Für eine bedarfsgerechte und institutionelle Finanzierung der Kinder- und Jugendarbeit in Bremen

Petition richtet sich an
Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft

3.866 Unterschriften

84 %
3.348 von 4.000 für Quorum in Freie Hansestadt Bremen Freie Hansestadt Bremen

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3.348 von 4.000 für Quorum in Freie Hansestadt Bremen Freie Hansestadt Bremen
  1. Gestartet 10.05.2026
  2. Sammlung noch > 4 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Neuigkeiten

21.06.2026, 15:35

Begründung für die Aktualisierung des Petitionstextes

Der ursprüngliche Petitionstext wurde in der unmittelbaren Folge der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 11. Juni 2026 erstellt und hatte vor allem den Charakter eines aktuellen Sachstandsberichts. Er dokumentierte die Diskussionen der Sitzung, die Rückmeldungen verschiedener Beteiligter sowie die Übergabe der bis dahin gesammelten Unterschriften.

Im weiteren Verlauf wurde der Petitionstext redaktionell überarbeitet und an die zwischenzeitlichen Entwicklungen angepasst. Ziel war es, die weiterhin bestehenden Herausforderungen deutlicher herauszuarbeiten und den Fokus stärker auf die zentrale politische Fragestellung zu richten: die langfristige, bedarfsgerechte und verlässliche Finanzierung aller Orte der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Bremen über das Jahr 2026 hinaus.

Die inhaltlichen Forderungen der Petition wurden dabei ausdrücklich nicht verändert.


Neuer Petitionstext:

Zwischenziel am 11.11.6.26 Juniim 2026Kwadrat erreicht – Herausforderungen bleiben bestehenZahlreiche Einrichtungen verfügen nach wie vor nicht über die notwendige langfristige Planungssicherheit, um Personal zu halten, Angebote fortzuführen, Schulkooperationen zu sichern, Ferienprogramme anzubieten und Kindern und Jugendlichen dauerhaft verlässliche Orte zu bieten.Die aktuell vorgesehenen Finanzierungsentscheidungen sichern nicht alle OrteGesamtfinanzierung der offenen Kinder- und Jugendarbeit dauerhaftin ab.Bremen Insbesondereaber weiterhin viel zu gering.

Proteste, Widersprüche, die Kinder-Demo am 29.5.26 und unsere aktuelle Petition konnten das unmittelbar bevorstehende Aus mehrerer Orte für Kinder und Jugendliche in Bremen vorerst abwenden.

Die Gesamtfinanzierung abder demoffenen JahrKinder- 2027und Jugendarbeit wird von vielen Betroffenen jedoch weiterhin als unzureichendviel zu gering bewertet.

Im RahmenIn der Sitzung hattendes Jugendhilfeausschusses im Kwadrat am 11.6.26 wiesen wir zudemauf die Gelegenheit, auf aus unserer Sicht bestehendebestehenden Widersprüche zwischen denöffentlich öffentlichenbeschönigenden Darstellungen der aktuellen Situation und den tatsächlichen Rückmeldungen vieler betroffener Einrichtungen, Träger, Kinder und Jugendlicher hinzuweisen.hin. Dabei habenerneuerten wir insbesondere unsere bereits öffentlich geäußerte Kritik an einzelnen Aussagen aus einem Interview der SenatorinSozialsenatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und IntegrationSchilling im Weser-KurierWeser vorgetragen.Kurier. Aus Sicht vieler Betroffener spiegeln die dort dargestellten Entwicklungendiese die tatsächlichen SorgenNöte und Erfahrungen zahlreicher Einrichtungen nicht angemessen wider.

Für die Zeit ab 2027 wurden keine ausreichend tragfähigen langfristigen finanziellen Lösungen entwickelt. Zahlreiche Einrichtungen verfügen nicht über die nötige Planungssicherheit, um Personal zu halten und Angebote fortzuführen, wenn sie nur projektfinanziert werden sollen und die Finanzierung erst im November 2026 feststeht. Für die Betroffenen kommt dies viel zu spät. Völlig inakzeptabel ist zudem, dass mehrere Orte in Bremen 2027 sogar vor dem endgültigen Aus stehen.

Durch die Neuverteilung der offenenGelder werden zwar einige Stadtteile und ihre Angebote ab 2027 bessergestellt, was begrüßenswert ist. Wenn dies jedoch zulasten anderer Stadtteile geht und dort sogar Schließungen drohen, kann nicht von Verteilungsgerechtigkeit gesprochen werden. Stadtteile, Einrichtungen sowie Kinder und Jugendliche werden dadurch gegeneinander ausgespielt.

Im Kwadrat machten Betroffene, Kinder und Jugendliche sowie unsere Initiative deutlich, dass sie das drohende Aus mehrerer langbewährter Kinder- und JugendarbeitJugendorte 2027 nicht hinnehmen werden. Zugleich betonten sie, dass die neue Finanzierungsformel keine unantastbare Logik darstellt. Sie hätte auch zugunsten aller Kinder- und Jugendorte entwickelt werden können. Dies ist jedoch nicht geschehen, obwohl es angemessen, notwendig und tatsächlich gerecht gewesen wäre.

Lilly Kubon, Sprecherin der Kinder- und Jugendbeiräte, bemängelte zudem, dass Kinder und Jugendliche bei den wichtigen Entscheidungen nicht ausreichend wider.beteiligt, Vertreterinneninformiert und Vertreteraufgeklärt von Jugendfreizeiteinrichtungen, Jugendfarmenwurden und weiterenihre TrägernWortbeiträge äußertenteils Kritikbelächelt anwurden.

Um dendem bisherigenProtest Planungengegen die unzureichende Gesamtfinanzierung Nachdruck zu verleihen und machtendie auflangfristige bestehendebedarfsgerechte UnsicherheitenAbsicherung aufmerksam.Dasaller SielwallhausOrte machtezu dabeierreichen, besondersübergaben deutlich, welche Bedeutung viele Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit für Bremen haben. Seit Jahrzehnten wird das Haus von seinen Nutzerinnen und Nutzern selbst organisiert und ist für viele Menschen ein wichtiger Ort für Begegnung, gesellschaftliche Teilhabe, Selbstorganisation und demokratisches Engagement. Die Debatte um seine Zukunft steht beispielhaft fürwir die Frage,bis welchedahin Freiräumebereits Bremenüber Kindern, Jugendlichen und zivilgesellschaftlich engagierten Menschen künftig bieten und erhalten möchte.Besonders eindrücklich waren die Wortmeldungen von Kindern und Jugendlichen selbst. Lilli Kubon, die für die Bremer Jugendbeiräte sprach, kritisierte deutliche Defizite im bisherigen Beteiligungsprozess. Nach ihrer Darstellung wurden nicht alle betroffenen Kinder und Jugendlichen ausreichend einbezogen. Zudem seien junge Menschen teilweise nicht auf Augenhöhe beteiligt worden und hätten zu komplexen inhaltlichen Fragen Stellung beziehen sollen, ohne zuvor ausreichend informiert worden zu sein. Ihre Schilderungen legen nahe, dass der Beteiligungsprozess aus Sicht vieler betroffener Kinder und Jugendlicher bislang nicht den Anforderungen einer echten Beteiligung auf Augenhöhe gerecht geworden ist.Im Rahmen der Sitzung konnten wir außerdem die bislang3.700 gesammelten Unterschriften sowie die eingegangenen Kommentare und Stellungnahmen dieser Petition persönlich ander Sozialsenatorin. Unsere Petition bei Open Petition läuft weiter. Zudem haben wir die SenatorinPetition fürbei Arbeit,der Soziales, Jugend und Integration übergeben.Wir fordern von Senat undBremischen Bürgerschaft der Freien Hansestadt Bremen:eingereicht.

Forderungen:

1. Erhalt bestehender Einrichtungen
Keine Schließungen und keine existenzgefährdenden Kürzungen bei Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit.

2. Verlässliche und langfristige Finanzierung
Kinder- und Jugendarbeit braucht Planungssicherheit durch eine dauerhaft bedarfsgerechte und institutionelle Förderung statt kurzfristiger oder unsicherer Finanzierungsmodelle.
in
3. Bedarfsgerechte Mittelverteilung
Die Finanzierung muss sich an den tatsächlichen Bedarfen vor Ort orientieren und langjährig bewährte Einrichtungen sowie gewachsene Strukturen angemessen institutionell absichern.

4. Transparente und nachvollziehbare Entscheidungen
Finanzierungs- und Verteilungsentscheidungen müssen offen, nachvollziehbar und für die Öffentlichkeit verständlich getroffen werden.

5. Beteiligung der Betroffenen
Träger, Mitarbeitende, Familien, Kinder und Jugendliche müssen frühzeitig und ernsthaft in Entscheidungsprozesse einbezogen werden.

6. Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt stellen
Kinder- und Jugendarbeit darf nicht als Sparpotenzial betrachtet werden. Sie ist eine Investition in Bildung, Teilhabe, Prävention, Integration, Demokratieförderung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Bremen. Sie stärkt Kinder, eröffnet Jugendlichen Perspektiven, entlastet Familien, wirkt Einsamkeit und Ausgrenzung entgegen und trägt zu lebendigen, solidarischen Stadtteilen bei.

7. Ausreichende Mittel für eine bedarfsgerechte und institutionell geförderte Kinder- und Jugendarbeit
Wir fordern, dass dauerhaft ausreichend finanzielle Mittel bereitgestellt werden, damit bestehende Angebote verlässlich, bedarfsgerecht und institutionell abgesichert arbeiten können. Steigende Personal-, Sach- und Betriebskosten müssen bei der Finanzierung berücksichtigt werden.. Kinder- und Jugendarbeit braucht daher nicht nur Planungssicherheit, sondern auch eine Finanzierung, die den realen Bedarfen und den tatsächlichen Kostenentwicklungen Rechnung trägt.



Neue Begründung:

Die Zukunft der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Bremen bewegt inzwischen Menschen weit über einzelne Einrichtungen, Träger oder Stadtteile hinaus.

Was ursprünglich an verschiedenen Orten Bremens begann, hat sich zu einem gemeinsamen Anliegen vieler Bürgerinnen und Bürger entwickelt. Die Demonstration am 29. Mai 2026, die große öffentliche Resonanz auf diese Petition und zahlreiche Rückmeldungen haben deutlich gemacht:

Es geht nicht um einzelne Einrichtungen.
Es geht nicht um einzelne Stadtteile.
Es geht um Bremen.

Es geht um die Frage, welche Priorität Kinder, Jugendliche, Familien und soziale Infrastruktur künftig in unserer Stadt haben sollen.

Kinder und Jugendliche brauchen Orte, an denen sie willkommen sind, Unterstützung finden, Freundschaften schließen und Verantwortung übernehmen können. Genau solche Orte schaffen Jugendfarmen, Jugendfreizeitheime, offene Treffs und viele weitere Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Bremen – seit Jahrzehnten.
Diese Arbeit ist keine freiwillige Nebensache. Sie ist Schutzraum, Bildung, Prävention, Integration, Inklusion, soziale Teilhabe, Demokratieförderung, Kinderschutz und Zukunftssicherung zugleich.

Viele Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit stehen vor denselben Herausforderungen:

• Fehlende Planungssicherheit
• Steigender finanzieller Druck
• Unsichere Zukunftsperspektiven
• Sorgen um den Fortbestand wichtiger Angebote

DeshalbErstmals haben sich erstmals zahlreiche Menschen, Einrichtungen und Unterstützende stadtteilübergreifend zusammengeschlossen.

Die Unterstützung reicht dabei weit über die unmittelbar betroffenen Einrichtungen hinaus. Hinter dem Anliegen stehen unter anderem Kinderärztinnen und Kinderärzte, Psychologinnen und Psychologen, Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte, Kitas, Schulen, Vereine, Ehrenamtliche, Ortsbeiratsmitglieder, kommunalpolitisch Engagierte sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus unterschiedlichen Stadtteilen Bremens.

Kinder- und Jugendarbeit ist keine freiwillige Zusatzleistung, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil von Bildung, Prävention, Integration, Inklusion, Teilhabe, Demokratieförderung und Kinderschutz.

Die breite Unterstützung dieser Petition hat bereits Wirkung entfaltet.

Durch Proteste, Widersprüche, die Demonstration und das breite Engagement rund um diese Petition konnte das drohende Aus von Orten für Kinder und Jugendliche zunächst abgewendet werden. Nach aktuellen Informationen konnten Finanzierungslücken für das Jahr 2026 geschlossen und bestehende Angebote vorerst gesichert werden.

Dies ist ein wichtiges Signal und ein gemeinsamer Erfolg vieler engagierter Menschen in dieser Stadt.
Die Herausforderungen bleiben jedoch bestehen.
Insbesondere für das Jahr 2027 sehen viele Betroffene weiterhin erhebliche Finanzierungslücken bei der Gesamtfinanzierung der Angebote für Kinder und Jugendliche in Bremen.

Deshalb verfolgen wir zwei wichtige Wege parallel:
Wir sammeln weiterhin Unterstützung für diese Petition auf OpenPetition und haben zusätzlich am 10. Juni 2026 eine Petition beim Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft eingereicht.
Mit dieser zweiten Petition möchten wir die offenen Fragen der langfristigen und bedarfsgerechten Finanzierung ab 2027 parlamentarisch begleiten und die Anliegen von Kindern, Jugendlichen, Familien und Einrichtungen dauerhaft in die politischen Beratungen einbringen.

Wenn diese Strukturen geschwächt werden oder wegbrechen, verlieren Kinder und Jugendliche weit mehr als Freizeitangebote. Sie verlieren Ansprechpersonen, Gemeinschaft, Orientierung, Schutzräume, Perspektiven, soziale Stabilität und Möglichkeiten zur Mitbestimmung.

Bereits heute berichten Einrichtungen von eingeschränkten Angeboten, reduzierten Öffnungszeiten, weggefallenen Projekten, Personalengpässen, fehlender Planungssicherheit und wachsendem wirtschaftlichem Druck.

Die entscheidende Frage lautet nicht, ob insgesamt mehr Geld im System vorhanden ist.
Die entscheidende Frage lautet:

Sind die vorhandenen und künftig bereitgestellten Mittel ausreichend und werden sie so eingesetzt und verteilt, dass sie den tatsächlichen Bedarfen vor Ort entsprechen und bestehende Angebote dauerhaft sichern?

Viele Betroffene vermissen zudem Transparenz darüber, nach welchen Kriterien Mittel verteilt werden, welche Rückmeldungen berücksichtigt wurden und welche Auswirkungen die Entscheidungen auf bestehende Angebote haben.

Kinder und Jugendliche dürfen nicht davon abhängig sein, in welchem Stadtteil sie leben.
Kinder- und Jugendarbeit darf nicht zum Verteilungskampf zwischen Stadtteilen, Trägern oder Einrichtungen werden.

Wer heute bei Kindern und Jugendlichen spart, spart nicht wirklich.

Er verschiebt Probleme exponentiell in die Zukunft.

Bremen braucht starke Kinder.
Starke Kinder brauchen verlässliche Orte.
Und diese Orte brauchen eine sichere, faire, transparente, bedarfsgerechte und institutionelle Finanzierung der offenen Kinder- und Jugendarbeit.

Denn unsere Kinder sind keine Sparmaßnahme.


Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 3.857 (3.342 in Freie Hansestadt Bremen)


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