• Nachricht zu einer abgeschlossenen Petition

    at 29 Oct 2020 21:30

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    Lehmgrubenfreundinnen und -freunde,

    Mir wurden Informationen von der Stadtverwaltung weitergeleitet, dass die Lehmgrube Besigheim nicht bebaut wird („Aufgrund des Vorkommens von geschützten Wildbienenarten, wird eine Bebauung der Lehmgrube nicht möglich sein.“). Das ist ein unglaublicher Erfolg, der nicht denkbar wäre ohne jede einzelne Unterschrift, die von Ihnen gegeben wurde. Vielen herzlichen Dank, auch im Namen der Wildbienen!

    Was zeigt das? Demokratie lebt vom Protest, vom Einsatz jeder/s Einzelnen. Dann können auch zunächst unmöglich erscheinende Ziele erreicht werden.

    Ein ebenso unmöglich erscheinendes Ziel ist es, die alte Ziegelei zu erhalten und den Vorplatz nachhaltig zu bebauen (siehe Anhang). Mit dem Argument, man könne bei einem Neubau mehr Wohnraum schaffen, wird dies von Seiten der Stadtverwaltung abgelehnt. Dabei ist ein überaus großer Anteil neu geschaffenen Wohnraums auf größere Wohnflächen pro Person zurückzuführen (www.tagesschau.de/wirtschaft/wohnungen-123.html). Für mehr Luxus soll also wieder ein ortsprägendes Gebäude (das man entwickeln könnte) abgerissen werden und dafür ein Beton-Vielgeschosser entstehen. Ein Vorhaben, das zugleich auf einen Streich immense Mengen CO2 freisetzt. Wann sollen wir Schritte zur CO2-Freiheit gehen wenn nicht jetzt? Dies immer auf die Zukunft zu verschieben und dadurch das Problem unseren Kindern zu überlassen ist verantwortungslos.

    Was Amnesty International seit Jahrzehnten weiß gilt auch hier: Protest-E-Mails werden wahrgenommen. Für die Genehmigung des Abrisses ist das Landratsamt zuständig. Richten Sie also Ihren höflich und sachlich formulierten Protest gegen den Abriss der Ziegelei Besigheim an das Landratsamt: mail@landkreis-ludwigsburg.de

    Um den Gemeinderat aufzufordern, einen Bebauungsplan vorzugeben, der auch den Bedürfnissen zukünftiger Generationen entspricht, wenden Sie sich bitte an den Besigheimer Gemeinderat: sessionnet.besigheim.de/bi/kp0040.php?__kgrnr=1&

    Bitte nehmen Sie mich ins CC, damit ich einen Überblick über die Anzahl der E-Mails habe: jotemben@gmail.com

    Formulierungshilfen – sowohl für das Landratsamt als auch für den Gemeinderat - siehe unten. Individuelle formuliert E-Mails sind aber erfahrungsgemäß wirkungsvoller.

    Wenn 100 E-Mails verschickt werden (höflich und am besten individuell) dann sehe ich Chancen.

    Am liebsten würde ich mit Ihnen allen feiern. Corona lässt das noch nicht zu. Lasst uns einstweilen den nächsten Schritt für ein lebenswertes Besigheim und Deutschland gehen.

    Benjamin Tempel
    ***

    Sehr geehrte Damen und Herren des Landratsamtes,

    Die Ziegelei Besigheim soll bald abgerissen werden. Es handelt sich um ein ortsprägendes, Entwicklungsmöglichkeiten bietendes Gebäude. Ein Abriss, verbunden mit den CO2-Emisionen eines Betonneubaus, ist wider jede nachhaltige Stadtentwicklung.

    Ich bitte Sie deshalb: Genehmigen Sie den Abriss nicht, verhindern Sie, dass eins ums andere Mal ortsprägende Altgebäude platt gemacht werden – und schonen Sie unser Klima.

    Mit freundlichen Grüßen
    [NAME; ADRESSE]

    ***

    Sehr geehrte Stadträtin, sehr geehrter Stadtrat,

    der Gemeinderat Besigheim hat die Möglichkeit, über den Bebauungsplan das Gebiet der Ziegelei Besigheim nachhaltig zu entwickeln. So, dass die Gebäude nicht aus dem Klimakiller Beton bestehen (www.tagesspiegel.de/wissen/die-klimaschaedliche-gier-nach-zement-klimakiller-beton/25033772.html), sondern weitgehend aus nachhaltigen Materialien wie der CO2-Senke Holz. So, dass kein Verkehrsinfarkt in Richtung Löchgauer Straße droht, z. B. durch ein Mischgebiet, das Arbeitsort und Wohnen mit kurzen, fußläufigen Wegen verbindet.

    Entwickeln Sie solche Vorgaben, dass etwas schönes, sinnvolles und innovatives entstehen kann, etwas, was den Anforderungen des Klimawandels und künftiger Generationen gerecht wird.

    Schönster Weinort war Besigheim lange genug? Der Besigheimer Gemeinderat hat die Chance, die Weichen anders zu stellen!

    Mit freundlichen Grüßen

    (NAME; ANSCHRIFT)

  • Nachricht zu einer abgeschlossenen Petition

    at 24 Oct 2020 16:46

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    Lehmgrubenfreundinnen und -freunde,

    Mir wurden Informationen von der Stadtverwaltung weitergeleitet, dass die Lehmgrube Besigheim nicht bebaut wird ("...Aufgrund des Vorkommens von geschützten Wildbienenarten, wird eine Bebauung der Lehmgrube nicht möglich sein."). Das ist ein unglaublicher Erfolg, der nicht denkbar wäre ohne jede einzelne Unterschrift, die von Ihnen gegeben wurde. Vielen herzlichen Dank, auch im Namen der Wildbienen!

    Was zeigt das? Demokratie lebt vom Protest, vom Einsatz jeder/s Einzelnen. Dann können auch zunächst unmöglich erscheinende Ziele erreicht werden.

    Ein ebenso unmöglich erscheinendes Ziel ist es, die alte Ziegelei zu erhalten und den Vorplatz nachhaltig zu bebauen. Mit dem Argument, man könne bei einem Neubau mehr Wohnraum schaffen, wird dies von Seiten der Stadtverwaltung abgelehnt. Dabei ist ein überaus großer Anteil neu geschaffenen Wohnraums auf größere Wohnflächen pro Person zurückzuführen (www.tagesschau.de/wirtschaft/wohnungen-123.html). Es gibt ja nicht immer mehr Menschen in Deutschland. Für mehr Luxus soll also wieder ein ortsprägendes Gebäude, das man entwickeln könnte, abgerissen werden und dafür ein Beton-Vielgeschosser entstehen. Ein Vorhaben, das zugleich auf einen Streich immense Mengen CO2 freisetzt. Wann sollen wir Schritte zur CO2-Freiheit gehen wenn nicht jetzt? Dies immer auf die Zukunft zu verschieben und dadurch das Problem unseren Kindern zu überlassen ist verantwortungslos.

    Die E-Mails an den Gemeinderat (siehe Anhang) werden wahrgenommen, obwohl noch nicht viele geschickt wurden. Wenn jetzt weitere 100 verschickt werden (am besten individuell formuliert – es gibt auf der Neuigkeitenseite aber auch eine Vorlage) dann sehe ich Chancen.

    Am liebsten würde ich mit Ihnen allen feiern. Corona lässt das noch nicht zu. Lasst uns einstweilen den nächsten Schritt für ein lebenswertes Besigheim und Deutschland gehen.

    Benjamin Tempel

  • E-Mails treffen auf Resonanz

    at 18 Oct 2020 09:32

    Ich nehme eine gewisse Resonanz auf die E-Mails an den Gemeinderat war. Das stimmt mich hoffnungsvoll. Vielen Dank allen, die bereits mitgemacht haben! Wer Zeit hat, die E-Mail (teilweise) individuell zu schreiben (und nicht nur die Vorlage) kann dadurch stärker Einfluss nehmen...

    PS: Bei der Fotomontage des zukünftigen Ziegeleiareals handelt es sich um ein mögliches Aussehen, nicht um konkrete Pläne. Stilistisch dürfte es jedoch dem Original recht nahe kommen...

  • aus einer Antwort auf eine Anfrage...

    at 15 Oct 2020 13:48

    Ich habe mich rechtlich rückversichert: der Gemeinderat ist Herr über den Bebauungsplan und damit des Verfahrens (sorry für die nicht gegenderte Sprache ;-)). Der Zug ist also mitnichten abgefahren. Sondern es handelt sich de facto um eine demokratische Entscheidung. ...
    Das Ziel ist nicht, ein totes Denkmal zu errichten oder stehen zu lassen, sondern etwas lebendiges in Kombination von altem und neuem zu errichten, wie in Kornwestheim bei Salamander oder in der Speicherstadt in HH. Auch hier wird Wohnraum geschaffen, aber als Mischgewerbe - wodurch auch der Verkehrsinfarkt, der auch an der Marienstraße droht, verhindert werden könnte. Und: ich bin nicht überzeugt davon, dass über die Neugestaltung des Emella-Geländes alle glücklich sind - ich jedenfalls nicht.
    Mithin: Es lohnt sich also, alle Interessierten zu werben und für eine lebenswerte Stadt zu kämpfen.

  • Die Petition wurde eingereicht

    at 15 Oct 2020 07:13

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    Liebe Lehmgrubenfreund*innen,

    das Immobilienunternehmen ließ meine drei Gesprächsangebote verstreichen. Zu einem Gespräch scheint man erst bereit, wenn keine Einflussnahme mehr auf eine nachhaltige Entwicklung des Geländes möglich ist. Aber die Zeit drängt. Ich deute die Bauzäune so, dass die alte Ziegelei bald abgerissen werden soll. Es droht wieder ein ortsprägendes Gebäude zu verschwinden, und dafür Betongebäude hochgezogen zu werden. Mit all den negativen Folgen, die der Klimakiller Beton verursacht - 4 bis 8 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes sind auf die Herstellung von Beton zurückzuführen.

    ABER: Der Gemeinderat hat die Chance, dies zu verhindern. Stellt euch vor, was schon 100 E-Mails verändern könnten. Bitte sendet also untere oder eure Formulierung als Brief oder E-Mail an alle Gemeinderät*innen (vor allem aber an Bürgermeister Bühler – und das Immobilienunternehmen) - die E-Mail-Adressen des Gemeinderates findet ihr hier:

    sessionnet.besigheim.de/bi/kp0040.php?__kgrnr=1&

    Bitte nehmt mich ins CC, damit ich einen Überblick über die Anzahl der E-Mails habe: jotemben@gmail.com

    Und verbreitet dieses Anliegen weiter – es ist dringend.

    Danke für eure Unterstützung!
    Dr. Benjamin Tempel

    Sehr geehrte Stadträtin, sehr geehrter Stadtrat,
    so wie die Baustelle aussieht soll die alte Ziegelei Besigheims bald abgerissen werden. Ich will nicht wieder ein ortsprägendes Gebäude verlieren, siehe Emella und Bahnhofsvorplatz. Vielmehr soll die Ziegelei erhalten bleiben und zusammen mit dem Vorplatz Richtung Marienstraße etwas schönes, sinnvolles und innovatives entstehen, etwas, was den Anforderungen des Klimawandels gerecht wird (vgl. Salamander-Areal Kornwestheim, Speicherstadt Hamburg).
    Gebäude aus dem Klimakiller Beton können diesem Anspruch nicht gerecht werden. Beton verursacht vier bis acht Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes.
    Schönster Weinort war Besigheim lange genug? Der Besigheimer Gemeinderat hat die Chance, die Weichen anders zu stellen!

    Mit freundlichen Grüßen

    (NAME; Anschrift)

  • Da hilft nur noch Satire: alter Ziegelei droht der Abbruch

    at 15 Oct 2020 06:33

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    Liebe Lehmgrubenfreund*innen,

    das Immobilienunternehmen ließ meine drei Gesprächsangebote verstreichen. Zu einem Gespräch scheint man erst bereit, wenn keine Einflussnahme mehr auf eine nachhaltige Entwicklung des Geländes möglich ist. Aber die Zeit drängt. Ich deute die Bauzäune so, dass die alte Ziegelei bald abgerissen werden soll. Es droht wieder ein ortsprägendes Gebäude zu verschwinden, und dafür Betongebäude hochgezogen zu werden. Mit all den negativen Folgen, die der Klimakiller Beton verursacht - 4 bis 8 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes sind auf die Herstellung von Beton zurückzuführen.

    ABER: Der Gemeinderat hat die Chance, dies zu verhindern. Stellt euch vor, was schon 100 E-Mails verändern könnten. Bitte sendet also untere oder eure Formulierung als Brief oder E-Mail an alle Gemeinderät*innen (vor allem aber an Bürgermeister Bühler – und das Immobilienunternehmen) - die E-Mail-Adressen des Gemeinderates findet ihr hier:

    sessionnet.besigheim.de/bi/kp0040.php?__kgrnr=1&

    Bitte nehmt mich ins CC, damit ich einen Überblick über die Anzahl der E-Mails habe: jotemben@gmail.com

    Und verbreitet dieses Anliegen weiter – es ist dringend.

    Danke für eure Unterstützung!
    Dr. Benjamin Tempel

    Sehr geehrte Stadträtin, sehr geehrter Stadtrat,
    so wie die Baustelle aussieht soll die alte Ziegelei Besigheims bald abgerissen werden. Ich will nicht wieder ein ortsprägendes Gebäude verlieren, siehe Emella und Bahnhofsvorplatz. Vielmehr soll die Ziegelei erhalten bleiben und zusammen mit dem Vorplatz Richtung Marienstraße etwas schönes, sinnvolles und innovatives entstehen, etwas, was den Anforderungen des Klimawandels gerecht wird (vgl. Salamander-Areal Kornwestheim, Speicherstadt Hamburg).
    Gebäude aus dem Klimakiller Beton können diesem Anspruch nicht gerecht werden. Beton verursacht vier bis acht Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes.
    Schönster Weinort war Besigheim lange genug? Der Besigheimer Gemeinderat hat die Chance, die Weichen anders zu stellen!

    Mit freundlichen Grüßen

    (NAME; Anschrift)

  • Jetzt ist das Parlament gefragt

    at 21 Sep 2020 13:46

    openPetition hat heute von den gewählten Vertretern im Parlament Gemeinderat eine persönliche Stellungnahme angefordert.

    Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
    www.openpetition.de/petition/stellungnahme/lehmgrube-besigheim

    Warum fragen wir das Parlament?

    Jedem Mitglied des Parlaments wird hiermit die Möglichkeit gegeben, sich direkt an seine Bürger und Bürgerinnen zu wenden. Aufgrund der relevanten Anzahl an engagierten und betroffenen Bürgern aus einer Region, steht das jeweilige Parlament als repräsentative Instanz in einer politischen Verantwortung und kann durch Stellungnahme zu einem offenen Entscheidungsfindungsprozess beitragen.

    Öffentliche Stellungnahmen des Parlaments ergänzen das geordnete Verfahren der Petitionsausschüsse der Länder und des Bundestags. Sie sind ein Bekenntnis zu einem transparenten Dialog auf Augenhöhe zwischen Politik und Bürgern.


    Was können Sie tun?

    Bleiben Sie auf dem Laufenden, verfolgen Sie in den nächsten Tagen die eintreffenden Stellungnahmen.

    Sie haben die Möglichkeit, einen der gewählten Vertreter zu kontaktieren? Sprechen Sie ihn oder sie auf die vorhandene oder noch fehlende Stellungnahme an.

    Unterstützen Sie unsere gemeinnützige Organisation, um den Bürger-Politik-Dialog langfristig zu verbessern. openPetition finanziert sich überwiegend aus Kleinspenden unserer Nutzer.

  • Rest der Rede beim Protestzug (nur 5000 Zeichen erlaubt)

    at 21 Jul 2020 20:58

    Und was wäre, wenn die nun planierte Fläche nicht nur öde und tot da liegen bliebe, sondern etwas besserem Weichen würde: Einem Teich, der wieder einer Vielzahl von Amphibien wie einst einen Lebensraum bietet? Es würde ein Park entstehen, in Teilen begehbar, in dem die Großartigkeit der Natur zur Entspannung einladen würde.
    Wir fordern also nicht nur das Einhalten von Recht und Gesetz, den Schutz und die Entwicklung der Lehmgrube und der alten Ziegelei, sondern auch einen Green New Deal für Besigheim.
    Danke dafür, auch im Namen der Wildbienen!

  • Rede beim Protestzug

    at 21 Jul 2020 20:57

    Liebe Naturschützerin, lieber Naturschützer,
    Mitte April war hier noch viel intakt. Die wertvollen Teiche die es hier einmal gab sind über die Jahre verschwunden – weil nicht genug aufgepasst wurde. Aber dieses Mal – an einem Freitagnachmittag, dann, wenn in Behörden meist niemand mehr zu erreichen ist - wurde aufgepasst. Als die Planierraupen anrückten meldeten sich die Anwohner. Die untere Naturschutzbehörde wurde informiert und handelte schnell und deutlich: Die Bauarbeiten wurden eingestellt, die Bauarbeiter nach Hause geschickt. Von der Gesamtfläche der Lehmgrube wurden nur 15% zerstört, zum Glück nicht die besonders kostbaren.
    Es wurde behauptet, dass eigentlich nur eine Fäkaliensperre für die Rinder errichtet werden sollte. Das Wort schon ist bezeichnend. Es findet sich auf Google nur ein einziges Mal nicht im Kontext dieser Petition. Was bedeutet das? Vielleicht das, was Bauern hierzu auch sagen: Dass das Planieren mit einer Fäkaliensperre nichts zu tun hatte.
    Was war es also stattdessen? Wir können nur nach der wahrscheinlichsten Erklärung suchen: Noch ist die Entscheidung des Gemeinderats nicht getroffen, ob die Lehmgrube bebaut wird. Und wenn es keine störenden Wildbienen mehr dort gibt, dann, so vielleicht das Kalkül, dann spricht ja nichts mehr gegen das Bebauen.
    Liebe Freundinnen und Freunde, falls es so gewesen sein sollte, weiß ich selbstverständlich nicht wie ihr dieses Verhalten findet, aber ich finde es empörend! Seit 1990 ist die Insektenmasse in Deutschland um 75 % zurück gegangen. Für alle, die rechnen können zeigt das: das ist schon erschreckend nahe an 100%. Und hier wird der Schutz unserer Natur wieder der Gewinnmaximierung geopfert? Mir fehlen für so viel Dreistigkeit die Worte.
    Es wurde behauptet, dass dort, wo planiert wurde, Asphalt, Baustoffe und Müll gelegen sei. Aber Bilder beweisen: Das stimmt nicht.
    Es wurde behauptet, auf Lehmböden seien keine Bienenvorkommen möglich. Ich habe das Herrn Dr. Westrich gefragt, einen der renommiertesten deutschen Wildbienenforscher. Er schreibt mir: „Es gibt eine ganze Reihe von Bienenarten, die ein solches Substrat für die Anlage ihrer Bodennester nutzen“, z. B. die Gelbbindige Furchenbiene und die Pförtner-Schmalbiene –Auch hier also: Aussage widerlegt.
    Es wurde behauptet, man könne die dort lebenden Wildbienen umsiedeln, z. B. auf begrünte Dächer. Das zeigt ein krasses Unwissen, wird einfach so behauptet. Herr Dr. Westrich antwortet darauf:
    „[B]odennistende[] Bienenarten graben ihre Brutzellen bis zu 60 cm und tiefer in die Erde. Es kann sich dabei um komplexe Nestarchitekturen handeln, die selbst bei manuellen Grabearbeiten sehr leicht zerstört werden. Mir ist keine erfolgreiche Umsiedlung bei Lehmsubstraten bekannt (…) Eine solch hohe Lehmschicht [> 60cm] ist für Dächer nicht machbar.“
    Schon wieder eine widerlegte Aussage. Mich macht das wütend.
    Natürlich sollen Menschen, die in Besigheim leben wollen, die Chance auf Wohnraum bekommen. Aber soll das wirklich ohne Rücksicht auf besonders schützenswerte Naturräume geschehen? So lange es noch Leerstände gibt in Besigheim (in meiner Straße stehen 2 schöne alte Häuser leer, eines seit Jahrzehnten), so lange sollten wir die Zerstörung sensibler Natur nicht in Betracht ziehen.
    Und ja: natürlich haben wir auch eine soziale Verantwortung. Menschen mit schmalem Geldbeutel sollen auch in Besigheim eine Chance bekommen gut und bezahlbar zu wohnen. Aber: Ist das betreffende Immobilienunternehmen denn dafür bekannt, sozialen Wohnraum zu schaffen oder eher dafür, Wohnungen im Hochpreissegment zu schaffen? Ihr könnt es selbst beantworten – im Hochpreissegment lässt sich einfach mehr Cash verdienen.
    Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition, lasst mich zusammenfassen: Nichts ist dagegen einzuwenden, wenn ein Unternehmen Geld verdienen will. Aber wir wollen nicht, dass das auf Kosten anderer Werte, die einem großen Teil der Besigheimer Bevölkerung am Herzen liegen geschieht: Wir möchten, dass Besigheim eine Stadt bleibt, in der es viele schöne Ecken und historische Gebäude gibt, die dem Auge gut tun und die Geschichte erzählen. Dass es Natur vor der Haustür gibt zur Erholung und zum Spielen und Entdecken für die Kinder. Und dass die Vielfalt von Pflanzen und Tieren erhalten bleibt. Ortsprägende Gebäude müssen schon seit Jahren eins um das andere Mal Betonklötzen weichen. Wir fordern deswegen: die alte Ziegelei nicht abreißen, sondern entwickeln in ein lebendiges Denkmal Besigheimer Geschichte, mit 30 Prozent Sozialwohnungen, gerne auch mit architektonisch interessanten Loftwohnungen. Zeigt nicht die Speicherstadt in Hamburg oder das Salamander-Areal in Kornwestheim, das aus Altem etwas Schönes entstehen kann, mit dem sich sogar Geld verdienen lässt? Vielleicht nicht ganz so viel, aber genug und nachhaltig.

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