• Petition in Zeichnung - Beschwerdebrief an die Bundesregierung

    at 10 Nov 2019 19:42

    Sehr geehrte MitstreiterInnen in Sachen Fluglärm,

    Folgende Mail wurde von verschiedenen Seiten u.a. an die Bundesregierung verschickt. Wenn Sie das Anliegen weiter unterstützen möchten, schicken Sie gerne dasselbe Schreiben an die gleichen Adressaten. Ich füge noch eine graphische Darstellung der Lärmbelästigung bei. Mit der App Flightradar24 kann man jedes Flugzeug orten und verfolgen, mit einem Screenshot lässt sich dann sehr schön veranschaulichen, was Anwohner gerade an Wochenenden zu ertragen haben. Nachfolgend der Text, den Sie gerne übernehmen können:
    Bundesregierung internetpost@bundesregierung.de
    Justizministerium poststelle@bmjv.bund.de
    Innenministerium poststelle@bmi.bund.de
    Umweltministerium zentrale@bmu.de-mail.de
    Verkehrsministerium poststelle@bmvi.bund.de

    11. Oktober 2019

    Der Lärm der Freizeitflieger ist unerträglich –
    die Bevölkerung muss endlich davor geschützt werden!

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    wir sind eine bundesweit vernetzte Gruppe von Anwohnern von (Sport)Flugplätzen, die nicht länger gewillt ist, eine völlig inakzeptable Rechtslage weiterhin hinzunehmen. Völlig unverständlich ist die gesetzliche Ungleichbehandlung zwischen Lärm am Boden und im näheren Luftraum. Rasenmähen ist zu Recht sonn- und feiertags verboten. Warum dürfen dann die Freizeitflieger an Sonn- und Feiertagen ohne nennenswerte Einschränkung ihren Lärm über das Land verteilen?

    Diese Lärmprivilegierung ist unmenschlich!

    Jede(r) von uns hat bisher einen völlig aussichtslosen Kampf mit lokalen, regionalen und in ihrem jeweiligen Bundesland zuständigen Behörden ausgetragen (Regierungspräsidien, Landesregierungen oder Landesbehörden der Flugsicherung), und wir mussten ALLE unabhängig voneinander DIESELBEN Erfahrungen machen:

    • Lokalpolitiker sind oft selber Hobbypiloten
    • Die Kontrolleure der Landesflugsicherung sind meistens selber Hobbypiloten und verschließen sich den Beschwerden der Anwohner, grobe Regelverstöße werden gemeldet aber offensichtlich NICHT geahndet, denn sie geschehen regelmäßig
    • Die jeweiligen Landesregierungen berufen sich auf bundesweit gültige Regelungen und zeigen KEINERLEI auch nur ansatzweise erkennbare Bereitschaft, sich in die Situation der Anwohner von Sportflugplätzen hineinzuversetzen
    • die Landesregierungen berufen sich auf Statistiken, die in keinerlei Hinsicht dem Problem gerecht werden

    Die Problematik stellt sich folgendermaßen dar:

    • Anwohner von Sportflugplätzen müssen es hinnehmen, dass nicht nur zu Feierabendzeiten sondern auch an Sonn- und Feiertagen von MORGENS BIS ABENDS Fluglärm herrscht
    • Dieser wird nicht nur verursacht durch Starts, Landungen und Platzrunden der Hobbypiloten, sondern GANZTÄGIG besonders durch die Absetzflugzeuge von Fallschirmspringern. Es dauert oft bis 30 Minuten, bis die Sprunghöhe erreicht ist, dann erfolgt der Abwurf, die Landung und kaum 10 Minuten später der erneute Start Das ergibt über einen Tag verteilt mehrere Starts, oft mit einer Lärmbelästigung über Stunden. Dabei bleibt VÖLLIG UNBERÜCKSICHTIGT, dass BIS ZUM NÄCHSTEN START DAS ROTIEREN DER FLIEGER NICHT AUFHÖRT!!!. Zwar mag die Dezibelzahl unter den zulässigen Werten (wer legt fest, was „zulässig“ ist?) bleiben, aber es ist die OMNIPRÄSENZ UND KONSTANZ des Fluglärms auch an Sonn- und Feiertagen, die die Anwohner mürbe und krank macht. Die Situation verstößt massiv gegen das im Grundgesetz geschützte Recht auf Sonntagsruhe, das die Politik uns konsequent vorenthält. Es gibt für Anwohner- gleichermaßen für alle umliegenden Ortschaften - KEINERLEI SONNTAGSRUHE.
    • Zudem werden Ortschaften direkt überflogen, Mindestabstände oder Höhen nicht eingehalten. Fallschirmspringer werden trotz komplett geschlossener Wolkendecke abgesetzt (es gibt Beweisvideos), aber die Flugbehörden nehmen diese Beschwerden nicht ernst und unternehmen NICHTS.
    • Wir sind auch nicht bereit länger hinzunehmen, dass jedes Wochenende für reine Spaßfliegerei tonnenweise CO2 ausgestoßen wird, während Pendler, die ihren PKW beruflich brauchen, sich zunehmend Repressalien ausgesetzt sehen.
    • Wir FORDERN DRINGEND eine Neuregelung der Flugzeiten für Sportflieger und vor allem Fallschirmspringer im Sinne des Schutzes der Sonntagsruhe.
    • Im Anhang finden Sie eine graphische Darstellung dessen, was wir jedes Wochenende ertragen müssen und wofür die Politik keinerlei Verständnis hat
    • Ebenso erhalten Sie Links über zahlreiche Presseartikel, die bundesweit dieses Thema aufgreifen, denn wir sind es ebenfalls leid, an unsere jeweiligen Landesregierungen verwiesen zu werden, die sich dann wiederum auf bundesweit gültige Regelungen verweisen.

    ES REICHT!!!

    Mit freundlichen Grüßen
    (Unterzeichner)

    Mit freundlichen Grüßen
    Ulrike Gutmacher

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