Liebe Unterstützer:innen einer preiswerteren Badebucht! Wer in diesen bewegten Zeiten politische Verantwortung trägt, muss bei allen politischen Entscheidungen zum gegenwärtigen Zeitpunkt die ENERGIESICHERHEIT und die künftige Entwicklung der ENERGIE-PREISE im Blick haben, will man eine Stadt nicht ungebremst in den finanziellen Abgrund rasen lassen.
Deshalb danke ich sowohl Herrn MAURER, dem Vorstand der Stadtwerke und der Kombibad GmbH als auch dem als Gast zum Energy-Talk eingeladenen langjährigen Nah-Ost-Experten MICHAEL LÜDERS für die vielen wichtigen Informationen über die gegenwärtigen ENERGIEPROBLEME.
Herr Maurer hat zu Beginn einige wichtige Schaubilder gezeigt und erklärt, in welcher neuen Gas-Abhängigkeit von USA und Norwegen sich Europa zur Zeit befindet und warum wir wegen der Schließung der Straße von Hormus ständig steigende Strompreise in Deutschland haben. Auch wenn nicht jeder der ausführlichen Analyse der Ursachen dieser Probleme folgen mag, wie Michael Lüders diese dargestellt hat, so waren sich beide Referenten darin einig, dass Deutschland durch beide Kriege in eine schwere Energiekrise gestürzt wurde mit völlig ungewissem Ausgang. Die steigenden Gaspreise auf dem Weltmarkt sind in Europa zusätzlich durch die 15% US-Zölle auf das LNG-Gas belastet, die die USA erheben.
Konsequenz für Wedel? Als Initiatorin unserer OpenPetition „Keine Neuverschuldung für die Badebucht“ konnte ich nicht darauf verzichten auf Wedel Bezug zu nehmen und an Herrn Maurer die Frage zu stellen: „Können wir uns in Wedel als hoch verschuldete Stadt erlauben, einen (mindestens!) 15Mio-Kredit über 30 Jahre aufzunehmen für eine Sanierung und den teuren Umbau in ein reines „Sportbad“ angesichts dieser steigenden Energiepreise und politischen Ungewissheit. Am Ende der Veranstaltung trug ich Herrn Maurer noch weitere Fragen vor: Müssen die Kalkulationen, die vor einem Jahr 14,7 Mio€ ergaben, nicht angepasst werden wegen steigender Baukosten (Beispiel :Steinberghalle!) und steigender Energiekosten? Herr Maurer versicherte mir, dass die Kosten nach den jetzt laufenden Verhandlungen aktualisiert werden und dann erneut dem Rat zur Entscheidung über die Kreditaufnahme vorgelegt werden. Die letzte Entscheidung über eine Kreditaufnahme falle dann jedoch die Politik.
Mein Schlusswort unter das Kapitel „Badebucht“: Ich denke, ich fasse die vielen Kommentare im Sinne unserer 856 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner richtig zusammen, wenn ich an die Ratsmitglieder, besonders die im Aufsichtsrat, erneut appelliere: „Ja, wir möchten alle ein Frei- und Hallenbad für Kinder, Jugendliche, Senioren, Schulen und Vereine - aber nicht für jeden Preis!“ Bitte nehmen Sie sich die Stadt Pinneberg zum Vorbild, die nach der Ablehnung des Förderantrags für einen Schwimmbad-Neubau jetzt eine deutlich preiswertere Sanierung plant. (SHZ 16.05.2026)
Eine letzte kritische Frage an den Rat: 1. Warum steht diese „Sportbad-Investition“ mit Abstand auf Platz 1 der Prioritätenliste bei den Investitionen des Doppelhaushaltes 2026/27? 2. Warum wurden nicht die Wünsche ALLER Bürger bei den Plänen des Umbaus einbezogen, sondern nur Vereine und Schulen? 3. Warum wurde 2014 und 2018 vorzugsweise in die Sauna und deren Ausbau investiert? Auch jetzt ist ein Ausbau der Gastronomie geplant.
Ich danke allen Unterstützerinnen und Unterstützern unserer Open Petition und hoffe für uns alle auf verantwortungsbewusste Entscheidungen des Rates für eine gute Zukunft unserer Stadt!
Zum Schluss möchte ich noch einen der letzten Kommentare unter unserer Open Petition zitieren: „Ich finde es für alle Wedeler Bürger wichtig, unser Freizeitbad mit Spassbecken und Außenanlagen zu erhalten. Besonders ist es wichtig für Kinder mit Spaß und Freude in Berühung mit Wasser zukommen und so gut zu lernen sich im Element Wasser zu bewegen, ohne Angst. Das war bisher gegeben. Ich selber schwimme regelmäßig im großen Bad. Und im Sommer habe ich die Außenanlagen genossen.Besonders für Familien die sich im Sommer keine große Reise leisten können ist es auch wichtig für sich und ihre Kinder in der Nähe, Lebensfreude genießen zu können. Gerade in diesen Zeiten!!!“
Zum Abschluss der OpenPetition „Keine Neuverschuldung für die Badebucht“
Die OpenPetition „Keine Neuverschuldung für die Badebucht“ endet zum 31.05.2026 mit insgesamt 853 Unterschriften. Die Initiatoren ziehen eine kritische Bilanz des bisherigen Umgangs von Politik und Verwaltung mit den Anliegen der Bürgerinnen und Bürger.
Die Planung und Kalkulation der Sanierung und des Umbaus der Badebucht zu einem „Sportbad“ erfolgte durch die Kombibad GmbH gemeinsam mit der PROVA Unternehmensberatung, die bereits seit der Entstehung mit dem Bad befasst ist. Noch 2016 wurde das Konzept öffentlich positiv bewertet. Nach einer Sanierung und dem Ausbau der Sauna zitierte die SHZ am 06.02.2016 den damaligen Badleiter mit den Worten: „Das Kombibadkonzept passt hundertprozentig für die Stadt.“
Aus Sicht der Petition stellt sich daher die Frage, wie es trotz dieser positiven Bewertungen zu dem heute festgestellten erheblichen Sanierungsstau kommen konnte und wer dafür Verantwortung trägt.
Die Initiatoren kritisieren außerdem, dass alternative Konzepte und Berechnungen bislang nicht öffentlich einsehbar sind. Auf der Informationsveranstaltung im November 2025 seien mögliche Alternativen nur kurz erwähnt worden. Eine unabhängige externe Prüfung der Wirtschaftlichkeit werde bislang nicht in Betracht gezogen. Besonders enttäuschend sei für die Unterstützer der Petition gewesen, dass weder eine Anhörung der Initiatoren in den zuständigen Ausschüssen stattfand noch ein Gesprächstermin mit der Bürgermeisterin zustande kam.
Ein halbes Jahr nach Start der Petition beschloss die Ratsversammlung einstimmig eine Verwaltungsvorlage, die die Petition lediglich „formal“ zurückweist. In der Beschlussvorlage BV/2025/086 heißt es: „Eine Petition als Mittel der Beteiligung ist in Schleswig-Holstein für den kommunalen Bereich nicht vorgesehen. Die Umfrage auf der Online-Plattform OpenPetition.de setzt daher keine weitere Rechtsfolge in Gang.“
Die Hoffnung auf Fördermittel aus der sogenannten „Sportmilliarde“ (Sondervermögen) hat sich inzwischen zerschlagen. Der Förderantrag wurde abgelehnt. Nach aktuellem Stand ist für die Badebucht im Doppelhaushalt 2026/27 die Investition in Höhe von rund 15 Millionen Euro vorgesehen. Die Stadt erwartet dadurch laut Haushaltsbegleitbeschluss langfristig deutliche Einsparungen bei den jährlichen städtischen Zuschüssen. Die Kommunalaufsicht hat diesen Haushalt genehmigt.
Die Petition fordert deshalb eine unabhängige Neukalkulation der Kosten und Risiken. Angesichts steigender Energiepreise und der angespannten Haushaltslage müsse geprüft werden, ob die bisherigen Annahmen weiterhin realistisch seien.
Die Mitinitiatorin Rosemarie Binz-Vedder appelliert zudem an Politik, Stadtwerke und die Kombibad GmbH, alternative Lösungen erneut zu prüfen: „Andere Kommunen wie Pinneberg haben sich gegen einen Neubau entschieden und beschränken sich stattdessen auf eine Sanierung bestehender Anlagen und nutzen dafür sogar andere Fördermöglichkeiten. (SHZ 16.05.2026) Vielen Unterzeichnern der Open Petition wäre besonders der Erhalt des Freibades wichtig.“ Die Mitinitiatorin appelliert außerdem an die Mitglieder des Aufsichtsrats der Kombibad GmbH und der Stadtwerke, die bisherigen Planungen noch einmal kritisch und ergebnisoffen zu überprüfen. Die Bitte richte sich auch an die Stadtsparkasse, die in diesen Gremien vertreten ist und besonderen Einblick in die Thematik habe, und sich immer wieder für das Gemeinwohl in der Stadt engagiert.
Aus Sicht vieler Bürgerinnen und Bürger sollten die Mittel aus dem Sondervermögen, das Wedel vom Land zugeteilt wurde, auch in die Sanierung und den Ausbau von Schulen und Sportanlagen investiert werden.
Rosemarie Binz-Vedder Mitinitiatorin der OpenPetition „Keine Neuverschuldung für die Badebucht“
Sehr geehrte Unterstützerinnen und Unterstützer unserer Open Petition!
Mit dem Ende des Monats endet unsere Unterschriftensammlung mit 853 Unterschriften endgültig. Die Petition hatten wir schon Ende Juli 2025 an Rat und Bürgermeisterin übergeben, inzwischen sind mehr als hundert weitere Unterschriften dazu gekommen. Wir hatten zusätzlich mehrere Emails an Rat und Bürgermeisterin versendet, zuletzt am 01.Mai, und um erneute Prüfung gebeten. Vergeblich! Die traurige Bilanz der OpenPetition „Keine Neuverschuldung für die Badebucht“: Wir müssen eingestehen, wir haben unser Ziel nicht erreicht.
Wir wurden leider nicht in den Gremien angehört, auch ein Gesprächstermin mit der Bürgermeisterin kam nicht zustande. Im Dezember 2025 wurde unsere OpenPetition mit einer „formalen“ Begründung zurückgewiesen (BV/2025/086): „Die Umfrage auf der Online-Plattform Open Petition setzt keine weitere Rechtsfolge in Gang.“ Jedoch ist die Forderung unserer Petition, einer „unabhängigen" Kalkulation der Kosten und Risiken angesichts steigender Energiepreise und der hohen Verschuldung der Stadt noch aktueller als vor zehn Monaten.
Wir möchten allen danken für Ihre Unterschrift und die zahlreichen Kommentare, die deutlich machten, wie groß das Bedauern ist, dass das besonders bei Kindern und Jugendlichen beliebte Hallen- und Freibad in ein reines Sportbad umgewandelt werden soll. Man könnte die Kommentare sowohl in der Petition als auch in der Facebook-Gruppe so zusammenfassen, dass Schulen und Vereine und die Öffentlichkeit in Wedel eine Schwimmgelegenheit brauchen, aber angesichts der hohen Kosten und der bisherigen Verschuldung der Stadt, „NICHT ZU JEDEM PREIS!“ Leider hat sich die Hoffnung auf eine 8 Mio-Förderung aus der Sportmilliarde nicht erfüllt und nun steht der volle Betrag von ca 15 Mio€ als größter Investitions-Posten im Doppelhaushalt 2026/27.
Ich möchte deshalb an Politik, Stadtwerke und Kombibad GmbH appellieren, alternative Lösungen erneut zu prüfen. Andere Kommunen wie Pinneberg haben aus der Ablehnung der Förderung aus der Sportmilliarde auf den Neubau des Schwimmbades verzichtet und sanieren jetzt das bestehende Bad. (SHZ 16.05.2026) Vielleicht ließe sich sogar das Freibad erhalten, das vielen Unterzeichnern wichtig ist.
Ich möchte besonders die 10 Ratsmitglieder und die Stadtsparkasse, die alle im Aufsichtsrat der Kombibad GmbH und der Stadtwerke vertreten sind, bitten, die bisherigen Planungen noch einmal kritisch zu überprüfen und nach alternativen Finanzierungsmodellen zu suchen.
Ich persönlich finde, die Mittel aus dem Sondervermögen (15,2 Mio€) sollten auch in den Ausbau und die Sanierung von Schulen und Sportanlagen investiert werden und nicht allein dem „Sportbad“ zugute kommen.
(Einen ähnlichen Text habe ich als Pressemitteilung versendet, den ich unter Neuigkeiten poste. Trotz Beendigung der Unterschriftensammlung ist weiterhin ein Zugriff auf die Texte der OpenPetition möglich. Sie können die weitere Entwicklung der Badebucht in der Facebook-Gruppe „Wedel Germany“ und in der öffentlichen Presse (SHZ/ HA/ Wedel-News/ Wedel-Klartext verfolgen.)
Rosemarie Binz-Vedder (Mitinitiatorin der OpenPetition)
(Die Fotocollagen auf dem Poster sind mit ChatGPT erstellt worden.)
Moin, liebe Unterstützer unserer OpenPetiton zur Badebucht,
da sich nach einem halben Jahr seit der Übergabe Ende Juli noch immer keine 100%ige Entscheidung zum „Kombibad“ in Wedel abzeichnet, haben wir unsere OpenPetition noch einmal ein halbes Jahr verlängert, so dass wir Sie weiterhin per Email informieren und notfalls weitere Aktionen planen könnten. (openpetition.de/!wylwn)
Sie merken schon, nicht alle von uns fünf Initiatoren haben völlig aufgegeben, einen kleinen Hoffnungsschimmer haben wir noch, dass Wedel nicht in ein neues Millionengrab schlittert.
Der alternative Drei-Stufenplan vom 07.07. von Frau Fisauli ist nämlich noch nicht ganz vom Tisch, er steht noch an verschiedenen Stellen, im Haushaltsbegleitbeschluss und im Anhang zur Tagesordnung der Ratssitzung: Wenn der am 11.12. im Rat verabschiedete FÖRDERANTRAG nicht erfolgreich sein sollte, möchte Frau Fisauli erneut nachdenken, ob die Stadt bereit ist, einen 15,3 Mio Euro- Kredit für Rückbau, Sanierung, Freibad-Schließung plus Planung über dreißig Jahre aufzunehmen. (MV/2025/118)
Es könnte aber auch der Fall eintreten, dass die Kommunalaufsicht den Haushalt 2026/27 mit dieser Neu-Verschuldung ablehnt und auf einem solide berechneten und fertig gestellten Haushaltsbegleitbeschluss besteht. Immerhin ist dieses 15,3 Millionenprojekt mit großem Abstand der größte Investitionsposten der Stadt in diesen beiden Jahren.
Wir haben Sie bereits über die einzelnen Etappen seit Juli regelmäßig informiert, Ihnen unsere letzte Email an Frau Bürgermeisterin Fisauli-Aalto gesendet und die Links zu den Presseartikeln auf der Startseite der OpenPetition unter „Neuigkeiten“ online gestellt.
Was ist der Stand unserer OpenPetition bzw. unserer Forderungen heute?
1.STELLUNGNAHME: Außer der Eingangsbestätigung unserer OpenPetition im September bei CDU und Bürgermeisterin haben wir noch KEINE OFFIZIELLE Antwort der einzelnen Fraktionen oder des Rates erhalten. Die Bitte um ein Gespräch und einen Austausch mit Frau Fisauli wurde wegen angeblichem Zeitmangel abgelehnt. Kritik: Eine INHALTLICHE Stellungnahme zu unseren Forderungen und Kritikpunkten haben 825 Unterzeichner nicht erhalten, auch keine Antwort auf die Email an die Bürgermeisterin.
Stattdessen wurde im Rat am 11.12. eine von der Verwaltung vorformulierte drei-seitige Stellungnahme zu unserer OpenPetition beschlossen: „Eine Petition als Mittel der Beteiligung ist in Schleswig-Holstein für den kommunalen Bereich nicht vorgesehen“. (BV/2025/086). Diese sog. Stellungnahme wurde bis jetzt nicht an die Email-Adresse der OpenPetition versendet.
2.Am 04.11. hatte eine INFO-Veranstaltung stattgefunden, in der Herr Maurer, der Geschäftsführer der Kombibad GmbH informierte die Bürger über mehrere Alternativen, wie es mit der Badebucht weitergehen könnte. Es war informativ diese Darlegungen und Berechnungen von Herrn Maurer zu erfahren, der Rat bekannte sich zu der vorgeschlagenen Variante 4a. Die Konzepte und Kalkulationen wurden von der Kombibad GmbH und der PROVA, die die Badebucht verwaltet, erstellt. Wir hätten eine unabhängige Prüfung der Investition eines externen Beraters gewünscht bezüglich einer preiswerteren Lösung, beispielsweise durch Privatisierung, PPP oder Auflösung der GmbH und Trennung von der PROVA. Wer sägt sich seinen eigenen Ast ab?
3.In der Ratssitzung am 11.12. wurde außerdem die Verwaltung beauftragt, den FÖRDERANTRAG für Sanierung und Umwandlung der Badebucht in ein Sportbad fertig zu stellen und einzureichen. (BV/2025/105)
4. Auf den von Frau Fisauli in die Diskussion gebrachten alternativen Drei-Stufenplan vom 07.07. wird nochmals in der Mitteilungsvorlage MV/2025/128)verwiesen, der auf eine sofortige Kreditaufnahme verzichtet und die Entscheidung über die Sanierung der Badebucht erneut verschiebt.
Die möglicherweise extrem hohe Neuverschuldung für ein wettkampfgeeignetes Sportbad macht uns weiterhin besorgt:
⁃ Es ist nicht sicher, dass sich der hohe städtische jährliche Zuschuss für ein weniger attraktives Sportbad weiter verringern wird.
⁃ Es besteht die Gefahr, dass sich die Baukosten weiter erhöhen, wie es bei vielen Großprojekten der Fall ist.
⁃ Allein in SH wird der Förderbedarf für Sportstätten mit ca 600 Mio beziffert (SHZ 19.12.25) Wenn dann bundesweit 333 Mio von der SPORTMILLIARDE verteilt werden, scheint es sehr unwahrscheinlich, dass Wedel mit 8 Mio Förderung rechnen kann, zumal die Stadt auch andere sanierungsbedürftige Sportstätten anmelden wird.
Besonders traurig ist es, dass die Stadt Wedel versäumt hat, die hohen Fördermittel (85% )bei Investitionen für den Offenen Ganztag bis zum 31.12.25 zu beantragen, um den geplanten Anbau für die Moorwegschule zu errichten, für den bereits 2022 eine Machbarkeitsstudie begonnen und ein Grundstück erworben wurde. (m.facebook.com/groups/364215432833128/permalink/874733525114647|?)
Wir wünschen allen 833 Unterzeichnern ein frohes Weihnachtsfest und ein friedliches Neues Jahr
Rosemarie Binz-Vedder und Ingo Glunz
Wir haben das Datum verändert, da wir unser Ziel noch nicht erreicht haben, eine preiswertere Sanierung des Kombibades und einen Verzicht auf den hohen Kredit, der inzwischen sogar auf 15,3 Mio € angewachsen ist. Wir haben den Rat über unsere Ziele bereits am 30.07. mitgeteilt, aber wurden nicht angehört. Wir werden die offizielle Übergabe noch etwas hinausschieben.
Am 11.12. wurde vom Rat ein Förderantrag gestellt, man hofft dort auf bis zu 8 Mio€ Förderung. Wir sind hingegen skeptisch, da nur 333 Mio für ganz Deutschland verteilt werden.
Wenn die Fördergelder nicht kommen, haben wir eine neue Chance die Diskussion erneut zu starten. Deshalb ist es wichtig, dass wir unsere Unterzeichner weiterhin auf dem Laufenden halten können.
Neues Zeichnungsende: 31.05.2026 Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 830 (738 in Wedel)
Alle Unterzeichner der OpenPetition haben zusätzlich zur Unterschrift in 298 Kommentare deutlich gemacht: Wir wünschen uns ein KOMBIBAD, wie es nach der Sanierung 2016 große Begeisterung auslöste, für ALLE großen und kleine BÜRGERINNEN und BÜRGER!
Aber nicht um jeden Preis!
KEINE HOHE NEUVERSCHULDUNG über 30 Jahre vorzugsweise für Vereinsport und Wettkämpfe und Schulschwimmen!
Dieser Beschluss ist UNVERANTWORTLICH für die kommenden
Generationen:
1. Wegen der risikoreichen Planung, da viele künftige Ereignisse nicht kalkulierbar sind, und wegen der voraussichtlich rückläufigen Besucherzahlen bei einem für Familien wenig attraktiven Sportbad und möglicherweise hohen Eintrittspreisen.
2. Wegen der vielen ungeklärten Baustellen in Wedel (Feuerwache, P&R- Anlage, Moorwegschule, Straßenbau) , die ständig aufgeschoben werden und selbst belastbare Machbarkeitsstudien fehlen.
3. Wegen des Verzichts ein Freizeitangebot für Kinder, Jugendliche und Familien zu bleiben. Von dem 14,7 Mio-Projekt und der Verschuldung über dreißig Jahre profitieren vor allem Vereine und Schulen, nur in ganz geringem Maße die Öffentlichkeit (Kinder, Jugendliche, Familien, Senioren, Sonnenhungrige, Freizeitschwimmer)|
4. Wegen fehlender Überprüfung der ganzen Kalkulation und Beratung durch Externe Experten. Dies läge im Verantwortungsbereich des Rates. Das Projekt beruht auf Zahlen und Kalkulationen und Planungen der Kombibad GmbH zusammen mit der PROVA, über das in der Info-Veranstaltung informiert wurde und für das sich der Rat bereits 1:1 im März entschieden hat.
5. Herr Maurer hat mehrmals betont, dass er als Verantwortlicher für die Kombibad GmbH spreche und dass die „strategischen Rahmenbedingungen einer Stadtentwicklung“ vom Rat beschlossen werden müssen. Wo bleiben die Prioritäten der Stadtentwicklung angesichts der vielen noch unerfüllten Pflichtaufgaben einer Kommune? Diese strategischen Vorgaben sollte auch der „Citymanager“ erhalten, den „Wedel Marketing“ demnächst einstellen wird.
Dieser jahrelange Prozess der Entscheidungsfindung unter Ausschluss der Öffentlichkeit, ein halbes Jahr Untätigkeit und jetzt diese überstürzte Einreichung für eine ungewisse Förderung und das Nichtanhören einer OpenPetition mögen juristisch in Ordnung sein, ein überzeugendes Modell für gelebte Demokratie ist dies sicher nicht.
Ihre letzten Worte bei der Info-Veranstaltung machten ein bisschen Hoffnung, als Sie sagten, wenn es mit 8 Mio-Förderung nichts wird, dann überlegen wir neu! Wir werden Ihre Worte nicht vergessen!
Mit freundlichen Grüßen
Rosemarie Binz-Vedder
(im Namen der Initiatoren und Unterstützer der OpenPetition „keine Neuverschuldung für die Badebucht“)
Eine Email an unsere Bürgermeisterin
Sehr geehrte Unterstützerinnen und Unterstützer der Open Petition,
da wir nach so langer Zeit keine Stellungnahme der Ratsparteien erhalten haben zu unseren Vorschlägen, aber auch nicht angehört wurden, haben wir beschlossen, an die Bürgermeisterin zu schreiben. Da sie auch eher zögert mit dem Beschluss eines Rückbaus und der Sanierung der Badebucht für 14,7 Mio € hoffen wir auf ihre Unterstützung. Der Rat ist fest entschlossen das Konzept von der Kombibad GmbH umzusetzen.
Sie finden die Email an Frau Fisauli hier unten.
Mit freundlichen Grüßen
Rosemarie Binz-Vedder
Sehr geehrte Frau Fisauli-Aalto,
wir möchten Sie als unsere Bürgermeisterin bitten, wenigstens das Anliegen der 5 Initiatoren und der 822 Unterstützerinnen und Unterstützer der OpenPetition „Keine Neuverschuldung für die Badebucht“ mit dieser Email zur Kenntnis zu nehmen, wenn Sie uns aus Zeitmangel schon keinen Gesprächstermin anbieten konnten.
Wir wenden uns ausdrücklich an Sie als unsere Bürgermeisterin, weil Sie das ganze Jahr immer wieder betonten, dass Sie die Bürgerinnen und Bürger in Entscheidungen einbeziehen und anhören wollten.
Obwohl Sie in Ihrem Antwortschreiben vom 3.09. darauf hinwiesen, dass eine OpenPetition „als Mittel der Bürgerbeteiligung in SH für den kommunalen Bereich nicht vorgesehen ist" und „keine rechtliche Auswirkung" habe, bewerteten Sie in Ihrem Antwortschreiben unsere OpenPetition durchaus positiv:
„Diese Umfrage ist sehr wertvoll, zeigt sie doch deutlich die Wünsche und Sorgen vieler Bürgerinnen und Bürger Wedels auf. Sie unterstreicht zusätzlich meine Einwände im letzten HFA, in dem ich deutlich machte, dass wir weitere, schlanke Lösungsvorschläge für ein Schwimmangebot in Wedel erarbeiten und diskutieren sollten, bevor 14,6 Millionen investiert werden.“
Wir Initiatoren fühlten uns tatsächlich zu dieser OpenPetition ermutigt, als Sie trotz des im März beschlossenen 30-Punkte-Plans (Haushaltsbegleitbeschluss) am 07.07 im HFA eine „Kommunikationsschleife“ einlegen wollten und einen Drei-Stufen-Plan vorgelegten, was uns auch sinnvoll erschien.
Ein so großes 14,7 Mio-Projekt kann doch nicht der Öffentlichkeit im Rahmen von Sparmaßnahmen als ALTERNATIVLOS bekannt gegeben und im Hauruck-Verfahren durchgepeitscht werden!
Ich verstehe durchaus die Ungeduld von Herrn Maurer, wenn die nicht-öffentlichen Gespräche bereits seit seit 2019 laufen.
Die Unstimmigkeiten in den Gremien zeigten uns, dass Sie, Frau Fisauli, eher etwas bremsen wollten, was die Ratsmitglieder offensichtlich verärgerte und diese deutlich Druck aufbauten, weil sie meinten, nur wer frühzeitig Fördergelder für die „SPORTMILLIARDE“ beantrage, bekomme bis zu 45%, bei Haushaltsnotlage bis zu 75% und wenn der Topf leer sei, sei Schluss (Windhundverfahren“). Eine Nachfrage an höchster Stelle bestätigte mir, dass nicht nach dem „Windhundverfahren“ verteilt werde, die Chancen sogar eher steigen, wenn eine sorgfältige Planung vorgelegt werde. Ein Planungsfehler?
Vermutlich war bereits der erste schwerwiegende Fehler, dass man die Bürger nicht früher informiert und angehört hat zu diesem bedeutsamen Projekt. Diese Informationsveranstaltung hätte spätestens im letzten Oktober im Rahmen einer Einwohnerversammlung stattfinden müssen.
Wir Bürger haben von dieser hohen Neuverschuldung über 14,7 Mio für den Rückbau und Sanierung der Badebucht erst im Zusammenhang mit den Sparmaßnahmen für den Haushaltsbegleitbeschluss erfahren, weil man ab 2028 städtische Zuschüsse (Defizitausgleich) in Höhe von 700.000€ einsparen wollte.
Seit vielen Jahren wurde auf die Verantwortlichen für den sinnlosen Hafen geschimpft. Sicher gibt es viele Beteiligte an dem Entscheidungsprozess, aber die verbindliche Entscheidung trifft nun einmal der RAT der Stadt Wedel, was wir auch nie in Frage gestellt haben.
Auch jetzt tragen die Ratsmitglieder die VERANTWORTUNG für diese hohe Verschuldung über 30 Jahre, die unsere Kinder und Enkel noch abzahlen müssen.
Wir wollten mit unserer OpenPetition, die bewusst nicht an Sie, Frau Fisauli, sondern an den RAT gerichtet war, die Bedenken und die Wünsche unserer Unterstützerinnen und Unterstützer übermitteln und mit allen ins Gespräch kommen. Leider haben die Fraktionen auf ein Gesprächsangebot und eine Stellungnahme zu unseren Argumenten verzichtet. Stattdessen will man uns nur mitteilen in einem mit Paragraphen gefüllten Schreiben, dass unsere Petition „nicht rechtlich wirksam“ sei. Dieses Schreiben können wir als Antwort nicht akzeptieren.
Der jetzt ALTERNATIVLOS beschlossene Rückbau und Sanierung der Badebucht, in der Hoffnung auf einen utopischen Geldsegen, ist genau das Gegenteil von unserem Anliegen. Wollte man uns deshalb nicht anhören?
Der zweite Teil der Email an Frau Fisauli folgt in einer zweiten Email an Sie.