Für eine bedarfsgerechte und institutionelle Finanzierung der Kinder- und Jugendarbeit in Bremen

Petition richtet sich an
Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft

1.295 Unterschriften

27 %
1.097 von 4.000 für Quorum in Freie Hansestadt Bremen Freie Hansestadt Bremen

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  1. Gestartet 10.05.2026
  2. Sammlung noch > 5 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft

Unsere Kinder sind keine Sparmaßnahmen!

Wir fordern daher von Senat und Bürgerschaft der Freien Hansestadt Bremen:
1. Erhalt bestehender Einrichtungen
Keine Schließungen und keine existenzgefährdenden Kürzungen bei Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit.
2. Verlässliche institutionelle Förderung
Kinder- und Jugendarbeit braucht langfristige finanzielle Sicherheit statt dauerhafter Unsicherheit.
3. Bedarfsgerechte Finanzierung
Die tatsächliche soziale Arbeit vor Ort sowie gewachsene Strukturen müssen berücksichtigt werden.
4. Transparente und nachvollziehbare Entscheidungen
Finanzierungsentscheidungen müssen fair, offen und öffentlich verständlich getroffen werden.
5. Beteiligung der Betroffenen
Träger, Mitarbeitende, Familien, Kinder und Jugendliche müssen ernsthaft in die weiteren Entscheidungen einbezogen werden.
6. Zukunft statt Rückbau
Kinder- und Jugendarbeit darf nicht als Sparpotenzial behandelt werden, sondern muss als Investition in Bremens Zukunft verstanden werden.
Wir setzen ein Zeichen gegen Kürzungen bei Angeboten und Trägern für Kinder und Jugendliche in Bremen.

Begründung

Kinder und Jugendliche brauchen Orte, an denen sie willkommen sind.
Orte, an denen sie spielen, lernen, Freundschaften schließen, Verantwortung übernehmen und Unterstützung finden können.
Genau solche Orte schaffen Jugendfarmen, Jugendfreizeitheime, offene Treffs und viele weitere Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit in Bremen — seit Jahrzehnten.
Diese Arbeit ist keine freiwillige Nebensache.
Sie ist Schutzraum, Bildung, Prävention, Integration, soziale Teilhabe und Zukunftssicherung zugleich.
Doch diese wichtige soziale Infrastruktur steht zunehmend unter Druck.
Bereits heute berichten Einrichtungen von spürbaren Folgen finanzieller Unsicherheit:

  • Angebote mussten eingeschränkt werden,
  • Personalstellen reduziert,
  • Projekte beendet,
  • Gruppenangebote abgesagt,
  • und wichtige soziale Arbeit zurückgefahren werden.

Betroffen sind Einrichtungen in verschiedenen Stadtteilen Bremens — unter anderem in Obervieland, Borgfeld, der Vahr und weiteren Stadtteilen, in denen offene Kinder- und Jugendarbeit seit Jahren wichtige soziale Verantwortung übernimmt.
Auch in Presseberichten wurde zuletzt deutlich, dass viele Träger große Sorgen um ihre Zukunft haben. Einrichtungen wie Jugendfarmen, Jugendfreizeitheime und offene Jugendangebote sehen sich durch neue Finanzierungs- und Verteilungsmodelle zunehmend unter Druck gesetzt.
Besonders problematisch ist die fehlende Planungssicherheit.
Kinder- und Jugendeinrichtungen brauchen eine verlässliche institutionelle Förderung, um:

  • Personal halten zu können,
  • Öffnungszeiten abzusichern,
  • pädagogische Angebote fortzuführen,
  • Schulkooperationen zu ermöglichen,
  • Ferienprogramme anzubieten,
  • und Kindern und Jugendlichen dauerhaft sichere Orte zu bieten.

Wenn diese Strukturen wegbrechen, verlieren Kinder und Jugendliche weit mehr als nur Freizeitangebote.
Sie verlieren:

  • Ansprechpersonen,
  • Gemeinschaft,
  • Schutzräume,
  • Perspektiven,
  • und wichtige soziale Stabilität.

Wer bei Kindern und Jugendlichen kürzt, spart nicht wirklich.
Er verschiebt Probleme in die Zukunft.
Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheit braucht Bremen mehr Unterstützung für junge Menschen — nicht weniger.
Offene Kinder- und Jugendarbeit bedeutet:

  • Kinder stärken, bevor Krisen entstehen,
  • Jugendlichen Perspektiven geben,
  • Familien entlasten,
  • Einsamkeit und Ausgrenzung entgegenwirken,
  • Integration fördern,
  • demokratisches Miteinander stärken,
  • und Stadtteile lebendig und solidarisch halten.

Ein besonders wichtiges Beispiel für den Wert offener Kinder- und Jugendarbeit in Bremen ist die Kinder- und Jugendfarm Habenhausen. Seit 1984 bietet sie Kindern und Jugendlichen einen geschützten Raum, in dem sie Natur, Tiere, Gemeinschaft und Verantwortung erleben können. Jährlich besuchen tausende Kinder aus Schulen, Kitas und Familien das Gelände, lernen den Umgang mit Tieren, Umweltbewusstsein, handwerkliche Tätigkeiten und soziales Miteinander. Gerade in einer Zeit, in der viele Kinder immer weniger Freiräume und sichere Treffpunkte haben, sind solche Einrichtungen von unschätzbarem Wert für ihre persönliche Entwicklung. Gleichzeitig zeigt die immer wieder schwierige Finanzierung der Farm exemplarisch, wie stark wichtige Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit unter Druck geraten. Wenn selbst langjährig etablierte Einrichtungen mit großer gesellschaftlicher Bedeutung um ihre Zukunft kämpfen müssen, sollte das ein deutliches Signal sein, wie dringend Kinder und Jugendliche wieder mehr Raum, Unterstützung und Priorität in unserer Gesellschaft brauchen.

Bremen braucht starke Kinder.
Starke Kinder brauchen verlässliche Orte.
Und diese Orte brauchen eine sichere, faire und bedarfsgerechte Finanzierung.

Wir setzen ein Zeichen gegen Kürzungen bei Angeboten und Trägern für Kinder und Jugendliche in Bremen.

Wir setzen ein Zeichen für starke Kinder, starke Stadtteile und echte Zukunftsperspektiven.

Bitte unterstützen Sie diese Petition.

Denn unsere Kinder sind keine Sparmaßnahme.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Jens Wirth, Bremen
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 10.05.2026
Sammlung endet: 09.11.2026
Region: Freie Hansestadt Bremen
Kategorie: Soziales

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Warum Menschen unterschreiben

Wegen Freunden und Familie

JedenTag sehe ich auf der Kinder- und Jugendfarm in Habenhausen glückliche, verdreckte Kinder und engagierte, fröhliche Jugendliche. Lernen fürs Leben in Gemeinschaft - unverzichtbar!

Für die Zukunft der Kinder

Die Jugendfarm bietet so vielen Kindern einen geschützten und naturnahen Raum.

Weil Kindern nicht solche Möglichkeiten genommen werden sollen!

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