unsere Petition läuft nur noch wenige Tage. Aktuell stehen wir bei 2.649 Unterstützungen insgesamt – davon 2.116 aus Hamburg-Nord. Damit haben wir 88 % des openPetition-Quorums erreicht. Für das Quorum fehlen uns noch 284 Stimmen aus Hamburg-Nord.
Das Quorum ist wichtig, weil openPetition bei Erreichen dieser Schwelle von den zuständigen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern eine Stellungnahme einfordert. Für das Quorum zählen nur Unterschriften aus der betroffenen Region – in unserem Fall Hamburg-Nord. Gleichzeitig gilt: Jede Unterschrift zählt, auch über das Quorum hinaus, weil sie öffentliche Aufmerksamkeit schafft und zeigt, dass dieses Thema viele Menschen bewegt.
Wir möchten aber auch ehrlich sein: Nach vielen Gesprächen und der bisherigen Korrespondenz mit Behörden, Bezirksamtsleitung, Baudezernat und politischen Vertreterinnen und Vertretern fast aller Parteien sind wir inzwischen sehr ernüchtert.
Trotz mehr als 2.600 Unterstützungen, trotz der Berichterstattung durch NDR und Hamburger Abendblatt, trotz unserer offiziellen Eingabe und trotz der klaren Rückmeldungen vieler Bürgerinnen, Bürger und Anwohnerinnen und Anwohner ist bislang kein ernsthafter Wille erkennbar, die Situation an der Alsterdorfer Straße wirklich neu zu bewerten.
Unsere Eingabe wurde in der Bezirksversammlung und im Stadtentwicklungsausschuss lediglich zur Kenntnis genommen. Eine vertiefte Auseinandersetzung mit den inhaltlichen Fragen hat aus unserer Sicht bisher nicht stattgefunden.
Das ist sehr enttäuschend.
Wir bleiben dabei: Ein urbanes Mischgebiet, in dem Wohnen und Gewerbe sinnvoll zusammen gedacht werden, wäre für die Alsterdorfer Straße zukunftsgerichtet, nachhaltig und stadtteilverträglich. Es geht nicht um die Verdrängung von Gewerbe, sondern um eine realistische, lebendige und faire Entwicklung unseres Quartiers.
Selbst die Handwerkskammer hat sich offen für einen zielführenden Dialog gezeigt und stünde für Gespräche zur Verfügung. Leider wird von Seiten der Behörde weiterhin an der bisherigen Linie festgehalten: Die Flächenausweisung soll Gewerbe bleiben.
Wir finden es schwer nachvollziehbar, dass in Zeiten großer Wohnungsnot so wenig Bereitschaft besteht, wenigstens ergebnisoffen über Alternativen zu sprechen. Viele Menschen im Stadtteil wünschen sich genau diesen Dialog.
Ob unsere Petition am Ende Erfolg haben wird, können wir derzeit nicht sagen. Ehrlicherweise sind wir inzwischen skeptisch. Aber wir möchten uns schon jetzt von Herzen bei allen bedanken, die unterschrieben, kommentiert, geteilt, diskutiert und unterstützt haben.
Eure Unterstützung war und ist ein starkes Zeichen für Alsterdorf.
Wir berichten weiter. Eure Initiative Pro Alsterdorf
wir haben inzwischen mehr als 2.400 Unterschriften erreicht – davon nahezu 2.000 aus Hamburg-Nord. Das ist ein starkes Zeichen. Vielen herzlichen Dank dafür!
Aus unserer Sicht ist nun der richtige Zeitpunkt gekommen, unser Anliegen auch offiziell an Politik und Verwaltung heranzutragen. Aufgrund der großen Unterstützung, der aktuellen Berichterstattung durch den NDR und das Hamburger Abendblatt sowie der weiter wachsenden öffentlichen Aufmerksamkeit haben wir eine formelle Eingabe an die Bezirksversammlung Hamburg-Nord vorbereitet.
Mit einer solchen Eingabe kann die Bezirksversammlung bzw. der zuständige Ausschuss gebeten werden, sich mit einem Anliegen offiziell zu befassen. Für Eingaben bei der Bezirksversammlung Hamburg-Nord gibt es nach unserer Kenntnis keine feste gesetzliche Bearbeitungsfrist. Die Geschäftsordnung sieht aber vor, dass Eingaben an den zuständigen Ausschuss überwiesen werden und Petentinnen und Petenten entweder zur Beratung eingeladen oder schriftlich über das Ergebnis informiert werden können.
Wir bitten daher um eine zeitnahe Befassung im zuständigen Gremium, insbesondere im Stadtentwicklungsausschuss.
Unser Ziel bleibt: eine sachliche, transparente und ergebnisoffene Prüfung der zukünftigen Entwicklung der Alsterdorfer Straße.
Wir hoffen sehr, dass unsere Eingabe aufgegriffen wird und Bewegung in die Sache kommt. Sobald wir eine Rückmeldung erhalten oder es Neuigkeiten gibt, berichten wir hier selbstverständlich weiter.
Morgen gegen 15 Uhr kommt eine Abendblatt-Redakteurin und möchte über unser Thema berichten und sucht dafür noch 1-2 Gesprächspartner, die sich ggf. auch ablichten lassen würden.
Sollte es 2-3 Leute unter Euch geben, die Zeit und Lust hätten….wir würden uns freuen.
First come, First serve :-)
Gerne einfach melden und uns (mir) bescheid geben.
Morgen gegen 15 Uhr kommt eine Abendblatt-Redakteurin und möchte über unser Thema berichten und sucht dafür noch 1-2 Gesprächspartner, die sich ggf. auch ablichten lassen würden.
Sollte es 2-3 Leute unter Euch geben, die Zeit und Lust hätten….wir würden uns freuen.
First come, First serve :-)
Gerne einfach melden und uns (mir) bescheid geben.
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, liebe Nachbarinnen und Nachbarn,
die Fraktionen von SPD, CDU und FDP in Hamburg-Nord haben am 12. Mai 2026 eine gemeinsame Presseerklärung zur Alsterdorfer Straße veröffentlicht. Darin sprechen sie sich für die langfristige Sicherung des Gewerbestandorts aus und lehnen Forderungen nach einer Umwandlung des Gebiets in ein Wohn- oder Mischquartier ab.
Aus Sicht der Initiative Pro Alsterdorf macht diese Presseerklärung deutlich, dass unser Anliegen inhaltlich offenbar weiterhin nicht zutreffend erfasst wird.
Wir fordern kein reines Wohnquartier. Wir fordern keine Verdrängung von Gewerbe. Wir stellen die Bedeutung von Handwerk, Dienstleistungen und kleinteiligen Betrieben für Alsterdorf nicht in Frage.
Im Gegenteil: Unser Anliegen ist eine städtebaulich geordnete, realistische und zukunftsfähige Verbindung von Wohnen und Arbeiten. Wir setzen uns für ein Quartier ein, in dem Wohnen, Handwerk, Dienstleistungen, Nahversorgung, soziale Infrastruktur und kleinteiliges Gewerbe planvoll nebeneinander bestehen können.
Genau diese Mischung prägt die Alsterdorfer Straße faktisch seit Jahrzehnten. Das Gebiet ist nach unserer Wahrnehmung kein klassisches, monofunktionales Gewerbegebiet, sondern ein gewachsenes, heterogen genutztes Quartier. Wohnen, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen, soziale Einrichtungen und Nahversorgung bestehen hier längst nebeneinander.
Die zentrale Frage lautet daher aus unserer Sicht nicht: Wohnen oder Gewerbe? Die zentrale Frage lautet: Wie können Wohnen und Gewerbe in Alsterdorf künftig sinnvoll, rechtssicher und städtebaulich verträglich miteinander verbunden werden?
Ein möglicher Weg wäre aus unserer Sicht ein Urbanes Gebiet oder eine andere gesteuerte Form der Mischnutzung. Damit könnten gewerbliche und handwerkliche Nutzungen gezielt gesichert werden — etwa in Erdgeschosslagen oder unteren Ebenen — während in den Obergeschossen zusätzlicher Wohnraum ermöglicht wird. Eine solche Lösung würde Gewerbe nicht verdrängen, sondern es dort sichern, wo es funktional sinnvoll, nachfragegerecht und verträglich ist.
Wir halten es daher für verkürzt, unsere Initiative als Forderung nach einer einfachen Umwandlung in ein Wohnquartier darzustellen. Ebenso halten wir es für problematisch, wenn der Begriff „Gewerbesicherung“ faktisch dazu führt, dass jede ergänzende Wohnnutzung als Gefährdung des Standorts bewertet wird, anstatt die Möglichkeiten einer gesteuerten, rechtssicheren Mischnutzung ernsthaft zu prüfen.
Auch der Hinweis, im Beteiligungsverfahren seien nur vereinzelt Eingaben für eine grundsätzliche Umwandlung eingegangen, greift aus unserer Sicht zu kurz. Die Petition wird inzwischen von mehr als 2.300 Menschen unterstützt, davon rund 1.900 aus Hamburg-Nord. Die zahlreichen Kommentare zeigen, dass die zukünftige Entwicklung der Alsterdorfer Straße viele Menschen im Stadtteil bewegt.
Wir begrüßen ausdrücklich, dass SPD, CDU und FDP in ihrer Presseerklärung die Bedeutung einer ausgewogenen Mischung aus Wohnen und Arbeiten betonen. Genau diese Mischung fordern wir. Kritisch sehen wir jedoch, dass die planerische Konsequenz bislang weiterhin darin besteht, neue Wohnnutzungen weitgehend auszuschließen und an einer reinen Gewerbegebietslogik festzuhalten.
Die Initiative Pro Alsterdorf lädt die Fraktionen deshalb weiterhin zu einem offenen, fachlichen und ergebnisoffenen Dialog ein. Unser Ziel bleibt eine Lösung, die sowohl Gewerbe und Handwerk als auch dringend benötigten Wohnraum berücksichtigt.
Pro Alsterdorf steht für: ein lebendiges Quartier, kurze Wege, Handwerk und Gewerbe vor Ort, bezahlbaren Wohnraum, und eine Planung, die die tatsächliche Situation an der Alsterdorfer Straße ernst nimmt.
wir haben die wichtigsten Hintergründe, Widersprüche und Beispiele rund um den Standort Alsterdorf in einer kompakten Präsentation zusammengestellt.
Sie zeigt, warum die aktuelle Linie vor Ort aus unserer Sicht nicht mehr zur Realität passt: Seit Jahren wird die gewachsene Nutzungsmischung beschrieben, trotzdem wird weiter an einem überholten Gewerbeansatz festgehalten. Selbst dort, wo Wohnen längst da ist oder möglich wäre, wird es zurückgedrängt oder verhindert.
Uns geht es dabei nicht um Zuspitzung um der Zuspitzung willen. Uns geht es um eine faire, sachliche und notwendige Debatte: Wie kann ein urban geprägter Standort wie Alsterdorf heute sinnvoll weiterentwickelt werden? Und warum werden vorhandene Spielräume für Wohnen, Mischung und Stadtentwicklung vor Ort so wenig genutzt? Die Präsentation macht diese Fragen anhand von Unterlagen, Zitaten und konkreten Fallbeispielen sichtbar.
Wir freuen uns, wenn Sie die Präsentation lesen, die Petition weiter unterstützen und den Beitrag mit anderen teilen. Gern können Sie die Präsentation bzw. das PDF auch in sozialen Medien oder im persönlichen Umfeld weiterverwenden, wenn Sie das Anliegen überzeugt.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung Initiative Pro Alsterdorf
wir möchten Sie über einen weiteren Schritt im Zusammenhang mit unserer Petition „Wohnen in Alsterdorf endlich zulassen – Mischquartier statt Gewerbegebiet!“ informieren.
Wir hatten den Alsterdorfer Bürgerverein gebeten, in einem seiner Formate kurz auf die Petition hinzuweisen und nach Möglichkeit eine neutrale Informations- und Diskussionsveranstaltung zur Zukunft der Alsterdorfer Straße zu unterstützen. Ziel war ausdrücklich nicht eine einseitige Positionierung, sondern eine sachliche Information über die planerischen Grundlagen, die rechtlichen Folgen der aktuellen Entwicklung und mögliche Alternativen.
Der Vorstand des Bürgervereins hat uns nun mitgeteilt, dass er derzeit weder über die Petition berichten noch selbst eine Veranstaltung hierzu ausrichten wird.
In seiner Rückmeldung nennt der Bürgerverein dafür insbesondere folgende Gründe:
Auch dort besteht der Wunsch nach einer positiven Entwicklung und höheren Attraktivität des Stadtteils.
Im Stadtteil werden unterschiedliche und teils kontroverse Interessen wahrgenommen.
Nach Auffassung des Bürgervereins werden viele Diskussionen ohne ausreichende Kenntnis der bisherigen Beteiligungsformate und der städtischen Entwicklungsplanung geführt.
Zudem verweist der Bürgerverein auf bereits getroffene Entscheidungen der Stadt sowie auf die inzwischen erarbeitete städtebauliche Entwicklungsplanung.
Der Verein betont dabei insbesondere den Wert von Planungssicherheit für die weitere Entwicklung des Stadtteils.
Wir respektieren diese Entscheidung, sind darüber aber durchaus überrascht. Gerade weil das Thema viele Menschen bewegt und weil die rechtlichen und planerischen Zusammenhänge für viele Bürgerinnen und Bürger schwer nachvollziehbar sind, hätten wir uns gewünscht, dass ein Bürgerverein hier zumindest Raum für neutrale Information und konstruktiven Austausch sieht.
In unserer Antwort haben wir deshalb deutlich gemacht, worum es uns als Initiative geht: nicht um eine vorweggenommene Festlegung, sondern um Aufklärung. Ein zentrales Anliegen unserer Petition ist es, verständlich zu erläutern, welche bau- und planungsrechtlichen Grundlagen entlang der Alsterdorfer Straße gelten, welche Folgen die aktuelle Planung für Wohnen, Gewerbe und Bestandsnutzungen hat und welche Alternativen es grundsätzlich gäbe.
Gerade vor dem Hintergrund des weiterhin angespannten Hamburger Wohnungsmarkts halten wir es für umso wichtiger, dass Bürgerinnen und Bürger nachvollziehen können, welche planungsrechtlichen Entscheidungen hier getroffen werden und welche Folgen sie für Wohnen, Gewerbe und die künftige Entwicklung des Stadtteils haben.
Wir sind überzeugt: Gerade in einem so wichtigen Stadtteilthema braucht es sachliche Information, transparente Darstellung der rechtlichen Lage und einen fairen Austausch über mögliche Lösungswege. Eine offene Diskussion kann selbstverständlich auch zu dem Ergebnis kommen, dass sich am Ende eine Mehrheit für den Erhalt des Gewerbegebiets ausspricht. Entscheidend ist aus unserer Sicht, dass die Bürgerinnen und Bürger überhaupt die Möglichkeit erhalten, informiert und nachvollziehbar über diese Fragen nachzudenken.
Genau dafür setzen wir uns weiterhin ein: für Aufklärung, Transparenz und eine konstruktive Diskussion über die Zukunft der Alsterdorfer Straße.
Help us to strengthen citizen participation. We want to support your petition to get the attention it deserves while remaining an independent platform.