02.10.2026, 08:47
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
inzwischen liegt die konkrete Planung der Landeshauptstadt Hannover für den Verkauf am Maschsee-Ostufer ab 2027 vor.
In ihrer Stellungnahme zu dieser Petition hatte die Stadt am 23.06.2026 ausdrücklich erklärt:
„Die beliebten Coffee-Bikes wird es auch zukünftig am Maschsee geben!“
Weiter hieß es, durch die Neuregelung solle auch künftig ein gastronomisches Angebot „im mindestens bisherigen Umfang“ gewährleistet und ein transparenter sowie fairer Zugang für die Betreiber geschaffen werden.
Nun wissen wir, wie dieses neue System konkret aussehen soll.
Ab 2027 sollen am Maschsee-Ostufer insgesamt sechs feste Verkaufsstandorte vergeben werden – vier für Getränke und zwei für Speisen. Mobile Verkaufsstände wie Verkaufsfahrräder bzw. Coffee-Bikes bleiben damit grundsätzlich zulässig. Allerdings dürfen sie nicht mehr wie bisher mobil im Umherziehen verkaufen, sondern müssen an dem ihnen zugewiesenen Standort bleiben.
Die Sondernutzungserlaubnis wird jeweils nur für ein Kalenderjahr erteilt. Gibt es mehr gleichwertige Bewerbungen als verfügbare Standorte, entscheidet das Los.
Hinzu kommt eine erhebliche finanzielle Belastung: Für einen Verkaufsstand soll für 2027 eine Sondernutzungsgebühr von 3.192 Euro erhoben werden. Während des Maschseefestes vom 28.07. bis 15.08.2027 entfällt der jeweilige Standplatz; auch bei weiteren Großveranstaltungen kann dies geschehen. Ein Ersatzstandort wird nicht angeboten.
Damit ist nun klarer, was die Stadt unter dem angekündigten Fortbestand der Coffee-Bikes versteht:
Die Coffee-Bikes werden nicht verboten: das bisherige mobile Prinzip wird jedoch durch ein auf sechs Standorte begrenztes, ortsgebundenes und jährlich neu zu vergebendes System ersetzt.
Besonders interessant bleibt für mich die Aussage der Stadt vom Juni, das gastronomische Angebot werde „im mindestens bisherigen Umfang“ erhalten bleiben. Ob sechs Standorte, davon lediglich vier für Getränke, dieses Versprechen tatsächlich erfüllen, sollte anhand der bisherigen Zahl der entsprechenden Anbieter bzw. Erlaubnisse überprüft werden.
Positiv ist, dass die Stadt auf die Kritik reagiert und Coffee-Bikes ausdrücklich weiterhin zulassen möchte. Gleichzeitig unterscheiden sich die nun bekannt gewordenen Bedingungen erheblich vom bisherigen System. Gerade für langjährige Betreiber bedeutet die jährliche Neuvergabe einschließlich eines möglichen Losentscheids, dass der bisherige Standort bzw. die bisherige Tätigkeit nicht automatisch gesichert ist.
Ich werde die weitere Entwicklung daher aufmerksam verfolgen.
Vielen Dank an alle, die die Petition unterstützt haben!
Heiko Fuchs