28.06.2026, 04:44
Liebe Unterstützer*innen,
draußen werden heute wieder 40 Grad erwartet. Wer kann, flieht in den Schatten auf die Sportwiese.
Denn genau dort, wo Gras wächst, wo Bäume Schatten spenden, wo der Boden atmet, ist es kühler. Spürbar kühler. Das ist kein Zufall. Das ist Physik.
Wir haben gestern nachgemessen. Die Oberflächentemperatur auf der Sportwiese: 43 Grad – warm, aber erträglich – im Hinblick auf Lufttemperaturen von über 40 Grad. Die Oberflächentemperatur auf der benachbarten Plastikrasenfläche hingegen: 72 Grad. Zweiundzwanzig Grad mehr. Auf Kunstrasen kann man bei diesen Temperaturen weder barfuß stehen noch Sport treiben. Die Sportwiese kann man noch nutzen.
Das ist keine Meinung – das ist ein Messwert. Und er zeigt schonungslos, was es bedeutet, gewachsenen Boden durch Kunststoff zu ersetzen – und warum Grünflächen in einer aufgeheizten Stadt keine Freizeitoption sind, sondern eine Überlebensfrage.
Während Berlin in dieser Woche wieder schwitzt und hitzebedingte Gesundheitswarnungen ausgegeben werden, plant die Senatsverwaltung weiterhin, genau diese Fläche zu betonieren.
Die Sportwiese im Jahn-Sportpark soll versiegelt werden. Für ein Großstadion. Dessen Nutzen umstritten ist. Dessen Kosten explodieren. Und das niemandem im Kiez die Kühle zurückbringt, die wir gerade so dringend brauchen.
Jetzt ist der Moment, um uns Gehör zu verschaffen.
Kandidat*innen für die nächste Wahl hören gerade besonders aufmerksam hin. Die Hitzewelle macht sichtbar, worum es wirklich geht – und wir haben die Argumente.
Schreibt ihnen. Heute. Es dauert nur ein paar Minuten.
Wir haben Musterbriefe vorbereitet – für jeden Anlass und jeden Ton. Ob ihr als Elternteil schreibt, als ältere Person, als Sporttreibende, als Klimaschützerin oder einfach als Mensch, dem dieser Kiez am Herzen liegt: Es gibt einen Brief für euch.
https://www.jahnsportpark.de/schreib-fuer-die-sportwiese/
Sucht euch eure Version aus, passt sie mit eurem Namen an – und schickt sie ab. An euren Wahlkreiskandidaten, eure Abgeordnete, den Senator direkt. Je mehr Briefe ankommen, desto lauter ist unsere Stimme.
Was auf dem Spiel steht:
Die Sportwiese ist einige der wenigen Wiesen in Berlin, auf der barfuß trainiert werden kann – sauber, offen, kostenlos. Täglich treiben dort Menschen aller Altersgruppen und Hintergründe Sport: Yoga, Tai Chi, Frisbee, Kampfsport, Entspannung. Kein Vereinsbeitrag. Kein Eintritt. Keine Hürde.
Ist diese Fläche erst versiegelt, kommt sie nie zurück. Keine Klimapolitik, kein Stadtentwicklungsplan und kein Förderantrag bringt gewachsenen Boden zurück, der einmal unter Beton liegt.
Diese Hitzewelle ist kein Ausnahmezustand mehr. Sie ist unser neues Normal – und sie zeigt schonungslos, was es bedeutet, wenn eine Stadt ihre Grünflächen opfert.
Der Senat und die Politik muss das hören, von euch.
Eure Bürgerinitiative Jahnsportpark
Fragen oder Rückmeldungen? Antwortet einfach auf diese Mail.
PS.: Diesen Aufruf gerne weiterleiten – je mehr mitmachen, desto besser!