Region: Weingarten

Erhaltet den historischen Heilig-Blut-Altar in der Basilika Weingarten!

Petition richtet sich an:
Pfarrgemeinderat St. Martin, Diözese Rottenburg-Stuttgart, Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg, Land Baden-Württemberg

2.912 Unterschriften

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3.300 für Sammelziel

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  1. Gestartet 10.07.2026
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Neuigkeiten

01.08.2026, 03:09

Betrachtung zur Predigt:
Der heutige Heilig-Blut-Altar wurde am 8. November 1931 feierlich eingeweiht. Am Nachmittag hielt Abt Michael von Witowski eine Festpredigt, in der er auf die Besonderheiten des neuen Heilig-Blut-Altares hinwies. Für die Liturgische Bewegung war vor allem die aktive Teilnahme des Kirchenvolkes an den liturgischen Feiern wichtig. Er fragt daher:

„War es nicht schön, als wir alle zusammen um den Altar, den neugeweihten standen, als wir alle von uns wussten, nicht nur der Priester, nicht nur der Pontifex am Altar ist bestellt, hineingestellt als ein Gesandter Gottes, als ein Gesandter Christi, sondern jeder von uns? Wir alle haben die Gebete Christi gesprochen, aus unserem Herzen, unserem Mund hat Christus gesprochen, wir gehörten dazu, eine große starke Einheit.“

Das Chorgitter, das trennt, ist versetzt. Alle sind einmütig – geradezu synodal – um den Altar versammelt. Alle können bei der Eucharistie, die auf dem Altar gefeiert wird, jetzt die Reliquie im Altar sehen: das Blut Jesu in Gestalt des Weines und in Form der Reliquie.
Wichtig ist nicht nur die Verbindung mit den Christen heute, sondern auch mit den Christen durch die Jahrhunderte. Die Reliquien von Abt Alto, der die Benediktiner ursprünglich nach Weingarten brachte, mit dem Benediktiner Bonifatius, dem „Apostel der Deutschen“, und mit dem „Apostelfürsten“, dem heiligen Petrus, machen die Basilika (damals noch Münster) zum Schwäbischen Sankt Peter.
Alle sind berufen, wie Petrus, der Fels, zu lebendigen Steinen zu werden, auf denen Christus seine Kirche in schweren Zeiten gründet. Und die Zeiten waren damals wirklich düster, gerade war die Wirtschaftskrise mit horrender Inflation und Börsencrash noch nicht völlig überstanden, das Ende der Weimarer Republik bahnte sich an und die zunehmende Radikalisierung der Nationalsozialisten zeichnete sich ab. In diesen Zeiten sammelte die Bevölkerung von Weingarten für „ihren“ Altar, sogar Kinder gaben ihre Groschen, und die Leuchter und das Kreuz als wertvoller Altarschmuck wurden vom Weingartner Schlossermeister Josef Pfleghar gestiftet. Der Altar selbst war vom Stukkateur- und Marmoriermeister Karl Richard Mayer-Rosa in Neuhausen/Fildern gefertigt. Abt von Witowski schließt seine Predigt mit einer an Christus gerichteten Betrachtung zum derzeitigen Heilig-Blut-Altar, die auch in die heutige Zeit (wieder) passen könnte:

„Christus wir haben verstanden, was du uns sagst durch den neuen Altar. Christus du vertraust auf mich, Christus, du streckst mir die Hand entgegen, Christus du sagst auch zu mir: Du bist ein Petrus, du bist ein Fels und auf diesen Felsen, katholisches Herz, auf diesen Felsen, auf dich will ich heute in diesem Branden und Wogen einer todfeindlichen Welt meine Kirche bauen. So kommt denn, lernt von diesem Altar, lernt von denen, die darin wohnen, lernt von denen, dessen Opfer darauf liegt, lernt von der Gestalt dieses Altars. Alles das sagt dir: Gott will dich! Das ist nicht ein Altar, irgendeiner, das ist ein Aufruf Gottes, darum hat er ihn gestellt in diese Kirche, wo nicht bloß aus der hiesigen Pfarrei die Gläubigen kommen, sondern aus dem ganzen schönen katholischen Land.“

Prof. Dr. Annemarie C. Mayer, Trier


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