Piirkond : Nürnberg
Tervis

Lasst die Schulen zu.

Petitsioon on adresseeritud
Oberbürgermeister Marcus König
1.001 toetajad 642 sees Nürnberg
Kogumine valmis
  1. Algatatud märts 2021
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Die Petition ist bereit zur Übergabe - So geht es nach den Ferien weiter

4.6.2021 10:57 kell

Hallo,

erstmals seit dem 21. Oktober 2020 ist die Inzidenz in Nürnberg unter den Wert von 50 gefallen. Das ist für Grundschulkinder ein wichtiger Wert, da die Grundschulen bereits nach 5 Tagen mit einer Inzidenz unter 50 alle Klassen wieder in voller Stärke zurück an die Schule kommen lassen.

In Nürnberg kann dies frühestens am 9. Juni, am kommenden Mittwoch geschehen, wenn die Inzidenz weiterhin unter 50 bleibt. Danach sieht es allerdings derzeit aus, denn es folgt nun das Wochenende und der Trend zeigt weiterhin nach unten, der R-Wert liegt für Nürnberg deutlich unter 1.

Ab dem 21. Juni gilt der Verzicht auf die AHA-Regeln für alle bayerischen Schulen, wenn die Inzidenz unter 100 liegt. Das Land Bayern will so alle Schüler vor den Ferien zurück in die Schulgebäude holen, obwohl die AHA-Regelungen weiterhin von der Wissenschaft ab Inzidenzen von 35 empfohlen werden: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Downloads/Stufenplan_Impfkampagne.pdf?__blob=publicationFile

Auch in dieser Aufstellung des RKI fällt auf, dass für "Zusammenkünfte in Innenräumen" sehr viel strengere Maßstäbe gelten, also für Schülerinnen und Schüler in ihren Schulen. Damit will das RKI vermutlich die Abwägung von persönlichen Gesundheitsrisiken der Kinder durch eine COVID-19-Infektion mit anderen möglichen Folgeschäden, wie Übergewicht, Vereinsamung usw. abbilden.

Nach wie vor ist die Präsenzpflicht ausgesetzt. Kinder können also zu Hause bleiben, werden dann aber nur in dem Maße mit unterrichtet wie das den jeweiligen Lehrerinnen und Lehrern möglich und manchmal auch wichtig ist. Es bleibt immer eine schwierige Abwägung, ob man sein Kind zunächst zu Hause lässt und z.B. erst wieder in die Schule schickt, wenn die erste Woche mit Pflichtest absolviert wurde oder die Inzidenz weiter gesunken ist.

Niedrige Inzidenzen bleiben der beste Schutz für alle.

Ich werde die Inzidenzen bei Kindern weiterhin engmaschig berichten, folgen Sie mir für diese Daten einfach auf Twitter. Dies ist die letzte Nachricht zu dieser Petition. Vielen Dank, dass Sie sie unterstützt haben & bleiben Sie gesund!

Beste Grüße,
Thomas Pettinger


Petition in Zeichnung - Corona-Fälle an Schulen

29.4.2021 14:34 kell

auch in den letzten Tagen machten Whatsapps unter Eltern die Runde, dass es ja nahezu keine Corona-Fälle an Schulen gab. Schon vor etwas über einem Monat hatte ich dazu eine Anfrage an die Stadt gesendet. Hier die Antwort wie viele Fälle es an unseren 57 Grundschulen, 35 Real- und Mittelschulen und 18 Gymnasien gab - immerhin, es war nicht jede Schule betroffen:

An wie vielen Nürnberger Grundschulen gab es in 2021 Corona-Fälle unter Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern oder Verwaltungsangestellten?

o An 46 Grundschulen

Wie viele Grundschülerinnen und Grundschüler waren betroffen und wie viele Schulklassen bzw. Teilgruppen waren daher in Quarantäne?

o 125 Indexfälle an Grundschulen

An wie vielen Nürnberger Mittel, Real- oder Oberschulen gab es in 2021 Corona-Fälle unter Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern oder Verwaltungsangestellten?

o 28 Mittel-und Realschulen, 15 Gymnasien

Wie viele Schülerinnen und Schüler waren betroffen und wie viele Schulklassen bzw. Teilgruppen waren daher in Quarantäne?

o Indexfälle: 109 an Mittel- und Realschulen, 73 an Gymnasien

An wie vielen Nürnberger Kitas gab es in 2021 Corona-Fälle unter den Kindern, Erzieherinnen und Erziehern oder Angestellten?

o 137 Kindertagesstätten (inkl. Hort) mit 291 Indexfällen

So war der Stadt am 21. April 2021.

Ich denke dieses Ausmaß zu kennen ist ganz hilfreich, wenn man sich über Test- und Schutzmaßnahmen Gedanken macht.

Sicherster Schutz ist eine sehr niedrige Inzidenz. Daher habe ich die NoCovid Modellregion Nürnberg initiiert. Mehr Informationen zu unserem Konzept und den Beteiligungsmöglichkeiten finden Sie auf unserer neuen Website:

nbg.nocovid-modellregion.de

Für Interessierte aus dem Bereich Kultur, Vereine, Museen, etc. bieten wir Sonntag und Dienstag um 18:00 Uhr Workshops dazu an.

Bleiben Sie gesund!

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Pettinger


Petition in Zeichnung - Corona-Lage in Nürnberg

18.4.2021 11:35 kell

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

In Nürnberg ist die Inzidenz heute auf 231, 1 gestiegen. Die Fallzahl ist nach wie vor bei den Kindern am Höchsten. Nur durch die verpflichtende Tests bei den Schulkindern wird das nun erstmals realistisch erfasst. Es ist schlimm wie stark das Infektionsgeschehen ist und dass wir das bisher gar nicht gesehen haben. Die Inzidenz in der aktuellen Woche ist bei den älteren Oberschülern, also den Kindern die in die Abschlussklassen (+11.) auf bisher 365 gestiegen, noch fehlen aber zwei Meldetage. (Grundschulkinder: 248, junge Oberschüler: 232).

Wenn Sie mir auf Twitter (@KI_in_med) folgen, bekommen Sie immer am Dienstag oder Mittwoch dort von mir die aktuellen Zahlen der ganzen Vorwoche.

Haben Sie ein paar Kerzen, die Sie nicht brauchen, dann machen Sie doch einen kleinen Spaziergang zu Ihrem Rathaus und bringen diese dort hin. Unter dem Motto "#einkerzen" tun das Bürger*innen in ganz Deutschland und folgen so zwar dem Aufruf zum Gedenken an die Corona-Toten, bringen die Kerzen mit dem Satz "Zündet Eure Kerzen selber an" aber zu denen, die für die große Zahl an Todesfällen durch Zögern und derzeitige Untätigkeit verantwortlich sind. Ich habe hier einen Bericht zu dieser Aktion gefunden.

www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_89865600/aus-wut-kerzenberge-fuer-die-politik-zuendet-sie-doch-selbst-an-.html

Vielleicht haben Sie in der Zeitung gelesen, dass ich gemeinsam mit einigen Mitstreitern in der ganzen Region zu einzigen sinnvollen Modellprojekt in Bayern aufrufe, der NoCovid-Modellregion Nürnberg. Wir haben ein Konzept entwickelt für lokale Entscheider, wie wir am schnellsten die Inzidenz senken können. Erlangen mit seinem OB Herrn Janik ist dabei, Fürth wohl auch, wenn die anderen dabei sind, und mit Nürnberg sprechen wir in dieser Woche. Aber auch in Ansbach, Neumarkt, Forchheim gibt es Unterstützer über alle Parteien hinweg. Damit das wirklich funktioniert brauchen wir aber nicht nur politische Entscheidungen, sondern auch Unterstützung von Unternehmen, Kultureinrichtungen, Vereinen und Verbänden. Wenn Sie mich hier mit Kontakten unterstützen können, schreiben Sie mir bitte, es ist für unsere Region wirklich wichtig.

Hier ein PDF des Kurzkonzepts: medizinische-intelligenz.de/wp-content/uploads/2021/04/NoCovid_Modellregion_Nuernberg_Kurzvorstellung.pdf

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Sonntag, bleiben Sie bitte gesund!
Thomas Pettinger


Petition in Zeichnung - Schulunterricht nach den Osterferien

11.4.2021 13:32 kell

Liebe Eltern,

Ich möchte die Diskussion um offene oder geschlossene Schulen gerne in einen etwas größeren Rahmen stellen und habe daher gemeinsam mit einigen Mitstreitern ein Konzept für eine NoCovid Modellregion Nürnberg entwickelt. Wie sie vermutlich gelesen haben, haben fast alle Kommunen großes Interesse gezeigt, mit Modellprojekten bei hoher Inzidenz einzelne Öffnungen auszuprobieren. Das ist überall in Deutschland so und war dort wo man es probierte nicht erfolgreich, weil die Inzidenzen zum Teil massiv stiegen.

Die Idee ist nun, einen anderen Weg zu gehen und ein Modellprojekt zu initiieren, bei dem zunächst alle Kraft in das Senken der Inzidenzen gesteckt wird. Dieses Konzept stelle ich heute Abend vor.

Sie hatten bei der Unterzeichnung angegeben, dass sie die auch an Aktionen teilnehmen wollen. Daher lade ich Sie gerne zur dieser Vorstellung heute abend, am Sonntag 11.4.2021 um 19:00 Uhr ein. Wenn Sie teilnehmen wollen, antworten sie kurz auf diese E-Mail, ich schicke Ihnen anschließend den Link zur Teams-Konferenz.

Beste Grüße,
Thomas Pettinger


Petition in Zeichnung - Schulunterricht nach den Osterferien

9.4.2021 17:31 kell

Liebe Eltern,

nach Ostern beginnt nun für die Schülerinnen und Schüler wieder der Unterricht in den Schulhäusern. Da wir am Freitag in Nürnberg eine Inzidenz über 100 hatten, gilt ab Montag folgendes:

Abschlussklassen aller Schularten sind im Wechselunterricht, sowie die 11. Klassen der Gymnasien
Alle anderen Schüler*innen sind im Distanzunterricht

Die Grundschüler kehren also in die Schulgebäude zurück bei einer Inzidenz von 248 in deren Altersgruppe in KW13, der höchste Wert aller Altersgruppen und der höchste in diesem Jahr.

Diese Schüler*innen sind verpflichtet einen aktuellen Schnelltest vorzulegen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Ich empfehle Ihnen daher, für Kinder die am Montag in die Schule gehen, am Montag morgen einen Test in einem Testzentrum durchführen zu lassen. Das Testsetting an der Schule mit einem gemeinsamen Test im Gruppenverband bei dem alle Schüler ihre Maske abnehmen halte ich aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr bei der britischen Virusvariante B1.1.7 für sehr risikoreich.

Das gesamte Testregime ist besser als keine Tests, aber aus Daten aus Österreich wissen wir, dass auch drei Schnelltests pro Woche die Ausbreitung der Infektionen nicht eindämmen konnten. Es wurden lediglich deutlich mehr infizierte Kinder gefunden, als man nach bisherigen Erklärungen von Bildungspolitikern erwarten durfte.

Sowohl Hygienepläne, als auch die Testkonzepte wurden an das geänderte Verhalten der Virus-Mutationen nicht ausreichend angepasst. Im Rahmen der NoCovid-Strategie haben wir daher einen Konzeptvorschlag für sicheren Schulbetrieb vorgelegt. Wenn Sie möchten können Sie hier mehr dazu lesen: medizinische-intelligenz.de/2021/04/05/nocovid-modellregion-nuernberg-baustein-schule/

Am 14. April wird es einen weiteren Elterndialog mit OB Marcus König geben, ich rechne aber weiterhin nicht damit, dass die Stadt einen von der Linie des Landes Bayern abweichenden Kurs in der Schulpolitik einschlagen kann.

Wenn Sie selbst zur Eindämmung beitragen wollen, testen Sie Ihr Kind/Ihre Kinder morgen in deinem der Testzentren in der Stadt. Wie man an den Inzidenzwerten sieht, gab es die meisten positiven Ergebnisse in den beiden Wochen in denen erstmals an Schulen getestet wurde und dann direkt vor Ostern, als viele Familien sich freiwillig testen ließen, um Familienbesuche sicherer zu machen. Auch bei vollkommen asymptomatischen Kindern gibt es also die Möglichkeit einer unerkannten Infektion.

Bitte sprechen Sie mit Ihren Kindern über die Testsituation, ich habe im persönlichen Umfeld eigentlich nur erlebt, dass Sorge und Mitgefühl bei positiven Testergebnissen geäußert wurden. Allen war klar, dass für eine Infektion niemand verantwortlich ist. Kinder müssen in ihrer Schullaufbahn immer wieder auch mit negativen Erfahrungen umgehen lernen und wie schreibt es der Rektor unserer Schule: "...sie schaffen das auch."

In diesem Sinne bleiben Sie gesund.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Pettinger

PS: Wenn Sie sich im Rahmen der NoCovid Modellregion Nürnberg für eine schnelles Absenken der Inzidenzen in unserer Region einsetzen wollen, schreiben Sie mir gerne. Wir suchen engagierte Mitstreiter*innen, die z.B. Kontakt zu Firmen, Gaststätten oder Kulturschaffenden herstellen könnten, mit denen wir diese Strategie umsetzen wollen, wenn die Politik schon nicht handelt.


Schule nach Ostern

9.4.2021 17:29 kell

Liebe Eltern,

nach Ostern beginnt nun für die Schülerinnen und Schüler wieder der Unterricht in den Schulhäusern. Da wir am Freitag in Nürnberg eine Inzidenz über 100 hatten, gilt ab Montag folgendes:

Abschlussklassen aller Schularten sind im Wechselunterricht, sowie die 11. Klassen der Gymnasien
Alle anderen Schüler*innen sind im Distanzunterricht

Die Grundschüler kehren also in die Schulgebäude zurück bei einer Inzidenz von 248 in deren Altersgruppe in KW13, der höchste Wert aller Altersgruppen und der höchste in diesem Jahr.

Diese Schüler*innen sind verpflichtet einen aktuellen Schnelltest vorzulegen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Ich empfehle Ihnen daher, für Kinder die am Montag in die Schule gehen, am Montag morgen einen Test in einem Testzentrum durchführen zu lassen. Das Testsetting an der Schule mit einem gemeinsamen Test im Gruppenverband bei dem alle Schüler ihre Maske abnehmen halte ich aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr bei der britischen Virusvariante B1.1.7 für sehr risikoreich.

Das gesamte Testregime ist besser als keine Tests, aber aus Daten aus Österreich wissen wir, dass auch drei Schnelltests pro Woche die Ausbreitung der Infektionen nicht eindämmen konnten. Es wurden lediglich deutlich mehr infizierte Kinder gefunden, als man nach bisherigen Erklärungen von Bildungspolitikern erwarten durfte.

Sowohl Hygienepläne, als auch die Testkonzepte wurden an das geänderte Verhalten der Virus-Mutationen nicht ausreichend angepasst. Im Rahmen der NoCovid-Strategie haben wir daher einen Konzeptvorschlag für sicheren Schulbetrieb vorgelegt. Wenn Sie möchten können Sie hier mehr dazu lesen: medizinische-intelligenz.de/2021/04/05/nocovid-modellregion-nuernberg-baustein-schule/

Am 14. April wird es einen weiteren Elterndialog mit OB Marcus König geben, ich rechne aber weiterhin nicht damit, dass die Stadt einen von der Linie des Landes Bayern abweichenden Kurs in der Schulpolitik einschlagen kann.

Wenn Sie selbst zur Eindämmung beitragen wollen, testen Sie Ihr Kind/Ihre Kinder morgen in deinem der Testzentren in der Stadt. Wie man an den Inzidenzwerten sieht, gab es die meisten positiven Ergebnisse in den beiden Wochen in denen erstmals an Schulen getestet wurde und dann direkt vor Ostern, als viele Familien sich freiwillig testen ließen, um Familienbesuche sicherer zu machen. Auch bei vollkommen asymptomatischen Kindern gibt es also die Möglichkeit einer unerkannten Infektion.

Bitte sprechen Sie mit Ihren Kindern über die Testsituation, ich habe im persönlichen Umfeld eigentlich nur erlebt, dass Sorge und Mitgefühl bei positiven Testergebnissen geäußert wurden. Allen war klar, dass für eine Infektion niemand verantwortlich ist. Kinder müssen in ihrer Schullaufbahn immer wieder auch mit negativen Erfahrungen umgehen lernen und wie schreibt es der Rektor unserer Schule: "...sie schaffen das auch."

In diesem Sinne bleiben Sie gesund.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Pettinger

PS: Wenn Sie sich im Rahmen der NoCovid Modellregion Nürnberg für eine schnelles Absenken der Inzidenzen in unserer Region einsetzen wollen, schreiben Sie mir gerne. Wir suchen engagierte Mitstreiter*innen, die z.B. Kontakt zu Firmen, Gaststätten oder Kulturschaffenden herstellen könnten, mit denen wir diese Strategie umsetzen wollen, wenn die Politik schon nicht handelt.


Petition in Zeichnung - Elterndialog mit OB Marcus König

18.3.2021 07:50 kell

Liebe Unterstützerinnen,
Liebe Unterstützer,

gestern gab es in Nürnberg eine Mahnwache der Initiative Familien, einer bundesweit aktiven Lobbygruppe, die Elterninitiativen vor Ort unterstützt, um Schulöffnungen unabhängig von der Inzidenz zu fordern (mehr Hintergründe lest Ihr z.B. hier uebermedien.de/57363/wer-und-was-steckt-hinter-der-initiative-familien-in-der-krise/ ). Das BR-Fernsehen berichtete darüber, ich durfte einige Sekunden sagen, dass das derzeit einfach nicht geht.

Am Abend gab es nun ein Gespräch mit Nürnberger Eltern, zu dem ich als Initiator einer "Petition der Gegenseite" auch eingeladen wurde. Der wichtigste Punkt für mich: Das Infektionsgeschehen und auch die rechtlichen Rahmenbedingungen in der 12. bay. IfSMV lassen es für die Stadt nicht zu, im Augenblick die Schulen zu öffnen. Die Schulen bleiben nun bis nach Ostern im Distanzunterricht (keine Sorge: Ferien bleiben Ferien).

Die Stadt war hochrangig vertreten, auch die offiziellen Vertreter der Elternverbände in Nürnberg waren dabei. Dass die Kinder von der Stadt nicht gesehen werden, konnten die Vertreterinnen und Vertreter schon allein dadurch widerlegen, dass sie selber fast durchgängig auch betroffene Eltern waren: auch eine Referentin muss ihrem Kind während einer abendlichen Videokonferenz gute Nacht sagen und kann nicht einfach den fremden Leuten etwas zu Corona erklären oder der Oberbürgermeister hat im Homeschooling gerade gelernt was ein Schleichdiktat ist.

Die Stadt selbst war natürlich überwiegend der Meinung, dass sie bereits sehr viel getan hat, um sicheren Schulbetrieb während der Pandemie zu ermöglichen. So seien 300 Luftfilter für schlecht belüftbare Räume angeschafft worden und eine Testkonzept erstellt worden, dass im Vergleich zu vielen anderen Kommunen sehr weit sei. Auch gebe es nun neben Glasfaseranschlüssen an den Schulen auch schnelles WLAN, um Lernräume für Schüler*innen anbieten zu können, wenn diese zu Haus z.B. kein Internet haben. Leihgeräte gäbe es seit langem, die Verteilung laufe gut, wo es hapert, könne man sich immer an das dem Referat IV der Stadt wenden, dort finde man immer schnell eine Lösung, erklärte die Schulreferentin Cornelia Trinkl.

Dennoch konnten alle teilnehmende Eltern sehr individuelle Dinge schildern, die nicht gut laufen. 2000 Tests in einer Schule, die einfach ankommen ohne Personal, das die Tests überhaupt durchführen kann. Am Ende hat der Mann einer Mutter, der zufällig Arzt ist, die Tests spontan durchgeführt. Andere Tests scheiterten an der fehlenden Kostenübernahme durch die KVB. Man sieht kopflose Schulöffnungen auf solcher Basis, wären trotz eines guten theoretischen Konzepts riskant.

Ein Elternvertreter berichtete, von einem gerade leider verstorbenen Elternteil, einem Umstand hinter den für ihn dann die meisten anderen Sorgen zurücktreten, denn das Lernen könne man wieder aufnehmen, dieses Leben komme nicht zurück.

Der Klinikchef des Klinikums Nürnberg Prof. Dr. Achim Jockwick machte in der Videokonferenz mit Nürnberger Eltern in einem eindringlichen Statement klar, dass er auf die Aussagen von Christian Drosten vertraue, der mit seinen Einschätzungen bisher richtig gelegen habe und wir uns in der Stadt nun in der Dritten Welle befinden.

Der Leidensdruck im Klinikum insbesondere bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sei nach einem Jahr Pandemie sehr hoch, man sei froh um jeden, der sich nicht infiziere und nicht im Klinikum behandelt werden müsse. Es sei sehr wichtig alles zu tun, die Inzidenz zu senken. Er unterstützt daher ausdrücklich eine vorsichtige Position, insbesondere auch aufgrund des heterogenen Stimmungslage in dieser Elternrunde.

Leider hat er recht. Heute steigt die Fallzahl in Nürnberg erstmals über 25.000, damit sind knapp 5% der Nürnberger Bürger*innen bisher an Corona erkrankt. Die Fallzahlen steigen deutlich: Heute um 148 Fälle. Im Durchschnitt der letzten 7 Tage gab es pro Tag 107 neue Fälle, noch vor einer Woche lag dieser Wert bei 70. Wenn Sie in der Stadt unterwegs sind, liegt das Risiko sich zu infizieren derzeit rechnerisch bei 1:158, wobei Sie die 1 durch die Zahl der täglichen Kontakte, die Sie haben, ersetzen müssen.

Daher habe ich nochmal klar gefordert: Schulen müssen bei hoher Inzidenz geschlossen bleiben, nur dann sanken in Nürnberg die Zahlen. Wenn die Lage Distanzunterricht gebietet, müssen wir diesen weiter verbessern und die bekannten Schwachstellen abstellen. Wir benötigen ein Testkonzept und eine Reihentestung aller Schüler*innen vor einer Wiederaufnahme des Schulbetriebs. Am besten wird allen eine Selbsttest nach Hause geschickt, den man am Tag vor der geplanten Schulöffnung mit Präsenz durchführt. In den Schulen brauchen wir kinderfreundliche Testverfahren wie die Gurgeltests für ein regelmäßiges Testen der ganzen Gruppe und einen deutlichen Fortschritt bei den Impfungen unter den Lehrkräften.

Bleiben Sie gesund!
Beste Grüße,
Thomas Pettinger


Petition in Zeichnung

15.3.2021 10:23 kell

Liebe Unterstützerinnen,
Liebe Unterstützer,

nachdem gestern bereits auf nordbaern.de über meine Petition berichtet wurde, findet sich heute in der gedruckten Zeitung der Nürnberger Nachrichten ein kurzer Artikel über beide Petitionen zu Schulöffnungen und dabei auch recht ausführlich zu meinem Appell an Oberbürgermeister Marcus König.

Marcus König hatte sich bereits am Sonntag Morgen mit mir in Verbindung gesetzt und mich nun ebenfalls zu dem geplanten Dialog zu den Schulen eingeladen, also nur wenige Stunden nachdem die Petition online war, hat der Oberbürgermeister persönlich reagiert. In Sachen Bürgerdialog ist er dort wirklich auf Zack.

Ich habe die Kommentare zur Petition ausgewertet und werde Eure Sicht, die durchgängig guten Gesundheitsschutz für die Kinder und Vorsicht bei Öffnungsschritten fordert, mit in das Gespräch einbringen.

Leider geben uns aber auch die aktuellen Zahlen recht: In Nürnberg sind bis heute 24817 Bürger*innen an COVID-19 erkrankt, 3,27% davon, 812 Menschen in der Stadt, starben deswegen. Das RKI hat die Inzidenz vom 12.März von 100,3 auf 101,5 korrigiert, heute liegt die Inzidenz in der Stadt vorläufig bei 116,1 und in den Altersgruppen der Schulkinder sieht es nicht gut aus:

Die Inzidenzen bei Kindern sind durchgängig stark angestiegen, einen Effekt, den wir aus Ländern, in denen sich die britische Corona-Virus-Mutante B1.1.7 bereits früher verbreitet hatte, kennen:

Kita-Kinder 0-4: von 53 auf 93
Grundschulkinder 5-9: von 100 auf 196
junge Oberschüler 10-14: von 138 auf 242
ältere Oberschüler/Berufsschüler 15-19: von 141 auf 163.

Das sind alarmierende Werte bei den Inzidenzen, auch wenn die Fallzahlen dahinter im mittleren zweistelligen Bereich liegen.

In diesem Sinne ein kurzes Update, passt gut auf Euch auf und bleibt gesund!

Beste Grüße,
Thomas Pettinger

PS: Ich bin ja nicht in der CDU und bekomme daher auch keine Provision. Für mein Grundschulkind habe ich diese kleinen FFP2-Masken für Kinder besorgt:
albstoffe-protectme.de/collections/ffp2-masken/products/hochwertige-ffp2-maske-fur-kinder


Änderungen an der Petition

15.3.2021 07:07 kell

Inzidenzwert für Grundschulkinder mit den neuesten Zahlen für die KW10 von 172 auf 196 korrigiert.


Neue Begründung:

Nürnberg hat die Pandemie bisher von den deutschen Großstädten am schlechtesten gemeistert. Fast während der ganzen 2. Welle war die Inzidenz in der Stadt höher, als in jeder anderen deutschen Großstadt mit über 500.000 Einwohner*innen.

Jetzt steigen die Fallzahlen wieder deutlich an. In der Stadt Nürnberg vor allem in den Altersgruppen der Kindern, die auch in der KW10 in der Stadt wieder die höchsten Inzidenzen aller Altersgruppen aufweisen. Die Inzidenz bei Grundschulkindern beträgt in KW10 bereits mindestens 172.196.

Die Experten sind sich einig, einen sicheren Präsenzunterricht für Kinder kann es bei dieser Ausgangslage nicht geben. Dieser wäre nicht nur vom ständigen Lüften unterbrochen, auch tagelange Unterbrechungen durch Quarantäne gehören dann zu den Belastungen, die wir unseren Kindern aufbürden, verbunden mit der ständigen Angst der Kinder, dass sie ihre Eltern oder Großeltern mit dem Virus anstecken oder dass sie selbst schwer erkranken.

Vertrauen wir auf die Wissenschaft: Leitbild für die sichere Beschulung sollte daher ein Konzept einer Toolbox sein, um gleichermaßen den Schutz von Bildung und Gesundheit in der Corona-Pandemie zu gewährleisten:

nocovid-europe.eu/assets/doc/nocovid_bildung.pdf

Hier einige Auszüge:

Auch wenn das Risiko schwerer Krankheitsverläufe und langfristiger Folgeschäden einer COVID-19 Erkrankung bei jungen Menschen statistisch geringer ist als bei älteren Menschen, kommen sowohl schwere Verläufe (z. B. das multisystemische inflammatorische Syndrom, MIS-C) als auch längerfristige Gesundheitsfolgen (so genanntes Long Covid) bei Kindern und jungen Menschen vor (Davis et al, The Lancet Child & Adolescent Health 2020). Zudem gibt es viele Kinder und Jugendliche, die aufgrund von Vorerkrankungen oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen selbst ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf tragen oder die mit Personen zusammenleben, die einer vulnerablen Risikogruppe angehören (z. B. Geschwister, Eltern, Großeltern). Öffnen Kitas und Schulen bei hohem Infektionsgeschehen und ohne ausreichende Maßnahmen des Gesundheitsschutzes, kann dies zu vermehrten Krankheitsfällen in den Einrichtungen sowie großflächigen und wiederkehrenden Quarantänisierungen führen: Jede infizierte Person schickt ein Vielfaches an Kindern und Erwachsenen in Quarantäne. Quarantänemaßnahmen können Familien stärker belasten als strukturierte, planbare Lockdowns (Prati et al, Psychological Medicine 2021; Schlack et al, J. Health Monitoring 2020; Graber et al, Child Care Health Development 2020; Henseler et al, Eur. Arch. Psychiatry Clin. Neuroscience 2020). Fast 30% aller Quarantänen mit Kindern verlaufen kritisch. Weil sie plötzlich verhängt werden und verhältnismäßig lange dauern, können Quarantänemaßnahmen auch für die Wirtschaft negative Folgen haben.

Infektionsepidemiologisch spielen Schulen eine besondere Rolle, da Kinder und Jugendliche in der Schule Familiencluster verbinden. Schulen können dabei als Infektionsdrehkreuz fungieren, über das Infektionen in andere Familien und über diese in weitere berufliche und soziale Netzwerke gelangen. Aus verschiedenen Studien zur Analyse von Kontaktnetzwerken (Granovetter, American Journal of Sociology 1973; Karsai, et al., Nature Scientific Reports 2014; Nadini, et al., Nature Scientific Reports 2017) ist bekannt, dass selbst ein geringes Infektionsgeschehen innerhalb der Schulen das Infektionsgeschehen außerhalb der Schulen verstärkt (“Strength-of-Weak-Ties-Effekt”) – Schulen können deshalb indirekt zu verteilten Superspreading-Ereignissen führen (Stopczynski, PLoSONE 2014; Stehle, PLoSONE 2011). Diese Effekte werden durch die speziellen strukturellen Eigenschaften der Kontaktnetzwerke zwischen Schule und Familien erklärt (Maier et al., Journal of Complex Networks 2019) und können nicht allein aus kontextbasierten Inzidenzwerten abgeleitet werden.

Der größtmögliche Schutz der Gesundheit von Kindern, Familien und des Personals der Bildungseinrichtungen ist daher auch in Nürnberg unbedingt anzustreben.


Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 567 (0 in Nürnberg)


Bericht bei nordbayern.de

14.3.2021 19:52 kell

Bei der Online-Plattform der Nürnberger Nachrichten / Nürnberger Zeitung ist eine Bericht über diesen Appell erschienen:

www.nordbayern.de/region/nuernberg/vater-aus-nurnberg-startet-appell-lasst-die-schulen-geschlossen-1.10918497

Ab und an wurde das auf Twitter direkt gefordert, um einen Ausgleich zur Schul-Öffnungs-Petition zu erwirken. Ich habe diese Petition absichtlich als Appell bezeichnet, da ich keinen Wettstreit der Petitionen anstrebe. Es soll nicht die Sorge von einen Eltern mit den Sorgen der anderen aufgewogen werden.
Wichtig ist mir, dass diese Positionen wahrgenommen werden und Entscheidungen auch auf den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen aufbauen, weniger auf einem Bauchgefühl oder Stammtischparolen.

Beste Grüße,
Thomas


Selle teema kohta lähemalt Tervis

Aidake tugevdada kodanikuosalust. Tahame teha Teie mured kuuldavaks, jäädes samas iseseisvaks.

Annetage nüüd