Region: Zeuthen

Seestraße Zeuthen: Unsere Allee - Passé? Nee!

Petition richtet sich an
Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg, Landkreis Dahme-Spreewald, Gemeinde Zeuthen, Landesamt für Bauen und Verkehr, Hoppegarten

2.461 Unterschriften

Sammlung beendet

2.461 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet 2023
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht am 05.09.2024
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Neuigkeiten

13.07.2026, 10:22

Einladung 
Gemeinsam für den Erhalt der Zeuthener Allee

Freitag, 17. Juli 2026, 16:00 Uhr

Treffpunkt: 
Öffentlicher Gehweg an der Kreuzung Seestraße / Maxim-Gorki-Straße
15738 Zeuthen
(Wer kann, kommt bitte bereits einige Minuten früher. Das erleichtert die Organisation vor Ort.)

Liebe Freundinnen und Freunde alter Bäume,

der Kampf um den Erhalt der rund 250 alten Alleebäume an der Seestraße in Zeuthen ist trotz der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts keineswegs beendet. Das Gericht hat lediglich die Planung des Landes Brandenburg rechtlich bestätigt. Ob es jedoch wirklich keine baumschonendere Lösung für diese Straße gibt, ist damit noch lange nicht abschließend beantwortet.
Wir vom NABU Regionalverband Dahmeland e.V. und der Bürgerinitiative für den Alleebaum-Erhalt sind weiterhin überzeugt, dass Alternativen ernsthaft geprüft werden müssen.

So wurden auf anderen Landesstraßen in Brandenburg bereits Lösungen umgesetzt, bei denen vorhandenes Granitkleinpflaster überasphaltiert wurde, anstatt den gesamten Straßenkörper vollständig neu aufzubauen. Ein Beispiel hierfür ist die L742 zwischen Teupitz und Schwerin. Wir halten es für durchaus diskussionswürdig, ob ein vergleichbarer Ansatz nicht auch in Zeuthen zumindest ernsthaft hätte untersucht werden müssen.

Am Freitag wird es vor Ort Gelegenheit geben, unterschiedliche Sichtweisen zum geplanten Straßenausbau und zum Erhalt der Allee öffentlich miteinander zu diskutieren.
Wir würden uns deshalb sehr freuen, wenn möglichst viele Menschen kommen, die den Erhalt der Bäume unterstützen oder sich einfach selbst ein Bild machen möchten.
Besonders willkommen sind selbstverständlich auch Menschen mit fachlicher Erfahrung – beispielsweise aus den Bereichen Naturschutz, Landschaftsplanung, Straßenbau, Verkehr, Baumpflege oder Klimaanpassung. Ihre bloße Anwesenheit kann bereits dazu beitragen, dass die Diskussion sachlich bleibt und unterschiedliche Argumente angemessen berücksichtigt werden.

Aus unserer Sicht verdienen insbesondere folgende Fragen weiterhin öffentliche Aufmerksamkeit:

  • Ist das Brandenburgische Alleenschutzgesetz ausreichend berücksichtigt worden?
  • Welche Bedeutung haben Bundesnaturschutzgesetz und Bundes-Klimaschutzgesetz für eine Planung dieser Größenordnung?
  • Wurden die Empfehlungen des Leitfadens zur Gestaltung von Ortsdurchfahrten und der aktuellen Fachhinweise zu RAST 06/etc pp. vollständig ausgeschöpft?
  • Welche Rolle spielen die Hitzeschutzstrategien des Bundes, die ausdrücklich den Erhalt großer Stadtbäume und geschlossener Baumdächer empfehlen?
  • Sind die vorgebrachten technischen Gründe gegen einen baumschonenden Ausbau tatsächlich alternativlos?
  • Welche Erfahrungen sprechen dafür, dass Nachpflanzungen, Gehwegsanierungen oder eine geringere Eingriffstiefe auch unter Erhalt des Baumbestandes möglich sein könnten?

Gerade bei einem Eingriff, der den vollständigen Verlust von rund 250 alten Alleebäumen bedeuten würde, halten wir es für wichtig, dass diese Fragen weiterhin öffentlich und kritisch diskutiert werden.

Deshalb unsere herzliche Bitte:
Kommen Sie/Kommt Ihr am Freitag nach Zeuthen.
Zeigen Sie /zeigt mit Ihrer/Eurer Anwesenheit, dass Ihnen/Euch der Erhalt alter Alleebäume nicht gleichgültig ist.
Ob Sie sich aktiv an Gesprächen beteiligen oder einfach nur zuhören möchten – jede und jeder ist willkommen.

Wir freuen uns auf eine respektvolle, sachliche und faire Diskussion.

Matthias Rackwitz
für 
NABU Regionalverband Dahmeland e.V. und die Bürgerinitiative für den Alleebaum-Erhalt


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