27.07.2026, 16:39
Es bleibt dabei
Wir gehen mittwochs auf die strasse und versuchen diesen Irrsinn noch zu stoppen
immer 17 Uhr ab Ecke Tucholsky-/Torstrasse
Der fürchterliche Anschlag auf den CSD macht uns wütend und traurig. Wir haben uns aber entschlossen, uns nicht vom Ziel und der Hoffnung auf eine bessere Stadt für alle abbringen zu lassen. Es wird am Anfang der Demo am Mittwoch eine Schweigeminute für die Opfer und ihre Angehörigen geben. Aber: Wir lassen uns nicht einschüchtern und gehen weiter in den öffentlichen Raum.
Bei unserer ersten Demonstration auf der Torstraße waren wir mehr als 300 Menschen. Das hat uns überwältigt und Mut für die kommenden Demonstrationen gemacht. Vielen, die teilgenommen haben, ist erst bei der Veranstaltung richtig klar geworden, wie absurd die „Lösungen“ sind, die im Rahmen der Planung der Senatsverwaltung nach „sorgfältiger Abwägung“ umgesetzt werden sollen. Viel weniger Bäume, abnehmende Aufenthaltsqualität und fragwürdige Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit für Menschen, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind. Senatorin Ute Bonde hat unlängst in der Zeitung erläutert, dass ein gemalter Strich auf der Straße noch keine sichere Radinfrastruktur ist. Aber genau das lässt sie ihre Verwaltung in der Torstraße planen: Ungeschützte Radwege, die jederzeit von Autos und Lkw mitbenutzt werden können. Das ist eine kreuzgefährliche Lösung aus den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts.
Aus der ersten Demo haben wir gelernt und dieses Mal wesentlich mehr Menschen angemeldet. Unabhängig davon, ob ihr alle zum zweiten Mal kommt, wird die Polizei mit mehr Personal vor Ort sein und den Verkehr anders lenken. Zurecht haben vor allem Eltern mit Kindern beim letzten Mal lautstark protestiert, dass der Demonstrationszug fast im fließenden Verkehr stattfinden soll. Wir wollen friedlich und kreativ unseren Protest zum Ausdruck bringen.
Eckhard Hasler
für die Bürgerinitiaitve Lebendige Torstraße