18.08.2026, 15:01
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
vielen Dank, dass ihr die Berichterstattung zu unserer Petition und der geplanten Freiflächen-Photovoltaikanlage verfolgt und euch mit Leserbriefen einbringt. Diese öffentliche Präsenz ist wichtig, damit unser Anliegen sichtbar bleibt.
Ein besonderer Dank an Herrn Claßen, Frau Federmann-Döbber und Herrn Lorberg, die Leserbriefe in der Rheinischen Post und der Aachener Zeitung eingereicht bzw. veröffentlicht haben.
Die Rheinische Post hat uns mitgeteilt, dass sie zu der geplanten FFPV-Anlage vorerst keine weiteren Leserbriefe veröffentlicht. Umso wichtiger ist es, das Thema durch Gespräche, unsere Petition und weitere Aktionen präsent zu halten.
Wir bleiben dran. Die vielen Stimmen zeigen: Es ist kein Einzelprotest, sondern ein Anliegen vieler Menschen in der Region.
Ich möchte hier gerne noch die geschätzte Granteratherin und Diplom-Biologin Frau Federmann-Döbber zu Worte kommen lassen, die unsere Situation wie folgt treffend darstellt:
Naherholung, Natur und Landschaft sind bedroht
In Granterath, Baal und Umgebung sorgen sich die Bürgerinnen und Bürger derzeit um die Zukunft ihrer Naherholung. In der Feldflur zwischen dem Granterather Wald und dem Naturschutzgebiet Haberger Wald soll eine großflächige Photovoltaik-Anlage gebaut werden und diese Wälder auf einer Länge von ca. 1 km wie ein monströser Sperr-Riegel voneinander trennen.
Aus einer idyllischen Landschaft mit abwechslungsreichen Ausblicken und dem bewegten Bodenrelief des Baaler Riedellandes soll nach den Bestrebungen der Stadt Hückelhoven der Bauplatz für eine riesige technische Anlage werden.
Aus diesem Grund hat sich eine Bürgerinitiative gebildet, die im Rahmen einer offenen Petition gegen das geplante Vorhaben Unterschriften sammelt. Die für eine Photovoltaik-Anlage gewählte landwirtschaftliche Fläche liegt inmitten wertvoller Waldflächen, Bachtäler und Bruchwald.
Das Landschaftsbild hat ein ausgeprägtes Relief, das durch Hanglagen und kleine Höhenzüge belebt wird. Diese reizvolle Landschaft ist die Erholungslandschaft von vielen Bürgerinnen und Bürgern der umliegenden Dörfer, die hier gerne spazieren gehen.
Aber auch der Naturschutz ist von dem Vorhaben massiv berührt. Der ganze Bereich ist im Biotopkataster des Landes NRW als Biotopverbundfläche von besonderer Bedeutung ausgewiesen. Das dort ausdrücklich genannte Ziel ist der Erhalt und die Optimierung aller Restwaldfächen durch Vernetzung, in deren Mittelpunkt künftig jedoch nach der vorliegenden Planung eine technische Anlage die Landschaft dominieren soll. Die entstehende Barrierewirkung der großflächigen Photovoltaik-Anlage unterbricht den überregionalen Waldbiotopverbund mit weitreichenden Folgen für die hier lebenden Arten.
Das Vorkommen von seltenen, geschützten Vogelarten wie Neuntöter, Schwarzkehlchen, Mittelspecht und Feldlerche unterstreicht die Bedeutung des Gebietes für den Naturschutz. Im Bereich um die Eichen - und Buchenwälder kommen mehrere, auch besonders seltene Fledermausarten vor.
Diese Tierarten stehen stellvertretend für die besondere Artenvielfalt dieser Landschaft und die Wertigkeit ihrer Biotope.
Im Bebauungsplan 2-232-0 der Stadt Hückelhoven soll die landwirtschaftliche Feldflur zwischen Granterather Wald und Haberger Wald zukünftig mit einer baulichen Nutzungszahl wie in einem städtischen Bereich bebaubar werden. Die Mitglieder der Petition gehen davon aus, dass der Vorhabenträger als Großgrundeigentümer in der Region geeignetere Flächen für eine derartige Anlage finden kann als die mitten in unserer Erholungslandschaft.
Vielen Dank für eure Unterstützung und euer Engagement!
Anke Kaiser