21.01.2026, 05:58
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
es gibt eine erneute Offenlegung zum Bebauungsplan 61.23.34 (Anton-Flettner-Straße / ehemaliges TOOM-Gelände) – damit ist der Weg für ein 5. Rechenzentrum weiterhin nicht vom Tisch.
✅ Wichtig: Bitte reicht eure Bedenken/Einwendungen direkt bei der Stadt Raunheim ein – am besten per E-Mail an:
stadtplanung@raunheim.de
Wichtig ‼️: Bitte bis zum 30.1.26 einreichen ‼️
Je mehr Menschen sich jetzt nochmals melden, desto klarer wird: Raunheim braucht keine weitere Rechenzentrumsfläche, sondern eine nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung.
Punkte, die ihr in euren Einwendungen ansprechen könnt
1) Kein Umweltbericht – das ist aus unserer Sicht nicht akzeptabel
Trotz erheblicher Auswirkungen (u. a. Mikroklima, Lärm/Licht, Energiebedarf, Verkehr) liegt kein Umweltbericht vor. Wir fordern ausdrücklich, dass ein vollwertiger Umweltbericht erstellt und offengelegt wird – inklusive nachvollziehbarer Bewertung von Alternativen und wirksamen Maßnahmen.
2) Mikroklima & Kaltluftschneise: Hochbau als Barriere
Gerade in Raunheim ist das lokale Mikroklima ein sensibles Thema. Ein massiver Baukörper mit einer Höhe von über 21 Metern (ohne Schornsteine/technische Aufbauten) kann Luftströme und Kaltluftbahnen beeinträchtigen. Diese Kaltluftschneisen sind wichtig, um Wärme abzuleiten und das Stadtgebiet in Hitzeperioden zu entlasten. Wir erwarten eine nachvollziehbare, fachliche Bewertung dieser klimatischen Auswirkungen – und nicht nur allgemeine Aussagen.
3) Lärm: Schon im Betrieb „grenzwertig“ – kaum Spielraum
Die schalltechnischen Unterlagen zeigen, dass die Situation im Betrieb bereits im Grenzbereich liegt. Ein Rechenzentrum mit technischer Infrastruktur (z. B. Kühlung, Lüftung, ggf. Aggregate/Notstromtechnik) bedeutet dauerhafte Geräuschemissionen. Wenn man schon rechnerisch am Limit ist, bleibt kaum Spielraum für Störungen, Spitzen, Wartungen, Testläufe oder spätere Erweiterungen – besonders kritisch für angrenzende Wohnbereiche (u. a. Ringstraße/Nahstraße/Mainzer Straße).
4) Lichtimmissionen: Belastung für Anwohner und Umgebung
Beleuchtung, Sicherheitslicht und Anlagenbetrieb sind keine Nebensache. Die Lichtimmissionsprognose zeigt, dass Lichtemissionen relevant sind und die Lebensqualität beeinträchtigen können – insbesondere in den Abend- und Nachtstunden.
5) Kaum Arbeitsplätze – hoher Flächen- und Energiebedarf
Wie auch in Abwägungen aus der Nachbarkommune Groß-Gerau herausgearbeitet wird: Rechenzentren sind flächenintensiv, schaffen aber vergleichsweise wenig direkte Arbeitsplätze. Gleichzeitig steht der hohe Energiebedarf im Raum – und damit die Frage, ob dieses Flächenmodell der richtige Weg für Raunheim ist.
6) Gewerbesteuer/Finanzen: Keine verlässliche Grundlage
Erfahrungen und Abwägungen zeigen: Gewerbesteuer ist nicht planbar, kann stark schwanken und ist kein belastbares Argument, um dauerhafte Belastungen für Stadtentwicklung und Lebensqualität zu rechtfertigen. Transparenz über erwartete Effekte und reale Vergleichswerte ist zwingend notwendig.
7) Verkehr & Parkdruck
Baustellenverkehr, Serviceverkehr und die Folgewirkungen für angrenzendes Gewerbe und Wohngebiete müssen realistisch bewertet werden – nicht nur „konzeptionell“ behauptet.
8) Stadtbild & Baukörper (Höhe/Masse)
Ein großvolumiger Baukörper prägt das Quartier auf Jahrzehnte – und blockiert andere, städtebaulich passende Nutzungen.
Unser Appell
Bitte nutzt die erneute Offenlegung, um noch einmal klar und schriftlich Stellung zu beziehen. Kurze, sachliche Einwendungen reichen aus – wichtig ist, dass sie eingehen.
Wenn ihr mögt, könnt ihr mir eure Einwendung in CC schicken – dann sehen wir, wie viele Rückmeldungen zusammenkommen.
Vielen Dank für eure Unterstützung und euren Einsatz für ein lebenswertes Raunheim!
Herzliche Grüße
Sabine Bohn