15.02.2026, 08:37
Information der Bürgerinitiative „Rettet die Rodigallee“
Aktueller Stand des Gerichtsverfahrens, Februar 2026
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, liebe Nachbarinnen und Nachbarn,
wir möchten Euch offen und transparent über den aktuellen Stand unseres Gerichtsverfahrens informieren.
Wir haben das Eilverfahren verloren – und kämpfen trotzdem weiter
Das Verwaltungsgericht Hamburg hat unseren Eilantrag gegen den Umbau der Rodigallee abgelehnt. Das bedeutet jedoch keine endgültige Entscheidung über die Rechtmäßigkeit des gesamten Projekts, sondern betrifft vor allem die Frage, ob der Umbau vorläufig gestoppt werden muss.
Der Hauptgrund für die Niederlage liegt darin, dass das Gericht davon ausgeht, dass die Stadt den Straßenumbau in einem sogenannten nicht-förmlichen Verfahren durchführen darf. Nach Auffassung des Gerichts haben betroffene Bürger, Betriebe und Versorgungseinrichtungen in solchen Verfahren deutlich weniger Möglichkeiten, sich gegen Planungsentscheidungen zu wehren.
Genau hier setzt unsere weitere Klage an.
Warum wir weiterklagen
Wir werden Beschwerde beim Hamburgischen Oberverwaltungsgericht einlegen. Dort geht es um eine Grundsatzfrage:
Darf die Stadt durch die Wahl eines formlosen Planungsverfahrens den Rechtsschutz der Bürger faktisch aushebeln?
Andere Oberverwaltungsgerichte in Deutschland haben vergleichbare Fragen bereits anders bewertet. Für Hamburg gibt es bislang jedoch keine klare Entscheidung. Unsere Chancen bestehen genau darin, dass diese Rechtsfrage erstmals höchstrichterlich geklärt wird.
Unser Anwalt, hat uns hierzu eine klare und überzeugende Strategie vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt darauf zu zeigen, dass staatliche Planung – unabhängig vom gewählten Verfahren – nachvollziehbar, sachgerecht und fair abgewogen werden muss. Zudem soll deutlich gemacht werden, welche realen Auswirkungen der Umbau auf medizinische Versorgung, Arbeitsplätze und Infrastruktur hat. Diese Argumentationslinie bietet uns eine ernsthafte Chance, das Verfahren in der nächsten Instanz neu zu bewerten.
Medieninteresse wächst
Die Medien beginnen sich wieder intensiv mit dem Thema zu beschäftigen. Sowohl die MOPO als auch das Hamburger Abendblatt haben uns kontaktiert, nachdem sie Hinweise vom Verwaltungsgericht erhalten hatten. Eine offizielle Pressemitteilung des Gerichts gab es dazu allerdings nicht. Für uns zeigt das erneut, wie wichtig es ist, dass wir selbst aktiv Öffentlichkeit herstellen und unsere Sicht der Dinge darstellen.
Jetzt brauchen wir Eure Unterstützung mehr denn je!
Der weitere Rechtsweg ist mit erheblichen Kosten verbunden – insbesondere für Gutachten, juristische Verfahren und Beweisführungen. Gleichzeitig stehen uns als Bürgerinitiative keine staatlichen Mittel zur Verfügung.
Dass wir auch so viele private Spenden in den betroffenen Stadteilen mobilisiert haben, ist ein starkes Zeichen. Darauf können wir stolz sein. Aber um den nächsten Schritt vor Gericht zu gehen, müssen wir diese Unterstützung jetzt noch einmal ausbauen.
Spendenkonto:
Christian Paulsen
IBAN: DE35 2007 0024 0438 7551 00
BIC: DEUTDEDBHAM
Betreff: Rodigallee
Unser gemeinsames Ziel
Dieser Rechtsstreit betrifft längst nicht nur eine Straße. Es geht um die Frage, ob Bürgerinnen und Bürger sich künftig noch wirksam gegen tiefgreifende Veränderungen ihres Lebensumfeldes wehren können.
Wir stehen jetzt an einem entscheidenden Punkt. Viele haben bereits unglaublich viel Zeit, Energie und Engagement investiert. Jetzt gilt es, alle Kräfte zu bündeln, um diesen Weg konsequent weiterzugehen.
Jeder Beitrag – finanziell, organisatorisch oder durch Weitergabe unserer Informationen – hilft uns . Jeder 1€ Euro bringt uns einen Schritt näher daran, für unsere Nachbarschaft, unsere Versorgung, unsere Infrastruktur und unsere Stadt einzustehen.
Lasst uns diesen Weg weiterhin gemeinsam gehen.
Herzliche Grüße
Christian Paulsen
für Eure Bürgerinitiative „Rettet die Rodigallee“
initiative@rodigallee.com