03.10.2026, 03:29
Musste noch genauer die Prozentpunkte angeben
Neuer Petitionstext:
Gleichbehandlung statt finanzieller Benachteiligung kinderloser Menschen!
Petition gegen die geplante Erhöhung des Beitragszuschlags für Kinderlose in der Pflegeversicherung
Wir fordern den Deutschen Bundestag und die Bundesregierung auf, die geplante Erhöhung des Beitragszuschlags für kinderlose Mitglieder der sozialen Pflegeversicherung von 0,30,6 auf 0,9 Prozentpunkte nicht umzusetzen und die bestehende Regelung grundsätzlich auf ihre soziale Gerechtigkeit und Gleichbehandlung hin zu überprüfen.
Kinderlosigkeit hat viele Ursachen. Manche Menschen wünschen sich Kinder, können aber aus gesundheitlichen oder persönlichen Gründen keine bekommen. Andere finden nicht den passenden Partner oder entscheiden sich bewusst gegen eigene Kinder. Auch Paare können aus ganz unterschiedlichen Gründen kinderlos bleiben.
Diese Lebensumstände lassen sich nicht über einen Kamm scheren. Dennoch werden kinderlose Versicherte bei den Beiträgen zur Pflegeversicherung pauschal zusätzlich belastet, unabhängig davon, warum sie keine Kinder haben.
Eine solidarische Gesellschaft muss die Pflege ihrer älteren und pflegebedürftigen Menschen finanzieren. Dabei sollte die Verantwortung jedoch fair verteilt werden. Kinderlosigkeit darf nicht automatisch als persönliches Versäumnis behandelt werden, das finanziell ausgeglichen werden muss.
Kinderlose Menschen leisten ebenfalls ihren Beitrag zur Gesellschaft: durch ihre Arbeit, ihre Steuern, ihre Sozialversicherungsbeiträge und häufig auch durch die Unterstützung und Pflege von Angehörigen oder anderen Menschen.
Gerade Menschen, die ungewollt kinderlos sind oder aus gesundheitlichen Gründen keine Kinder bekommen können, sollten nicht zusätzlich finanziell belastet werden, ohne dass ihre individuellen Lebensumstände berücksichtigt werden.
Wir fordern deshalb:
1. Keine weitere pauschale Erhöhung des Beitragszuschlags für Kinderlose.
2. Eine transparente und sozial gerechte Überprüfung der bestehenden Zuschlagsregelung.
3. Eine Pflegefinanzierung, die unterschiedliche Lebensrealitäten berücksichtigt und niemanden allein aufgrund seiner Kinderlosigkeit abwertet oder benachteiligt.
4. Eine öffentliche und parlamentarische Diskussion über faire Alternativen zur Finanzierung der Pflegeversicherung.
Gleichberechtigung bedeutet, unterschiedliche Lebenswege zu respektieren. Niemand sollte sich dafür rechtfertigen müssen, keine Kinder zu haben. Die Finanzierung unseres Pflegesystems ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und verdient eine Lösung, die Solidarität ermöglicht, ohne Menschen pauschal für ihre Lebensumstände zusätzlich zu belasten.
Wir bitten den Deutschen Bundestag und die Bundesregierung, diese Forderungen zu prüfen und die geplante Beitragserhöhung zu überdenken.
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 10 (9 in Deutschland)