Petition richtet sich an:
Stadtrat der Großen Kreisstadt Markkleeberg und Oberbürgermeister Karsten Schütze
Worum geht es?
Der Theodor-Körner-Platz in Markkleeberg (ehemalige Wendeschleife der Straßenbahnlinie 9; seit 2015 stillgelegt) soll zu einem Bus-Betriebsstandort mit Ladeinfrastruktur und Wendeschleife auf dem alten Schienenstrang umgebaut werden.
Aufgrund offenkundiger Versäumnisse seitens der Stadtverwaltung sah sich der Stadtrat in seiner Sitzung am 25.März 2026 dazu genötigt, die eigentlich geplante Abstimmung hierzu zu vertagen. Dies geschah u.a. auch wegen erheblichen Protestes der Anwohner und interessierter Bürger.
Die Bürgerinitiative „Lebenswerter Körnerplatz!“ spricht sich ausdrücklich für E-Mobilität und den Verbleib einer regulären Haltestelle am Platz aus.
Sie wendet sich aber gegen den Ausbau des Platzes zur Endhaltestelle mit Ladeinfrastuktur und Wendeschleife!
Begründung
Unsere Argumente gegen das Vorhaben:
1. Gefahr für unsere Kinder – Spielstraße und Schulweg
Der Platz ist das Herzstück eines Quartiers mit Grundschule, Oberschule, Sporthalle und Bibliothek. Er grenzt direkt an eine Spielstraße. Den Ausbau zu einem Knotenpunkt mit bis zu vier rangierenden Gelenkbussen zu forcieren, ist unverantwortlich. Die Sicherheit der Kinder auf ihrem täglichen Weg darf nicht dem Taktplan der LVB geopfert werden!
2. Belastung der Anwohner
Die Errichtung einer Buswendeschleife mitsamt der notwendigen Ladeinfrastruktur stellt eine erhebliche Belastung für das gesamte Wohnquartier, insbesondere das unmittelbar angrenzende Alten- und Pflegeheim, dar. Die geplante Ladeinfrastruktur führt zu Dauerlärm (Summen der Trafos), Lichtverschmutzung und massiver Unruhe durch Pausenzeiten und Rangierverkehr – rund um die Uhr. .
3. Versiegelung einer öffentlichen Grünfläche
Die Stadt Markkleeberg fördert mit der Initiative „Grünes Zuhause“ finanziell den Erhalt von privatem Grün. Gleichzeitig will sie hier die Versiegelung einer öffentlichen Grünfläche für den Bau von Ladestationen, Trafohäuschen und Verkehrsflächen beschließen. Wer privates Engagement einfordert, darf öffentliches Gut nicht mutwillig zubetonieren!
Außerdem wirbt die Stadt mit Schwammstadtelementen (Zisternen/Rigolen). Doch eine echte Sponge City lebt von unversiegelten Böden und Baumbestand. Die geplante massive bauliche Anlage zerstört die natürliche Versickerung und das Mikroklima.
4. Verkehrsinsel statt Begegnungsraum
Durch die geplante umschließende Routenführung der Busse wäre der Körnerplatz förmlich eingekesselt. Was heute eine offene, zugängliche Grünfläche mit altem Baumbestand ist, wäre morgen eine isolierte Verkehrsinsel! Die Busroute (entlang der noch verbliebenen Gleise) wäre eine Barriere, die den Platz von den angrenzenden Wohngebäuden und der Spielstraße abschneidet. Ein sicherer Zugang und ein entspanntes Verweilen auf dem Platz wäre durch den umlaufenden Verkehr massiv erschwert und gefährlich.
5. Vertrauensbruch gegenüber der Bürgerschaft
Anders als von der Stadtverwaltung dargestellt, ist diese von der Stadt geplante Veränderung des Platzes ganz und gar nicht der vorrangige Wunsch der Bürger! Sie fühlen sich schlecht informiert und wenig einbezogen.
Unsere Forderungen:
- Sofortiger Stopp der Ausbaupläne für die Buswendeschleife am Theodor-Körner-Platz!
- Ergebnisoffene Prüfung von Alternativen und echter Planungswettbewerb durch externe Experten, unter Beteiligung der Bürger (z.B. Busbahnhof am S-Bahnhof oder alternative, zukunftsorientierte Routenplanung)!
- Aufwertung des Platzes als modernen und grünen Begegnungsraum für alle Generationen! (Spielplatz, Trimm-Dich, Ruhezonen)
Bürger müssen einbezogen und gehört werden
Schon heute, zukünftige vielgliedrige Entwicklungen einbeziehen und ÖPNV Netz verdichten
Sicherheit, Fahrradstrasse, Wegeneugliederung