24.06.2026, 08:28
Ich habe die Angaben zu den Dieselaggregaten ergänzt.
Neue Begründung:
Unsere größten Bedenken
Abgasausstoß und Lärmbelästigung durch Notstrombetrieb
Da das RZ in der Kategorie "hoch verfügbar" geplant ist, muss der Notstrombetrieb für 72 h abgesichert werden. Hierfür notwendige Aggregate müssen bis zu 12 Mal im Jahr getestet werden. Einmal im Jahr wird ein kompletter Blackout simuliert. Notstromaggregate sind sehr lautlaut!
Unseren undRechnungen Abgasezufolge werdenwürde bei der derzeit üblichen Nutzung von Dieselaggregaten für die LuftNetzersatzanlagen verpesten.350 Stück à 2.000 kW benötigt. Für den Probelauf würden knapp 5000 Liter Diesel am Tag verbraucht werden. Für einen Blackout müssen für drei Tage 10 Mio. Liter Diesel bevorratet werden. Damit können 200.000 Autos (à 50 Liter) betankt werden. Die Absicherung des Projektes mit Biogas oder Batteriespeichern dürfte wohl kaum umsetzbar sein.
Wasser und Natur sind in Gefahr
Brandenburg leidet bereits heute unter Wasserstress und sinkenden Grundwasserständen. Freyenstein steht auf einem Moor. Wird weiteres Grundwasser entzogen oder durch Bauarbeiten ins Erdreich eingegriffen, verliert der Boden seine natürliche Funktion als CO₂-Speicher und die Haltestruktur der Gebäude geht verloren. Versiegelte Flächen zerstören natürliche Bodenfunktionen, vermindern die Grundwasserneubildung und verändern dauerhaft das Landschaftsbild. Ein natürlicher Lebensraum für Tiere und Pflanzen geht verloren.
Abwärme kann nicht im gesetzlich geforderten Umfang genutzt werden - Veränderung des Mikroklimas
Nahezu die gesamte IT-Leistung wird in Wärme umgewandelt. Mit der Abwärme könnten mehr als 350.000 Haushalte beheizt werden. Die gesamte Stadt Wittstock hat auf einer Fläche von 417,20 km² weniger als 10.000 Haushalte,Haushalte. zudemZudem ist der Transport der Abwärme vom RZ in die Stadt Wittstock nicht finanzierbar. Die Abwärme wird an die Umgebung abgegeben. Das wäre so, als würden 350.000 Haushalts-Heizlüfter (2kW) gleichzeitig auf Volllast laufen. Die Umgebungstemperatur wird merkbar ansteigen. (Studie dazu hier: arxiv.org/pdf/2603.20897)
Dauerhafte Veränderung der Region
Das Vorhaben bedeutet:
- jahrelanger Baustellenverkehr,
- Schwerlasttransporte durch die Region,
- erhebliche Schäden der (auch historischen) Baustruktur,
- Lärm- und Lichtemissionen,
- dauerhafte Veränderung des Umfeldes – optisch, infrastrukturell und gesellschaftlich,
- Wegzug von Familien,
- Sinken der
ImmobilienpreiseImmobilienpreise, - tägliche Abgase der Testläufe der Notstromaggregate verpesten die gesunde Landluft!
Kritische Infrastruktur und Sicherheitsfragen
Ein Rechenzentrum dieser Dimension zählt zur kritischen Infrastruktur. Dazu gehören:
- großflächige Sicherheitszonen,
- dauerhafte Überwachung,
- Hochsicherheitszäune,
- Netzersatzanlagen,
- Im Krisenfall ist solch eine Großanlage ein strategisches Angriffsziel.
- (Zum Weiterlesen: www.golem.de/news/angriffe-auf-rechenzentren-krieg-am-golf-stellt-ki-plaene-infrage-2603-206219.html)
Fehlender regionaler Nutzen
Dem enormen Flächen- und Ressourcenverbrauch stehen vergleichsweise wenige dauerhafte Arbeitsplätze gegenüber. Finanzielle Zusagen konnten nicht genannt werden.
Viele zentrale Fragen bleiben offen:
- Wer profitiert?
- Wie viel Wasser wird für die Baustellenphase und den laufenden Betrieb benötigt?
- Wer ist die Betreiberfirma?
Oder sind es gar mehrere? - Welche Kosten entstehen langfristig für Kommunen und Steuerzahler?
- Wer finanziert Infrastrukturfolgen?
- Welche Auswirkungen entstehen für Landwirtschaft, Tourismus und Wohnqualität?
- Was sind
weitereAuswirkungen auf die Naturräume? - Was geschieht mit dem aus EU-Mitteln finanzierten Fahrradweg?
- Es wurde von einem ganzen Rechenzentrums-Campus gesprochen. Doch welche Forschungs-/ Bildungseinrichtung wird sich denn auf dem Freyensteiner Acker im Brandenburger Nirgendwo niederlassen?
Wir fordern
- einen sofortigen Stopp der Planungen,
- unabhängige Untersuchungen zu Wasser, Umwelt und Infrastruktur,
- vollständige Transparenz aller Gutachten und Verträge,
- echte Bürgerbeteiligung,
- den Schutz von Landschaft, Natur und Lebensqualität,
- dass die Neuansiedlung von Industriegebieten in Siedlungsnähe nur unter Beteiligung der betroffenen Menschen erfolgen darf!
Selbst eine kleinere Version macht auf unserem Acker keinen Sinn!
Wir sind dafür, dass:
- Rechenzentren genau geplant und die gesellschaftlichen Risiken der KI hinterfragt werden.
- Rechenzentren dezentral auf bereits versiegelten Flächen angelegt werden,
nurauf Gewerbeflächen in der Nähe geeigneter Wärmeversorgungsnetze undInfrastruktu,rInfrastruktur aber nicht auf dem Acker. - Wildwuchs durch
reineSubventionspolitik verhindert wird. - unsere Steuergelder sinnvoll eingesetzt werden - nicht um unsere Natur und unseren Lebensraum zu
zerstören.zerstören!
Wittstock/Dosse darf nicht zum Experimentierfeld internationaler Großinvestoren werden.
Petition des Vereins - NEIN zum Rechenzentrum Wittstock/Dosse - für Landschaftsschutz, Umwelt und Lebensqualität e.V.
Alle Angaben haben wir mit bestem Wissen und Gewissen recherchiert.
Wir sind der Verein - NEIN zum Rechenzentrum Wittstock/Dosse - für Landschaftsschutz, Umwelt & LebensqualitätKontakt:
E-Mail: info@nein-rz-wittstock.de
Website:
nein-rz-wittstock.de – Bürgerinitiative NEIN zum Rechenzentrum Wittstock/Dosse für Landschaftsschutz, Umwelt & Lebensqualität
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 90