07.02.2026, 17:29
Sein Ziel sei es nach eigenen Angaben, den Auer Marktgemeinderat (wohlgemerkt demokratisch gewählte Bürgerinnen und Bürger aus Au, die sich ehrenamtlich für das Wohl aller Auer einsetzen) mit „politischen Kräften" „neu zu besetzen" die „ihr Ohr näher am Puls des Bürgers haben" damit „der Bürger mehr Gewicht am Ratstisch bekommt". Der Bürger in Au hat doch immer 20 Stimmen „Gewicht" am Ratstisch oder haben wir hier einen Denkfehler? Wir stellen uns daher die Frage: Wen genau meint Herr L. mit diesem „mehrgewichtigen Bürger"? Und nach welchen Kriterien wird er ausgesucht? Die von L. gegründete Gruppierung (inzwischen unter neuem Vorsitz) beschäftigt sich in ihrem Wahlprogramm mit dem Ziel einer „bürgergeführten Gemeinde". Aber wie genau würde das in der Praxis aussehen, wo doch der „falsche" Bürger ganz offensichtlich stört?
Die Fragen die uns bewegen lauten: Wollen wir so in eine neue Legislaturperiode starten? Ist das die demokratische Zukunft unserer Gemeinde, der Ton, der künftig vorherrschen soll? Sind wir gewillt Zeit und Geld, in derartige Gerichts-Prozesse zu investieren und bringt uns diese Art der Bürger-Selektierung, wirklich näher?
In Zeiten, in denen es immer mehr Hass und Hetze, statt Meinung gibt und Falschinformationen als Fakten bezeichnet werden, häufen sich zudem Angriffe auf Verwaltungsangestellte. So erst kürzlich passiert im Auer Rathaus, als ein Bürger dort wutentbrannt randalierte und eine Angestellte einschüchterte und verängstigte! Wie finden wir wieder zurück zu einem konstruktiven Miteinander?
Hier ist jeder einzelne gefragt! Wir sind der festen Überzeugung, dass wir vor allem auf verbindende Persönlichkeiten setzen müssen, mit einem guten Gespür für das große Ganze und für uns Auer. Menschen die unsere Demokratie stark machen und den Diskurs pflegen, für einen respektvolleren Umgang. Wir sind froh, dass der Neubau an der Schlesischen Straße fortgesetzt und nach modernsten pädagogischen Standards errichtet werden kann, so wie von Auern für Auer, rechtskräftig beschlossen. Mit Platz für bis zu 6 Kindergartengruppen stellt der Neubau eine langfristige Investition in unsere Kinder dar und macht Au fit auf allen gesamtdemografischen Ebenen. Für die Zukunft wünschen wir uns wieder ein Zuhören, Händereichen und Aufeinander-Zugehen und das ganz ohne Bürger-Selektierung, Feindbilder oder destruktiver Prozesse.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Ihre Bürgerinitiative „Ja! zum Neubau“