Region: Cuxhaven

Oberdeck der Alten Liebe erhalten – Wahrzeichen Cuxhavens bewahren

Petition richtet sich an
Oberbürgermeister Uwe Santjer

10.131 Unterschriften

100 %
2.744 von 780 für Quorum in Cuxhaven Cuxhaven

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2.744 von 780 für Quorum in Cuxhaven Cuxhaven
  1. Gestartet 07.02.2026
  2. Sammlung noch > 7 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Neuigkeiten

23.02.2026, 04:41

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

ein gewaltiger Meilenstein: Wir haben die Marke von 9.000 Unterschriften überschritten! Dies dokumentiert eindrucksvoll, dass die „Alte Liebe“ mehr ist als eine hölzerne Konstruktion. Sie ist unser gemeinsames "Wohnzimmer am Meer", ein weltweit geschätzter, historisch identitätsstiftender Ort und für viele ein Ort der Trauerbewältigung nach Seebestattungen.

⚓ Es geht um weit mehr als um Holz und Beton
Dieser Protest zeigt: Es geht hier um die Seele unserer Stadt und um den Respekt vor dem Bürgerwillen. Der Imageschaden für Cuxhaven ist bereits jetzt erheblich, da Menschen weltweit fassungslos auf den geplanten Rückbau blicken. Wenn bürgerschaftliches Engagement ignoriert wird, entsteht eine gefährliche Frustration, die das Fundament unserer Gemeinschaft belastet.

📜 Historische Fakten aus dem Stadtarchiv
Unsere Recherchen in den historischen Unterlagen belegen die Weitsicht unserer Vorfahren. Schon beim Wiederaufbau 1982 unter Oberbürgermeister Albrecht Harten führten unsere Vorfahren denselben Kampf wie wir heute. So sollte die „Alte Liebe“ aus Kostengründen einer öden Betonplattform weichen. Dies konnte damals verhindert werden, da das Bauwerk bereits weltweit bekannt und einzigartig war und der historische Charakter erhalten werden sollte. Letztlich wurde zugunsten der zweigeschossigen Holzkonstruktion auf Stahlbetonpfählen entschieden, die am 11. März 1982 feierlich eröffnet wurde. Zeitungsberichte legen nahe, dass eine Planung als reiner Betonklotz schon damals einen Sturm der Entrüstung ausgelöst hätte, der bis nach Hannover zu spüren gewesen wäre.

Die Dokumente von damals werfen wichtige Fragen für die heutige Planung auf

🔹️Bewusste Materialwahl: Die damalige Entscheidung gegen einen reinen Betonbau war eine bewusste Wahl für die maritime Identität, die man sich damals – trotz der Mehrkosten von ca. 200.000 DM – etwas wert sein ließ.

🔹️Funktionalität und Tradition: Eine erhöhte Besucher- und Aussichtsplattform war stets fester Bestandteil der Planung, ebenso wie die geschätzten Sitzmöglichkeiten (die sogenannten „Rentnerbänke“). Diese zweigeschossige Struktur wurde auch aufgrund der besonderen Wetterbedingungen und ihrer Einmaligkeit nie infrage gestellt.

🔹️Technische Grundlage: Das Niedersächsische Hafenamt (Vorgänger von NPorts) konzipierte die Unterkonstruktion nach den Regeln der Technik aus Stahlbetonpfählen, um die zweigeschossige Holzkonstruktion sicher zu tragen. Diese Basis sollte laut zeitgenössischen Berichten des Hafenamtes „viele Jahrzehnte“ Bestand haben.

🔹️Historische Orientierung: Man orientierte sich beim Wiederaufbau am Erscheinungsbild bis 1934, um das Bauwerk auf seinen Ursprung zurückzuführen.

🏗️ Fachliche Einordnung und Denkmalschutz
Der renommierte Technikhistoriker Prof. Dr. Rolf-Jürgen Gleitsmann-Topp stuft die „Alte Liebe“ als ein „außergewöhnliches technisches Kulturdenkmal“ mit überregionalem Erkennungswert ein. Er betont ausdrücklich, dass das Bauwerk in seiner Substanz nicht „verstümmelt“ werden dürfe.

❓️Dass heute – trotz eines Budgets von 5 Millionen Euro – behauptet wird, die Statik der bestehenden Stahlpfähle reiche für das hölzerne Oberdeck nicht aus, während gleichzeitig eine schwere, neue Betonplatte geplant wird, wirft fachliche Fragen auf, die dringend geklärt werden müssen. Ist eine so schwere Betonplatte wirklich notwendig? Wurden Alternativen geprüft?

🏛️ Unser Appell an die gewählten Volksvertreter
Am Donnerstag, den 26.02.2026 findet die Ratssitzung statt. Wir erinnern unsere gewählten Ratsmitglieder daran: Sie sind die Vertreter des Bürgerwillens. Wir erwarten, dass Sie uns in unserem berechtigten Anliegen unterstützen und dass Sie gegenüber NPorts kritisch hinterfragen, warum die bewährte Identität Cuxhavens geopfert werden soll. Weiter fordern wir die notwendige Transparenz.

✅️ Barrierefreiheit ist ein hohes Gut – doch sie ist auf der unteren Ebene bereits heute vollständig gegeben und darf nicht als Argument für den Rückbau historischer Identität dienen.

🔄 Wie geht es weiter?
Ich habe den Oberbürgermeister, die Stadtratsmitglieder und Fraktionsvorsitzenden vorab per Sammelmail ans Rathaus sachlich über die historischen Fakten informiert. Wir erwarten die Beachtung des Bürgerwillens und eine Lösung, die Cuxhavens maritimes historisches Gesicht bewahrt.

🤝 Bitte teilt die Petition weiterhin in eurem Bekanntenkreis, auf Plattformen, in Cafés, Geschäften etc..
Manuelle Unterschriftenlisten können hier ▶️ www.openpetition.de/eingang/petition/oberdeck-der-alten-liebe-erhalten-wahrzeichen-cuxhavens-bewahren heruntergeladen und wieder hochgeladen werden.
Bitte achtet auf Vollständigkeit, jede Person darf nur einmal unterzeichnen und alle die bereits online unterschrieben haben, wurden entsprechend berücksichtigt.

Vielen Dank für eure unglaubliche Unterstützung.

Herzlichst,


Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

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