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  • Petition hat zum Erfolg beigetragen

    27-10-17 18:57 Uhr

    Liebe Freunde und Unterstützer!

    Seit der letzten Neuigkeit sind viele Wochen vergangen. Das Wichtigste vorweg: Wir haben jetzt zumindest Klarheit, dass die Todesdiagnosen vom Oktober 2016 und vom Juni 2017 falsch waren. Es gibt außerdem zahlreiche Hinweise darauf, dass alle 37 bislang involvierten Ärzte mit Ausnahme unserer Hausärztin, eines befreundeten Arztes und eines Krankenhausarztes auf der falschen Spur sind, was die Ursache von Anjas Erkrankung angeht.

    Mittlerweile hat der MDK sein Zweitgutachten erstellt. Dieses Mal waren gleich zwei Gutachterinnen aufgeboten. Die beiden Damen waren zumindest menschlich behutsamer; das übergriffige Verhalten war etwas gemildert. Inhaltlich wurde der Skandal nur noch größer. Ich habe mehrfach auf die Lügen des Erstgutachtens hingewiesen; habe vor Zeugen darauf hingewiesen und strafrechtliche Schritte wegen Betrugs und Ausstellen eines falschen Gesundheitszeugnisses beim Wiederholen der Lügen angekündigt. Genutzt hat das alles nichts. Die Lügen wurden wiederholt. Insgesamt wurde wortreicher beschrieben und umschrieben, ohne das man sich der Wahrheit angenähert hätte.

    Im Mai 2017 starb Anjas Vater am Abend im Krankenhaus. Die Nachricht des bevorstehenden Todes erreichte uns gegen Mittag. Anja war zu entkräftet, um von ihrem geliebten Vater Abschied zu nehmen. Sie konnte auch an der Beerdigung nicht teilnehmen. Im Gutachten ist diese Tatsache mit keinem Wort erwähnt. Stattdessen hat man die Lüge wiederholt, Anja sei zu selbstständigen Behördengängen oder zum Erledigen ihrer finanziellen Angelegenheiten SELBSTSTÄNDIG in der Lage. Ein Hohn und menschenverachtend! Um allen Problemen aus dem Weg zu gehen, wurden dann die beiden Punkte einfach anders "gewichtet". So wird man der realen Pflegesituation natürlich nie gerecht und kann die Reform des Gesetzgebers wunderbar aushebeln. MENSCHLICHKEIT MIT AUGENMASS sieht definitiv anders aus.

    Gleichzeitig waren beide Gutachterinnen nicht gewillt, den Fragebogen für die Begutachtung Punkt für Punkt durchzugehen, um so Missverständnisse, Meinungsverschiedenheiten, Fehler und Lügen von vorneherein zu vermeiden. Ich bot das mehrmals an und forderte zum Schluss zum gemeinsamen Bearbeiten auf, was abgelehnt wurde. Außerdem warf man mir vor, dass ich durch die Vokabeln "Betrug", "Willkür" und "Lüge" unnötige Härte ins Gespräch bringen würde. Mein Einwand, dass nicht ich, sondern die Willkür und die Lügen die Härte für meine Frau bewirken würde, wurde mit Schweigen beantwortet.

    Im Ergebnis bewertet das Zweitgutachten der beiden Pflegefachkräfte, die auch dieses Mal nicht in der Lage waren eine halbwegs korrekte Diagnose wiederzugeben, erneut Pflegegrad 1 mit weniger Punkten als das Erstgutachten, obwohl Anja seit dem Erstgutachten 70 Liter Asziteswasser binnen drei Wochen punktiert wurden, was erneut zu einem riesigen Kräfteverlust geführt hat. Unsere sämtlichen 5 (!!!) komplett ausgefüllten Pflegefragebögen von Januar bis August 2017 ergaben jeweils Pflegegrad 3, einmal sogar Pflegegrad 5.

    Nach wie vor halten wir das Vorgehen des MDK für willkürlich, unredlich und fachlich schwach.

    Da wir in finanzieller Not sind mussten wir das Vergleichsangebot "Pflegegrad 2 bis Dezember 2018" annehmen. Inhaltlich dürfen und werden wir jedoch weiterhin widersprechen. Auch die Forderung dieser Petition erhalten wir aufrecht.

    Demnächst geht eine weitere Petition zum Thema MENSCHLICHKEIT STATT MAMMON online. Leider ist die Pflegekasse identisch mit der Krankenkasse und beide sind anscheinend nicht in der Lage oder nicht gewillt, ihren gesetzlichen Verpflichtungen zum Wohle ihrer Mitglieder (und nicht zum Wohle ihrer eigenen Kassen) gerecht zu werden.

    Wieder einmal herzlichen Dank für den Zuspruch und die Unterstützung.

    Liebe Grüße von Anja & Bernd

  • Helft Anja ! 19

    27-10-17 18:52 Uhr

    Liebe Freunde und Unterstützer!

    Seit der letzten Neuigkeit sind viele Wochen vergangen. Das Wichtigste vorweg: Wir haben jetzt zumindest Klarheit, dass die Todesdiagnosen vom Oktober 2016 und vom Juni 2017 falsch waren. Es gibt außerdem zahlreiche Hinweise darauf, dass alle 37 bislang involvierten Ärzte mit Ausnahme unserer Hausärztin, eines befreundeten Arztes und eines Krankenhausarztes auf der falschen Spur sind, was die Ursache von Anjas Erkrankung angeht.

    Mittlerweile hat der MDK sein Zweitgutachten erstellt. Dieses Mal waren gleich zwei Gutachterinnen aufgeboten. Die beiden Damen waren zumindest menschlich behutsamer; das übergriffige Verhalten war etwas gemildert. Inhaltlich wurde der Skandal nur noch größer. Ich habe mehrfach auf die Lügen des Erstgutachtens hingewiesen; habe vor Zeugen darauf hingewiesen und strafrechtliche Schritte wegen Betrugs und Ausstellen eines falschen Gesundheitszeugnisses beim Wiederholen der Lügen angekündigt. Genutzt hat das alles nichts. Die Lügen wurden wiederholt. Insgesamt wurde wortreicher beschrieben und umschrieben, ohne das man sich der Wahrheit angenähert hätte.

    Im Mai 2017 starb Anjas Vater am Abend im Krankenhaus. Die Nachricht des bevorstehenden Todes erreichte uns gegen Mittag. Anja war zu entkräftet, um von ihrem geliebten Vater Abschied zu nehmen. Sie konnte auch an der Beerdigung nicht teilnehmen. Im Gutachten ist diese Tatsache mit keinem Wort erwähnt. Stattdessen hat man die Lüge wiederholt, Anja sei zu selbstständigen Behördengängen oder zum Erledigen ihrer finanziellen Angelegenheiten SELBSTSTÄNDIG in der Lage. Ein Hohn und menschenverachtend! Um allen Problemen aus dem Weg zu gehen, wurden dann die beiden Punkte einfach anders "gewichtet". So wird man der realen Pflegesituation natürlich nie gerecht und kann die Reform des Gesetzgebers wunderbar aushebeln. MENSCHLICHKEIT MIT AUGENMASS sieht definitiv anders aus.

    Gleichzeitig waren beide Gutachterinnen nicht gewillt, den Fragebogen für die Begutachtung Punkt für Punkt durchzugehen, um so Missverständnisse, Meinungsverschiedenheiten, Fehler und Lügen von vorneherein zu vermeiden. Ich bot das mehrmals an und forderte zum Schluss zum gemeinsamen Bearbeiten auf, was abgelehnt wurde. Außerdem warf man mir vor, dass ich durch die Vokabeln "Betrug", "Willkür" und "Lüge" unnötige Härte ins Gespräch bringen würde. Mein Einwand, dass nicht ich, sondern die Willkür und die Lügen die Härte für meine Frau bewirken würde, wurde mit Schweigen beantwortet.

    Im Ergebnis bewertet das Zweitgutachten der beiden Pflegefachkräfte, die auch dieses Mal nicht in der Lage waren eine halbwegs korrekte Diagnose wiederzugeben, erneut Pflegegrad 1 mit weniger Punkten als das Erstgutachten, obwohl Anja seit dem Erstgutachten 70 Liter Asziteswasser binnen drei Wochen punktiert wurden, was erneut zu einem riesigen Kräfteverlust geführt hat. Unsere sämtlichen 5 (!!!) komplett ausgefüllten Pflegefragebögen von Januar bis August 2017 ergaben jeweils Pflegegrad 3, einmal sogar Pflegegrad 5.

    Nach wie vor halten wir das Vorgehen des MDK für willkürlich, unredlich und fachlich schwach.

    Da wir in finanzieller Not sind mussten wir das Vergleichsangebot "Pflegegrad 2 bis Dezember 2018" annehmen. Inhaltlich dürfen und werden wir jedoch weiterhin widersprechen. Auch die Forderung dieser Petition erhalten wir aufrecht.

    Demnächst geht eine weitere Petition zum Thema MENSCHLICHKEIT STATT MAMMON online. Leider ist die Pflegekasse identisch mit der Krankenkasse und beide sind anscheinend nicht in der Lage oder nicht gewillt, ihren gesetzlichen Verpflichtungen zum Wohle ihrer Mitglieder (und nicht zum Wohle ihrer eigenen Kassen) gerecht zu werden.

    Wieder einmal herzlichen Dank für den Zuspruch und die Unterstützung.

    Liebe Grüße von Anja & Bernd

  • HELFT ANJA! 18 - Würdigung der Zweitbegutachtung

    28-08-17 23:21 Uhr

    Liebe Unterstützer!

    Heute war ein guter Tag. Der MDK war gleich mit zwei Damen im Haus: die Zweitgutachterin und eine Kollegin vom Beschwerdemanagement. Anja hatte einen guten Vormittag und hat zum ersten Mal in diesem Jahr ein beinahe zweistündiges Gespräch ausgehalten – sehr tapfer :-) – und danach beinahe 3 Stunden Mittagsschlaf gehalten vor Erschöpfung. Wir hoffen jetzt natürlich sehr, dass ihr wahrer Pflegezustand Würdigung findet.

    Auch wenn wir uns mit den MDK-Mitarbeiterinnen rund um die Umstände und die Person des Erstgutachtens nicht einig waren, so möchten wir hier und heute eine positive Kritik äußern – Ehre, wem Ehre gebührt!

    Die beiden Damen waren sehr freundlich. Die Gutachterin hat Anja menschlich zugewandt, sehr höflich, behutsam, manchmal geradezu liebevoll befragt und untersucht. Dafür gebührt ihr unabhängig vom inhaltlichen Fortgang der Begutachtung unser Dank und unser Respekt – wir haben das eben leider zuvor (wie ganz viele von Ihnen) anders erleben müssen.

    Vielen Dank
    Anja & Bernd

  • Helft Anja! 17

    26-08-17 00:47 Uhr

    Dokument anzeigen

    Der MDK hat sich nach unserem Widerspruch zu einem Zweitgutachten mit einer 2. Gutachterin angekündigt – einen Tag vor Ablauf der Frist, die uns eine Untätigkeitsklage ermöglicht hätte. Wenn man binnen drei Monaten nach Widerspruch nichts vom MDK gehört hat, kann man diese sogenannte Untätigkeitsklage erheben. Der Widerspruch gegen Anjas Skandal-Gutachten erfolgte am 29.05.2017. Die 2. MDK-Gutachterin kommt am 28.08.2017 – ein Schelm, wer Schlimmes dabei denkt.
    Wir haben uns gut vorbereitet. Dieses Mal wird die Gutachterin nicht ungestraft lügen können. Zeugen werden beim Gespräch anwesend sein. Wir werden auf die Lügen und Fehler des 1. Skandal-Gutachtens hinweisen. Sollten diese im 2. Gutachten trotzdem wiederholt werden, können wir der Gutachterin Absicht nachweisen und werden sie dementsprechend nach § 278 „Ausstellen unrichtiger Gesundheitszeugnisse“ anzeigen. Selbstverständlich werden wir sie zuvor darauf hinweisen. Wir wollen sie ja nicht ins offene Messer laufen lassen… 
    Übrigens: Eine weitere Selbsteinstufung mit dem offiziellen Fragebogen zur Pflegebegut-achtung von pflege.de ergab erneut den Pflegegrad 3 für Anja.
    Nach 16 Monaten der häuslichen Intensivpflege, nach 11 Monaten Überlebenskampf gegen eine unmenschliche (und wahrscheinlich falsche) Diagnose und eine kräftezehrende Krankheit, nach monatelangem Kampf gegen Behördenwillkür sind wir nun auch wirtschaftlich am Ende. Daraus ergibt sich eine weitere juristische Möglichkeit. Wir erwägen eine Strafanzeige wegen Betrugs gegen die MDK-Gutachterin. Im § 263 StGB heißt es sinngemäß, dass derjenige, der eine andere Person durch Vorspiegelung falscher Tatsachen in wirtschaftliche Not bringt, mit Gefängnis bis zu 10 Jahren bestraft werden kann.
    Wir hoffen natürlich, dass diese ganzen Scheingefechte nicht nötig sein werden und die 2. Gutachterin ihrem Namen Ehre machen wird und Anja endlich die Würdigung zukommen lässt, die ihr – wie auch jedem anderen kranken und pflegebedürftigen Menschen – gebührt. Dank Ihrer Unterstützung von HELFT ANJA! sind wir diesem Ziel bereits heute näher gekommen. Dankeschön!

    Weshalb Menschen HELFT ANJA! unterstützen:

    Dr. G. H. D. (M.) - 20.08.2017 17:12 Uhr
    „Weil ich als Zahnarzt tagtäglich sehe, wie Patienten von MDK und Krankenkassen abhängigen Gutachtern willkürlich benachteiligt werden. Die sogenannte Solidargemeinschaft führt zu einer quasi Entmündigung der Patienten durch parteiische Gutachter.“

  • Helft Anja! 16

    26-08-17 00:44 Uhr

    Nur, weil mein Profil bei OpenPetition zurzeit nicht richtig angezeigt wird und viele Menschen nachfragen: Ja, ich BERND SIEBERICHS (*) bin der Verfasser der Petition. Anja hat nicht die Kraft dazu, nimmt aber je nach Tagesform regen Anteil. Gemeinsam sind wir tief gerührt über die stützenden Worte und die Empathie, die aus ihnen spricht. Dafür möchten wir uns immer wieder bedanken.
    Jetzt nur ein paar kurze Sätze zu mir als Redakteur von HELFT ANJA!
    Seit 31 Jahren bin ich als Schriftsteller tätig. Zunächst habe ich Krimis geschrieben, später dann Gedichte, Heimatromane, mein erstes Kinderbuch und vor allem mein 1. Sachbuch über den Weltaufgang – die bessere Welt von morgen.
    Seit 13 Jahren arbeite ich mit behinderten und nichtbehinderten Kindern und Jugendlichen zusammen an einer besseren Welt, einer Welt im Kleinen, im Privaten, in der Familie. Als Familienhelfer bekomme ich viel Elend mit; aber ich kann auch jeden Tag erleben, welch wunderbares Potential in uns und unseren Kindern steckt.
    Jeder einzelne von uns hat an jedem Tag und zu jeder Zeit die Möglichkeit, unseren gemeinsamen Lebensraum Erde, Land, Stadt, Dorf, Familie zu einem besseren Ort zu machen. Wir können Missstände beheben, wenn wir gemeinsam anpacken. Die Mittel dafür wurden uns bereits in die Wiege gelegt: Mitgefühl, Menschlichkeit und Nächstenliebe. Gehen wir es an. Wir sind die Welt!

    (*) Mit einer Frau Sonja Walter und ihren Emails habe ich nichts zu tun. Frau Walter ist mir nicht bekannt. Der Name ist auch kein Pseudonym von mir. Außerdem ist Frau Sonja Walter nicht von HELFT ANJA! und nicht von mir autorisiert, in meinem und in unserem Namen Emails oder andere Botschaften oder gar Forderungen zu verschicken.

  • HELFT ANJA! Heute Hilfe zur Selbsthilfe mit einem Pflegegradrechner :-)

    23-08-17 19:41 Uhr

    Für alle, die sich wenigstens für ein Stückchen der MDK-Willkür entziehen wollen, gibt es hier den Pflegegradrechner mit den Originalfragen und einem realistischen Ergebnis zur eigenen Orientierung. Einfach mit sich selbst ehrlich sein und am Ende ein Emailpostfach angeben, dann erhält man das Ergebnis meist binnen Minuten.

    In Anjas Fall war das nach Selbsttests im Januar, im März, im April, im Mai und im August 2017 jeweils der Pflegegrad 3. Zur Erinnerung: Das Skandal-Urteil des MDK für Anja lautet Pflegegrad 1, keine häusliche Pflege, gespickt mit 34(!!!) Fehlern, die meist wider besseres Wissen der Gutachterin erfolgten und zwei handfesten, dicken, fetten Lügen.

    Hilfe zur Selbsthilfe mit einem Krankensystem, das Recht beugt und bricht, und das Kranke kranker macht, anstatt zu helfen, zu stützen und vor allem zu würdigen!

    www.pflege.de/pflegekasse-pflegerecht/pflegegrade/#rechner

  • Helft Anja! 15

    18-08-17 18:22 Uhr

    MENSCHLICHKEIT STATT MDK

    Wir haben gerade unseren 30. Hochzeitstag gefeiert. Trotz Krankheit und dem immensen Leidensdruck durch die zutiefst ungerechte, unmenschliche und entwürdigende Behandlung durch den MDK, gibt es Grund zu feiern. Anja ist seit 10 Jahren Hypnosetherapeutin. Wir haben drei wunderbare, warmherzige, empathische Kinder, die erwachsen sind und ihr Leben positiv gestalten. Wir erfahren eine grandiose Unterstützung durch Sie alle, durch die Menschen, die unsere Petition HELFT ANJA! zeichnen und verbreiten.

    Unsere Gedanken sind sehr oft bei den leidenden Menschen, die keine so großartige Unterstützung erleben dürfen wie wir – die Alleinstehenden und die Einsamen und die Alleingelassenen. Je länger diese Petition dauert und je mehr wir aus Ihren Kommentaren über Sie erfahren, um so wichtiger scheint es uns, besonders diesen stumm und wenig beachteten Leidenden eine Stimme zu geben und Gehör zu verschaffen. Die Machenschaften des MDK sind widerlich und würdelos. Es gibt noch schlimmeres Missverhalten der „Gutachter“ als in Anjas Fall. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, ein neues Buch zum Thema „Menschlichkeit, Menschenwürde, Kranke und Schwache in unserer Gesellschaft“ zu verfassen. Mehr dazu in einem der nächsten Info-Texte.

    Für heute wieder einmal ein herzliches Dankeschön an alle Unterstützer, verbunden mit der Bitte, immer daran zu denken, dass die eigene Freiheit dort endet, wo sie die Deines Nächsten beschränkt. Die Adressaten wissen schon, wer gemeint ist…

    Ihr Team HELFT ANJA!

  • Änderungen an der Petition

    18-08-17 01:49 Uhr

    Textkürzung


    Neue Begründung: Bis zum April 2016 war Anja eine erfolgreiche Therapeutin, die in beinahe 10 Jahren Hunderten ihrer Patienten helfen konnte, wieder gesund zu werden. Über Nacht erkrankte Anja schwer. Binnen weniger Wochen wurde sie so schwach, dass sie ihr Bett nicht mehr aus eigener Kraft verlassen konnte. Schon bald waren selbst die intimsten Handgriffe nicht mehr ohne fremde Hilfe möglich. Dazu kamen auch über Nacht diverse Lebensmittelallergien. Als häusliche Pflegeperson investierte ich als Partner ca. 40 Stunden pro Woche in Einkäufe, Kochen, Putzen, Waschen, Körperpflege, Einreibungen, Massagen und vieles mehr. Trotzdem war Anja im September 2016 durch die Krankheit gezwungen, ihre Praxis zu schließen und ihren Beruf aufzugeben.
    Es begann eine Odyssee der ärztlichen (Fehl-) Behandlungen und (Fehl-) Diagnosen. Von heute auf morgen 2/3 des Familieneinkommens weg. Laut Diagnose der Uniklinik Kiel hatte Anja nur noch wenige Monate Lebenserwartung. Die ursprüngliche Erkrankung wurde durch Folgeerkrankungen verstärkt. Anja verweigerte die weitere Behandlung durch das UKSH und hat die Fehldiagnose vom Oktober 2016 um viele Monate überlebt – und lebt immer noch. :-) 
    Wir begannen mit alternativer Behandlung. Gleichzeitig stagnierte die häusliche Pflegesituation mit einem hohen Aufwand von ca. 40 Stunden pro Woche. Im Januar 2017 wurde ich von Freunden auf die Möglichkeit eines Pflegeantrags aufmerksam gemacht. Die Informationen über Pflegekasse, häusliche Pflege, Wohngeld, Krankenkasse und vor allem die wahre Erkrankung von Anja konnte ich nur nachts einholen, weil der Tag mit Existenzsicherung, häuslicher Pflege, alternativer Weiterbehandlung und dem Kampf gegen die Willkür der Behörden ausgelastet war.
    In dieser Zeit gingen unsere Finanzreserven zu Ende. Die alternative Behandlung zeigte Teilerfolge, war aber kostenintensiv. Die Krankenkasse brauchte fünf Monate, um Anja über mich krankenzuversichern.
    Im März beantragte ich die Begutachtung durch den MDK. Anjas Symptome verschlimmerten sich wieder. Im Mai erfolgte dann nach beinahe 11 Wochen und einer schriftlichen wie einer telefonischen Beschwerde über die lange Wartezeit endlich die Begutachtung.
    In einer guten halben Stunde stellte die Dame jede Menge Fragen, wollte aber unsere zusammengefassten Informationen über Anjas Leidensweg mit den Diagnosen und den Daten von bis dato 27 Ärzten, 5 Heilpraktikern und 2 Krankenhäusern nichts wissen: „Die brauche ich nicht!“
    Das Ergebnis dieser mangelnden Sorgfalt ereilte uns 12 Tage später in Form von verweigerter, häuslicher Pflege: Pflegegrad 1! Unsere eigenen Antworten auf den Original-Fragebogen des MDK ergaben dreimal im Abstand von drei Monaten Pflegegrad 3.
    Aus 40 Stunden wöchentlicher Pflege wurde im Gutachten 14 Stunden – eine glatte Lüge!
    Aus kompletter Hilflosigkeit und Unselbstständigkeit wurde im Gutachten eine Frau, die Behördengänge und finanzielle Angelegenheiten selbstständig regeln könne – eine weitere, dreiste Lüge. Insgesamt ist dieses sogenannte Pflegegutachten mit 34 (!) Fehlern gespickt. Da das Ergebnis mit 26,5 Punkten nur einen halben Punkt unter dem Pflegegrad 2 mit einem monatlichen Geld für häusliche Pflege liegt, kann man nur von wissentlicher und willentlicher Manipulation ausgehen. Was sonst könnte die „Gutachterin“ zu solch einem krassen Fehlurteil verleitet haben? Ist es vielleicht die Abhängigkeit von ihrem Geldgeber?
    Wie viele Millionen oder gar Milliarden (=> Überschuss der Krankenkassen 2016 = 16 Milliarden) spült die „gute Arbeit“ eines „Gutachters“ in Form von schlechterer Einstufung eines vermeintlich nicht Pflegebedürftigen in die Kassen der Kassen?
    Für die Hilfsbedürftigen geht es um Würde, um ein erträglicheres Krankendasein und um eine Wertschätzung ihrer Gesamtsituation, wie der Gesetzgeber sie im Interesse, zum Wohl von uns allen und in unserem Namen beschlossen hat. Für die Pflegekassen und für die Krankenkassen geht es in erster Linie um Wirtschaftlichkeit. Weshalb sonst wehren sie sich so vehement gegen Gutachter, die ihrem Namen Ehre machen, indem sie ehrliche, unabhängige Gutachten über die schwächsten Mitglieder unserer Solidargemeinschaft erstellen?
    Krankenkassen machen den Bock zum Gärtner und sparen so Multimillionen. Es wundert Anja nicht, dass Sterbenden keine häusliche Pflege zusteht; dass aus 40 wöchentlichen Pflegestunden im Gutachten mal eben 14 Stunden werden; dass ein Beinamputierter mit Bettpfanne und Katheter im Gutachter-Jargon "überwiegend selbstständig" seinen Alltag managt; oder dass eine schwer demente, alte Dame ihren Haushalt "selbstständig" bewältigt, obwohl sie in Wahrheit nicht einmal den Kühlschrank von der Waschmaschine unterscheiden kann. Es wundert Anja auch nicht, dass nur 7% der Begutachteten Einspruch erheben. Pflegebedürftigen fehlt meist die Kraft dazu.
    Deshalb brauchen wir Ihre und Eure Stimmen. Schaffen Sie dieses ungerechte System ab, Herr Gröhe! Mit den Hausärzten stehen Gutachter zur Verfügung, deren Expertis
    Hausärztliche Expertise statt MDK-Willkür - häusliche Pflege spart


  • Kommentar einer Petentin

    18-08-17 01:41 Uhr

    Hallo, ich hatte folgenden Kommentar als Begründung meiner Unterschrift abgefasst. Leider wurde er nicht übernommen. Vielleicht könnten Sie ihn nachtragen. Ich wünsche Anja und Ihnen ganz viel Kraft.

    Kommentar:
    Mir ist diese Petition wichtig, weil ich in einer ähnlichen Lage genau dieses Vorgehen der Krankenkassen und des MDK ebenso kritisiere. Ich pflege einen guten Freund und Nachbarn mit rezidivierendem Hirntumorleiden, der permanent durch die Maschen des Systems fällt.
    Ihm wurde zwar immerhin Pflegegrad 2 zugesprochen aber, wie bei Anja, dreist falsche Informationen eingetragen (12 statt 20 Stunden z. B.) bzw. Informationen (Finanzen und Bürokratie unselbständig) gar nicht oder falsch (Nutzung Rollator mgl) aufgenommen, die Pflegegrad 3 begründet hätten. Der laufende Widerspruch, zu gut einem dutzend Fehlern, die ich dezidiert aufführe, soll lapidar durch eine erneute Begutachtung des MDK bearbeitet werden.
    Mein Nachtrag zum Widerspruch in Form eines ärztlichen Attests des Professors der Uni Köln zur Abkürzung des Verfahrens wurde bisher nach verbaler Auseindersetzung mit der Mitarbeiterin der AOK zum Verfahrensablauf gar nicht kommentiert. Ich habe ausgeführt, dass ich den Besuch des MDK als Abhilfe des Widerspruchs nicht akzeptiere. Wie Sie, sehe ich keinen Grund, dass eine wiederum neue Pflegekraft innerhalb einer Stunde höchstens, die Situation des Kranken adäquat beurteilen kann, zumal diesen Mitarbeitern jede zusätzlich nötige Verwaltungserfahrung abgeht, wo es schon beim ersten mal nicht funktioniert hat. Der erneute Termin zeigt bloss die Hilflosigkeit des MDK, einem gut begründeten Widerspruch nichts entgegen setzen zu können als Zeitschinderei. Dem Widerspruch kann leicht nach Aktenlage abgeholfen werden durch meine Nachweise und den Attest. Das will bloss niemand, wäre ja teurer.
    Die begutachtenden Pflegekräfte werden überdies berufsfern verwendet und können diese Aufgabe nicht qualifiziert ausführen, weil sie den verwaltenden Akt nicht überblicken. Dieser ist auf Sachebene zu bearbeiten und nicht auf Pflegeebene,. Die zuständige Verwaltungsmitarbeiterin wiederum hat jedoch von Pflege keine Ahnung. Und so beißt sich die helfende Katze in den Schwanz und dem Kranken und seiner Pflegeperson bleibt nur, irgendwie weiter zu machen. Das hat System, und zwar gegen die, die die Unterstützung benötigen und gegen die, die im System arbeiten müssen. Hoch lebe das System.

    In diesem Sinne spricht die Petition mir aus der Seele. Gerne kann ich meine Unterlagen zu Beispielzwecken zur Verfügung stellen.

    C.S.

  • Helft Anja! 14

    18-08-17 01:03 Uhr

    MENSCHLICHKEIT STATT MDK
    Mein Schwiegervater, der mittlerweile verstorben ist, erlitt im März 2016 einen Hirnschlag. In den folgenden Wochen kämpfte er sich zurück ins Leben, blieb aber in seiner Beweglichkeit eingeschränkt. Im Frühsommer überlebte er zur Verwunderung seiner Ärzte einen sehr schweren Herzinfarkt, wurde ins künstliche Koma versetzt und wachte dennoch am Folgetag wieder auf. Bei einer gründlicheren Untersuchung als nach dem Schlaganfall entdeckten die Ärzte mehrere verstopfte Adern am Herzen, an den Beinen, den Füßen und an der Halsschlagader. Außerdem wurde eine jahrelange Fehlbehandlung mit Marcumar und Kortison endlich korrigiert. Mein Schwiegervater wurde von Flensburg nach Kiel verlegt, bekam in einer Herz-OP und mehreren anderen OPs einen Bypass und diverse Stents eingesetzt. Schließlich wurde er medikamentös vollkommen neu eingestellt, zurück nach Flensburg verfrachtet und nach wochenlangem Krankenhausaufenthalt darüber informiert, dass trotz Stents die Durchblutung seiner Zehen des linken Fußes nicht mehr genügend durchblutet seien und dieser deswegen amputiert werden müsse. Diesmal erholte sich mein Schwiegervater nur sehr langsam, beinahe widerwillig. Sein Lebensmut schien verflogen. Wen wundert das? Er verweigerte für Wochen die Nahrungsaufnahme – und überlebte doch. Sein Körper war bis auf Haut und Knochen abgemagert. Da ereilte ihn die Hiobsbotschaft, dass man jetzt auch noch den linken Unterschenkel amputieren müsse. Gesagt, getan. Der Unterschenkel wurde ebenfalls amputiert. Die Wundheilung verlief schleppend. Das verbliebene Knie wurde nicht rechtzeitig genug bewegt und versteifte. Mein Schwiegervater wurde mit Beantragung der Pflegebegutachtung durch den MDK nach Hause entlassen. Wie gesagt: vollkommen abgemagert und entkräftet, am Katheter, dieser arme Mensch konnte nicht einmal intimste Verrichtungen ohne fremde Hilfe vornehmen. Ich habe ihn über sein eigenes Elend weinen sehen. Und ich habe die Stärke meiner Schwiegermutter erlebt, die ihren Mann bis zu seinem Tode im Mai 2017 aufopfernd und rund um die Uhr gepflegt, gewaschen, intimgepflegt, bekocht, gefüttert, getränkt, gestreichelt, gehegt und gepflegt, bis zur Selbstaufgabe gepflegt und betüdelt hat. Meine Schwiegermutter hat beinahe neun Monate nicht mehr in ihrem Bett, sondern auf der Couch in der Stube neben dem Spezialbett ihres Mannes geschlafen, damit sie bei Bedarf sofort und unmittelbar für ihn da sein konnte.
    Der MDK macht in seinem sogenannten „Gutachten“ daraus Pflegestufe 1 nach altem Recht, macht aus der vollkommenen Unfähigkeit zur Selbstversorgung einen weitgehend selbstständigen Menschen, macht aus 60 oder gar 70 Pflegestunden gerade einmal 14 Stunden, bezahlt aber gleich zwei Rollstühle, obwohl mein Schwiegervater nicht ein einziges Mal sein Bett verlassen konnte, bis es ihm im Mai 2017 auf einmal etwas besser geht. Als er sich gerade zu erholen scheint, entzündet sich der Katheter-Zugang. Das von seiner Hausärztin verordnete Schmerzmittel löst einen anaphylaktischen Schock aus. Das gesunde, rechte Bein schwillt binnen Minuten dramatisch an. Schmerzen, Panik, Kurzatmigkeit. Wie wir später im Krankenhaus erfahren, ist wahrscheinlich in der Folge des anaphylaktischen Schocks die Hauptschlagader am Bauch geplatzt. Die herbeigerufene Hausärztin trifft nach etwas mehr als einer halben Stunde nach dem Notruf ein – mit dem Fahrrad.
    „Oh, sie wohnen ja so schön, und es ist so schönes Wetter. Da dachte ich, ich komme mit dem Rad. (…) Oh, wer hat Ihnen denn dieses Mittel verschrieben?“
    „Na Sie!“, stöhnt mein Schwiegervater.
    „Oh, naja, das kann ja mal vorkommen…“
    Mein Schwiegervater verstirbt am selben Abend.
    Leider ist diese Geschichte traurige Wirklichkeit. Jeder Mensch kann Fehler machen. Jedes System ist verbesserungswürdig. Das ist aber noch lange kein Grund, menschenunwürdiges Verhalten einfach hinzunehmen.
    Wenn wir Schwachen uns zusammentun und laut und lauter unsere Stimmen erheben und zu einer vereinen, dann werden wir den Verwesern und Verwaltern der Unmenschlichkeit, den herzlosen Bürokraten und den angsterfüllten Abnickern eines Tages ihren verdienten Platz zuweisen: die Bedeutungslosigkeit!

    “Verbunden werden auch die Schwachen mächtig!”
    Friedrich Schiller