Rettet die Sportwiese im Jahnsportpark

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an:
Senatorin Iris Spranger, Senatsverwaltung für Inneres & Sport/ Senator Christian Gaebler, Senatsverwaltung für Stadt­ent­wicklung, Bauen und Wohnen

1.068 Unterschriften

Der Petition wurde teilweise entsprochen

1.068 Unterschriften

Der Petition wurde teilweise entsprochen

  1. Gestartet 2023
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Teilerfolg

Neuigkeiten

23.08.2026, 04:08

Bausenator Gaebler kommt zum Fototermin. Wir kommen auch!

Am 24. August um 14:30 Uhr lädt Bausenator Christian Gaebler (SPD) die Presse in den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Es soll ein Termin mit schönen Bildern werden: Bagger, Baufortschritt, ein „inklusiver Sportpark" für über 20.000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Was auf diesen Bildern nicht zu sehen sein wird, ist der Preis:

  • 30.000 m² Grünfläche sollen versiegelt werden.
  • 174 Bäume sollen fallen, dazu nahezu sämtliche Sträucher.
  • Die rund 10.000 m² große Sportwiese – frei zugänglich, kostenlos, barrierefrei – soll ab 2027 zu mindestens zwei Dritteln unter Kunstrasen verschwinden.

Kommt um 14:00 Uhr an die Topsstraße/Ecke Mossestraße. Eine halbe Stunde bevor der Senator vor die Kameras tritt, machen wir sichtbar, worüber er nicht sprechen will.

Naturwiese statt Plastikrasen – kein Olympia in Berlin!

Kundgebung am Montag, 24. August 2026, 14:00 Uhr
Ort: Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, Topsstraße/Ecke Mossestraße (öffentliche Durchquerung auf Höhe des Verwaltungsgebäudes), 10437 Berlin

Warum wir das nicht hinnehmen

1. Der Senat baut mitten in der Klimakrise eine Hitzeinsel
Prenzlauer Berg und Pankow gehören schon heute zu den am stärksten hitzebelasteten Gebieten Berlins. Während der Hitzewelle im Juni 2026 hat die Bürgerinitiative Jahnsportpark auf dem Gelände nachgemessen: Naturwiese 43 °C, Kunstrasen nebenan 72 °C. Fast 30 Grad Unterschied – bei gleichem Wetter, gleicher Sonne, wenige Meter voneinander entfernt. Eine Wiese verdunstet Wasser und kühlt ihre Umgebung. Plastikrasen heizt sie auf. Im selben Monat verzeichnete das Robert Koch-Institut bundesweit rund 5.100 hitzebedingte Todesfälle. Während überall über Entsiegelung, Schwammstadt und Hitzeschutz geredet wird, lassen die SPD-geführten Senatsverwaltungen für Sport und Stadtverwaltung das Gegenteil planen. Das ist keine Nachlässigkeit. Das ist eine fatale Entscheidung.

2. Bundesmittel für den Klimaschutz – ausgegeben für Beton und Plastik
Der Kunstrasenplatz soll für 3 Mio. Millionen gebaut werden, davon 1,3 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten", finanziert aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ – einem Programm, das ausdrücklich der klimagerechten Erneuerung dienen soll. Öffentliches Geld für Klimaanpassung fließt hier in Versiegelung. Wir fordern die vollständige Offenlegung der Förderunterlagen. Wer nichts zu verbergen hat, legt sie vor.

3. Gebrochene Versprechen
Senatsvertreterinnen und -vertreter haben eine Wiese „in vergleichbarer Größe" und „gleicher Qualität" zugesagt. Übrig bleiben soll rund ein Drittel – der Rest Kunstrasen. So sieht ein gebrochenes Versprechen aus. Über 1.000 Menschen haben bereits 2023 für den Erhalt der Wiese unterschrieben. Rund 20 Sportarten werden hier täglich ausgeübt: Yoga, Tai-Chi, Rugby, American Football, Kampfsport, Kinderfußball, Frisbee. Kostenlos, ohne Vereinsbeitrag, ohne Anmeldung, für alle. Es ist die einzige barfußtaugliche Sportfläche dieser Art in Berlin – und sie entlastet nach Einschätzung des Bezirksamts Pankow den Mauerpark. Genau dieser Sport – der Sport ohne Zuschauerrang – soll dem Stadionneubau weichen. „Inklusiv" nennt der Senator das.

4. Vergabe stoppen – vor der Wahl
Der Senat will möglichst schnell den Generalunternehmer beauftragen. Geschieht das noch vor der Abgeordnetenhauswahl, sind für Jahrzehnte Tatsachen geschaffen – an den Wählerinnen und Wählern vorbei. Wer im Wahlkampf Klimaschutz plakatiert und gleichzeitig 174 Bäume fällen lässt, muss damit rechnen, daran gemessen zu werden. Das gilt für die SPD, sie stellt die politische Hausleitung der Senatsverwaltung für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung.. Und es gilt für alle, die es zulassen.

Unsere Forderungen

  1. Sofortiger Vergabestopp – kein Generalunternehmer-Auftrag vor der Wahl.
  2. Vollständiger Erhalt der Naturwiese in ihrer heutigen Größe – kein Kunstrasen.
  3. Keine weiteren Baumfällungen und Strauchrodungen im Jahnsportpark.
  4. Offenlegung der Grundlagen der Bundesförderung/Förderunterlagen?.
  5. Ergebnisoffene Prüfung von Alternativen unter Beteiligung des Bezirks und der Nutzerinnen und Nutzer – ohne kostenintensiven Stadionneubau.
  6. Keine Olympiabewerbung auf Kosten der Berliner Grün- und Freiflächen. 7. Keine Verschwendung von Steuergeldern auf Kosten der Allgemeinheit.

Kommt am 24. August!
Montag, 24. August 2026 | 14:00 Uhr Topsstraße/Ecke Mossestraße (öffentliche Durchquerung auf Höhe des Verwaltungsgebäudes), Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark Bringt Transparente, Sportmatten, Bälle, Kinder, Nachbarinnen und Nachbarn mit. Bringt mit, wofür ihr die Wiese nutzt. Der Senator will Bilder vom Baufortschritt – wir liefern die Bilder von dem, was er dafür zerstört. Naturwiese statt Plastikrasen – kein Olympia in Berlin! Aufruf der NaturFreunde Berlin, unterstützt von der Bürgerinitiative Jahnsportpark.


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