• Grundschuljahr 2017 / 2018 - Schwerpunkte des Kultusministeriums

    at 13 Sep 2017 14:07

    Das neue Schuljahr beginnt und quer durch die Presselandschaft sticht ein Schlagwort - ins Auge: "LEHRERMANGEL". Ein Thema, was wir auch in den Forderungen dieser Petition (vgl. Punkt 5.) thematisiert haben und in folgende „Formel“ gepackt haben: QUALITÄT = AUSREICHENDER FINANZIERUNGSRAHMEN, DEPUTATE + PÄDAGOGISCHE FACHKRÄFTE.

    Wieso wird der tatsächliche Bedarf an Lehrerstellen nicht erhoben? Und wieso liegen Zahlen hierzu nicht offen vor? Sind solche Zahlen zudem wesentlich für die kommenden Haushaltsberatungen und Debatten.

    Stattdessen ist alljährlich bei allen Beteiligten die Verunsicherung hoch, wie viele Lehrerstellen denn tatsächlich benötigt werden, um die Unterrichtsversorgung sicher zu stellen.

    Auf der Seite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (Stand 12.09.2017) dürfen wir die Schwerpunkte lesen, die sich das Kultusministerium Baden-Württemberg und Frau Dr. Eisenmann für das Schuljahr 2017/2018 vorgenommen haben (siehe www.ganztagsschulen.org/de/23066.php, Stand 12.09.2017):

    • 740 zusätzliche Deputate (davon 160 Deputate für mehr Lernzeit in Deutsch + Mathematik in der Grundschule, 100 Deputate für mehr Ganztagsschulen)

    Weitere Schwerpunkte im Grundschulbereich sind:
    • mehr Lernzeit an Grundschulen
    • mehr Transparenz bei der Grundschulempfehlung, die bei der Anmeldung in der weiterführenden Schule nunmehr vorgelegt werden muss
    • die Betrachtung des Ganztag an Grundschulen als wichtige pädagogische Säule
    • die Weiterentwicklung des Pakts für gute Bildung und Betreuung ist ebenfalls vorgesehen

    Schularten übergreifend nennt das Kultusministerium u.a. folgende Schwerpunkte:
    • eine neue Digitale Bildungsplattform
    • den Ausbau der Inklusion
    • nachhaltige Steigerung der Qualität schulischer Angebote (Lehrerfortbildung)

    In jener Meldung wird auch hervorgehoben, dass und wie sich das Land wieder stärker bei der Bezuschussung flexibler kommunaler Betreuungsangebote engagieren kann. So sei auch vorgesehen, in den kommenden Monaten unter Beteiligung des Finanzministeriums (Finanzministerin Frau Edith Sitzmann, Grüne) mit den kommunalen Landesverbänden Gespräche über die Umsetzung der Ergebnisse des Ganztagsgipfels zu führen.

    Wir sind gespannt auf die Verhandlungen, ebenso über die Ergebnisse!
    Denn eins ist klar: Eine solide, freiwillige Betreuung in Kernzeit, Hort, Schülerhort oder flexibler Nachmittagsbetreuung ist nur dann möglich, wenn die zu verhandelnden Landeszuschüsse in ihrer Höhe so ausfallen, dass Ganztagsgrundschule als eine Säule und freiwillige Formen der Betreuung im Bereich Halbtagsschule (Kernzeit, Hort, Schülerhort flexible Nachmittagsbetreuung) als weitere Säule nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern als unterschiedliche Konzepte und pädagogische Ansätze betrachtet werden. Jede Säule verdient unseres Erachtens ihre Wertschätzung, mit Blick auf die Heterogenität unserer Gesellschaft, der Unterschiedlichkeit von Kindern und familiären Strukturen.

    Allen Kindern & Familien, LehrerInnen und ErzieherInnen sowie BetreuerInnen
    wünschen wir einen guten Start ins neue Schuljahr!

    *** P.S. Bis heute haben wir übrigens seitens des Kultusministeriums keine Reaktion auf das Einreichen der Petition erhalten. ***

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