27.05.2026, 21:01
Liebe Unterstützer:innen einer preiswerteren Badebucht!
Wer in diesen bewegten Zeiten politische Verantwortung trägt, muss bei allen politischen Entscheidungen zum gegenwärtigen Zeitpunkt die ENERGIESICHERHEIT und die künftige Entwicklung der ENERGIE-PREISE im Blick haben, will man eine Stadt nicht ungebremst in den finanziellen Abgrund rasen lassen.
Deshalb danke ich sowohl Herrn MAURER, dem Vorstand der Stadtwerke und der Kombibad GmbH als auch dem als Gast zum Energy-Talk eingeladenen langjährigen Nah-Ost-Experten MICHAEL LÜDERS für die vielen wichtigen Informationen über die gegenwärtigen ENERGIEPROBLEME.
Herr Maurer hat zu Beginn einige wichtige Schaubilder gezeigt und erklärt, in welcher neuen Gas-Abhängigkeit von USA und Norwegen sich Europa zur Zeit befindet und warum wir wegen der Schließung der Straße von Hormus ständig steigende Strompreise in Deutschland haben.
Auch wenn nicht jeder der ausführlichen Analyse der Ursachen dieser Probleme folgen mag, wie Michael Lüders diese dargestellt hat, so waren sich beide Referenten darin einig, dass Deutschland durch beide Kriege in eine schwere Energiekrise gestürzt wurde mit völlig ungewissem Ausgang. Die steigenden Gaspreise auf dem Weltmarkt sind in Europa zusätzlich durch die 15% US-Zölle auf das LNG-Gas belastet, die die USA erheben.
Konsequenz für Wedel?
Als Initiatorin unserer OpenPetition „Keine Neuverschuldung für die Badebucht“ konnte ich nicht darauf verzichten auf Wedel Bezug zu nehmen und an Herrn Maurer die Frage zu stellen:
„Können wir uns in Wedel als hoch verschuldete Stadt erlauben, einen (mindestens!) 15Mio-Kredit über 30 Jahre aufzunehmen für eine Sanierung und den teuren Umbau in ein reines „Sportbad“ angesichts dieser steigenden Energiepreise und politischen Ungewissheit.
Am Ende der Veranstaltung trug ich Herrn Maurer noch weitere Fragen vor:
Müssen die Kalkulationen, die vor einem Jahr 14,7 Mio€ ergaben, nicht angepasst werden wegen steigender Baukosten (Beispiel :Steinberghalle!) und steigender Energiekosten? Herr Maurer versicherte mir, dass die Kosten nach den jetzt laufenden Verhandlungen aktualisiert werden und dann erneut dem Rat zur Entscheidung über die Kreditaufnahme vorgelegt werden. Die letzte Entscheidung über eine Kreditaufnahme falle dann jedoch die Politik.
Mein Schlusswort unter das Kapitel „Badebucht“:
Ich denke, ich fasse die vielen Kommentare im Sinne unserer 856 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner richtig zusammen, wenn ich an die Ratsmitglieder, besonders die im Aufsichtsrat, erneut appelliere:
„Ja, wir möchten alle ein Frei- und Hallenbad für Kinder, Jugendliche, Senioren, Schulen und Vereine - aber nicht für jeden Preis!“
Bitte nehmen Sie sich die Stadt Pinneberg zum Vorbild, die nach der Ablehnung des Förderantrags für einen Schwimmbad-Neubau jetzt eine deutlich preiswertere Sanierung plant. (SHZ 16.05.2026)
Eine letzte kritische Frage an den Rat:
1. Warum steht diese „Sportbad-Investition“ mit Abstand auf Platz 1 der Prioritätenliste bei den Investitionen des Doppelhaushaltes 2026/27?
2. Warum wurden nicht die Wünsche ALLER Bürger bei den Plänen des Umbaus einbezogen, sondern nur Vereine und Schulen?
3. Warum wurde 2014 und 2018 vorzugsweise in die Sauna und deren Ausbau investiert? Auch jetzt ist ein Ausbau der Gastronomie geplant.
Ich danke allen Unterstützerinnen und Unterstützern unserer Open Petition und hoffe für uns alle auf verantwortungsbewusste Entscheidungen des Rates für eine gute Zukunft unserer Stadt!
Zum Schluss möchte ich noch einen der letzten Kommentare unter unserer Open Petition zitieren:
„Ich finde es für alle Wedeler Bürger wichtig, unser Freizeitbad mit Spassbecken und Außenanlagen zu erhalten. Besonders ist es wichtig für Kinder mit Spaß und Freude in Berühung mit Wasser zukommen und so gut zu lernen sich im Element Wasser zu bewegen, ohne Angst. Das war bisher gegeben. Ich selber schwimme regelmäßig im großen Bad. Und im Sommer habe ich die Außenanlagen genossen.Besonders für Familien die sich im Sommer keine große Reise leisten können ist es auch wichtig für sich und ihre Kinder in der Nähe, Lebensfreude genießen zu können. Gerade in diesen Zeiten!!!“
Mit freundlichen Grüßen
Rosemarie Binz-Vedder