Traffic & transportation

Rettet die Rodigallee – Für den Erhalt der leistungsfähigen Verbindungsstraße!

Petition is directed to
Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM)
1.676 Supporters 1.007 in Hamburg Wandsbek
35% from 2.900 for quorum
  1. Launched 21/06/2022
  2. Time remaining 10 days
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

I agree to the storage and processing of my personal data. The petitioner can see name and place and forward this information to the recipient. I can withdraw my consent at any time.

Die Rodigallee befindet sich auf einer Länge von mehr als 3 km im Bezirk Hamburg-Wandsbek und durchzieht die Stadtteile Marienthal und Jenfeld. Täglich verkehren ca. 30.000 Fahrzeuge auf der Rodigallee. Die Rodigallee verbindet die schleswig-holsteinische Gemeinde Barsbüttel mit Hamburg, ist Zufahrtsstraße für das Krankenhaus AK Wandsbek und ist eine Zubringerstraße zur Autobahn 24. Abschnittsweise verkehren zusätzlich bis zu sechs Buslinien auf der Rodigallee.

Nun plant der Hamburger Landesbetrieb für Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) die Rodigallee umzubauen. Die Rodigallee soll nicht nur saniert werden, in diesem Zuge soll eine Fahrbahnreduzierung erfolgen. Bislang besitzt die Rodigallee je zwei Fahrstreifen pro Richtung. Die Planung des LSBG sieht nun eine Reduzierung von je einem Fahrstreifen pro Richtung vor, um Platz für Radstreifen und eine Busspur stadteinwärts zu schaffen. Der Bau ist bereits für Mitte 2023 vorgesehen und soll bis 2025 dauern. Weder die Wandsbeker Bezirksversammlung noch die betroffenen Bürgerinnen und Bürger wurden bisher über die Umbaupläne informiert.

Forderungen: 

Um die Umsetzung der derzeitigen Umbaupläne für die Rodigallee zu verhindern, hat sich eine Bürgerinitiative „Rettet die Rodigallee“ gegründet. Mit dieser Petition setzen wir uns dafür ein, dass die Umbaupläne für die Rodigallee in dieser Form nicht umgesetzt werden. Eine Sanierung der Fahrbahn sowie der bestehenden Rad- und Fußwege und der Bushaltestellen begrüßen wir. Klimaschutz und CO2-Reduzierung sind wichtig. Wir sprechen uns aber entschieden gegen die Pläne der Fahrstreifenreduzierung aus. Eine Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sollte durchgeführt werden. 

Begründung:

Wir befürchten durch eine Fahrstreifenreduzierung:

-       mehr Staus

-       mehr Ausweichverkehre in die angrenzenden Wohngebiete

-       höherer CO2-Ausstoß

-       Konflikte zwischen Bus und Radfahrern

-       Wegfall von Parkmöglichkeiten

-       Fällung von alten Bäumen

-       Erschwertes Durchkommen für Rettungswagen

-       Verdrängung der Pendler aus Schleswig-Holstein

-       Hohe Baukosten

Was bedeutet das konkret?

Diejenigen, die an der Rodigallee wohnen oder dort täglich verkehren, wissen, dass es bereits jetzt täglich zu Staus kommt. Den Bauplänen ist zu entnehmen, dass den Planern bewusst ist, dass eine Fahrstreifenreduzierung zu Stau führt. In den Unterlagen heißt es dazu: „Die Reduzierung auf einen Fahrstreifen in Fahrtrichtung stadteinwärts wurde zunächst kritisch bewertet. Bei einer Reduzierung auf nur einen Fahrstreifen Richtung stadteinwärts sind bei der aktuellen anzunehmenden Verkehrsbelastung in den Spitzenstunden in den Knotenbereichen Rodigallee / Öjendorfer Damm / Barsbütteler Straße und Rodigallee / Schiffbeker Weg / Jenfelder Allee und Rodigallee / Holstenhofweg Überlastungen und entsprechende Rückstaulängen anzunehmen“. 

Reason

Mehr Staus und eine erhöhte Unfallgefahr wären also die Folge der Umbaupläne. Der sich aufstauende Verkehr, insbesondere an den genannten Knotenpunkten, würde zu Zeitverzögerungen entlang der Strecke führen, aber auch eine erhebliche Steigerung der Abgasbelastung, Gesundheitsgefährdung und mehr Lärm für Anwohner bedeuten. Durch Ausweichverkehre würde dies auch auf angrenzende Wohngebiete zutreffen. 

Des Weiteren ist zurzeit außerhalb der Stoßzeiten auf dem rechten Fahrstreifen der Rodigallee stadtauswärts das Parken erlaubt. Anwohner und dessen Besucher nutzen diese Parkmöglichkeiten. Ein Wegfall dieser Möglichkeit würde zu einer erheblichen Reduzierung der Parkmöglichkeiten führen und damit den Besuch von Verwandten, Freunden oder Handwerkern erschweren. 

In den Plänen heißt es außerdem, dass bei dem Umbau der Rodigallee insgesamt 30 Bäume gefällt werden sollen. Dabei handelt es sich um Bäume, die mehrere Jahrzehnte alt sind. Zwar sollen in dem Zuge neue Bäume nachgepflanzt werden, diese sind allerdings wesentlich kleiner und würden erst nach Jahrzehnten die Größe und CO2-Bindekraft wie ihre Vorgänger erreichen. 

Fraglich ist ebenfalls, wie sinnvoll die Verlegung des Radwegs auf die Fahrbahn ist. Zurzeit ist der Radweg baulich von der Straße getrennt. Sicherlich ist eine Sanierung des derzeitigen Radwegs notwendig, aber eine Verlegung auf die Fahrbahn würde zu weniger Sicherheit für die Radfahrer führen, da bei der neuen Planung Busse öfter den Radstreifen überqueren müssten, um Bushaltestellen zu erreichen. Schon heute können Radfahrer über die 2018/19 gebaute Veloroute 7, die weitgehend parallel zur Rodigallee von der Bovestraße (Marienthal) über den Holstehofweg / Kuehnstraße / Schimmelmannstraße bis zur Charlottenburger Straße in Jenfeld führt, eine schnelle und komfortable Alternative für Radfahrer nutzen. An einigen Stellen soll der Radweg an der Rodigallee zwar hinter der Haltestelle entlanggeführt werden, aber ob dies an allen Haltestellen möglich ist, auch ohne Konflikte mit wartenden Fahrgästen zu provozieren, ist fraglich. Zusätzlich ist anzunehmen, dass durch die hohe Frequenz an Rettungswagen, zum und vom AK Wandsbek, Busse und Autos häufig auf die Radspur ausweichen müssen, um den Rettungswagen Platz zu machen. Stausituation würden vor allem auch das schnelle Vorankommen von Rettungswagen negativ beeinflussen. 

Ein Großteil der Pendler, die täglich die Rodigallee nutzen, sind Pendler aus Schleswig-Holstein, insbesondere aus Barsbüttel. Da Barsbüttel weder ans Schnellbahnnetz angeschlossen ist noch über eine ausreichende Busverbindung verfügt, ist es vielen Pendlern nicht möglich auf andere Verkehrsmittel umzusteigen. Eine Verkehrsplanung, die eine wichtige Verbindungstraße betrifft, sollte auch die Interessen derjenigen berücksichtigen, die damit erreicht werden. 

Zu guter Letzt: Die Umbaumaßnahmen werden erhebliche Kosten auslösen mit einer entsprechend langen Bauzeit. Die Belastung von Anwohnerinnen und Anwohner, Pendlern und Lieferanten wird enorm sein. Trotzdem wurde davon abgesehen die Öffentlichkeit über die Umbaupläne frühzeitig zu informieren. Darüber hinaus ergeben sich aus der Planung eine Vielzahl an Fragen. Eine Bürgerbeteiligung ist deshalb mehr als geboten. Eine Befragung, die verschiedene Spurvarianten anbietet, wäre das mindeste. 

Fest steht für uns, dass der Umbau mit der Fahrstreifenreduzierung, wie zurzeit vom LSBG angestrebt, nicht umgesetzt werden darf. 

Die Bürgerinitiative „Rettet die Rodigallee“ freut sich über Ihre Unterstützung!

Infomaterial:

Die fachliche Beschreibung des Umbaus der Rodigallee von Seiten der Behörde (LSBG) finden Sie hier: 

„Erste Verschickung“ Jenfelder Allee bis Öjendorfer Damm

„Zweite Verschickung“ Bovestraße bis Jenfelder Allee:

Karten zu den Umbauplänen:

Östliche Rodigallee:

Westliche Rodigallee:

Drucksachen in der Bezirksversammlung Wandsbek

Thank you for your support, Frank Hiemer from Hamburg
Question to the initiator

Translate this petition now

new language version

News

Klimaschutz und CO2-Reduzierung sind wichtig. Erforderliche Maßnahmen dürfen aber nicht zur Einschränkung der Mobilität führen. Das gilt für alle Jahrgänge, aber auch für die Menschen, die aus beruflichen, gesundheitlichen oder anderen Gründen auf ein eigengenutztes Kfz angewiesen sind. Verkehrsplanung muss sich immer an der Lebensrealität der Menschen orientieren. In Hamburg erleben wir eine versuchte Verkehrsumerziehung. - Die nächsten Wahlen zur Hamburger Bürgerschaft sind für 2025 geplant!

Endlich macht ein Politiker ernst mit der dringend erforderliche Mobilitätswende - und macht sich BILD und CDU zum Feind sowie Anwohner, die immer noch nicht verstanden haben, dass das Ende des überdominanten, stinkenden und rücksichtslosen Autoverkehrs beschlossene Sache ist. Lieber Herr Tjarks, lassen Sie sich bloß nicht beirren und denken Sie bei aller Priorität fürs Fahrrad auch an den Ausbau und die Modernisierung des ÖPNV sowie Förderung innovativer Mitfahrkonzepte wie Moia & Mitfahrbank.

Why people sign

3 hours ago

Weil mich das nervt mit dem Radwegeausbau in HH. Auf den neuen Radwegen an der Straße fahren die Radfahrer wie Irre ohne Rücksicht auf den laufenden Verkehr. Meine größte Sorge ist, so einen mal unverschuldet als Kühlerfigur zu haben.

10 hours ago

Ich wohne hier und fahre täglich in die Innenstadt. Dieser Umbau hätte starke Auswirkungen auf meinen Arbeitsweg.

11 hours ago

Durch einen Rückbau wird mein Arbeitsweg von Staus betroffen sein und ich werde deutlich länger brauchen. Das kostet mich mehr Benzin und ist schlecht für die Umwelt.

16 hours ago

Wir wohnen direkt an der Rodigallee. Leider ist weder Barsbüttel noch Jenfeld an das U-Bahnnetz angeschlossen. Entsprechend staut sich schon jetzt morgens und abends der Autoverkehr enorm. Wenn jetzt noch zwei Spuren wegfallen, sind Megastaus vorhersehbar. Für uns Anwohner ist das eine nicht zumutbare Lärm- und Abgasbelastung. Ich bin traditionell für grüne Politik, aber bitte ohne Aktionismus, sondern mit Verstand.

16 hours ago

Wir haben jetzt schon zu Hauptverkehrszeiten Staus, die teilweise bis zur Universität zurück gehen. Die hierdurch bedingte Luftverschmutzung und der Straßenlärm mindert unsere Lebensqualität erheblich.

Tools for the spreading of the petition.

You have your own website, a blog or an entire web portal? Become an advocate and multiplier for this petition. We have the banners, widgets and API (interface) to integrate on your pages.

Signing widget for your own website

API (interface)

/petition/online/rettet-die-rodigallee-fuer-den-erhalt-der-leistungsfaehigen-verbindungsstrasse/votes
Description
Number of signatures on openPetition and, if applicable, external pages.
HTTP method
GET
Return format
JSON

More on the topic Traffic & transportation

Help us to strengthen citizen participation. We want to support your petition to get the attention it deserves while remaining an independent platform.

Donate now