• Die Petition wurde eingereicht

    27.11.2015 12:02 Uhr

    Liebe Unterstützer und Unterstützerinnen,

    nach dem nun auch die letzten Sammellisten eingetrudelt sind konnten wir heute die Petition an den Petitionsausschuss des Landtages NRW übermitteln. Insgesamt haben wir in nur 60 Tagen 6568 Unterschriften sammeln können, davon 4847 Stimmen allein aus Duisburg. Vielen Dank noch mal an die fleißigen Sammler und Sammlerinnen die sich zum Schluss fast täglich auf den Weg gemacht haben damit wir unser Sammelziel mehr als nur erreichen.

    Wir haben sehr großen Zuspruch, auch von Eltern und Lehrer vieler anderer Schulen in NRW erhalten. Die Hebbelschule ist demnach kein Einzelfall. Die am Dienstag veröffentlichten Ergebnisse einer Umfrage zur Umsetzung der Inklusion durch die GEW (www.gew-nrw.de/index.php?id=3259) sprechen für sich. Bei den Inklusionsgesetzen muss dringend nachgebessert werden. Dabei darf die wertvolle Arbeit der Sonderpädagogen nicht zu einer Art „Feuerwehr“ verkommen, die von Schule zu Schule flitzt, nirgendwo zuverlässiger Ansprechpartner sein kann und kaum eine Beziehung zu den Kindern aufbauen kann. Das finden nicht nur wir Eltern. Eine Umsetzung mit der „heißen Nadel“ oder nach dem „Gießkannenprinzip“ verspricht jedenfalls keinen Erfolg. Eher das Gegenteil wird erreicht, Eltern, Lehrer und Kinder sind frustriert und enttäuscht, wie es ja auch immer wieder im Laufe der letzten Monate aus den Medien zu erfahren ist. Inklusion muss daher schrittweise konzeptionell umgesetzt werden, und im Einzelfall auch der örtlichen (Personal-) Situation angepasst werden.

    Wir haben daher heute diese Massenpetition an den Petitionsausschuss des Landtages NRW übermittelt. Wir fordern die Rückkehr zu dem seit 20 Jahren bewährten Modell für Inklusion an der Hebbelschule zurück, für das wir uns als Eltern bei der Anmeldung der Kinder entschieden haben. Wir sind der Meinung, dass es gerade auf dem aktuellen Weg in eine inklusivere Gesellschaft Fälle gelingender Inklusion geben muss, damit man solche Vorreiterschulen als gute Beispiele sehen kann um nach und nach positiv beflügelt das Modell „Inklusive Schule“ verstärkt auszubauen. Im Sinne der sozialen Gerechtigkeit für alle und um die Qualität der Bildung für alle Schüler in NRW zu sichern sollte dies eben nicht mit der Brechstange herbeigeführt werden, sondern unter Berücksichtigung der jeweiligen Rahmenbedingungen in einem gut durchdachten Stufenplan, so dass schon erfolgreiche Inklusionsschulen wie die Hebbelschule nicht plötzlich sinnlos kaputtgespart werden.

    Jetzt aber heißt es wohl erstmal abwarten.

    Aktuelle Berichte sind unter folgenden Links zu finden:
    www.derwesten.de/staedte/duisburg/duisburger-hebbelschule-soll-vorreiter-im-kampf-um-sonderpaedagogen-sein-id11317389.html
    www.lokalkompass.de/duisburg/politik/elternpetition-der-ggs-hebbelstrasse-es-ist-gelungen-d601813.html

    Wie es weiter geht kann man außerdem auf der Seite www.facebook.com/ElternprotestHebbelschule/ verfolgen!

    Auf ein gutes Gelingen!

    i.A. Christina Herold

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