• Petition in Zeichnung - Alarmierende Folgen der Schulschließungen - bitte leiten Sie die Elternmail (ist im Anhang) weiter!

    at 03 Jul 2020 10:23

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    Liebe Unterzeichner,

    bei den zahlreichen neuen Unterstützern unserer Petition für G9 möchten wir uns genauso herzlich bedanken wie bei all jenen, die unserem gemeinsamen Anliegen die Treue halten!

    Leider mussten wir in der letzten Zeit immer wieder feststellen, dass unsere Informationsschreiben an die Elternbeiratsvorsitzenden der Gymnasien häufig entweder in der allgemeinen E-Mailflut untergingen oder auch ganz bewusst nicht an die Eltern weitergeleitet wurden. Von manchen Gymnasien konnten wir erst gar nicht die entsprechenden Adressen ermitteln.
    Dies lässt uns in unseren Bemühungen manchmal fast den Mut verlieren.

    Bitte helfen Sie uns und senden Sie die Info über unsere Petition an die Elternbeiratsvorsitzenden/Elternvertreter/Eltern Ihres Gymnasiums oder Ihrer Grundschule, dass viele weitere Menschen die Möglichkeit erhalten, im basisdemokratischen Sinne für G9 bzw. eine Wahlfreiheit zu votieren!
    Bitte nutzen Sie hierfür die Mail im oben angefügten Anhang.
    Tausend Dank!

    Leider wurde die Idee der sofortigen Einführung des G9 – als Teillösung der schwerwiegenden Folgen der coronabedingten Schulschließungen – von Frau Dr. Eisenmann abgelehnt.
    Und leider erhielten wir auf unseren offenen Brief – auch in Ihrem tausendfachen Namen – lediglich die Standardantwort, deren Kernaussage folgendermaßen lautete:

    "(…) Die Schulen wurden gebeten sicherzustellen, dass die Schülerinnen und Schüler Unterrichtsmaterialien zur Bearbeitung zuhause erhalten und von ihren Lehrkräften beim Lernen unterstützt werden. Sicherlich können diese Maßnahmen keinen Unterricht vor Ort ersetzen, können aber doch dafür sorgen, dass sich die SuS selbständig Wissen aneignen, das bei Wiederöffnung der Schulen in einer Konsolidierungsphase gesichert werden kann.
    Unabhängig von der Tatsache, dass eine Rückkehr zum neunjährigen Bildungsgang in dieser Kurzfristigkeit nicht umsetzbar wäre, sieht das Kultusministerium auch keine Notwendigkeit darin, vom achtjährigen Bildungsgang abzuweichen. (…)
    Wir möchten Ihnen versichern, dass wir angesichts der Auswirkungen der Coronakrise selbstverständlich dafür Sorge tragen werden, dass jetzt und auch im kommenden Schuljahr durch geeignete Maßnahmen sichergestellt wird, dass alle Schülerinnen und Schüler ihren Weg am Gymnasium und an allen anderen Schularten gut fortsetzen können. (…)"
    Frau Dr. Eisenmann äußerte zudem in einer Fragestunde von SWR3, eine Umstellung auf G9 würde 10 Jahre dauern und Lehrer müssten dafür extra ausgebildet werden. In unseren Gesprächen mit Schulleitern, Vertretern des Philologenverbandes und Lehrkräften, also mit den am Schulleben beteiligten Praktikern und Experten, kamen wir natürlich zu einem vollkommen anderen Ergebnis.
    Zudem häufen sich mittlerweile besorgniserregende, nein alarmierende Einschätzungen von Experten aus Pädagogik und Wirtschaft, die sehr deutlich zeigen, dass die Lerndefizite unserer Gymnasiasten nicht mal so eben nebenbei nachgeholt werden können und zudem mittelfristig negative Auswirkungen haben werden, unter welchen die jetzige Schülergeneration und unsere gesamte Gesellschaft massiv und sehr lange leiden könnten.
    Hierzu Ausschnitte aus dieser Arbeit von Prof. L. Wößmann www.ifo.de/DocDL/sd-2020-06-vorab-woessmann-corona-schulschliessungen.pdf
    "(…) Geht etwa ein Drittel eines Schuljahres an Lernen verloren, so geht dies über das gesamte Berufsleben gerechnet im Durchschnitt mit rund 3–4% geringerem Erwerbseinkommen einher. Darüber hinaus zeigen Untersuchungen streikbedingter Schulschließungen, vorab geplanter Kurzschuljahre und langer Schulferien, dass ausbleibender Schulunterricht die Kompetenzentwicklung und den zukünftigen Arbeitsmarkterfolg dauerhaft schmälert. (…)"
    Lesen Sie gerne auch:
    www.tagesspiegel.de/berlin/von-manchen-lehrern-hoerte-ich-gar-nichts-die-coronakrise-legt-gravierende-schwaechen-des-deutschen-schulsystems-offen/25930378.html

    Die 11. Klässler trifft der Unterrichtsausfall übrigens besonders hart. Anders als in Bayern blieben bei uns konkrete Regelungen – beispielsweise die Zusage, dass aufgrund fehlender Leistungsnachweise des letzten Halbjahres keine schlechteren Bewertungen der Kurse für die Abiturnote vergeben werden dürfen – bisher leider aus. Bayern verzichtet sogar auf verpflichtende Abfragen im gegenwärtigen Präsenzunterricht, um die Zeit ganz dem Nacharbeiten abiturrelevanter Lerninhalte widmen zu können.

    m.focus.de/familie/eltern/familie-heute/paedagogik-professorin-koch-abitur-ist-niveaulos-und-ungerecht-der-reine-betrug_id_12133118.html

    Dies sollte uns alle endgültig wachrütteln und zu weiteren Aktivitäten auffordern! Sonst drohen unsere Schüler beim Austeilen der Hilfspakete vergessen zu werden!

    Mit herzlichen Grüßen

    Corinna Fellner und
    Anja Plesch-Krubner für
    G9 jetzt! BW

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