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Petition richtet sich an: Gemeinderat Stadt Schorndorf
Wir fordern die Stadt Schorndorf auf, den geplanten Standort für das Biomasseheizkraftwerk im reinen Wohngebiet Grauhalde auf dem Schulgelände sofort aufzugeben und einen verträglichen Alternativstandort außerhalb sensibler Wohn- und Schulbereiche zu suchen.
Wir sagen klar: Kein Biomasseheizwerk in ein reines Wohngebiet. Kein Heizwerk auf ein Schulgelände.
Die Stadt Schorndorf plant auf dem Schulzentrum in der Grauhalde ein Biomasseheizwerk, um unter anderem die Hochhäuser, die Realschule, das Gymnasium und das Krankenhaus mit Wärme zu versorgen. Dazu ist eine Bebauungsplanänderung seitens der Stadtverwaltung notwendig und in Vorbereitung. Der Gemeinderat hat im März 2026 dem Beitritt der Stadtwerke zur Neuen Wärme Schorndorf GmbH bereits zugestimmt und damit den Startschuss für ein Nahwärmekonzept in der Grauhalde gegeben (Quelle: Ratsinformationssystem Stadt Schorndorf, Vorgang 2026/41). Vorgesehen ist ein Biomassekessel auf dem Schulgelände; laut Pressebericht ist in Hochphasen im Winter mit rund zwei Lkw-Anlieferungen pro Tag zu rechnen. Zugleich stehen weder die genaue Größe noch der exakte Standort der Heizzentrale bislang fest.
Gerade das ist für viele Bürger nicht akzeptabel:
Ein Vorhaben mit so weitreichenden Folgen soll in einem reinen Wohngebiet und auf einem Schulgelände umgesetzt werden, obwohl zentrale Fragen noch offen sind.
Wir Anwohner, Eltern, Eigentümer und Bürger wollen nicht hinnehmen, dass mitten in unserem Wohnumfeld und direkt bei Schulen eine technische Großanlage mit Brennstoffanlieferung, Kamin, zusätzlichem Verkehr und potenziellen Belastungen entsteht.
Unsere Grauhalde ist ein Wohngebiet – kein Industriestandort.
Ein Schulgelände ist für Bildung und Entwicklung da – nicht für ein Heizkraftwerk.
Viele Betroffene sorgen sich zu Recht um:
Besonders kritisch ist: Die genannte Zahl von nur rund zwei Lkw-Anlieferungen pro Tag im Winter wird von vielen Anwohnern als nicht glaubwürdig und nicht ausreichend belastbar angesehen. Wer ein ganzes Nahwärmenetz mit Biomasse versorgen will, muss offenlegen, mit welchem tatsächlichen Verkehrsaufkommen zu rechnen ist. Die Menschen vor Ort haben ein Recht auf vollständige Transparenz statt beschwichtigender Annahmen.
Auch wenn das Projekt mit Klimaschutz und Wärmewende begründet wird: Klimaschutz darf nicht gegen Wohnqualität, Schulumfeld und berechtigte Bürgerinteressen ausgespielt werden. Eine nachhaltige Wärmeversorgung braucht Akzeptanz. Und Akzeptanz entsteht nicht, wenn ein Heizkraftwerk ausgerechnet dort errichtet werden soll, wo Menschen wohnen und Kinder täglich zur Schule gehen.
Wir fordern deshalb mit Nachdruck:
Wir sind nicht gegen eine zukunftsfähige Wärmeversorgung.
Aber wir sind gegen einen Standort, der die Grauhalde dauerhaft belastet, das Schulumfeld beeinträchtigt und ein reines Wohngebiet entwerten kann.
Deshalb fordern wir: Stoppen Sie dieses Vorhaben an diesem Standort. Schützen Sie die Grauhalde, die Schulen und die Anwohner.
Die bisher bekannt gewordene Planung sieht einen Biomassekessel auf dem Gelände des Schulzentrums vor. Versorgt werden sollen unter anderem das Gebiet zwischen Grauhalde/Rehhaldenweg, die Rems-Murr-Klinik und die Barbara-Künkelin-Halle. Der Standort wurde selbst in der politischen Diskussion als schwierig bezeichnet; zugleich sollen weitere Standorte geprüft werden.
Genau das zeigt: Es gibt erhebliche Zweifel an der Eignung dieses Standorts.
Ein Biomasseheizkraftwerk mit Lieferverkehr, technischer Infrastruktur und hohem Kamin passt nicht in ein reines Wohngebiet und nicht auf ein Schulgelände. Die Menschen in der Grauhalde müssen vor zusätzlichen Belastungen geschützt werden. Schulen brauchen Raum für Bildung und Zukunft, nicht für technische Großanlagen.
Hinzu kommt, dass für viele Betroffene die Risiken und Folgen bislang nicht ausreichend geklärt sind. Dazu zählen insbesondere Luftqualität, Lärm, Geruch, Emissionen, Verkehrssicherheit, städtebauliche Entwicklung und die Frage, wie sich eine solche Anlage auf Wohngebiet, Immobilien und den Schulstandort auswirkt.
Solange diese Fragen nicht unabhängig, nachvollziehbar und transparent beantwortet sind, darf dieses Vorhaben an diesem Standort nicht weiterverfolgt werden.
Petition gestartet:
18.04.2026
Sammlung endet:
17.10.2026
Region:
Schorndorf
Kategorie:
Umwelt
Die kommunale Wärmeplanung der Stadt Schorndorf sieht ab Seite 95 des Fachgutachtens für den Bereich "Schorndorf Klinik Nord" unter anderem die Nutzung von Geothermie vor. Eine ausreichende, auch öffentliche Diskussion und Argumentation, warum es stattdessen Biomasse sein soll, ist nicht erfolgt.
Die Argumente gegen das Biomasse Heizsystem sind rein emotional und sehr arm an Fakten. Es gibt sehr gelungene Konzepte ähnlicher Struktur mit guten Informationen. Ein Artikel aus der Schweiz ist beigefügt. Die Bewohner sollten sich über das neue zukunftsweisende Energiekonzept freuen.
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Eine Schule und ein nicht landwirtschaftlich genutztes Wohngebiet sollte kein störendes
Kraftwerk in dieser Art enthalten. Die Menschen sollten nicht durch unnötigen Rauch belästigt werden.