiv: Denn jetzt hat er unter Beweis gestellt, dass er sich nicht entziehen will und dass es auch keinen Zweifel an seiner Identität gibt. Dies sollte auch von der Härtefallkommission positiv anerkannt werden.

    Wie geht es weiter?
    Übergabe der Unterschriften: Am 26. November läuft die Petition aus, bis dahin sammeln wir Unterschriften. Anlässlich des Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember wollen wir die gesammelten Unterschriften der Geschäftsstelle der Härtefallkommission im Integrationsministerium symbolisch übergeben.
    Fest und Fussballspiel: Damit wir mit unserer Forderung „Bleiberecht für Assan Jallow“ noch mehr Öffentlichkeit erreichen können, wollen wir in absehbarer Zeit (in Zusammenarbeit mit seinem Fußballverein) ein Fest und ein Fußballspiel organisieren. Die Details stehen noch nicht fest. Wir werden uns diesbezüglich bei allen Unterzeichner/innen wieder melden und euch dazu einladen.

    Einstweilen bitten wir um finanzielle Unterstützung für die Organisation dieser Veranstaltungen:

    Wir bitten um Spenden auf
    Aktion Flüchtlingshilfe
    Andreas Linder
    GLS Gemeinschaftsbank
    Nr. 70 07 84 01 00
    BLZ 430 609 67

    Sollten wir mehr Spenden erhalten als wir für die Organisation der Veranstaltungen brauchen, werden wir das Geld dem Flüchtlingsrat Baden-Württemberg zur Verwendung für Aktivitäten in ähnlichen Fällen weiterleiten.

    Mit freundlichen Grüßen
    Der Initiativkreis für die Petition: Laura Gudd (Tübingen), Monika Freisler (Pforzheim), Tanja Jungbauer (Karlsruhe), Anna Lampert (Stuttgart), Andreas Linder (Tübingen).
    Kontakt: linder@fluechtlingsrat-bw.de

  • Änderungen an der Petition

    05-09-13 09:59 Uhr

    Rechtschreibfehler korrigiert
    Neue Begründung: Der heute 20-jährige Assan Jallow reiste im Jahr 2011 als unbegleiteter jugendlicher Flüchtling nach Deutschland ein. In seinem Heimatland Gambia war er schwerer körperlicher und psychischer Gewalt ausgesetzt. Er konnte fliehen und sich als blinder Passagier auf ein Schiff retten, das nach Europa fuhr. Der Asylantrag, den er in Deutschland stellte, wurde im Februar 2012 vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge abgelehnt. Weil er den auf Deutsch abgefassten Ablehnungsbescheid nicht verstehen konnte, verpasste er die Frist für die Einreichung einer Klage. Das Verwaltungsgericht Karlsruhe lehnte die Klage wegen der Fristversäumnis als unzulässig ab. Somit war Herr Jallow die gerichtliche Überprüfung seiner Fluchtgründe verwehrt.

    Jetzt droht die Abschiebung eines jungen Menschen, der sich durch Teilnahme an Sprachkursen, Praktika und durch ehrenamtliches Engagement vielfältig um seine Integration in Deutschland bemüht hat und bereits viele Freunde gewonnen hat. Wir wollen, dass Assan Jallow eine Chance bekommt. Wer so viel Integrationsbereitschaft zeigt, darf nicht einfach rausgeschmissen werden.

    Assan Jallow ist ein junger, offener und positiver Mensch. Er möchte eine Ausbildung im Pflegebereich machen. Er arbeitete hierzu bereits als Praktikant in einer Pflegeklinik in Bad Wildbad, wo er beim Leitungspersonal und bei den Patienten beliebt war und für seinen (unbezahlten) Einsatz sehr gelobt wurde. Das gegen ihn verhängte ausländerrechtliche Arbeitsverbot wegen „Nichtmitwirkung“ bei der Abschiebung machte es bisher unmöglich, dass er eine Ausbildung beginnen konnte. In Deutschland suchen wir hängeringend händeringend Pflegekräfte und werben dafür auch Menschen aus dem Ausland an.
    Herr Jallow ist schon da. Und wir wollen, dass er bleibt!

    Ziel der Unterschriftenaktion / Petition:
    Assan Jallow ist akut von Abschiebung bedroht. Deswegen reichte eine Freundin von Assan im Namen eines Unterstützerkreises am 1. September 2013 ein Härtefallgesuch bei der Härtefallkommission des Landes Baden-Württemberg ein. Mit einer Entscheidung der Kommission ist in ca. einem halben Jahr zu rechnen. Bis zur Entscheidung werden die aufenthaltsbeendenden Maßnahmen zurückgestellt. Wenn die Entscheidung positiv ist, worauf wir sehr hoffen, wird Herr Jallow eine Aufenthaltserlaubnis nach § 23, Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhalten und er kann in Deutschland bleiben.
    Das Ziel dieser Unterschriftenaktion / Petition ist, zu zeigen, dass viele Menschen in Bad Wildbad und Umgebung, in ganz Baden-Württemberg und ganz Deutschland diesen Antrag unterstützen.

    Zum Unterstützerkreis bzw. den AutorInnen des Härtefall-Antrags gehören Mitarbeiter/innen des Netzwerks Bleiberecht Stuttgart-Tübingen-Pforzheim (vgl. www.bleibinbw.de) (in dessen Rahmen Herr Jallow an Sprachkursen und Praktika teilnahm) und des Flüchtlingsrates Baden-Württemberg (vgl. www.fluechtlingsrat-bw.de). Weitere Unterstützer von Herrn Jallow kommen z.B. vom Fussballverein ATSV Kleinsteinbach (vgl. www.atsvkleinsteinbach.de), wo Assan seit April 2012 aktiv im Verein spielt. 186 Mitglieder dieses Vereins forderten in einer Unterschriftenaktion vom Juli 2013 „Asylrecht und bleibender Aufenthalt für Assan Jallow in Deutschland“.

    Helfen auch Sie mit, dass Assan Jallow in Deutschland bleiben darf!

    Den 1. September 2013
    Der Unterstützerkreis für Assan Jallow: Laura Gudd (Tübingen), Monika Freisler (Pforzheim), Tanja Jungbauer (Karlsruhe), Anna Lampert (Stuttgart), Andreas Linder (Tübingen).