14.06.2026, 18:21
Wir haben den Petitionstext aktualisiert und an die Entwicklungen der vergangenen Wochen angepasst.
Hintergrund ist, dass zentrale Ereignisse inzwischen stattgefunden haben und daher im bisherigen Wortlaut nicht mehr aktuell dargestellt wurden. Insbesondere die Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 11. Juni 2026 im Kwadrat Bremen, die Übergabe von Kommentaren und Unterstützungsbekundungen an die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration sowie die offizielle Einreichung unserer Petition beim Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft wurden nun berücksichtigt.
Darüber hinaus haben wir aktuelle Erkenntnisse aus den politischen Beratungen aufgenommen. Positiv ist, dass für Teile der Kinder- und Jugendarbeit offenbar kurzfristige Finanzierungslösungen für das Jahr 2026 gefunden werden konnten. Gleichzeitig wurde im Jugendhilfeausschuss von zahlreichen Einrichtungen, Trägern, Kindern und Jugendlichen deutlich gemacht, dass weiterhin erhebliche Unsicherheiten bestehen.
Neuer Petitionstext:
Zwischenziel am 11. Juni 2026 erreicht – Herausforderungen bleiben bestehen
Zahlreiche Einrichtungen verfügen nach wie vor nicht über die notwendige langfristige Planungssicherheit, um Personal zu halten, Angebote fortzuführen, Schulkooperationen zu sichern, Ferienprogramme anzubieten und Kindern und Jugendlichen dauerhaft verlässliche Orte zu bieten.
Die aktuell vorgesehenen Finanzierungsentscheidungen sichern nicht alle Orte der offenen Kinder- und Jugendarbeit dauerhaft ab. Insbesondere die Gesamtfinanzierung ab dem Jahr 2027 wird von vielen Betroffenen weiterhin als unzureichend bewertet.
Im Rahmen der Sitzung hatten wir zudem die Gelegenheit, auf aus unserer Sicht bestehende Widersprüche zwischen den öffentlichen Darstellungen der aktuellen Situation und den Rückmeldungen vieler betroffener Einrichtungen, Träger, Kinder und Jugendlicher hinzuweisen. Dabei haben wir insbesondere unsere bereits öffentlich geäußerte Kritik an einzelnen Aussagen aus einem Interview der Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration im Weser-Kurier vorgetragen. Aus Sicht vieler Betroffener spiegeln die dort dargestellten Entwicklungen die tatsächlichen Sorgen und Erfahrungen zahlreicher Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit nicht ausreichend wider. Vertreterinnen und Vertreter von Jugendfreizeiteinrichtungen, Jugendfarmen und weiteren Trägern äußerten Kritik an den bisherigen Planungen und machten auf bestehende Unsicherheiten aufmerksam.
Das Sielwallhaus machte dabei besonders deutlich, welche Bedeutung viele Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit für Bremen haben. Seit Jahrzehnten wird das Haus von seinen Nutzerinnen und Nutzern selbst organisiert und ist für viele Menschen ein wichtiger Ort für Begegnung, gesellschaftliche Teilhabe, Selbstorganisation und demokratisches Engagement. Die Debatte um seine Zukunft steht beispielhaft für die Frage, welche Freiräume Bremen Kindern, Jugendlichen und zivilgesellschaftlich engagierten Menschen künftig bieten und erhalten möchte.
Besonders eindrücklich waren die Wortmeldungen von Kindern und Jugendlichen selbst. Lilli Kubon, die für die Bremer Jugendbeiräte sprach, kritisierte deutliche Defizite im bisherigen Beteiligungsprozess. Nach ihrer Darstellung wurden nicht alle betroffenen Kinder und Jugendlichen ausreichend einbezogen. Zudem seien junge Menschen teilweise nicht auf Augenhöhe beteiligt worden und hätten zu komplexen inhaltlichen Fragen Stellung beziehen sollen, ohne zuvor ausreichend informiert worden zu sein. Ihre Schilderungen legen nahe, dass der Beteiligungsprozess aus Sicht vieler betroffener Kinder und Jugendlicher bislang nicht den Anforderungen einer echten Beteiligung auf Augenhöhe gerecht geworden ist.
Im Rahmen der Sitzung konnten wir außerdem die bislang gesammelten Unterschriften sowie die eingegangenen Kommentare und Stellungnahmen dieser Petition persönlich an die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration übergeben.
Wir fordern von Senat und Bürgerschaft der Freien Hansestadt Bremen:
1. Erhalt bestehender Einrichtungen
Keine Schließungen und keine existenzgefährdenden Kürzungen bei Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit.
2. Verlässliche institutionelleund Förderunglangfristige Finanzierung
Kinder- und Jugendarbeit braucht langfristigePlanungssicherheit finanzielledurch Sicherheiteine dauerhaft bedarfsgerechte und institutionelle Förderung statt dauerhafterkurzfristiger Unsicherheit.oder unsicherer Finanzierungsmodelle.
3. Bedarfsgerechte FinanzierungMittelverteilung
Die tatsächlicheFinanzierung sozialemuss Arbeitsich an den tatsächlichen Bedarfen vor Ort orientieren und langjährig bewährte Einrichtungen sowie gewachsene Strukturen müssenangemessen berücksichtigtinstitutionell werden.absichern.
4. Transparente und nachvollziehbare EntscheidungenFinanzierungsentscheidungenFinanzierungs- und Verteilungsentscheidungen müssen fair,offen, offennachvollziehbar und öffentlichfür die Öffentlichkeit verständlich getroffen werden.
5. Beteiligung der Betroffenen
Träger, Mitarbeitende, Familien, Kinder und Jugendliche müssen frühzeitig und ernsthaft in die weiteren EntscheidungenEntscheidungsprozesse einbezogen werden.
6. ZukunftKinder stattund RückbauJugendliche in den Mittelpunkt stellen
Kinder- und Jugendarbeit darf nicht als Sparpotenzial behandeltbetrachtet werden,werden. sondernSie mussist alseine Investition in BremensBildung, ZukunftTeilhabe, verstandenPrävention, werden.WirIntegration, setzen ein Zeichen gegen Kürzungen bei AngebotenDemokratieförderung und Trägernden fürgesellschaftlichen Kinder und JugendlicheZusammenhalt in Bremen. Sie stärkt Kinder, eröffnet Jugendlichen Perspektiven, entlastet Familien, wirkt Einsamkeit und Ausgrenzung entgegen und trägt zu lebendigen, solidarischen Stadtteilen bei.
7. KlareAusreichende ZurückweisungMittel pauschalerfür Totschlagargumenteeine bedarfsgerechte und institutionell geförderte Kinder- und Jugendarbeit
Wir weisenfordern, diedass pauschaledauerhaft Behauptungausreichend zurück,finanzielle esMittel seibereitgestellt angeblichwerden, keindamit Geldbestehende fürAngebote Kinderverlässlich, bedarfsgerecht und Jugendlicheinstitutionell vorhanden.abgesichert Geradearbeiten inkönnen. schwierigenSteigende HaushaltslagenPersonal-, muss politisch entschieden werden, welche Priorität Kinder, Jugendliche, FamilienSach- und sozialeBetriebskosten Infrastrukturmüssen inbei Bremender haben.Finanzierung Offeneberücksichtigt werden.. Kinder- und Jugendarbeit istbraucht keinedaher freiwilligenicht Nebensache,nur Planungssicherheit, sondern einauch wichtigereine BeitragFinanzierung, zudie Bildung,den Prävention,realen Integration, sozialer Teilhabe, DemokratieförderungBedarfen und lebendigenden Stadtteilen.tatsächlichen Kostenentwicklungen Rechnung trägt.
Neue Begründung:
Wir möchten alle Bremerinnen und Bremer dafür sensibilisieren, dass die aktuelle Entwicklung kein Problem einzelner Einrichtungen oder Stadtteile ist. Es geht um dieDie Zukunft der offenen Kinder- und Jugendarbeit in ganzBremen Bremen.bewegt Deshalbinzwischen brauchtMenschen esweit jetztüber Zusammenhalt,einzelne SolidaritätEinrichtungen, Träger oder Stadtteile hinaus.
Was ursprünglich an verschiedenen Orten Bremens begann, hat sich zu einem gemeinsamen Anliegen vieler Bürgerinnen und einBürger gemeinsamesentwickelt. EintretenDie fürDemonstration eineam bedarfsgerechte29. Mai 2026, die große öffentliche Resonanz auf diese Petition und institutionellezahlreiche FinanzierungRückmeldungen derhaben Kinder-deutlich gemacht:
Es geht nicht um einzelne Einrichtungen.
Es geht nicht um einzelne Stadtteile.
Es geht um Bremen.
Es geht um die Frage, welche Priorität Kinder, Jugendliche, Familien und Jugendarbeit.soziale Infrastruktur künftig in unserer Stadt haben sollen.
Kinder und Jugendliche brauchen Orte, an denen sie willkommen sind.Orte,sind, anUnterstützung denen sie spielen, lernen,finden, Freundschaften schließen,schließen und Verantwortung übernehmen undkönnen. Unterstützung finden können.Genau solche Orte schaffen Jugendfarmen, Jugendfreizeitheime, offene Treffs und viele weitere Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Bremen – seit Jahrzehnten.
Diese Arbeit ist keine freiwillige Nebensache. Sie ist Schutzraum, Bildung, Prävention, Integration, Inklusion, soziale Teilhabe, DemokratieförderungDemokratieförderung, Kinderschutz und Zukunftssicherung zugleich.
Doch diese wichtige soziale Infrastruktur steht zunehmend unter Druck.Viele Einrichtungen,Einrichtungen Träger,der Mitarbeitende,offenen Familien sowie KinderKinder- und JugendlicheJugendarbeit kämpfen bereits seit Jahren um den Erhalt wichtiger Angebote in ihren jeweiligen Stadtteilen. Häufig geschah diesstehen vor Ortdenselben und weitgehend unabhängig voneinander.Herausforderungen:
In• den vergangenen Monaten wurde jedoch immer deutlicher, dass zahlreiche Einrichtungen in ganz Bremen vor sehr ähnlichen Herausforderungen stehen.Fehlende Planungssicherheit.Planungssicherheit
• Steigender finanzieller Druck.Druck
• Unsichere Zukunftsperspektiven.Zukunftsperspektiven
• Sorgen um den Fortbestand wichtiger Angebote.Angebote
Deshalb haben sich erstmals zahlreiche Menschen, Einrichtungen und Unterstützende stadtteilübergreifend zusammengeschlossen. Nicht, weil nur einzelne Einrichtungen betroffen sind.Sondern weil deutlich geworden ist, dass es sich um ein bremenweites Problem handelt.
Die erfolgreicheUnterstützung Demonstrationreicht amdabei 29.weit Maiüber 2026die unmittelbar betroffenen Einrichtungen hinaus. Hinter dem Anliegen stehen unter anderem Kinderärztinnen und dieKinderärzte, Psychologinnen und Psychologen, Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte, Kitas, Schulen, Vereine, Ehrenamtliche, Ortsbeiratsmitglieder, kommunalpolitisch Engagierte sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus unterschiedlichen Stadtteilen Bremens.
Kinder- und Jugendarbeit ist keine freiwillige Zusatzleistung, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil von Bildung, Prävention, Integration, Inklusion, Teilhabe, Demokratieförderung und Kinderschutz.
Die breite Unterstützung dieser Petition hat bereits Wirkung entfaltet.
Durch Proteste, Widersprüche, die Demonstration und das breite Engagement rund um diese Petition konnte das drohende Aus von Orten für Kinder und Jugendliche zunächst abgewendet werden. Nach aktuellen Informationen konnten Finanzierungslücken für das Jahr 2026 geschlossen und bestehende Angebote vorerst gesichert werden.
Dies ist ein wichtiges Signal und ein gemeinsamer Erfolg vieler engagierter Menschen in dieser Stadt.
Die Herausforderungen bleiben jedoch bestehen.
Insbesondere für das Jahr 2027 sehen viele Betroffene weiterhin erhebliche Finanzierungslücken bei der Gesamtfinanzierung der Angebote für Kinder und Jugendliche in Bremen.
Deshalb verfolgen wir zwei wichtige Wege parallel:
Wir sammeln weiterhin Unterstützung für diese Petition auf OpenPetition und haben gezeigt,zusätzlich am 10. Juni 2026 eine Petition beim Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft eingereicht.
Mit dieser zweiten Petition möchten wir die offenen Fragen der langfristigen und bedarfsgerechten Finanzierung ab 2027 parlamentarisch begleiten und die Anliegen von Kindern, Jugendlichen, Familien und Einrichtungen dauerhaft in die politischen Beratungen einbringen.
Wenn diese Strukturen geschwächt werden oder wegbrechen, verlieren Kinder und Jugendliche weit mehr als Freizeitangebote. Sie verlieren Ansprechpersonen, Gemeinschaft, Orientierung, Schutzräume, Perspektiven, soziale Stabilität und Möglichkeiten zur Mitbestimmung.
Bereits heute berichten Einrichtungen von eingeschränkten Angeboten, reduzierten Öffnungszeiten, weggefallenen Projekten, Personalengpässen, fehlender Planungssicherheit und wachsendem wirtschaftlichem Druck.
Die entscheidende Frage lautet nicht, ob insgesamt mehr Geld im System vorhanden ist.
Die entscheidende Frage lautet:
Sind die vorhandenen und künftig bereitgestellten Mittel ausreichend und werden sie so eingesetzt und verteilt, dass Menschensie ausden vielentatsächlichen StadtteilenBedarfen Bremensvor dieselbenOrt Sorgenentsprechen teilen.und bestehende Angebote dauerhaft sichern?
Viele Betroffene vermissen zudem Transparenz darüber, nach welchen Kriterien Mittel verteilt werden, welche Rückmeldungen berücksichtigt wurden und welche Auswirkungen die Entscheidungen auf bestehende Angebote haben.
Kinder und Jugendliche dürfen nicht davon abhängig sein, in welchem Stadtteil sie leben.
Kinder- und Jugendarbeit darf nicht zum Verteilungskampf zwischen Stadtteilen, Trägern oder Einrichtungen werden.
Kinder und Jugendliche dürfen nicht davon abhängig sein, in welchem Stadtteil sie leben.Bereits heute berichten Einrichtungen von spürbaren Folgen finanzieller Unsicherheit:eingeschränkten Angeboten,reduzierten Öffnungszeiten,weggefallenen Projekten,Personalengpässen,fehlender Planungssicherheit,wirtschaftlichem Druckund zunehmender Unsicherheit über die eigene Zukunft.Auch in Presseberichten wurde zuletzt deutlich, dass viele Träger große Sorgen um ihre Zukunft haben. Einrichtungen wie Jugendfarmen, Jugendfreizeitheime und offene Jugendangebote sehen sich durch neue Finanzierungs- und Verteilungsmodelle zunehmend unter Druck gesetzt.Besonders problematisch ist die fehlende Planungssicherheit.Kinder- und Jugendeinrichtungen brauchen eine verlässliche institutionelle Förderung, umPersonal halten zu können,Öffnungszeiten abzusichern,pädagogische Angebote fortzuführen,Schulkooperationen zu ermöglichen,Ferienprogramme anzubietenund Kindern und Jugendlichen dauerhaft sichere Orte zu bieten.Wenn diese Strukturen geschwächt werden oder wegbrechen, verlieren Kinder und Jugendliche weit mehr als nur Freizeitangebote.Sie verlierenAnsprechpersonen,Gemeinschaft,Schutzräume,Perspektiven,Orientierungund wichtige soziale Stabilität.Aus Sicht vieler Betroffener wird dabei ein zentraler Punkt verkannt:Die entscheidende Frage lautet nicht, ob insgesamt mehr Geld im System vorhanden ist.Die entscheidende Frage lautet:Gibt Bremen für alle Kinder- und Jugendeinrichtungen bedarfsgerecht, verlässlich und ausreichend Geld aus – und kommt dieses Geld tatsächlich auch bei allen Angeboten an?Denn steigende Gesamtausgaben bedeuten nicht automatisch eine bessere Situation vor Ort.Personal-, Energie-, Miet- und Sachkosten sind in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen.Deshalb stellt sich die berechtigte Frage, ob zusätzliche Mittel tatsächlich zu einer Verbesserung der Angebote führen oder in erster Linie gestiegene Kosten ausgleichen.Wenn Einrichtungen gleichzeitig von gekürzten Programmen, eingeschränkten Angeboten, unsicheren Stellen und Existenzsorgen berichten, reicht der Verweis auf höhere Gesamtmittel allein nicht aus.Offene Kinder- und Jugendarbeit bedeutetKinder stärken, bevor Krisen entstehen,Jugendlichen Perspektiven geben,Familien entlasten,Einsamkeit und Ausgrenzung entgegenwirken,Integration fördern,demokratisches Miteinander stärkenund Stadtteile lebendig und solidarisch halten.Wer heute bei Kindern und Jugendlichen spart, spart nicht wirklich.
Er verschiebt Probleme exponentiell in die Zukunft.
Bremen braucht starke Kinder.
Starke Kinder brauchen verlässliche Orte.
Und diese Orte brauchen eine sichere, faire, transparente, bedarfsgerechte und institutionelle Finanzierung der offenen Kinder- und Jugendarbeit.
Denn unsere Kinder sind keine Sparmaßnahme.
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 3.828 (3.321 in Freie Hansestadt Bremen)