23.04.2026, 05:55
Wir müssen über eine besorgniserregende Verschärfung der Situation informieren: Der Körnerplatz ist nicht nur eine wichtige Aufenthaltsfläche, sondern ein zentraler Bestandteil eines stark frequentierten Schulwegs. Täglich bewegen sich hier zahlreiche Kinder zu Fuß und mit dem Fahrrad zwischen Grundschule, Oberschule, Sporthalle und Bibliothek.
Die aktuelle Planung verschärft die Gefahrenlage erheblich:
- Zweifache Barriere für Kinder: Schüler müssten künftig den Busverkehr auf ihrem Weg zweimal queren.
- Überlagerung der Verkehrsströme: Gleichzeitig soll eine Fahrradhauptverbindung direkt durch diesen Bereich geführt werden. Es entsteht eine hochproblematische Mischung aus Busverkehr (inkl. komplexer Rangierbewegungen), starkem Radverkehr und Fußgängern.
- Verstoß gegen Sicherheitsprinzipien: Während bundesweite Initiativen zur Schulwegsicherheit die Trennung von Verkehrsströmen fordern, plant Markkleeberg hier eine Bündelung auf engstem Raum. Leise E-Busse und mehrfache Kreuzungspunkte erhöhen das Risiko für Kinder drastisch.
Zusätzliche Belastung durch S-Bahn-Ausdünnung:
Die Situation wird durch die aktuelle Verkehrspolitik weiter verschärft: Durch die Ausdünnung des S-Bahn-Taktes nach Markkleeberg wird der Druck auf den Busverkehr künstlich erhöht. Anstatt den Schienenverkehr zu stärken, wird nun versucht, die Last auf ein sensibles Wohnquartier abzuwälzen.
Ein sicherer Schulweg und die Lebensqualität der Anwohner dürfen nicht zum Reparaturbetrieb für Lücken im S-Bahn-Netz werden! Wir fordern eine Planung, die Gefahren minimiert, statt neue Knotenpunkte zu schaffen.