Gleichberechtigung im Steuerrecht: Schluss mit der „Ehemann-zuerst“-Logik in Formularen und ELSTER!

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Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

Ich fordere eine sofortige Modernisierung der Einkommensteuerformulare sowie des Online-Portals ELSTER, um die strukturelle Diskriminierung von Frauen im Steuerrecht zu beenden. Konkret fordern wir:

  1. Geschlechtsneutrale Bezeichnungen: Ersetzung von „Ehemann“ und „Ehefrau“ durch neutrale Begriffe wie „Person A / Person B“ oder „Steuerpflichtige Person 1 / 2“.
  2. Freie Wahl der Reihenfolge: Die starre Vorgabe, den Ehemann stets an erster Stelle einzutragen, muss fallen. Stattdessen soll eine alphabetische Sortierung oder die freie Wahl der Eheleute ermöglicht werden.
  3. Technische Gleichstellung bei ELSTER: Frauen, die die Erklärung über ihr eigenes ELSTER-Konto übermitteln, müssen als primäre Ansprechpartnerinnen im Verfahren geführt werden, statt lediglich als „Ehegatte“ des Mannes zu erscheinen.
  4. Digitale Bevollmächtigung: Die Akzeptanz digitaler Zertifikate muss als gegenseitige Bevollmächtigung ausreichen, um den bürokratischen Zwang zur physischen Unterschrift beider Partner bei digitaler Abgabe zu ersetzen.

Begründung

Die aktuelle Praxis, in der bei Zusammenveranlagung der Ehemann grundsätzlich als „Steuerpflichtige Person“ und die Ehefrau als nachgeordnete „Anlage“ geführt wird, widerspiegelt ein Rollenbild aus den 1950er Jahren. Dies verstößt in meinen Augen gegen den Gleichberechtigungsgrundsatz nach Art. 3 des Grundgesetzes.
Oft wird von Behördenseite der hohe IT-Umstellungsaufwand als Gegenargument angeführt. In einer Zeit, in der das Steuerwesen bis 2026 fast vollständig digitalisiert wird, darf technischer Aufwand keine Ausrede für die Fortführung diskriminierender Strukturen sein. Auch bei gleichgeschlechtlichen weiblichen Ehepaaren muss heute noch eine der Frauen als „Ehemann“ aufgeführt werden. Das ist weder korrekt noch angemessen. Das alphabetische Prinzip oder die freie Wahl des Geschlechts - ohne Vorgabe des erstgenannten als Mannes - sollte für alle Ehepaare ermöglicht werden.

Frauen managen heute oft die Familienfinanzen und verdienen das Hauptgehalt; das Steuersystem muss diese Realität endlich abbilden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Pia Katharina Buchholz, Weyhe

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 29.04.2026
Sammlung endet: 28.10.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Steuern

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Warum Menschen unterschreiben

Weil wir Frauen die gleichen Rechte brauchen

Es kann nicht sein, dass Ehepartner nicht gleich gestellt werden.

Mir ist das wichtig, weil es mich schon seit Jahren ärgert. Die Diskrimierung hört auch nach Rückkehr zur Einzelveranlagung nicht auf. Der (Ex-)Ehemann bekommt Post hinsichtlich der PV-Anlage, die unter meinen Namen bei der Bundesnetzagentur registriert ist, an meine Emailadresse geschickt. Das ist doch nicht normal! Ich bin eine vollgeschäftsfähige erwachsene Person und habe mich stets auch um die gemeinsamen Finanzen alleine gekümmert. Bei meinen Großeltern (Jahrgang 1927 und 1934) war das im Übrigen auch schon die Arbeitsteilung. Sie hatten beide einen Beruf.

Gleichberechtigung.

Ich bin eine Frau

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