Für ein faires Rentensystem – ALLE müssen endlich in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen

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  4. Dialog mit Empfänger
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Neuigkeiten

10.04.2026, 05:44

Sehr geehrte Frau Reiche,

ich unterstütze ausdrücklich die Forderung, dass auch Berufspolitiker, Beamte und Selbstständige in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen sollten.

Denn eines ist offensichtlich: Das aktuelle System ist strukturell unfair. Darüber hinaus wissen wir Beide ja, Deutschland hat kein Einnahmenproblemen, aber ein erhebliches Problem darin sein Geld zweckgebunden zu verwenden.

Arbeitnehmer zahlen Monat für Monat ein, während andere Berufsgruppen (z.B. Bundesminister, Politiker, Beamte) teilweise deutlich höhere Altersbezüge erhalten – ohne je in dieses System eingezahlt zu haben.

Doch wer es ernst meint mit Gerechtigkeit, muss auch ehrlich sein:
Die Forderung, das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln, greift zu kurz – und geht an der Realität vieler Menschen vorbei. Pflegekräfte, Bauarbeiter oder Industriearbeiter können oft heute schon nicht bis 67 arbeiten.

Ein pauschales „länger arbeiten für alle“ ist deshalb nicht nur unrealistisch, sondern sozial unausgewogen. Umso irritierender ist es, wenn gleichzeitig in Ihrem Ministerium Millionenbeträge für
externe Berater ausgegeben werden. Über 2 Millionen Euro jährlich für Beratung, tausende Stunden externer Leistungen – während zentrale Aufgaben offenbar ausgelagert werden.

Hier stellt sich eine berechtigte Frage:

Bevor über längere Lebensarbeitszeiten für Millionen Menschen diskutiert wird –
sollte man nicht zuerst im eigenen Verantwortungsbereich Effizienz, Prioritätensetzung und einen verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern sicherstellen?

Die Menschen erwarten zu Recht:
dass Politik mit gutem Beispiel vorangeht.

Dazu gehört:
– verantwortungsvoller Umgang mit öffentlichen Mitteln
– strukturelle Fairness im Rentensystem
– und realistische Lösungen statt pauschaler Forderungen

Deshalb bin ich überzeugt:

Ja, wir brauchen ein System, in dem ALLE einzahlen – auch Berufspolitiker.

Aber wir brauchen ebenso:

flexible Renteneintritte, eine bessere Absicherung für körperlich belastete Berufe
und eine ehrliche, nachhaltige Finanzierung.

Gerechtigkeit entsteht nicht durch Gleichmacherei – sondern durch faire Regeln, die die Realität der Menschen berücksichtigen.

Mit freundlichen Grüßen
(im Sinne vieler Steuerzahler)
Tobias Kleinert

Quellenzugriff: 10.04.2026 Ministerin Reiche will Renteneintrittsalter an Lebenserwartung koppeln
Quellenzugriff 10.04.2026 Zwei Millionen Euro für externe Berater: Wirtschaftsministerin Reiche entmachtet das eigene Ministerium


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