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Gleichbehandlung statt finanzieller Benachteiligung kinderloser Menschen!

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Bundestag

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Petition addressed to: Bundestag

Gleichbehandlung statt finanzieller Benachteiligung kinderloser Menschen!

Petition gegen die geplante Erhöhung des Beitragszuschlags für Kinderlose in der Pflegeversicherung

Wir fordern den Deutschen Bundestag und die Bundesregierung auf, die geplante Erhöhung des Beitragszuschlags für kinderlose Mitglieder der sozialen Pflegeversicherung von 0,6 auf 0,9 Prozentpunkte nicht umzusetzen und die bestehende Regelung grundsätzlich auf ihre soziale Gerechtigkeit und Gleichbehandlung hin zu überprüfen.

Kinderlosigkeit hat viele Ursachen. Manche Menschen wünschen sich Kinder, können aber aus gesundheitlichen oder persönlichen Gründen keine bekommen. Andere finden nicht den passenden Partner oder entscheiden sich bewusst gegen eigene Kinder. Auch Paare können aus ganz unterschiedlichen Gründen kinderlos bleiben.

Diese Lebensumstände lassen sich nicht über einen Kamm scheren. Dennoch werden kinderlose Versicherte bei den Beiträgen zur Pflegeversicherung pauschal zusätzlich belastet, unabhängig davon, warum sie keine Kinder haben.

Eine solidarische Gesellschaft muss die Pflege ihrer älteren und pflegebedürftigen Menschen finanzieren. Dabei sollte die Verantwortung jedoch fair verteilt werden. Kinderlosigkeit darf nicht automatisch als persönliches Versäumnis behandelt werden, das finanziell ausgeglichen werden muss.

Kinderlose Menschen leisten ebenfalls ihren Beitrag zur Gesellschaft: durch ihre Arbeit, ihre Steuern, ihre Sozialversicherungsbeiträge und häufig auch durch die Unterstützung und Pflege von Angehörigen oder anderen Menschen.

Gerade Menschen, die ungewollt kinderlos sind oder aus gesundheitlichen Gründen keine Kinder bekommen können, sollten nicht zusätzlich finanziell belastet werden, ohne dass ihre individuellen Lebensumstände berücksichtigt werden.

Wir fordern deshalb:
1. Keine weitere pauschale Erhöhung des Beitragszuschlags für Kinderlose.
2. Eine transparente und sozial gerechte Überprüfung der bestehenden Zuschlagsregelung.
3. Eine Pflegefinanzierung, die unterschiedliche Lebensrealitäten berücksichtigt und niemanden allein aufgrund seiner Kinderlosigkeit abwertet oder benachteiligt.
4. Eine öffentliche und parlamentarische Diskussion über faire Alternativen zur Finanzierung der Pflegeversicherung.

Gleichberechtigung bedeutet, unterschiedliche Lebenswege zu respektieren. Niemand sollte sich dafür rechtfertigen müssen, keine Kinder zu haben. Die Finanzierung unseres Pflegesystems ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und verdient eine Lösung, die Solidarität ermöglicht, ohne Menschen pauschal für ihre Lebensumstände zusätzlich zu belasten.

Wir bitten den Deutschen Bundestag und die Bundesregierung, diese Forderungen zu prüfen und die geplante Beitragserhöhung zu überdenken.

Reason

Die Bundesregierung plant, das akute Defizit der sozialen Pflegeversicherung ab dem 1. Januar 2027 maßgeblich durch eine stärkere finanzielle Belastung kinderloser Menschen aufzufangen. Während der allgemeine Beitragssatz stabil bleiben soll, wird der Zuschlag für Kinderlose, den diese komplett alleine tragen müssen, um 0,3 Prozentpunkte angehoben. Für Betroffene bedeutet dies eine spürbare finanzielle Mehrbelastung. Diese Maßnahme greift tief in die Lebensrealitäten von Millionen Bürgerinnen und Bürgern ein und bedarf einer dringenden Korrektur.

1. Kinderlosigkeit ist keine bewusste Verweigerung gesellschaftlicher Verantwortung
Kinderlosigkeit hat viele Gesichter und Ursachen. Manche Menschen wünschen sich sehnlichst Kinder, können aber aus gesundheitlichen, biologischen oder persönlichen Gründen keine bekommen. Andere finden nicht den passenden Partner oder entscheiden sich aus individuellen Lebensumständen bewusst gegen eigene Kinder. Diese Schicksale und Lebenswege lassen sich nicht über einen Kamm scheren. Die pauschale Annahme, Kinderlosigkeit sei ein rein persönliches Versäumnis, das finanziell „bestraft“ werden muss, ist unzeitgemäß und ungerecht.

2. Betroffene werden doppelt belastet
Gerade Menschen, die ungewollt kinderlos sind, erleben diese pauschale Gesetzgebung wie das „Streuen von Salz in eine offene Wunde“. Sie tragen bereits oft erhebliche Kosten für medizinische Behandlungen (z.B. Reproduktionsmedizin) selbst und werden nun im Alterssicherungssystem zusätzlich finanziell benachteiligt, ohne dass ihre individuellen Lebensumstände oder Schicksale im Gesetz (§ 55 SGB XI) berücksichtigt werden.

3. Solidarität ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe
Eine solidarische Gesellschaft muss die Pflege ihrer älteren und pflegebedürftigen Menschen finanzieren. Kinderlose Menschen leisten dazu bereits einen enormen Beitrag: Sie zahlen den vollen regulären Pflegebeitrag, finanzieren durch ihre Steuern das Familien- und Kindergeldsystem mit und übernehmen im privaten Umfeld oft die Pflege und Unterstützung von Angehörigen oder Freunden. Die Verantwortung für das Pflegesystem darf nicht einseitig und disproportional auf eine Gruppe abgewälzt werden, um eine echte Strukturreform des Systems zu umgehen.

Thank you so much for your support, Stephanie Haseloff-Eifler, Stockheim

Petition details

Petition started: 30 Sep 2026
Collection ends: 03/29/2027
Region: Germany
Topic: Civil rights

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News

Die Petition gegen die steuerliche und abgabenrechtliche Benachteiligung von kinderlosen Menschen ist ein längst überfälliges Zeichen für mehr Fairness in unserem Sozialsystem. • Hohe finanzielle Belastung ohne direkte Gegenleistung: Kinderlose Bürgerinnen und Bürger finanzieren durch hohe Steuersätze und Sonderabgaben (wie den erhöhten Beitrag zur Pflegeversicherung) einen Großteil des Sozialstaates. Gleichzeitig nehmen sie viele staatliche Leistungen, die Familien zugutekommen nie in Anspruch.

Kinder erarbeiten Renten und zahlen für die Pflege ihrer Eltern. All das fehlt bei Kinderlosen und muss ausgeglichen werden. Für ungewollt Kinderlose besteht die Möglichkeit, eine Pflegschaft oder Adoption anzutreten. Kinder zu erziehen ist (erhebliche) Arbeit und erheblicher finanzieller Aufwand, was Kinderlose nicht haben.

Why people sign

Weil die Medizin hat mir diese Entscheidung genommen und ich kann nichts dafür das ich keine Kinder habe.

Jeder zahlt für seinen pflegeversicherung jahre lang selbst ein. Es ist keine Generationen sache...

Selbst von dieser Abzocke betroffen. Ich habe mich bewusst GEGEN Kinder entschieden, weil so etwas nicht in mein Leben passt.
Wer Kinder hat, geht jahrelang nicht (oder nur sehr eingeschränkt) arbeiten und lebt von Steuergeldern, die den arbeitenden Menschen aus der Tasche gezogen werden. WIR werden also zusätzlich dafür bestraft, dass wir arbeiten gehen...

Die Petition gegen die steuerliche und abgabenrechtliche Benachteiligung von kinderlosen Menschen ist ein längst überfälliges Zeichen für mehr Fairness in unserem Sozialsystem.
• Hohe finanzielle Belastung ohne direkte Gegenleistung: Kinderlose Bürgerinnen und Bürger finanzieren durch hohe Steuersätze und Sonderabgaben (wie den erhöhten Beitrag zur Pflegeversicherung) einen Großteil des Sozialstaates. Gleichzeitig nehmen sie viele staatliche Leistungen, die Familien zugutekommen (wie Elterngeld, Kindergeld oder kostenfreie Mitversicherung), naturgemäß nicht in Anspruch.
• Ungerechtigkeit bei der Elternpflege: Nach der aktuellen Rechtslage (Angehörigen-Entlastungsgesetz) müssen Kinder erst dann für den Pflegeheimplatz ihrer Eltern aufkommen, wenn ihr eigenes Bruttojahreseinkommen 100.000 Euro übersteigt. Liegt das Einkommen darunter, springt der Staat ein – finanziert durch die Steuerzahler, zu denen Kinderlose überproportional beitragen.
• Forderung nach echter Eigenverantwortung: Es ist ungerecht, dass kinderlose Menschen über ihre Steuern für die Pflege fremder Eltern aufkommen müssen, während die eigenen Kinder oft komplett aus der Pflicht genommen werden. Jedes Kind sollte unabhängig von der 100.000-Euro-Grenze einen angemessenen Beitrag zur Pflege der eigenen Eltern leisten müssen, bevor die Allgemeinheit und insbesondere kinderlose Beitragszahler dafür herangezogen werden.
Kinderlosigkeit darf nicht länger als finanzielle Melkkuh des Systems missbraucht werden. Diese Petition fordert eine gerechte Lastenverteilung und ein Ende der finanziellen Diskriminierung.
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