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Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
Das herrliche Sommerwetter machen mich wie viele Bürger traurig und ärgerlich, dass unser FREIBAD für immer geschlossen bleiben soll. Der neuste Artikel der SHZ über die neusten Pläne der Badebucht vermitteln den Eindruck, dass die Wünsche der Bürger und deren Sorgen wegen der hohen Kosten über 30 Jahre niemand interessieren. Selbst in der vielfältigen Wedeler Presse finden deren kritische Argumente fast kein Gehör. So muss ich mich zu den neusten Plänen, wie sie in dem SHZ Artikel von dem Geschäftsführer der Stadtwerke und der Kombibad GmbH dargestellt werden, noch einmal zu Wort melden:
Wedeler Schwimmbad: Was an der „neuen“ Badebucht anders sein soll. (SHZ 24.06.2026)
https://www.shz.de/lokales/wedel-uetersen-tornesch/artikel/wedeler-schwimmbad-was-an-der-neuen-badebucht-anders-sein-soll-508105801. Realistische Kostenkalkulation?
Die im Artikel genannte Zahl „Umbau der Badebucht 14,7 Mio€“ kann längst nicht mehr aktuell sein. Die Zahl steht schon in der Präsentation, die am 17.03.2025 im Haupt- und Finanzausschuss gehalten wurde (BV/2025/020). Planungen gab es bereits 2024 und da fiel auch schon im nicht-öffentlichen Teil die Entscheidung für die Option 4a. Inzwischen sind die Kosten für ENERGIE, BAUKOSTEN, PERSONALKOSTEN erheblich gestiegen. Interessant wäre jetzt von dem Architekturbüro zu erfahren, mit welchen Baukosten realistisch zu rechnen sein wird. (Steinberghalle!!!)2. Verringerung der Städtische Zuschüsse?
Der Umbau und die Sanierung der Badebucht wurden in den 30-Punkte-Plan des Haushaltsbegleitbeschlusses aufgenommen, weil die Stadt der Kommunalaufsicht ab 2028 eine Verringerung der jährlichen städtischen Zuschüssen um 700.000€ versprach.
Ist das realistisch, wenn die Eintrittsgelder voraussichtlich geringer werden wegen mangelnder Attraktivität als Freizeit-Bad.3. Plant die Stadt eventuell die Gelder aus dem sog. „Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität" (15,3 Mio€) zumindest teilweise zu verwenden, um die Kreditaufnahme zu verringern? Warum wird bis heute nicht ÖFFENTLICH über die Verwendung dieser 15,3 Mio€ gesprochen?
4. Weitere Fördergelder?
Nach der21fachen Uberzeichnung der Förderung bei der ersten Tranche der SPORTMILLIARDE und der hohen Verschuldung aller Kommunen, glaube ich nicht, dass die Chancen bei der zweiten Tranche größer sein werden.5. „Sichtachsen“ stören?
Ein Umbau solle die „aus ästhetischen Gründen verbauten SICHTACHSEN" aus der Entstehungszeit verschwinden lassen.
In Blankenese u.a. Hallenbädern gibt es auch keine Sichtachsen, dort gibt es sogar Türen zwischen den Becken. Dort benötigt ein Lehrschwimmbecken für Kurse keine Aufsicht durch einen Bademeister. Warum muss man wegen dieser „Sichtachsen“ das Becken für viel Geld erhöht bauen?6. Einsicht von außen ins Schwimmerbecken?
“Was immer fehlte, war die Möglichkeit, von außen in die Halle hineinzuschauen. Viele Mütter wollen beim Schwimmunterricht zugucken und standen teilweise bei Schnee und Graupelschauern draußen, weil sie sonst ihre Kinder nicht sehen konnten.“ Stattdessen soll es jetzt im Eingangsbereich Sitzmöglichkeiten und eine Glasfront in Richtung des neuen Lehrschwimmbeckens geben.“ (SHZ)
Welcher Kursteilnehmer möchte von außen Zuschauer haben? Warum müssen Eltern in Wedel den Kindern beim Schwimmunterricht zusehen? Gibt es das in anderen Bädern?
Helikopter-Eltern wird es freuen, andere möchten ihre Kinder eher vor den Blicken Fremder schützen oder? War nicht auch schon mal von Gastronomie im Eingangsbereich die Rede? Braucht ein Sportbad ein Restaurant, das die hochverschuldete Stadt bezahlt und unterhält? Dafür gibt es sicherlich keine Fördergelder!7. Ebene für Verwaltungsräume?
„Das hat auch den Vorteil, dass wir dann im Untergeschoss zusätzliche Flächen bekommen, in denen zum Beispiel Büros für die Badverwaltung und Lagerräume untergebracht werden können.“ (SHZ)
Wäre ein kleiner Anbau auf dem großen Freibadgelände oder neben dem Lehrschwimmbecken (ehemals Kleinkinderbecken) nicht preiswerter als eine zweite Ebene einzuziehen?8. Sportbad-Besucher werden älter?
“Ein Hubboden ermögliche anpassbare Wassertiefen für verschiedene Zwecke und Schwimmniveaus: „Dort sind zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten denkbar: Aquaback, Aquacycling – auch Rollstuhlfahrer können unproblematisch ins Wasser.“ Gerade mit Blick auf die jüngste Bevölkerungsprognose für Wedel sei dies perspektivisch wichtig, wenn die Stadt immer älter werde.“(SHZ)
Nun wird auch noch mit der mit Zahlen von 2023 (!!!) erstellte Bevölkerungsprognose argumentiert für den teuren „Hubboden“ im Lehrschwimmbecken. Wie werden andere Bäder behindertengerecht?Übrigens beziehen sich die bisher erhaltenen Fördergelder von 4 Mio€ nur auf den Umbau des Lehrschwimmbeckens.
Das wäre doch ein Anlass über die Planungen und Kosten neu nachzudenken, die über die ENERGETISCHE SANIERUNG und den Bau des LEHRSCHWIMMBECKENs hinausgehen!Mit freundlichen Grüßen
Rosemarie Binz-Vedder -
Liebe Unterstützer:innen einer preiswerteren Badebucht!
Wer in diesen bewegten Zeiten politische Verantwortung trägt, muss bei allen politischen Entscheidungen zum gegenwärtigen Zeitpunkt die ENERGIESICHERHEIT und die künftige Entwicklung der ENERGIE-PREISE im Blick haben, will man eine Stadt nicht ungebremst in den finanziellen Abgrund rasen lassen.Deshalb danke ich sowohl Herrn MAURER, dem Vorstand der Stadtwerke und der Kombibad GmbH als auch dem als Gast zum Energy-Talk eingeladenen langjährigen Nah-Ost-Experten MICHAEL LÜDERS für die vielen wichtigen Informationen über die gegenwärtigen ENERGIEPROBLEME.
Herr Maurer hat zu Beginn einige wichtige Schaubilder gezeigt und erklärt, in welcher neuen Gas-Abhängigkeit von USA und Norwegen sich Europa zur Zeit befindet und warum wir wegen der Schließung der Straße von Hormus ständig steigende Strompreise in Deutschland haben.
Auch wenn nicht jeder der ausführlichen Analyse der Ursachen dieser Probleme folgen mag, wie Michael Lüders diese dargestellt hat, so waren sich beide Referenten darin einig, dass Deutschland durch beide Kriege in eine schwere Energiekrise gestürzt wurde mit völlig ungewissem Ausgang. Die steigenden Gaspreise auf dem Weltmarkt sind in Europa zusätzlich durch die 15% US-Zölle auf das LNG-Gas belastet, die die USA erheben.Konsequenz für Wedel?
Als Initiatorin unserer OpenPetition „Keine Neuverschuldung für die Badebucht“ konnte ich nicht darauf verzichten auf Wedel Bezug zu nehmen und an Herrn Maurer die Frage zu stellen:
„Können wir uns in Wedel als hoch verschuldete Stadt erlauben, einen (mindestens!) 15Mio-Kredit über 30 Jahre aufzunehmen für eine Sanierung und den teuren Umbau in ein reines „Sportbad“ angesichts dieser steigenden Energiepreise und politischen Ungewissheit.
Am Ende der Veranstaltung trug ich Herrn Maurer noch weitere Fragen vor:
Müssen die Kalkulationen, die vor einem Jahr 14,7 Mio€ ergaben, nicht angepasst werden wegen steigender Baukosten (Beispiel :Steinberghalle!) und steigender Energiekosten? Herr Maurer versicherte mir, dass die Kosten nach den jetzt laufenden Verhandlungen aktualisiert werden und dann erneut dem Rat zur Entscheidung über die Kreditaufnahme vorgelegt werden. Die letzte Entscheidung über eine Kreditaufnahme falle dann jedoch die Politik.Mein Schlusswort unter das Kapitel „Badebucht“:
Ich denke, ich fasse die vielen Kommentare im Sinne unserer 856 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner richtig zusammen, wenn ich an die Ratsmitglieder, besonders die im Aufsichtsrat, erneut appelliere:
„Ja, wir möchten alle ein Frei- und Hallenbad für Kinder, Jugendliche, Senioren, Schulen und Vereine - aber nicht für jeden Preis!“
Bitte nehmen Sie sich die Stadt Pinneberg zum Vorbild, die nach der Ablehnung des Förderantrags für einen Schwimmbad-Neubau jetzt eine deutlich preiswertere Sanierung plant. (SHZ 16.05.2026)Eine letzte kritische Frage an den Rat:
1. Warum steht diese „Sportbad-Investition“ mit Abstand auf Platz 1 der Prioritätenliste bei den Investitionen des Doppelhaushaltes 2026/27?
2. Warum wurden nicht die Wünsche ALLER Bürger bei den Plänen des Umbaus einbezogen, sondern nur Vereine und Schulen?
3. Warum wurde 2014 und 2018 vorzugsweise in die Sauna und deren Ausbau investiert? Auch jetzt ist ein Ausbau der Gastronomie geplant.Ich danke allen Unterstützerinnen und Unterstützern unserer Open Petition und hoffe für uns alle auf verantwortungsbewusste Entscheidungen des Rates für eine gute Zukunft unserer Stadt!
Zum Schluss möchte ich noch einen der letzten Kommentare unter unserer Open Petition zitieren:
„Ich finde es für alle Wedeler Bürger wichtig, unser Freizeitbad mit Spassbecken und Außenanlagen zu erhalten. Besonders ist es wichtig für Kinder mit Spaß und Freude in Berühung mit Wasser zukommen und so gut zu lernen sich im Element Wasser zu bewegen, ohne Angst. Das war bisher gegeben. Ich selber schwimme regelmäßig im großen Bad. Und im Sommer habe ich die Außenanlagen genossen.Besonders für Familien die sich im Sommer keine große Reise leisten können ist es auch wichtig für sich und ihre Kinder in der Nähe, Lebensfreude genießen zu können. Gerade in diesen Zeiten!!!“Mit freundlichen Grüßen
Rosemarie Binz-Vedder
Ingrid ibendahl