• Die Petition wurde eingereicht

    at 11 Jan 2021 21:40

    PRESSEMITTEILUNG 11-01-21 - Der Rechtsfall Manfred Genditzki
    Erwiderung zum Entscheid des Landgericht München I steht noch aus

    Sehr geehrte Petentinnen,
    sehr geehrte Petenten,

    die Begründung der Beschwerde der RA Regina Rick zum ablehnenden Bescheid des Landgericht München I vom 02.12.2020 ist in Arbeit.

    Wir werden die Begründung möglichst umfänglich veröffentlichen, um Sie, die Journalisten und Unterstützer, möglichst ausführlich über beide Argumente zu informieren.

    Vielleicht dürfen wir Sie noch auf einen weiteren TV Bericht (SPIEGEL TV) zum Rechtsfall Manfred Genditzki aufmerksam machen, in dem auch der Strafrechtlicher Gerhard Strate aus Hamburg klare Worte findet:
    www.spiegel.de/panorama/spiegel-tv-vom-14-12-2020-corona-verstoesse-vor-gericht-skandaloese-putenmasthaltung-mutmasslicher-moerder-manfred-genditzki-a-cadcc16f-cb59-43b5-ae0a-71a2e28310e9
    SPIEGEL TV vom 14.12.2020, ab Minute 22.20

    Wir werden Sie über die weitere Entwicklung im Rechtsfall Manfred Genditzki
    auf dem Laufenden halten.

    Ihnen mit bestem Gruß und Dank für Ihre Unterstützung

    Stanislaus Benecke

    Hinweis:

    Website zu Manfred Genditzki
    www.manfred-genditzki.eu

    Online Petition zu Manfred Genditzki (zum 31.12.2019 beendet):
    www.openpetition.de/petition/online/lebenslang-unschuldig-eingesperrt-ihr-appell-an-den-bayerischen-justizminister

    Anlage - /

    Stanislaus Benecke
    Unertlstraße 17
    80803 München
    Phone +49(0)89-37919498
    stanislaus.benecke@ben

  • Die Petition wurde eingereicht

    at 13 Dec 2020 16:27

    PRESSEMITTEILUNG 14-12-20 - Der Rechtsfall Manfred Genditzki.
    Beschwerde-Einreichung gegen die Entscheidung des Landgericht München I

    Sehr geehrte Petent/en*innen,
    sehr geehrte Unterstützer*innen,

    die Rechtsanwältin Regina Rick hat sofortige Beschwerde beim Landgericht München I gegen die Ablehnung der Annahme des Antrages auf Verfahrenswiederaufnahme eingelegt. Die Begründung der Beschwerde wird in den kommenden vier Wochen nach Akteneinsicht nachgeliefert. Die Entscheidung hierzu wird beim OLG München fallen.

    Im positiven Falle hebt das OLG München auf Basis der Beschwerde die Entscheidung des LGM I auf, dann muss das Landgericht München I die Wiederaufnahme zulassen.

    Im negativen Fall verwirft das OLG die Argumentation der Beschwerde, dann kann nur noch Verfassungsbeschwerde erhoben werden.

    Ist diese erfolgreich, muss das LGM I die Wiederaufnahme zulassen.

    Ist auch das Ergebnis der Wiederaufnahme negativ, bleibt nur noch die Beschwerde zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte als juristischer Weg offen.

    Hierzu ist allerdings zu sagen, dass schon das Verfassungsgericht oft Jahre braucht um zu entscheiden. Noch länger würde es dauern, bis der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entscheidet. Manfred Genditzki sitzt jetzt bereits seit 12 Jahren in Haft.

    Wir werden Sie über die weitere Entwicklung im Rechtsfall Manfred Genditzki
    auf dem Laufenden halten.

    Ihnen mit bestem Gruß und Dank für Ihre Unterstützung

    Stanislaus Benecke

  • Die Petition wurde eingereicht

    at 04 Dec 2020 19:55

    PRESSEMITTEILUNG 06-12-20 - Der Rechtsfall Manfred Genditzki
    Das Landgericht München I entschied am 02-12-2020:
    Ein Wiederaufnahmeverfahren ist nicht zulässig.

    Sehr geehrte Petent*en*innen,
    sehr geehrte Unterstützer*innen,

    fast 18 Monate nach Einreichung des - durch neue Beweismittel wohlbegründeten - Antrags auf Verfahrenswiederaufnahme im Rechtsfall Manfred Genditzki, hat das Landgericht München I nun entschieden, den Antrag abzulehnen.

    Die Begründung des Landgerichts München I ist z.Z. nicht für Veröffentlichungen frei gegeben.

    Das Landgericht München I verweist in der Begründung explizit darauf, dass zum Wohle der Rechtssicherheit nur in ganz begrenztem Umfang und aufgrund von neuer Argumentation und neuen Beweismitteln das Infragestellen einer einmal beschlossenen Verurteilung überhaupt zulässig ist.

    Weiter argumentiert das Gericht, dass, wenn die Verurteilung allein auf Indizien beruht*, das Gericht neue Beweismittel oder Tatsachen, die die Begründung des Urteils in Frage stellen, als gering erachten kann.
    *(wie im Rechtsfall Manfred Genditzki geschehen. Indizien sind weder Beweise noch Tatsachen, sondern mehr oder minder plausible Ableitungen einer Möglichkeit)

    Mit anderen Worten:

    1. Die Rechtssicherheit - aber vielmehr damit einhergehend - die Unangreifbarkeit des Gerichts ist wichtiger als einem Menschen gerecht zu werden.

    2. Indizien werden rechtlich in ihrer Bedeutsamkeit höher eingestuft als neue Beweise und Tatsachen. Und auch hier bedeutet das: die Meinung, die Ansicht des Gerichts ist höher zu bewerten, als neue Beweise und Tatsachen.

    Frau RA Regina Rick wird das Rechtsmittel der „sofortigen Beschwerde“ einlegen.

    Wir werden Sie über die weitere Entwicklung im Rechtsfall Manfred Genditzki
    auf dem Laufenden halten.

    Ihnen mit bestem Gruß und Dank für Ihre Unterstützung

    Stanislaus Benecke

  • Die Petition wurde eingereicht

    at 02 Dec 2020 07:57

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    PRESSEMITTEILUNG 02-12-20 - Der Rechtsfall Manfred Genditzki
    Seit nunmehr 17 Monaten steht eine Antwort des Landgerichts München I auf den Antrag zur Verfahrenswiederaufnahme aus

    Sehr geehrte Petenten,

    gegen das Vergessen antreten:
    Das ist das Anliegen der aktuellen Pressemitteilung - denn seit nunmehr 17 Monaten steht die Antwort des Landgerichts München I auf den Antrag zur Verfahrenswiederaufnahme aus.

    Es könnte so einfach sein, für mehr Gerechtigkeit zu sorgen, wenn die deutsche Justiz sich Selbstreflektion und die Frage erlauben würde, ob sie denn wirklich immer alles richtig entscheidet.

    Clausing* schrieb hierzu in einem Aufsatz:

    „Ein Blick auf die angelsächsische Rechtsprechung hilft hier weiter.
    In den USA und in Großbritannien gibt es immer wieder Freisprüche nach langer Haft.
    In diesen Ländern wurden (…) in den letzten Jahrzehnten (vor allem als Folge des Aufkommens von DNA-Nachweisen) neue Abteilungen der Staatsanwaltschaft eingerichtet, welche ausschließlich mit der Überprüfung von rechtskräftig gewordenen Strafurteilen befasst sind.

    In England gibt es seit 1997 die Criminal Cases Review Commission (CCRC):
    "Wir untersuchen potentielle Justizirrtümer und fördern dadurch das Vertrauen der Öffentlichkeit in das Justizsystem", heißt es auf ihrer Webseite. Die Kommission hat einen Millionenetat, beschäftigt etwa 40 Juristen und kann Gerichten die Wiederaufnahme längst abgeschlossener Fälle auferlegen.

    In den USA unterhalten etwa 50 Gerichtsbezirke eigene Staatsanwaltschaften mit vergleichbaren Kompetenzen, oft Conviction Integrity Unit genannt. Sie sind in den letzten zwanzig Jahren entstanden, noch immer werden neue gegründet. Hunderte zu Unrecht Verurteilter verdanken ihnen ihre Freilassung.“

    Das ist Selbstreflektion, wie sie dem deutschen Justizsystem gut zu Gesicht stünde.

    Ihnen mit bestem Gruß und Dank für Ihre Unterstützung

    Stanislaus Benecke

    *Prof. Dr. Achim Clausing, Münster, „Gehe in das Gefängnis! – Justiz ohne Fehlerkultur“

  • Die Petition wurde eingereicht

    at 03 Nov 2020 07:26

    PRESSEMITTEILUNG 03-11-20 - Der Rechtsfall Manfred Genditzki
    Seit nunmehr 16 Monaten steht eine Antwort des Landgericht München I auf den Antrag zur Verfahrenswiederaufnahme aus.

    Sehr geehrte Journalist/en/innen,
    sehr geehrte Unterstützer/innen,

    gegen das Vergessen:
    dass ist das Anliegen der aktuellen Pressemitteilungen und darauf hinzuweisen, dass nunmehr seit 16 Monaten eine Antwort des Landgerichts München I zum Antrag der Verfahrenswiederaufnahme aussteht.

    Der Satz von Ruth Bader Ginsburg, von 1993 bis 2020 Beisitzende Richterin am Supreme Court der Vereinigten Staaten steht auch für die Hoffnung, dass sich die Justiz aus der Justiz heraus entwickelt und verändert

    „Ich glaube, wir lernen aus unseren Fehlern:
    diese Fehler werden wir nie wieder machen…
    Natürlich ist Sicherheit wichtig, aber es gilt, unsere individuellen Freiheitsrechte zu schützen. Sonst sind wir nicht besser als die Mächte, gegen die wir kämpfen.“
    Ruth Bader Ginsburg, University of Colorado Law School , 19-09-2012

    Das ist auch die Hoffnung an die Bayerische Justiz!

    Ihnen mit bestem Gruß und Dank für Ihre Unterstützung,

    Stanislaus Benecke

    Hinweis:

    Anbei finden Sie alle aktuellen Pod-Casts zum Rechtsfall Manfred Genditzki:

    09-08-2020 Nadja Malak: Die Spur der Täter - Der True Crime Podcast
    Unfall oder Mord? Mysteriöser Todesfall in der Badewanne
    audiothek.ardmediathek.de/items/70498808

    06-08-2020 Laura Wohlers & Paulina Krasa
    www.funk.net/channel/mordlust-12008/52-im-zweifel-ueber-bord-1703482

    19-08-20 „Funkstreifzug“ - Der Fall Genditzki: Unschuldig hinter Gittern?
    www.br.de/mediathek/podcast/der-funkstreifzug/der-fall-genditzki-unschuldig-hinter-gittern/1802872

    Website zu Manfred Genditzki
    www.manfred-genditzki.eu

    Anlage - Chronik

    28.05.1960 Manfred Genditzki wird in Mecklenburg-Vorpommern geboren.

    1987 Geburt der Tochter aus 1. Ehe.

    ab 1996 arbeitet Manfred Genditzki hauptberuflich (vorher nebenberuflich) als Hausmeister in
    einer Wohnanlage in Rottach-Egern am Tegernsee, in der auch die Eheleute Kortüm wohnen; Herr Genditzki kümmert sich um die beiden.

    2006 Geburt des Sohnes aus 2. Ehe.

    seit 2007 Nach dem Tod von Herrn Kortüm kümmert sich Manfred Genditzki verstärkt um
    Lieselotte Kortüm.

    28.10.2008 Todestag von Frau Kortüm. Herr Genditzki hatte sie mittags aus dem Krankenhaus
    abgeholt, in das sie wegen starker Durchfälle eingeliefert worden war. Gegen 18:30 Uhr wird Frau Kortüm von einer Mitarbeiterin des Pflegedienstes leblos in der Badewanne gefunden.

    29.10.2008 Die Leiche wird obduziert. Der Rechtsmediziner Prof. Keil stellt Tod durch Ertrinken
    fest, mutmaßlich durch einen Sturz in die Badewanne und notiert: „keine zwingenden Anhaltspunkte für die Mitwirkung fremder Hand in Bezug auf das Hineinkommen ins Wasser“. Tags darauf wird die Leiche eingeäschert.

    17.11.2008 Der Rechtsmediziner Prof. Keil kommt nach einer „Tatortbesichtigung“, zu der er von
    der Polizei eingeladen worden war, nunmehr zu dem Ergebnis, dass ein Sturz in die Badewanne die Kopfschwartenhämatome nicht verursacht haben kann

    24.11.2008 Der zuständige Staatsanwalt bejaht einen Anfangsverdacht. Genditzki ist nun offiziell
    Beschuldigter.

    26.02.2009 Manfred Genditzki wird verhaftet.

    18.08.2009 Manfred Genditzki wird angeklagt: er habe Geld von Frau Kortüm unterschlagen und
    sie dann ermordet.

    25.11.2009 Die Hauptverhandlung vor dem Landgericht München II beginnt.

    11.05.2010 Da Manfred Genditzki den Vorwurf der Unterschlagung vollständig entkräften konnte,
    kommt der Staatsanwalt in seinem Plädoyer mit einer neuen Version: Manfred Genditzki habe die alten Dame nach einem Streit niedergeschlagen und anschliessend ertränkt.

    12.05.2010 1. Gerichtsurteil: Manfred Genditzki wird zu lebenslanger Haft wegen Mordes verurteilt.

    12.01.2011 Der Bundesgerichtshof hebt das Urteil aus verfahrensrechtlichen Gründen auf und
    verweist die Sache zurück an das Landgericht München II.

    15.03.2012 2. Gerichtsurteil: Manfred Genditzki wird erneut vom Landgericht München II zu lebenslanger Haft verurteilt.

    2012 Die gegen das Urteil des LGM II eingelegte Revision bleibt erfolglos.

    2013 RA Regina Rick nimmt das Mandat zur Erarbeitung eines Antrag auf
    Verfahrenswiederaufnahme an. Dies bedeutet, neue Beweismittel zu finden, die die Vermutung der Unschuld des Verurteilten unterstützen.

    27.07.2018 Presse Konferenz zu Manfred Genditzki durch Bayerische Landtags SPD.

    12.06.2019 Antrag auf Wiederaufnahme im Fall Manfred Genditzki am LGM I.

    16.09.2019 Petitionsübergabe im Bayerischen Justizministerium, München Unterschriften von 1.000 Petenten.

    10.10.2019 Stellungnahme der Staatsanwaltschaft München für das LGM I.

    26.11.2019 Entgegnung von RA Regina Rick zur Stellungnahme der Staatsanwaltschaft München.

    03.11.2020 Bisher keine Nachricht vom LGM I

  • Die Petition wurde eingereicht

    at 06 Oct 2020 15:14

    PRESSEMITTEILUNG 06-10-20 - Der Rechtsfall Manfred Genditzki

    Seit nunmehr 15 Monaten steht eine Antwort des Landgericht München I
    auf den Antrag zur Verfahrenswiederaufnahme aus.

    Sehr geehrte Unterstützer/innen,

    es ist ein menschliches Schicksal und eine menschliche Tragödie, die die Familie des Inhaftierten, seine Freunde und Bekannten,
    aber auch die Unterstützer im Rechtsfall Manfred Genditzki miterleben.

    Die bayerische Justiz – nach eigener Mitteilung überlastet - findet auf einen so elementaren Antrag auf Beendigung
    einer sehr wahrscheinlichen Freiheitsberaubung keine Antwort.

    Es kann nur spekuliert werden, warum die Justiz mit dem Leben eines lebenslänglich Verurteilten so achtlos umgeht.

    Ist es die Angst vor Gesichtsverlust und interner Kritik, wenn das aktuelle Gericht nun doch zu dem Entschluss kommt,
    dem Wiederaufnahmeantrag zuzustimmen?

    Oder ist es die Furcht vor der Öffentlichkeit, wenn das aktuelle Gericht weiterhin den bisher schwer nachvollziehbaren Begründungen
    der früheren Gerichte folgt und dem inhaltlich stimmigen Wiederaufnahmeantrag nicht zustimmt?

    Das bayerische Justizsystem steht in diesem Rechtsfall – nach den Fällen Mollath oder Rupp – erneut auf dem Prüfstand der Fairness und Menschlichkeit.

    Was wir aktuell brauchen, sind aktive Mitstreiter, die die Presse Deutschland weit weiterhin über das Thema informieren.

    Bitte melden Sie sich unter stanislaus.benecke@benecke.de

    Ihnen mit bestem Gruß und Dank für Ihre Unterstützung,

    Stanislaus Benecke

    Hinweis:

    Anbei finden Sie alle aktuellen Pod-Casts zum Rechtsfall Manfred Genditzki:

    09-08-2020 Nadja Malak: Die Spur der Täter - Der True Crime Podcast
    Unfall oder Mord? Mysteriöser Todesfall in der Badewanne
    audiothek.ardmediathek.de/items/70498808

    06-08-2020 Laura Wohlers & Paulina Krasa
    www.funk.net/channel/mordlust-12008/52-im-zweifel-ueber-bord-1703482

    19-08-20 „Funkstreifzug“ - Der Fall Genditzki: Unschuldig hinter Gittern?
    www.br.de/mediathek/podcast/der-funkstreifzug/der-fall-genditzki-unschuldig-hinter-gittern/1802872

    Website zu Manfred Genditzki
    www.manfred-genditzki.eu

  • Die Petition wurde eingereicht

    at 17 Aug 2020 21:44

    Zwei Pod-Casts und ein TAZ Artikel vom 15-08-20 zum Rechtsfall Manfred Genditzki

    Sehr geehrte Petenten
    Sehr geehrte Unterstützer/in

    zu Ihrer Information:

    anbei finden Sie einen aktuellen Pod-Cast zum Rechtsfall Manfred Genditzki der renommierten Pod-Cast Produktion, die sich auf das Genre mysteriöser Rechtsfälle spezialisiert hat:
    www.funk.net/channel/mordlust-12008/52-im-zweifel-ueber-bord-1703482
    Die beiden Produzentinnen dieser mittlerweile mehr als 50 Doppel-Folgen, Laura Wohlers und Paulina Krasa, gehen recht ungewöhnlich an die dramatischen Fälle ran.
    Sehr Detail interessiert und gewissenhaft, dann aber auch fast unbekümmert distanziert in der Darstellung und in der gemeinsamen Diskussion. Hörenswert!

    Ebenso spannend in der Diskussion des komplexen Rechtsfalls
    www.ardaudiothek.de/die-spur-der-taeter-der-true-crime-podcast/unfall-oder-mord-mysterioeser-todesfall-in-der-badewanne/70498808
    u.a. mit der Journalistin Nadja Malak.

    Am Samstag, dem 15. August 2020 erschien von der Journalistin Lina Verschwele der Artikel „Im Zweifel lebenslänglich“ in der TAZ. Lesenswert!

    Ihnen mit bestem Gruß und Dank für Ihre Unterstützung,

    Stanislaus Benecke

    Website zu Manfred Genditzki
    www.manfred-genditzki.eu

    Online Petition zu Manfred Genditzki zum 31.12.2019 beendet:
    www.openpetition.de/petition/online/lebenslang-unschuldig-eingesperrt-ihr-appell-an-den-bayerischen-justizminister

    Anlage - CHRONIK

    Chronik im Rechtsfall Manfred Genditzki bis 2020

    28.05.1960 Manfred Genditzki wird in Mecklenburg-Vorpommern geboren.

    1987 Geburt der Tochter aus 1. Ehe.

    ab 1996 arbeitet Manfred Genditzki hauptberuflich (vorher nebenberuflich) als Hausmeister in einer Wohnanlage in Rottach-Egern am Tegernsee, in der auch die Eheleute Kortüm wohnen; Herr Genditzki kümmert sich um die beiden.

    2006 Geburt des Sohnes aus 2. Ehe.

    seit 2007 Nach dem Tod von Herrn Kortüm kümmert sich Manfred Genditzki verstärkt um Lieselotte Kortüm.

    28.10.2008 Todestag von Frau Kortüm. Herr Genditzki hatte sie mittags aus dem Krankenhaus abgeholt, in das sie wegen starker Durchfälle eingeliefert worden war. Gegen 18:30 Uhr wird Frau Kortüm von einer Mitarbeiterin des Pflegedienstes leblos in der Badewanne gefunden.

    29.10.2008 Die Leiche wird obduziert. Der Rechtsmediziner Prof. Keil stellt Tod durch Ertrinken fest, mutmaßlich durch einen Sturz in die Badewanne und notiert: „keine zwingenden Anhaltspunkte für die Mitwirkung fremder Hand in Bezug auf das Hineinkommen ins Wasser“. Tags darauf wird die Leiche eingeäschert.

    17.11.2008 Der Rechtsmediziner Prof. Keil kommt nach einer „Tatortbesichtigung“, zu der er von der Polizei eingeladen worden war, nunmehr zu dem Ergebnis, dass ein Sturz in die Badewanne die Kopfschwartenhämatome nicht verursacht haben kann.

    24.11.2008 Der zuständige Staatsanwalt bejaht einen Anfangsverdacht. Genditzki ist nun offiziell Beschuldigter.

    26.02.2009 Manfred Genditzki wird verhaftet.

    18.08.2009 Manfred Genditzki wird angeklagt: er habe Geld von Frau Kortüm unterschlagen und sie dann ermordet.

    25.11.2009 Die Hauptverhandlung vor dem Landgericht München II beginnt.

    11.05.2010 Da Manfred Genditzki den Vorwurf der Unterschlagung vollständig entkräften konnte, kommt der Staatsanwalt in seinem Plädoyer mit einer neuen Version: Manfred Genditzki habe die alten Dame nach einem Streit niedergeschlagen und anschliessend ertränkt.

    12.05.2010 1. Gerichtsurteil: Manfred Genditzki wird zu lebenslanger Haft wegen Mordes verurteilt.

    12.01.2011 Der Bundesgerichtshof hebt das Urteil aus verfahrensrechtlichen Gründen auf und verweist die Sache zurück an das Landgericht München II.

    15.03.2012 2. Gerichtsurteil: Manfred Genditzki wird erneut vom Landgericht München II zu lebenslanger Haft verurteilt.

    2012 Die gegen das Urteil des LGM II eingelegte Revision bleibt erfolglos.

    2013 RA Regina Rick nimmt das Mandat zur Erarbeitung eines Antrag auf Verfahrenswiederaufnahme an. Dies bedeutet, neue Beweismittel zu finden, die die Vermutung der Unschuld des Verurteilten unterstützen.

    27.07.2018 Presse Konferenz zu Manfred Genditzki durch Bayerische Landtags SPD.

    12.06.2019 Antrag auf Wiederaufnahme im Fall Manfred Genditzki am LGM I.

    16.09.2019 Petitionsübergabe im Bayerischen Justizministerium, München Unterschriften von 1.000 Petenten.

    10.10.2019 Stellungnahme der Staatsanwaltschaft München für das LGM I.

    26.11.2019 Entgegnung von RA Regina Rick zur Stellungnahme der Staatsanwaltschaft München.

    2020 Im Lauf des Jahres wird ein Beschluss des LGM I zum Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens erwartet.

    12.06.2020 Der Antrag auf Wiederaufnahme im Rechtsfall Manfred Genditzki ist vom LGM I unbeantwortet geblieben. Auf Nachfrage wird die bisherige Antwortlosigkeit mit der allgemeinen, erheblichen Arbeitsbelastung erklärt.

  • Die Petition wurde eingereicht

    at 22 Jun 2020 21:27

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    PRESSEMITTEILUNG 22-06-2020
    Der Rechtsfall Manfred Genditzki – „Justiz ohne Fehlerkultur“

    Sehr geehrte Journalist/en/innen,
    sehr geehrte Unterstützer/innen,

    zu Ihrer Information:
    anbei finden Sie einen noch nicht veröffentlichten und deshalb als private Information zu behandelnden Text zum Thema „Justiz ohne Fehlerkultur“ von Prof. Dr. Achim Clausing, Münster. Der Text zeigt die Defizite im deutschen Rechtssystem auf, die z.B. im Rechtsfall Manfred Genditzki tragische Konsequenzen haben.

    Ihnen mit bestem Gruß und Dank für Ihre Unterstützung,

    Stanislaus Benecke

    Website zu Manfred Genditzki
    www.manfred-genditzki.eu

    Online Petition zu Manfred Genditzki zum 31.12.2019 beendet:
    www.openpetition.de/petition/online/lebenslang-unschuldig-eingesperrt-ihr-appell-an-den-bayerischen-justizminister

    Anlage
    - PDF Justiz ohne Fehlerkultur
    - Chronik im Rechtsfall Manfred Genditzki bis 2020

    Chronik im Rechtsfall Manfred Genditzki bis 2020

    28.05.1960 Manfred Genditzki wird in Mecklenburg-Vorpommern geboren.

    1987 Geburt der Tochter aus 1. Ehe.

    ab 1996 arbeitet Manfred Genditzki hauptberuflich (vorher nebenberuflich) als Hausmeister in einer Wohnanlage in Rottach-Egern am Tegernsee, in der auch die Eheleute Kortüm wohnen; Herr Genditzki kümmert sich um die beiden.

    2006 Geburt des Sohnes aus 2. Ehe.

    seit 2007 Nach dem Tod von Herrn Kortüm kümmert sich Manfred Genditzki verstärkt um Lieselotte Kortüm.

    28.10.2008 Todestag von Frau Kortüm. Herr Genditzki hatte sie mittags aus dem Krankenhaus abgeholt, in das sie wegen starker Durchfälle eingeliefert worden war. Gegen 18:30 Uhr wird Frau Kortüm von einer Mitarbeiterin des Pflegedienstes leblos in der Badewanne gefunden.

    29.10.2008 Die Leiche wird obduziert. Der Rechtsmediziner Prof. Keil stellt Tod durch Ertrinken fest, mutmaßlich durch einen Sturz in die Badewanne und notiert: „keine zwingenden Anhaltspunkte für die Mitwirkung fremder Hand in Bezug auf das Hineinkommen ins Wasser“. Tags darauf wird die Leiche eingeäschert.

    17.11.2008 Der Rechtsmediziner Prof. Keil kommt nach einer „Tatortbesichtigung“, zu der er von der Polizei eingeladen worden war, nunmehr zu dem Ergebnis, dass ein Sturz in die Badewanne die Kopfschwartenhämatome nicht verursacht haben kann

    24.11.2008 Der zuständige Staatsanwalt bejaht einen Anfangsverdacht. Genditzki ist nun offiziell Beschuldigter.

    26.02.2009 Manfred Genditzki wird verhaftet.

    18.08.2009 Manfred Genditzki wird angeklagt: er habe Geld von Frau Kortüm unterschlagen und sie dann ermordet.

    25.11.2009 Die Hauptverhandlung vor dem Landgericht München II beginnt.

    11.05.2010 Da Manfred Genditzki den Vorwurf der Unterschlagung vollständig entkräften konnte, kommt der Staatsanwalt in seinem Plädoyer mit einer neuen Version: Manfred Genditzki habe die alten Dame nach einem Streit niedergeschlagen und anschliessend ertränkt.

    12.05.2010 1. Gerichtsurteil: Manfred Genditzki wird zu lebenslanger Haft wegen Mordes verurteilt.

    12.01.2011 Der Bundesgerichtshof hebt das Urteil aus verfahrensrechtlichen Gründen auf und verweist die Sache zurück an das Landgericht München II.

    15.03.2012 2. Gerichtsurteil: Manfred Genditzki wird erneut vom Landgericht München II zu lebenslanger Haft verurteilt.

    2012 Die gegen das Urteil des LGM II eingelegte Revision bleibt erfolglos.

    2013 RA Regina Rick nimmt das Mandat zur Erarbeitung eines Antrag auf
    Verfahrenswiederaufnahme an. Dies bedeutet, neue Beweismittel zu finden, die die Vermutung der Unschuld des Verurteilten unterstützen.

    27.07.2018 Presse Konferenz zu Manfred Genditzki durch Bayerische Landtags SPD.

    12.06.2019 Antrag auf Wiederaufnahme im Fall Manfred Genditzki am LGM I.

    16.09.2019 Petitionsübergabe im Bayerischen Justizministerium, München Unterschriften von 1.000 Petenten.

    10.10.2019 Stellungnahme der Staatsanwaltschaft München für das LGM I.

    26.11.2019 Entgegnung von RA Regina Rick zur Stellungnahme der Staatsanwaltschaft München.

    2020 Im Lauf des Jahres wird ein Beschluss des LGM I zum Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens erwartet.

    12.06.2020 Der Antrag auf Wiederaufnahme im Rechtsfall Manfred Genditzki ist bisher vom LGM I unbeantwortet geblieben. Auf Nachfrage ist die bisherige Antwortlosigkeit mit der allgemeinen, erheblichen Arbeitsbelastung erklärt worden.

  • Die Petition wurde eingereicht

    at 08 Jun 2020 16:50

    DER RECHTSFALL MANFRED GENDITZKI
    11. JUNI 2020 - EIN JAHR ANTRAG AUF WIEDERAUFNAHME
    UND KEINE ANTWORT VOM LANDGERICHT MÜNCHEN I

    Sehr geehrte Unterstützer/innen,

    Hintergrund:
    Manfred Genditzki sitzt seit bereits seit Anfang 2009 (Verurteilung erst am 12.05.2010) in Haft, zunächst in München Stadelheim, nach der 2. Verurteilung 2012 zu lebenslänglich wegen Mordes durch das Landgericht München II in der Justizvollzugsanstalt Landsberg am Lech, ohne dass es für den Mord Beweise, Zeugen oder ein Motiv gibt und der Verurteilte seine Unschuld beteuert.

    Die Rechtsanwältin Regina Rick hat am 11. Juni 2019 beim Landgericht München I (LGMI) einen ausführlichen Antrag auf Zulassung der Wiederaufnahme des Verfahrens auf der Grundlage neuer Tatsachen und Beweismittel eingereicht. Das Landgericht München I hat bis heute immer noch keine Antwort hierzu gegeben.

    Das ist angesichts der menschlichen Tragödie der vorangegangenen Haftzeit eine unfassbare Verlängerung dieser und das LGMI scheint sich mit diesem sehr wahrscheinlichen Justizirrtum nicht zu befassen.

    Was aber ist für ein Gericht wichtiger, als unschuldig verurteiltes und weggesperrtes Leben zu schützen?

    Szenarien:
    Nachfolgend möchten wir Ihnen die möglichen rechtlichen Folgeszenarien aufzeigen, die aktuell denkbar sind:

    1. Das LGMI fällt eine positive Entscheidung: das wäre die Zulassung der Wiederaufnahme:
    a. Manfred Genditzki wird freigelassen oder
    b. Manfred Genditzki wird nicht freigelassen (wogegen sofortige Beschwerde einlegt werden kann);
    danach gibt es aber weitere zwei Möglichkeiten:
    c. entweder das Gericht führt ein sog. Probationsverfahren durch, d. h. die neuen Gutachter und die neue Zeugin würde außerhalb der Hauptverhandlung vernommen werden
    d. oder das Gericht beraumt gleich eine neue Hauptverhandlung an.

    2. Das LGMI fällt eine negative Entscheidung: das LGMI lehnt den Antrag ab.
    a. Hiergegen wäre das Rechtsmittel der sofortigen Beschwerde eröffnet.

    Danach gibt es wieder 2 Möglichkeiten:

    a. Im positiven Falle hebt das OLG München auf die sofortige Beschwerde die Entscheidung des LGMI auf, dann muss das LG München I die Wiederaufnahme zulassen und es gilt das oben Gesagte

    b. Im negativen Fall verwirft das OLG die sofortige Beschwerde, dann kann nur noch Verfassungsbeschwerde erhoben werden. Ist diese erfolgreich, muss das LGMI die Wiederaufnahme zulassen, dann gilt das unter 1. Gesagte. Wird sie verworfen kann nur noch Beschwerde zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erhoben werden

    Hierzu ist allerdings zu sagen, dass schon das Verfassungsgericht oft Jahre braucht um zu entscheiden. Manfred Genditzki sitzt jetzt seit über 11 Jahren in Haft. Noch länger würde es dauern, bis der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entscheiden würde.

    Das LGMI trifft auf unabsehbare Zeit keine Entscheidung: generell sieht das Gesetz keine Fristen für die Entscheidung über ein Wiederaufnahmegesuch vor. Es ist zu prüfen, ob eine außerordentliche Beschwerde zum OLG oder ein Eilantrag beim Verfassungsgericht möglich ist.

    Unterstützung:
    Nun möchte ich Sie um Ihre Unterstützung bitten.

    Wir brauchen für die weitere Entwicklung Unterstützung, damit wir sehr viel mehr Gehör für den Rechtsfall Manfred Genditzki und die grundsätzliche juristische Handhabung finden:
    1. juristische
    2. journalistische
    3. mediale
    4. politische (auch gesellschaftliche)
    5. finanzielle.

    Wir bitten Sie, sich hierzu mit mir – bitte auch mit Ihren Vorschlägen - in Verbindung zu setzen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Stanislaus Benecke

    Stanislaus Benecke
    Unertlstraße 17
    80803 München
    stanislaus.benecke@benecke.de

  • Die Petition wurde eingereicht

    at 27 May 2020 14:23

    PRESSEMITTEILUNG 27-05-2020
    Der Rechtsfall Manfred Genditzki
    BR Sendung zum Thema: Mittwoch, 27-05-2020, 21.00

    Sehr geehrte Unterstützer/innen,

    aus aktuellem Grund – der Jahrestag des Antrages auf Verfahrenswiederaufnahme – der 11. Juni 2019 – rückt immer näher, ohne das es vom Landgericht München I eine Antwort auf den Antrag gibt.

    Das ist angesichts der menschlichen Tragödie eine unfassbar lange Zeit und es ist vollkommen offen, wann eine Antwort des LGMII erfolgen wird.

    Deshalb der Hinweis auf eine heutige – Mittwoch, 27-05-2020, 21.00 - BR Sendung:
    "Badewannenmord" (?): der Kampf um Gerechtigkeit
    Manfred G. sitzt seit über zehn Jahren in Haft, weil er eine 87-jährige Frau umgebracht haben soll.
    Er selbst beteuert seine Unschuld, auch Gerichtsbeobachter haben Zweifel. Es fehlt ein Motiv, die Beweislage ist dünn.
    Nun hoffen der Verurteilte und seine Familie auf eine Wiederaufnahme.
    www.br.de/br-fernsehen/programmkalender/ausstrahlung-2130698.html

    Ihnen mit bestem Gruß und Dank für Ihre Unterstützung,

    Stanislaus Benecke

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