Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitstreiter/innen und Unterstützer/innen,
unsere Initiative „Hände weg von unserem grünen Hinterhof in München-Untersendling LIN25“ gibt es seit zwei Monaten. Wir haben ein klares Ziel: die Bebauung des Hinterhofs – der nicht nur für die Mieter im Vorderhaus, sondern für alle Nachbarn und Anlieger sehr wichtig im Hinblick auf die Lebensqualität im Viertel ist (grüne alte Bäume mit Schatten und unversiegeltem Waldboden!) – mit Luxuswohnungen zu stoppen.
Wir zählen zwei wichtige Erfolge:
(1) Ohne die große Unterstützung aus der Nachbarschaft würden die Bäume heute nicht mehr stehen. Mieter und Nachbarn veranstalteten ein Spontanfrühstück im Garten, als Ende Juli die Baumfäller anrückten. Als die Baumfäller die Bäume im Hinterhof sahen, haben sie den Auftrag zurückgegeben und sind wieder abgerückt.
(2) Die aufgrund unseres Engagements anschließend erfolgte Zurücknahme der Sonder-fällungs¬genehmigung zur Schonzeit durch die Stadt München hat dazu geführt, dass der ganze Vorgang nochmal intensiv diskutiert wurde.
In kurzer Zeit wurde das Quorum der Petition genommen – inzwischen unterstützen die Petition über 8.400 Menschen, denen Baum- und Klimaschutz in München (und andernorts) wichtig sind. Dem Oberbürgermeister und den Stadtratsfraktionen haben wir Ihre Meinung in der letzten Woche persönlich übermittelt. Auch die Berichterstattung in den Medien erreichte sehr viele Menschen. Die wichtigsten Beiträge haben wir auf unseren Webseiten verlinkt. Unsere Petition wurde außerdem von vielen Organisationen und Institutionen geteilt. Dafür vielen herzlichen Dank. Damit ist die Arbeit aber nicht getan.
Heute schreiben wir Ihnen, weil wir bei der Durchsetzung der Petitionsziele auch Ihre finanzielle Hilfestellung benötigen. Wir haben als Mieter- und Nachbarschaftsinitiative eine erfahrene An-waltskanzlei eingeschaltet, um die mit dem Bauvorhaben verbundenen rechtlichen Fragen möglichst gebündelt und effektiv zu behandeln. Das Kernstück ist dabei die Vorbereitung einer naturschutzrechtlichen Klage, die als Muster für ähnliche Fälle gelten kann – damit es in Zukunft nicht mehr nur heißt: Baurecht bricht Baumrecht. Vor allem würde eine solche Klage weitere Zeit verschaffen, die von uns als rechtswidrig eingeschätzte Baugenehmigung zu kippen. Ein klagebereiter Umweltverband ist gefunden!
Wir bitten Sie also sehr herzlich unsere Arbeit auch finanziell zu unterstützen und garantieren allen Spendern absolute Transparenz! Alle Personen, die uns unterstützen, erhalten eine vollständige Aufstellung unserer Anwalts¬- und Gerichtskosten. Nach realistischen Schätzungen benötigen wir einen fünfstelligen Betrag (etwa 15.000 bis 20.000 Euro). Eventuell überschüssige Beträge werden nach Abrechnung für ein Umwelt- oder Klimaschutzprojekt Ihrer Wahl gespendet.
*** Bitte besuchen Sie unsere Crowdfunding Plattform***
Dort können Sie ganz einfach per Mausklick spenden. Auch geringe Summen von 5€ oder 10€ helfen. Nur gemeinsam sind wir stark!
Vielen herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und noch mehr für Ihre Unterstützung
LIN25 Mieter- und Nachbarschaftsinitiative
Thomas Hinz (Lindenschmitstr. 25)
Amélie und Karl Ströhl (Lindenschmitstr. 25)
Toni Hasselmann (Lindenschmitstr. 21, 81371 München)
Die Kontoinformation für Spenden per Überweisung (ohne Nutzung der Plattform) lautet
Hinweis: LIN25 ist eine Mieter- und Nachbarschaftsinitiative, die Ihren finanziellen Beitrag ausschließlich zur Deckung von Anwalts- und Gerichtskosten verwendet. Darüber führen wir Buch und legen die Kontobewegungen offen. Spendenquittungen, die steuerlich abzugsfähig sind, können wir nicht erstellen. Wir halten Sie auf lin25.de auf dem Laufenden.
Hier ist unsere Reaktion (Pressenotiz) auf die Darstellung des Planungsreferates vom 11.09.2025. Man gewollt hätte, dann wäre eine andere Entscheidung möglich gewesen. Noch ist es nicht zu spät, eine Fehlentscheidung zu korrigieren!
Christian Hierneis (MdL, Bündnis 90/Grüne) war heute auf Vermittlungen von Margarethe Stadlbauer von den Münchner Bürgerinitiativen in Untersendling auf Ortstermin. Das Foto zeigt ihn mit Thomas Hinz, Sprecher der Mieter- und Nachbarschaftsiniative. Auch der erfahrene Naturschutzpolitiker war entsetzt über die erteile Baugenehmigung durch die Landeshauptstadt.
Am Mittwoch, 10.09.2025 hat eine kleine Delegation von LIN25 die Petition mit über 8.000 Unterschriften im Büro des Oberbürgermeisters Dieter Reiter und an alle Stadtratsfraktionen übergeben. Begleitende Gespräche gab es bei der CSU/Freie Wähler-Fraktion, der Fraktion Grüne/Rosa Liste/Volt und bei der Fraktion Die Linken/Die Partei. Herzlichen Dank an die Stadträtinnen Alexandra Gaßmann, Anja Berger, Sibylle Stöhr und die Stadträte Andreas Babor sowie Stefan Jagel. Um die große Unterstützung auch symbolisch ins Rathaus zu transportieren, haben wir die Unterschriften in gedruckter und gebundener Form mitgebracht. Etwa 220 Seiten!
Wir bitten den Oberbürgermeister sowie die Stadträtinnen und Stadträte, die Bebauung des Hinterhofs zu stoppen. Die Zeit drängt: Die erteilte Baugenehmigung könnte die Rodung des Baumbestands ab Oktober bedeuten.
Die Seite auf open petition bleibt offen. Natürlich können Sie weiterhin LIN25 unterstützen.
Das von open petition gesetzte Quorum von 6.400 Unterschriften in München hat LIN25 am 21.08.2025, also fünf Wochen nach Start der Petition, erreicht. Insgesamt haben über 7.400 Menschen unsere Forderung unterstützt, dass die Baugenehmigung für den Hinterhof der Lindenschmitstraße 25 zurückgezogen werden muss.
Allen Unterstützer/innen ein riesengroßes Dankeschön. Der enorme Rückhalt zeigt, dass es nicht nur um einen kleinen Hinterhof in Untersendling geht, sondern sich Stadtplanung und Baugenehmigungspraxis in München und andernorts ändern müssen: Alter Baumbestand ist aus Gründen des Natur- und Klimaschutzes und im Interesse der Menschen und Tiere insbesondere in verdichteten Städten zu schützen.
Immer mehr gerät dabei die Notwendigkeit des Hitzeschutzes in den Mittelpunkt, wie auf unserer Webseite lin25.de nachzulesen ist. BR und München TV haben berichtet, die Münchner Presse auch.
Wir wissen: Jetzt beginnen die Wochen, die entscheiden, ob das Kleinod bewahrt werden kann. Bis Ende September gilt der von uns erkämpfte Aufschub der geplanten Fällungen. In den nächsten Wochen übergeben wir unsere Forderungen an die Stadtpolitik, die Petition wird vom Petitions-ausschuss des Bayerischen Landtags behandelt und wir bereiten verschiedene juristische Schritte vor. Dazu halten wir Sie auf dem Laufenden. Einstweilen gilt: Jede weitere Unterschrift unter unsere Petition ist wichtig – im Interesse einer lebenswerten Stadt.