Gleichberechtigung im Steuerrecht: Schluss mit der „Ehemann-zuerst“-Logik in Formularen und ELSTER!

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Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

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  1. Gestartet 29.04.2026
  2. Sammlung noch > 4 Monate
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Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

Ich fordere eine sofortige Modernisierung der Einkommensteuerformulare sowie des Online-Portals ELSTER, um die strukturelle Diskriminierung von Frauen im Steuerrecht zu beenden. Konkret fordern wir:

  1. Geschlechtsneutrale Bezeichnungen: Ersetzung von „Ehemann“ und „Ehefrau“ durch neutrale Begriffe wie „Person A / Person B“ oder „Steuerpflichtige Person 1 / 2“.
  2. Freie Wahl der Reihenfolge: Die starre Vorgabe, den Ehemann stets an erster Stelle einzutragen, muss fallen. Stattdessen soll eine alphabetische Sortierung oder die freie Wahl der Eheleute ermöglicht werden.
  3. Technische Gleichstellung bei ELSTER: Frauen, die die Erklärung über ihr eigenes ELSTER-Konto übermitteln, müssen als primäre Ansprechpartnerinnen im Verfahren geführt werden, statt lediglich als „Ehegatte“ des Mannes zu erscheinen.
  4. Digitale Bevollmächtigung: Die Akzeptanz digitaler Zertifikate muss als gegenseitige Bevollmächtigung ausreichen, um den bürokratischen Zwang zur physischen Unterschrift beider Partner bei digitaler Abgabe zu ersetzen.

Begründung

Die aktuelle Praxis, in der bei Zusammenveranlagung der Ehemann grundsätzlich als „Steuerpflichtige Person“ und die Ehefrau als nachgeordnete „Anlage“ geführt wird, widerspiegelt ein Rollenbild aus den 1950er Jahren. Dies verstößt in meinen Augen gegen den Gleichberechtigungsgrundsatz nach Art. 3 des Grundgesetzes.
Oft wird von Behördenseite der hohe IT-Umstellungsaufwand als Gegenargument angeführt. In einer Zeit, in der das Steuerwesen bis 2026 fast vollständig digitalisiert wird, darf technischer Aufwand keine Ausrede für die Fortführung diskriminierender Strukturen sein. Auch bei gleichgeschlechtlichen weiblichen Ehepaaren muss heute noch eine der Frauen als „Ehemann“ aufgeführt werden. Das ist weder korrekt noch angemessen. Das alphabetische Prinzip oder die freie Wahl des Geschlechts - ohne Vorgabe des erstgenannten als Mannes - sollte für alle Ehepaare ermöglicht werden.

Frauen managen heute oft die Familienfinanzen und verdienen das Hauptgehalt; das Steuersystem muss diese Realität endlich abbilden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Pia Katharina Buchholz, Weyhe

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 29.04.2026
Sammlung endet: 28.10.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Steuern

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Laut Statistischem Bundesamt (Mikrozensus 2025) leben in Deutschland 9.9 Millionen alleinstehende Frauen - das entspricht fast 12 % aller Einwohnerinnen und Einwohner. Diese Frauen haben keinen Ehemann. Dennoch sind sie gezwungen, ihre persönlichen Daten - Name, Geburtsdatum, Steueridentifikationsnummer - in einem Feld einzutragen, das explizit mit „Ehemann" beschriftet ist. Dies ist nicht nur sachlich falsch, sondern auch entwürdigend.

Es ist nur noch Kindergarten hier in Deutschland, das hat doch nix mehr mit wichtigen Dingen in diesem Land zu tun... 🤦🏼‍♂️

Warum Menschen unterschreiben

Ich mache als Frau die Steuererklärung für uns beide. Ich bin darüber hinaus Hauptverdienerin. Ich bin Hauptansprechpartnerin und das sollte 2026 normal sein. Werden bei gleichgeschlechtigen Paaren eigentlich jemand in die Rolle Ehefrau und Ehemann gezwungen? Person 1 und Person 2 reicht doch vollkommen.

Die Bezeichnung , den Ehegatten zuerst zu nennen, oder gar dessen Unterschrift in jedem Falle zu verlangen, ist mittelalterlich. Über diese Zeiten sind wir hinweg.

Eine längst überfällige Anpassung. Auch Behörden müssen sich an der Lebenswirklichkeit einer modernen, Gleichstellung anstrebenden Gesellschaft orientieren.

Ein vollkommen rückständige Praxis – gleichgeschlechtliche Paare werden auch alphabetisch sortiert, es wäre also nur eine Angleichung an ein bereits bestehendes Verfahren.

Hasani Rabit

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