Region: Offenburg

Erhalt des Offenburger Flugfeldes in seiner gesamten Größe.

Petition richtet sich an
Stadt Offenburg, Gemeinderat

4.606 Unterschriften

Sammlung beendet

4.606 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet 2023
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht am 08.05.2024
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Neuigkeiten

04.11.2025, 09:27

Reale Utopien – Wege zur nachhaltigen Transformation

kfutd.de Printed on 3. November 2025

November 3, 2025

Kategorien: Aspekte für Urban Transformation Design, Demokratie

Im März 2026 sollen die Bürgerinnen und Bürger Offenburgs selbst entscheiden, ob aus dem bisherigen Sonderlandeplatz ein neues Gewerbegebiet entstehen soll. Die Verwaltung schlägt den Bürgerentscheid parallel zur Landtagswahl vor – mit der Fragestellung:
„Sind Sie für die Entwicklung des Sonderlandeplatzes (Flugplatzes) zu einem Gewerbegebiet auf Offenburger Gemarkung?“

Eine einfache Frage – mit weitreichenden Konsequenzen.

Der Sonderlandeplatz südlich der Stadt ist rund 25 Hektar groß, liegt eingebettet zwischen Königswald und bestehenden Gewerbeflächen und wird derzeit von etwa 180 Mitgliedern der Fliegergruppe Offenburg genutzt. Der Platz ist nicht öffentlich zugänglich, Geschäftsflüge sind aufgrund der Infrastruktur nicht möglich.

Wenn die Start- und Landebahn verschwindet, sollen dort bis zu 20 Hektar Gewerbefläche entstehen – das größte neue Gewerbegebiet, das Offenburg seit Jahrzehnten geplant hat. Die Stadt argumentiert mit einem akuten Mangel an Erweiterungsflächen für ansässige Unternehmen und der Gefahr, dass Betriebe abwandern könnten.

Dem stehen jedoch zwei gewichtige Interessen gegenüber:

1. Die Fliegergruppe, die den Platz als Heimat und als Standort für regionale Einsätze nutzt – etwa für Hagelflieger oder gelegentliche Hubschrauberlandungen der Bundespolizei.

Ihr Engagement ist anerkennenswert, doch die reine Freizeitnutzung dürfte im Vergleich zu den städtischen Entwicklungszielen ein kleineres Argument sein.

2. Das Allgemeingut Grünfläche, das sich hier über Jahrzehnte erhalten hat.

Magerwiesen, seltene Pflanzen und Tierarten, offene Böden und Kaltluftströme bilden ein ökologisches Rückgrat, das weit über die Stadtgrenzen hinauswirkt.

Wer das Gebiet kennt, weiß: Es ist einer der letzten großen Freiräume Offenburgs.

Die Verwaltung verweist auf Klimaresilienz, Baumpflanzungen und Photovoltaikdächer – doch entscheidend bleibt: Ein Gewerbegebiet bleibt ein massiver Eingriff in den Bodenhaushalt, mit langfristiger Versiegelung, steigendem Verkehr und verändertem Mikroklima.

Während Unternehmen wachsen wollen, schrumpft die verfügbare Fläche.

6

Boden aber wächst nicht nach – er ist endlich.

Das stellt die Stadt vor eine zentrale Frage: Wie viel Wachstum verträgt Offenburg noch – und wo liegen die Grenzen?

Trotz jahrelanger Debatte ist bis heute nicht klar,

welche Firmen konkret Flächen benötigen,

wie groß ihr Bedarf tatsächlich ist,

und welche Alternativen im Bestand oder durch Nachverdichtung bestehen.

Eine transparente Bedarfsanalyse steht aus.

Zudem ist unklar, wie sich die Entwicklung auf den Autobahnzubringer Süd auswirken würde – denn beide Projekte greifen räumlich ineinander.

Jede Entscheidung in diesem Bereich sendet Signale an das Regierungspräsidium, welche Variante später bevorzugt werden könnte.

Der Bürgerentscheid wird also weit mehr entscheiden als nur über ein Areal am Stadtrand.

Er wird zeigen, welche Prioritäten Offenburg in Zeiten der Klimaanpassung, Flächenknappheit und sozialer Herausforderungen setzt.

Es geht um eine Balance zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und ökologischer Verantwortung, um das Verhältnis von Eigentum, Gemeinwohl und Lebensqualität.

Die Fliegergruppe mag nur ein Teil des Puzzles sein – aber die eigentliche Frage lautet:
Wollen wir Grünfläche als Zukunftsreserve schützen, oder wollen wir sie in Gewerbefläche umwandeln, um kurzfristig wirtschaftlich zu wachsen?

Der Gemeinderat berät am 10. November 2025 über die genaue Formulierung der Abstimmungsfrage. Bis dahin bleibt Zeit, Argumente abzuwägen, Informationen einzufordern und sich eine Meinung zu bilden. Denn: Dieser Bürgerentscheid wird zeigen, wie Offenburg künftig mit seinen letzten Freiflächen umgeht – als Stadt, die wachsen will oder als Stadt, die Weitsicht vor Wachstum stellt.

Die Stadtverwaltung schlägt folgende Frage für den Bürgerentscheid im März 2026 vor:
„Sind Sie für die Entwicklung des Sonderlandeplatzes (Flugplatzes) zu einem Gewerbegebiet auf Offenburger Gemarkung?“

Diese Formulierung ist entscheidend – denn sie beeinflusst, wie Menschen intuitiv antworten.

Die Frage ist positiv und zustimmungsorientiert formuliert.

Das Wort „für“ in Verbindung mit „Entwicklung“ erzeugt ein Gefühl von Fortschritt, Aktivität und Zukunft.

Wer mit „Ja“ stimmt, fühlt sich damit leicht als jemand, der etwas bewegt oder voranbringt.

Die Alternative – ein „Nein“ – wirkt dagegen passiv, wie ein Bremsen oder Verhindern. 6

Damit ist die Frage nicht neutral, sondern sprachlich zugunsten der Verwaltung und Wirtschaft gerahmt. Sie lenkt den Fokus auf das, was entstehen könnte – nicht auf das, was verloren geht.

Weder Begriffe wie „Umwandlung“ noch „Grünfläche“ oder „Versiegelung“ tauchen auf



30.10.2025, 06:02

Sehr geehrte Frau Ines Reinhard,

völlig überrascht wurde ich über den aktuellen Zeitungsbericht " Bürgerentscheid Flugplatz ".

Seit über 25 Jahren versuche ich mit einigen Mitstreitern und vielen Aktionen sowie zweimaliger Unterschriftensammlung den Offenburger Stadtrat zu überzeugen, den ehemaligen Verkehrslandeplatz Offenburg zu erhalten. Unter OB Schreiner wurde einem Erhalt des Flugplatzes teilweise zugestimmt.
Den Antrag zum Erhalt bzw. einen Bürgerentscheid zu bewirken, habe ich der Fraktion FWO in einem Schreiben zugestellt und wurde auch in diesem Gremium diskutiert und dem Stadtrat unterbreitet. Auch wir haben für die Weiterentwicklung am sogenannten Sonderlandeplatz einer Erweiterung eines Gewerbegebietes zugestimmt, mit integrierter Landebahn in kompletter Länge zugestimmt. Auch sind wir mit der Fliegergruppe einer Meinung, dass der Landeplatz nach über 100 Jahren Geschichte, nicht einer völligen Bebauung, auch aus Umweltschutzgründen platt gemacht werden sollte.
Auch sind wir der Meinung, dass wir keinen Gegenpol zum Lahrer Flugplatz erzeugen wollen. Infrastruktur und Verkehrsanbindung geben dem Offenburger Flugplatz, der sehr nahe am Zentrum der Region liegt, für Kleinflugzeuge die besseren Chancen.

Eine der Wachstumsbranchen schlechthin ist die Luftfahrt, die in den letzten Jahren 5% und mehr Progression aufweisen kann.

Flugplatz Typisch sind dabei:

Versorgungs-, Entwicklungs- und Werftbetriebe

Trainings- und Simulationszentren

Avionik- und Dienstleistungsunternehmen

und natürlich auch Luftsportvereine

Mit dem Flugplatz gewinnt das Oberzentrum Offenburg auf den internationalen Märkten und in einem neuen Europa.

Grünfläche statt Gewerbegebiet, Südzubringer und Flugbetrieb, dies ist das Ziel der Bürgerinitiative Pro Flugplatz Offenburg,

www.proflog.de/wordpress/

Der BI Pro Flugplatz Offenburg ist klar, dass ein öffentlicher Flugbetrieb in Offenburg nicht mehr stattfinden wird, aber mit einem Pachtvertrag, der allen entgegenkommt, könnte man kostengünstig zusammen mit dem Verein der Fliegergruppe einen kleinen Flugbetrieb ermöglichen.

Kleingewerbe und Flugplatz zusammen stören sich nicht.

mit freundlichen Grüßen

Rolf Leonhardt im Auftrag der Mitstreiter

Tel: 01775090111



21.09.2025, 03:46

Antrag der Freien Bürger Offenburg:„Erhalt des Offenburger Flugplatzes“:
Rolf Leonhardt am 18. September 2025 um 14:19

Der Gemeinderat möge beschließen:
Der Offenburger Flugplatz wird in seiner kompletten Größe erhalten und in ein
kleinteiliges Gebiet für Gewerbetreibende miteingebunden. Betreiber könnte
die Fliegergruppe Offenburg sein. Der derzeitige einjährige Pachtvertrag wird
auf eine Laufzeit von 20 Jahre verlängert mit weiterer Verlängerungsoption um
10 Jahre zur Gewährleistung langfristiger Planungssicherheit.
Begründung:
Der Flugplatz Offenburg ist eine Verkehrsinfrastruktur für Offenburg als
Oberzentrum und Messestadt. Viele Unternehmen haben ihren Sitz oder ihre
Hauptverwaltung hier.
Die regionale Luftverkehrsstruktur benötigt den Flugplatz Offenburg. Der
Ausbau des Regionalflughafens Baden-Airpark und und des
Frachtsonderflughafens Lahr hat gezeigt, dass in Offenburg ein Bedarf für den
kleinen und mittleren Geschäfts-Reiseverkehr und insbesondere für den
Luftsport besteht. Lahr ist in keinem Fall für Kleinflugzeuge eine Alternative. Die
Lage und Erreichbarkeit der großen Plätze ist deutlich schlechter als die
Offenburgs.
Auch Infrastruktur und Verkehrsanbindung geben dem Offenburger Flugplatz,
der sehr nahe am Zentrum der Region liegt, für Kleinflugzeuge die besseren
Chancen.
Der kleine und mittlere Geschäftsverkehr hat das Potential, sich wirtschaftlich
zu tragen. Sonst hätte er sich nicht in Offenburg, trotz aller Widrigkeiten auf
dem ehemaligen Verkehrslandeplatz bis 1996 halten können. Von Offenburg
aus sind fast alle europäischen Wirtschaftszentren in ein bis zwei Flugstunden
erreichbar.
Im Katastrophenfall gestattet der Flugplatz schnelle Hilfe aus der Luft.
Beispielsweise könnte ein privater Rettungshubschrauber oder ein Hagelflieger
auf dem Flugplatz stationiert werden.

Der Flugplatz ist ein Erbe über Generationen mit langer Tradition und ein
„Goldstück“ der Infrastruktur mit hohem ideellem Wert.
Der Flugplatz hat eine besondere Bedeutung für die Mitglieder der
Fliegergruppe Offenburg. Mit rund 180 aktiven Hobby-Piloten steuern sie
täglich den Flugplatz mit rund 40 Flugzeugen an. Der Flugplatz ist aktiver denn
je.
Unterstützt wird der Erhalt des Flugplatzes von 4606 Unterstützern, deren
Unterschriften am Mittwoch, den 08.05.2024, Herrn OB Steffens übergeben
wurden.
Grundsätzlich hat die Bürgerinitiative und die Fliegergruppe nichts gegen ein
überschaubares Gebiet für Gewerbetreibende in dieser Region einzuwenden,
sofern dieses mit dem Erhalt des Flugplatzes und dem Flugbetrieb kombiniert
werden kann und sich ökologisch gut in das angrenzende Naherholungsgebiet
einfügt.
Konkrete Pläne über die Ausgestaltung dieser Kombination von Flugplatz und
Gewerbegebiet sollten in Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und
Fliegergruppe sowie der Bürgerinitiative „Proflog“ erstellt werden.
Hierbei könnten Investitionen insbesondere durch die Ansiedlungen von
flugaffinem Gewerbe getätigt werden, Arbeitsplätze geschaffen und
Gewerbesteuern generiert werden.
Für Offenburg zählen nicht nur die Arbeitsplätze, die der Flugplatz selbst hat,
sondern auch die, die an ihm hängen. Die Relation der direkten und indirekten
Arbeitsplätze eines Flugplatzes wird im Allgemeinen mit 1/3 zu 2/3 beziffert.
D.h. zu den 30 Arbeitsplätzen am Flugplatz kommen noch einmal 60 außerhalb
hinzu.
Als Strukturelement hat der Flugplatz eine wirtschaftsfördernde Funktion für
die Stadt Offenburg und die Region. Er ist ein Standortkapital, das nicht
leichtfertig verspielt werden darf.
Woran es in der Region zur Schaffung von Arbeitsplätzen mangelt, sind nicht
Gewerbeflächen sondern Wachstumsbranchen. Eine Gewerbefläche, die nur
Arbeitsplätze von anderer Stelle verlagert, bringt für die Region nichts. Benötigt
werden Wirtschaftsbereiche, die aus sich selbst heraus Arbeitsplatzpotential
besitzen.

Eine der Wachstumsbranchen schlechthin ist die Luftfahrt, die in den letzten
Jahren 5% und mehr Progression aufweisen kann.
Flugplatztypisch sind dabei:
? Versorgungs-, Entwicklungs- und Werftbetriebe
? Trainings- und Simulationszentren
? Avionik- und Dienstleistungsunternehmen
? und natürlich auch Luftportvereine
Durch die räumliche Nähe von Flugplatz und flugaffinem Gewerbe könnten
Synergien freigesetzt, kurze Wege realisiert, Kosten gesenkt und
umweltbelastende Transporte vermieden werden.
Durch den Erhalt des Flugplatzes ergibt sich auch ein Gewinn in Bezug auf
Ökologie und Freizeitgestaltung: Das gesamte Areal des Flugplatzes und der
umliegenden Natur ist ein beliebtes Naherholungsgebiet, welches von der
Fliegergruppe gehegt und gepflegt wird. Diese Hege und Pflege würde sie auch
weiterhin fortführen. Zudem ist der Flugplatz eine ökologisch wichtige
Ausgleichsfläche.

Falls der Gemeinderat diesem Antrag nicht folgen möchte, stellen wir
ersatzweise den Antrag auf Durchführung eines Bürgerentscheids.


18.09.2025, 08:22

Der Gemeinderat möge beschließen:
Der Offenburger Flugplatz wird in seiner kompletten Größe erhalten und in ein
kleinteiliges Gebiet für Gewerbetreibende miteingebunden. Betreiber könnte
die Fliegergruppe Offenburg sein. Der derzeitige einjährige Pachtvertrag wird
auf eine Laufzeit von 20 Jahre verlängert mit weiterer Verlängerungsoption um
10 Jahre zur Gewährleistung langfristiger Planungssicherheit.
Begründung:
Der Flugplatz Offenburg ist eine Verkehrsinfrastruktur für Offenburg als
Oberzentrum und Messestadt. Viele Unternehmen haben ihren Sitz oder ihre
Hauptverwaltung hier.
Die regionale Luftverkehrsstruktur benötigt den Flugplatz Offenburg. Der
Ausbau des Regionalflughafens Baden-Airpark und und des
Frachtsonderflughafens Lahr hat gezeigt, dass in Offenburg ein Bedarf für den
kleinen und mittleren Geschäfts-Reiseverkehr und insbesondere für den
Luftsport besteht. Lahr ist in keinem Fall für Kleinflugzeuge eine Alternative. Die
Lage und Erreichbarkeit der großen Plätze ist deutlich schlechter als die
Offenburgs.
Auch Infrastruktur und Verkehrsanbindung geben dem Offenburger Flugplatz,
der sehr nahe am Zentrum der Region liegt, für Kleinflugzeuge die besseren
Chancen.
Der kleine und mittlere Geschäftsverkehr hat das Potential, sich wirtschaftlich
zu tragen. Sonst hätte er sich nicht in Offenburg, trotz aller Widrigkeiten auf
dem ehemaligen Verkehrslandeplatz bis 1996 halten können. Von Offenburg
aus sind fast alle europäischen Wirtschaftszentren in ein bis zwei Flugstunden
erreichbar.
Im Katastrophenfall gestattet der Flugplatz schnelle Hilfe aus der Luft.
Beispielsweise könnte ein privater Rettungshubschrauber oder ein Hagelflieger
auf dem Flugplatz stationiert werden.

Der Flugplatz ist ein Erbe über Generationen mit langer Tradition und ein
„Goldstück“ der Infrastruktur mit hohem ideellem Wert.
Der Flugplatz hat eine besondere Bedeutung für die Mitglieder der
Fliegergruppe Offenburg. Mit rund 180 aktiven Hobby-Piloten steuern sie
täglich den Flugplatz mit rund 40 Flugzeugen an. Der Flugplatz ist aktiver denn
je.
Unterstützt wird der Erhalt des Flugplatzes von 4606 Unterstützern, deren
Unterschriften am Mittwoch, den 08.05.2024, Herrn OB Steffens übergeben
wurden.
Grundsätzlich hat die Bürgerinitiative und die Fliegergruppe nichts gegen ein
überschaubares Gebiet für Gewerbetreibende in dieser Region einzuwenden,
sofern dieses mit dem Erhalt des Flugplatzes und dem Flugbetrieb kombiniert
werden kann und sich ökologisch gut in das angrenzende Naherholungsgebiet
einfügt.
Konkrete Pläne über die Ausgestaltung dieser Kombination von Flugplatz und
Gewerbegebiet sollten in Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und
Fliegergruppe sowie der Bürgerinitiative „Proflog“ erstellt werden.
Hierbei könnten Investitionen insbesondere durch die Ansiedlungen von
flugaffinem Gewerbe getätigt werden, Arbeitsplätze geschaffen und
Gewerbesteuern generiert werden.
Für Offenburg zählen nicht nur die Arbeitsplätze, die der Flugplatz selbst hat,
sondern auch die, die an ihm hängen. Die Relation der direkten und indirekten
Arbeitsplätze eines Flugplatzes wird im Allgemeinen mit 1/3 zu 2/3 beziffert.
D.h. zu den 30 Arbeitsplätzen am Flugplatz kommen noch einmal 60 außerhalb
hinzu.
Als Strukturelement hat der Flugplatz eine wirtschaftsfördernde Funktion für
die Stadt Offenburg und die Region. Er ist ein Standortkapital, das nicht
leichtfertig verspielt werden darf.
Woran es in der Region zur Schaffung von Arbeitsplätzen mangelt, sind nicht
Gewerbeflächen sondern Wachstumsbranchen. Eine Gewerbefläche, die nur
Arbeitsplätze von anderer Stelle verlagert, bringt für die Region nichts. Benötigt
werden Wirtschaftsbereiche, die aus sich selbst heraus Arbeitsplatzpotential
besitzen.

Eine der Wachstumsbranchen schlechthin ist die Luftfahrt, die in den letzten
Jahren 5% und mehr Progression aufweisen kann.
Flugplatztypisch sind dabei:
 Versorgungs-, Entwicklungs- und Werftbetriebe
 Trainings- und Simulationszentren
 Avionik- und Dienstleistungsunternehmen
 und natürlich auch Luftportvereine
Durch die räumliche Nähe von Flugplatz und flugaffinem Gewerbe könnten
Synergien freigesetzt, kurze Wege realisiert, Kosten gesenkt und
umweltbelastende Transporte vermieden werden.
Durch den Erhalt des Flugplatzes ergibt sich auch ein Gewinn in Bezug auf
Ökologie und Freizeitgestaltung: Das gesamte Areal des Flugplatzes und der
umliegenden Natur ist ein beliebtes Naherholungsgebiet, welches von der
Fliegergruppe gehegt und gepflegt wird. Diese Hege und Pflege würde sie auch
weiterhin fortführen. Zudem ist der Flugplatz eine ökologisch wichtige
Ausgleichsfläche.

Falls der Gemeinderat diesem Antrag nicht folgen möchte, stellen wir
ersatzweise den Antrag auf Durchführung eines Bürgerentscheids.




17.02.2025, 10:01

Südzubringer Autobahn: Die Bürgerinitiativen raufen sich zu einer gemeinsamen Haltung zusammen und plädieren aus Zeitgründen für einen vierspurigen Ausbau des Teilstücks B33 und der B3

Über den Tellerrand hinausschauen

Günter Michel, einer der Ini­tiatoren der Bürgerinitiative (BI) Pro V0, äußert sich im Gespräch mit unserer Zeitung erleichtert über den gefundenen Kompromiss. Man habe bisher oft gegeneinander gearbeitet, jetzt ziehe man an einem Strang. „Wir haben in Gesprächen Standpunkte ausgetauscht und Gemeinsamkeiten entdeckt.“ Im ersten Schritt setzten sich alle BIs dafür ein, die bestehende Trasse auszubauen. Treibendes Argument ist die Zeitspanne bis zu einer Realisierung der Südumfahrung: Man rechnet hier mit dem Jahr 2042, mindestens. Vordringliches Ziel der BI Pro V0 bleibe aber, den Autobahnanschluss zu verhindern.

Michel zeigt am Beispiel Flugplatz Offenburg, wie wichtig eine überregionale Zusammenarbeit der BIs ist. Die BI Flugplatz engagiere sich für den Ausbau der vorhandenen Strecke, obwohl der Flugplatz selbst davon nicht betroffen ist. Da sollten dann die anderen BIs auch dafür kämpfen, dass der Flugplatz nicht einem Offenburger Gewerbegebiet weichen muss. Michel: „Wir müssen über den Tellerrand hinausschauen. So werden wir zusammen erfolgreich für unsere Anliegen kämpfen.“

Der Hohberger blättert für uns ein wenig in der Geschichte: 1987, unter OB Grüber, sei das RP noch für eine Ertüchtigung der bestehenden Strecke gewesen, der Offenburger Gemeinderat habe das abgelehnt. Michel: „35 Jahre später hat sich nichts getan.“ ?klk

Artikel aus dem Offenburger Tageblatt v. 17.02.2025

Foto: Herta Monika Patti


29.11.2024, 03:53

Warum sind Städtereisen so beliebt? Wohl nicht um die Gewerbegebiete oder die tristen Vororte in
Augenschein zu nehmen, sondern man sucht Gebäude, Orte auf, die eine Geschichte zu erzählen
haben.
Warum findet so mancher Offenburger seine Stadt lebenswert? Weil es für ihn Orte, Plätze gibt, die für
ihn einen besonderen Identifikationsgrad darstellen. Sei es die besondere Urbanität der Oststadt, sei es
ein Verein, sei es die Stammkneipe, das OFV- Stadion und, und, und… Es sind alles Orte, zu denen man
eine emotionale Beziehung entwickelt hat. Genau dazu zählt auch das Flugplatzareal, das einem
Gewerbegebiet weichen soll.
Das Flugplatz -Areal ist gekennzeichnet durch
-einen großen Freizeitwert (Ausflugsziel)
-durch erlebbare Technik durch den Flugbetrieb (Piloten – Ausbildung, Fliegerfeste-Rundflüge)
-das Areal bietet eine Reservefläche, die es so nicht wieder in Offenburg gibt (z.B. Open-Air
Veranstaltungen- Kamehameha).
In Kern folgt die Schaffung des Gewerbegebietes der Maxime Geld, Geld, Geld noch mehr Geld. Das
Argument der Schaffung von Arbeitsplätzen ist angesichts der demographischen Entwicklung hinfällig.
Deshalb wehren sich viele Bürger gegen dieses Projekt,
-weil der Flächenfraß auf der Offenburger Gemarkung, trotz Landesverordnungen weiterhin ungehindert
fortschreitet – Was ist mit der Nutzung stillgelegter Gewerbeobjekte? Ruef Großmarkt neben „Roller“,
Flächen im Industriegebiet West, …

Der Widerstand gegen die Umwandlung des Flugplatzareals begründet sich insbesondere, weil dem
Bürger ein liebgewonnener Platz, ein liebgewonnenes Areal , das einen hohen Freizeitwert bietet, das
eine Geschichte zu erzählen hat, genommen wird und dafür ein beliebiges, gesichtsloses Gewerbegebiet
installiert wird, das trotz Öko -Kosmetik, niemanden in der Freizeit locken wird. Selbst der sprachliche
Trick „Gewerbe-Park“ ist längst entlarvt!

Zweifel? Dann einfach mal den Praxistest wagen: Ausflugsziel am Sonntag- Mittag -Industriegebiet West-
viel Spaß!

Stefan Dittrich

Rolf Leonhardt


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