18.08.2026, 06:07
Es geht schon los mit den ersten Massnahmen!
Gerade jetzt gehen wir mittwochs auf die Strasse und versuchen diesen Irrsinn noch zu stoppen
immer 17 Uhr ab Ecke Tucholsky-/Torstrasse
Heute (Dienstag) früh war es so weit: Die ersten sichtbaren Maßnahmen zur Vorbereitung der „Umgestaltung der Torstraße“ haben begonnen. Nein, noch keine Baumfällungen. Aber die Wartehäuschen an den Bushaltestellen der Linien 142 und N40 werden abmontiert. Auch auf der Südseite der Torstraße, obwohl der Umbau nach dem Zeitplan der Senatsverwaltung dort frühestens im Dezember 2027 starten soll (auf der Nordseite ab Mai 2027). Die Menschen an der Torstraße, die auf den Bus angewiesen sind, werden also im wahrsten Sinne des Wortes im Regen stehen gelassen.
Warum? Um Baufreiheit zu schaffen. Für eine Maßnahme, die aus unserer Sicht in dieser Form gar nicht umgesetzt werden dürfte. Aus fachlichen, rechtlichen, finanziellen und ökologischen Gründen.
Darum ist es um so wichtiger, weiter mittwochs auf die Straße zu gehen, um unseren Protest gegen diese absurde Maßnahme laut in die Stadt zu tragen.
Schwerpunktthema der morgigen Demo wird „Stadt für Menschen“ sein. Ein Zitat von Jan Gehl, dänischer Architekt und Stadtplaner, der seit vielen Jahrzehnten in Kopenhagen, Dänemark und in aller Welt für eine menschengerechte Stadtplanung eintritt. Einer Stadtplanung, die nicht in erster Linie auf technischen, sondern sozialen Realitäten basiert. „The Human Scale“, der menschliche Maßstab sollte Ausgangspunkt aller Planungen und Anpassungen unserer Städte sein. Anders, als bei der aktuellen Planung der Senatsverwaltung für die Torstraße.
Und er sollte, nein muss(!) nicht nur hier in der Torstraße ein Maßstab sein, sondern auch bei den vielen anderen Projekten in unserer Stadt, wo unnötig und ohne die Menschen und ihre Alltagswirklichkeit zu berücksichtigen die Lebensqualität verschlechtert wird. Bäume werden zu hunderten und tausenden gefällt, als gäbe es kein Morgen. Disclaimer: Wenn ihr so weitermacht, gibt es kein Morgen, jedenfalls keins, in dem Lebensqualität noch eine Rolle spielt.
Es würde uns freuen, wenn ihr diese Informationen mit euren Nachbarinnen und Nachbarn, Gewerbetreibenden und Gesundheitseinrichtungen im Kiez sowie weiteren Interessierten teilt und natürlich, wenn wir uns bei den Demos sehen.
Eure Bürgerinitiative Lebendige Torstraße.
Bürgerinitiative Lebendige Torstraße
c/o
Eckhard Hasler, Elisabethkirchstraße 14, 10115 Berlin
hasler@stadtnachdenken.de