Bündnis für das Wohnen – Alsterdorf ist ein Musterfall Mit dem neuen „Bündnis für das Wohnen in Hamburg“ bekennen sich Senat, Bezirke und Wohnungswirtschaft erneut zu mehr bezahlbarem Wohnraum, Nutzungsmischung und Innenentwicklung, insbesondere entlang gut erschlossener Hauptstraßen. Genau das fordern wir mit dieser Petition für die Alsterdorfer Straße: Mischnutzung statt reinem Gewerbegebiet, damit Wohnen und Arbeiten wieder nebeneinander möglich werden und Hamburg seine eigenen Senatsziele vor Ort umsetzt.
Die im Bündnis genannten Voraussetzungen treffen in Alsterdorf bereits heute zu:
Das Gebiet ist innerstädtisch, hervorragend angebunden (U‑Bahn, Bus, Nahversorgung).
Das „Gewerbegebiet“ ist faktisch seit Jahren ein Mischquartier mit viel Wohnen, Dienstleistungen und Einzelhandel.
Für klassische Gewerbenutzungen gibt es kaum Nachfrage: An einzelnen Standorten wie der „Alten Wäscherei“ Alsterdorfer Straße 254 stehen seit Jahren Vermietungsbanner, ohne dass sich neue Handwerks‑ oder Gewerbebetriebe ansiedeln wollen.
Statt unrealistischem „100% Gewerbe“ ließe sich hier sofort ein Teil der Bündnisziele umsetzen. Ein Beispiel dafür liegt bereits konkret auf dem Tisch:
Für das Grundstück Alsterdorfer Straße 254 wurde Ende 2025 ein Vorbescheidsantrag gestellt.
Geplant sind dort 100% öffentlich geförderte Wohnungen für Auszubildende und Studierende, ergänzt um eine nicht störende Erdgeschossnutzung (z.B. Café / Nahversorgung) – also ein idealtypisches Beispiel für „junges Wohnen“ und urbane Mischnutzung.
Das Bündnis fordert bei Nutzung des Wohnungsbau‑Turbos mindestens 35% geförderte Wohnungen – in Alsterdorf werden 100% angeboten.
Aus unserer Sicht ist das ein Widerspruch zu den aktuellen politischen Zielen: Während Hamburg auf dem Papier mehr Mischnutzung und mehr Wohnraum für junge Menschen will, wird in Alsterdorf ein idealtypischer Pilotfall ausgebremst.
Wir fordern daher:
Das Bündnis für das Wohnen und die neuen Instrumente (insbesondere den Wohnungsbau‑Turbo) auch in Alsterdorf konsequent anzuwenden.
Das Projekt Alsterdorfer Straße 254 als Pilotfall zu nutzen – mit 100% gefördertem „jungem Wohnen“ –, statt weiter an einem überholten Gewerbebild festzuhalten.
Parallel dazu das Planungsrecht entlang der Alsterdorfer Straße so anzupassen, dass die gelebte Mischnutzung endlich rechtlich zulässig wird.
Wer unsere Petition unterstützt, setzt sich damit nicht nur für bestehenden und neuen Wohnraum ein, sondern auch für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Mischnutzung in Alsterdorf – ohne passende Gewerbebetriebe zu verdrängen, sondern im Gegenteil neue Attraktivität für ihre Ansiedlung zu schaffen.
gerne möchte ich Euch alle kurz informieren, dass das Abendblatt einen ersten Artikel online gestellt hat. Hierzu habe ich hier auf der Seite den Link eingestellt. Mal schauen, ob es auch noch im Print einen Platz finden wird - es wäre uns zu wünschen.
Zudem habe ich noch zwei Dokumente zu eurer Information eingestellt:
1. einen alten Zeitungsartikel aus 1968 - der ebenfalls schon folgenden Titel trug: "Wohnungsbau verboten!" Der Artikel erschien kurz nachdem der Bebauungsplan Alsterdorf8 (Gewerbegebiet) beschlossen wurde. Schon damals gab es breites Unverständnis.
2. Einen E-Mail-Text, der heute von mir an alle politischen Fraktionen versandt wurde, um dort für ein Umdenken und Unterstützen zu werben.
Wir danken Euch für Euren Support und bitte weiterhin weitersagen und teilen - wir brauchen noch breiteren Support um hoffentlich wirklich etwas bewirken zu können.
bereits nach 2 Wochen haben wir über 700 Unterschriften sammeln können, so dass ich bereits heute auf die politischen Fraktionen mit der beigefügten E-Mail zugegangen bin.
Ich hoffe sehr, dass unserem gemeinsamem Anliegen Aufmerksamkeit geschenkt wird und es noch eine Chance gibt, die politischen Vertreter dazu zubewegen, dass ein Umdenken eintritt.
Hierbei spielt auch die jeweilige politische Fraktion keine Rolle, da dieses Thema von der breiten Öffentlichkeit unterstützt wird. So zeigt sich, dass es auch noch gemeinsame Ziele im Bezirk geben kann.
im heutigen Abendblattartikel (s. Presse) wurde der damalige Zeitungsartikel von 1968 erwähnt. Gerne stellen wir Euch/Ihnen diesen ebenfalls hier zur Verfügung.