Region: Schorndorf

Kein Biomasseheizwerk im Wohngebiet Grauhalde – Schulgelände und Anwohner schützen!

Petition is addressed to
Gemeinderat Stadt Schorndorf

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947 from 690 for quorum in Schorndorf Schorndorf

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  1. Launched 18/04/2026
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Petition addressed to: Gemeinderat Stadt Schorndorf

Wir fordern die Stadt Schorndorf auf, den geplanten Standort für das Biomasseheizkraftwerk im reinen Wohngebiet Grauhalde auf dem Schulgelände sofort aufzugeben und einen verträglichen Alternativstandort außerhalb sensibler Wohn- und Schulbereiche zu suchen.

Reason

Wir sagen klar: Kein Biomasseheizwerk in ein reines Wohngebiet. Kein Heizwerk auf ein Schulgelände.

Die Stadt Schorndorf plant auf dem Schulzentrum in der Grauhalde ein Biomasseheizwerk, um unter anderem die Hochhäuser, die Realschule, das Gymnasium und das Krankenhaus mit Wärme zu versorgen. Dazu ist eine Bebauungsplanänderung seitens der Stadtverwaltung notwendig und in Vorbereitung. Der Gemeinderat hat im März 2026 dem Beitritt der Stadtwerke zur Neuen Wärme Schorndorf GmbH bereits zugestimmt und damit den Startschuss für ein Nahwärmekonzept in der Grauhalde gegeben (Quelle: Ratsinformationssystem Stadt Schorndorf, Vorgang 2026/41). Vorgesehen ist ein Biomassekessel auf dem Schulgelände; laut Pressebericht ist in Hochphasen im Winter mit rund zwei Lkw-Anlieferungen pro Tag zu rechnen. Zugleich stehen weder die genaue Größe noch der exakte Standort der Heizzentrale bislang fest. 

Gerade das ist für viele Bürger nicht akzeptabel:
Ein Vorhaben mit so weitreichenden Folgen soll in einem reinen Wohngebiet und auf einem Schulgelände umgesetzt werden, obwohl zentrale Fragen noch offen sind.

Wir Anwohner, Eltern, Eigentümer und Bürger wollen nicht hinnehmen, dass mitten in unserem Wohnumfeld und direkt bei Schulen eine technische Großanlage mit Brennstoffanlieferung, Kamin, zusätzlichem Verkehr und potenziellen Belastungen entsteht.

Unsere Grauhalde ist ein Wohngebiet – kein Industriestandort.
Ein Schulgelände ist für Bildung und Entwicklung da – nicht für ein Heizkraftwerk.

Viele Betroffene sorgen sich zu Recht um:

  • die Sicherheit der Kinder und Jugendlichen auf den Schulwegen,
  • die zusätzliche Belastung durch schwere Lkw-Fahrten durch das Wohngebiet,
  • die Luftqualität und mögliche Emissionen wie Feinstaub, Stickoxide und flüchtige organische Verbindungen,
  • Lärm- und Geruchsentwicklung,
  • die optische Beeinträchtigung durch einen Industriebau (35 Meter breit und 18 Meter hoch, Kamin 30 Meter hoch),
  • die drohende Einschränkung künftiger Erweiterungsmöglichkeiten der Schule,
  • mögliche negative Auswirkungen auf Wohnqualität, Bodenrichtwerte, Vermietbarkeit und Mieteinnahmen.

Besonders kritisch ist: Die genannte Zahl von nur rund zwei Lkw-Anlieferungen pro Tag im Winter wird von vielen Anwohnern als nicht glaubwürdig und nicht ausreichend belastbar angesehen. Wer ein ganzes Nahwärmenetz mit Biomasse versorgen will, muss offenlegen, mit welchem tatsächlichen Verkehrsaufkommen zu rechnen ist. Die Menschen vor Ort haben ein Recht auf vollständige Transparenz statt beschwichtigender Annahmen. 

Auch wenn das Projekt mit Klimaschutz und Wärmewende begründet wird: Klimaschutz darf nicht gegen Wohnqualität, Schulumfeld und berechtigte Bürgerinteressen ausgespielt werden. Eine nachhaltige Wärmeversorgung braucht Akzeptanz. Und Akzeptanz entsteht nicht, wenn ein Heizkraftwerk ausgerechnet dort errichtet werden soll, wo Menschen wohnen und Kinder täglich zur Schule gehen.

Wir fordern deshalb mit Nachdruck:

  1. Kein Biomasseheizwerk auf dem Schulgelände in der Grauhalde.
  2. Keine Realisierung in einem reinen Wohngebiet.
  3. Prüfung ernsthafter Alternativstandorte außerhalb sensibler Wohn- und Schulbereiche.
  4. Volle Transparenz zu Größe, Standort, Verkehrsaufkommen, Luftschadstoffen, Lärm, Geruch und optischen Auswirkungen.
  5. Unabhängige Gutachten zu Gesundheit, Verkehrssicherheit, Emissionen, Stadtbild, Bodenrichtwerten und schulischer Entwicklung.
  6. Echte Bürgerbeteiligung, bevor weitere unumkehrbare Entscheidungen getroffen werden.

Wir sind nicht gegen eine zukunftsfähige Wärmeversorgung.
Aber wir sind gegen einen Standort, der die Grauhalde dauerhaft belastet, das Schulumfeld beeinträchtigt und ein reines Wohngebiet entwerten kann.

Deshalb fordern wir: Stoppen Sie dieses Vorhaben an diesem Standort. Schützen Sie die Grauhalde, die Schulen und die Anwohner.

Die bisher bekannt gewordene Planung sieht einen Biomassekessel auf dem Gelände des Schulzentrums vor. Versorgt werden sollen unter anderem das Gebiet zwischen Grauhalde/Rehhaldenweg, die Rems-Murr-Klinik und die Barbara-Künkelin-Halle. Der Standort wurde selbst in der politischen Diskussion als schwierig bezeichnet; zugleich sollen weitere Standorte geprüft werden. 

Genau das zeigt: Es gibt erhebliche Zweifel an der Eignung dieses Standorts.

Ein Biomasseheizkraftwerk mit Lieferverkehr, technischer Infrastruktur und hohem Kamin passt nicht in ein reines Wohngebiet und nicht auf ein Schulgelände. Die Menschen in der Grauhalde müssen vor zusätzlichen Belastungen geschützt werden. Schulen brauchen Raum für Bildung und Zukunft, nicht für technische Großanlagen.

Hinzu kommt, dass für viele Betroffene die Risiken und Folgen bislang nicht ausreichend geklärt sind. Dazu zählen insbesondere Luftqualität, Lärm, Geruch, Emissionen, Verkehrssicherheit, städtebauliche Entwicklung und die Frage, wie sich eine solche Anlage auf Wohngebiet, Immobilien und den Schulstandort auswirkt.

Solange diese Fragen nicht unabhängig, nachvollziehbar und transparent beantwortet sind, darf dieses Vorhaben an diesem Standort nicht weiterverfolgt werden.

Thank you so much for your support, Initiative Lebenswerte Grauhalde, Schorndorf
Question to the initiator

Petition details

Petition started: 04/18/2026
Collection ends: 10/17/2026
Region: Schorndorf
Topic: Environment

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News

  • Das geplante Biomasse-Kraftwerk (BMHKW) in Schorndorf und das bestehende Heizwerk Bühl (Furnierwerk) sind in ihrer Grundtechnik bezüglich der Verbrennung von Restholz zur Wärmeerzeugung – zwar eng verwandt, unterscheiden sich jedoch maßgeblich in Kontext, Größe und Integration:
    (technisch hier in der Petition leider nur untereinander darstellbar)

    S C H O R N D O R F
     
    Standort & Einbettung:
    Der geplante Standort für das Schorndorfer Werk ist hochumstritten, da es inmitten eines reinen Wohngebiets auf dem Gelände des Schulzentrums Grauhalde geplant ist.
     
    Reines Wohngebiet und Schulgelände
    Auf einem Schulgelände das für eine Schulerweiterung vorgesehen ist.
     
    Gebäude:
    Höhe: 18 m
    Breite: 35 m
    Kaminhöhe: 30 m !
     
    Betrieb:
    Das Schorndorfer Werk ist ein reines Infrastrukturprojekt zur Versorgung der Rems-Murr-Kliniken, der Schulen und ggf.. für das angrenzender Wohngebiete über ein langes, zu errichtendes Netz.
            
    Brennstoff-Anlieferung:
    das Schorndorfer Werk müsste in Hochphasen (Winter) mit 2 LKW-Ladungen pro Tag angefahren werden.

    Heizkraft:
    4 MW
     
    Brennstoff:
    Altholz muss teuer angekauft werden
     
    Holzart:
    A1-Kategorie und A2-Kategorie (belastetes Altholz wie ausgediente Möbel und Türen, Parkettfußböden, Paletten usw.
     
    Überwachung ? Voraussichtlich digitalisiert mit Chip, was bedeutet, dass unkontrolliert ALLES angeliefert werden kann 
     
    Abwärmenutzung
    Das Schorndorfer Nahwärmekonzept sieht keine Wärmerückkoppelung vor.
    Es ist keine innovative Heiztechnik  
     
    BMKW:
    Biomassekraftwerk Das Werk erzeugt ausschließlich Wärme (Heizwärme und Warmwasser). Die Abwärme, die bei der Stromproduktion entsteht, bleibt hier oft ungenutzt und wird an die Umgebung abgegeben, weshalb der Gesamtwirkungsgrad deutlich geringer ist. 
     
    Einwände:
    Weil es ein reines Wohngebiet ist und auf einem Schulerweiterungsgelände gebaut werden soll.
    Die Energie kann aus den vorgenannten Gründen kaum günstig bezogen werden.
     
    Wertverlust der Immobilien:
    Bisherige Bodenrichtwerte 700- 1150 €/qm
    -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    B Ü H L
     
    Standort & Einbettung:
    Das Heizwerk in Bühl ist in ein Furnierwerk integriert und nutzt dort anfallende Holzreste sowie Kühlwasserabwärme
     
    Mischgebiet
    Auf einem bestehenden Industriestandort
     
    Gebäude:
    Höhe: 12 m
    Breite: 15 m
    Länge: 20 m
    Kaminhöhe: 16,2 m
     
    Betrieb:
    In Bühl wird die Anlage primär für den Eigenbedarf des Furnierwerks betrieben, die restliche Abwärme wird in das vorhandene Nahwärmenetz der Stadtwerke eingespeist.

    Brennstoff-Anlieferung:
    In Bühl kommen die Holzabfälle direkt aus der holzverarbeitenden Produktion und müssen nicht angefahren werden.
     
    Heizkraft:
    5 MW
     
    Brennstoff:
    Absolutes Abfallprodukt aus der holzverarbeitenden Industrie eines Industriebetriebes
     
    Holzart:
    A1-Kategorie (reine Buche-Hackschnitzel)
     
    Überwachung: permanent durch Kesselwärter
     
    Abwärmenutzung:
    Das Bühler Nahwärmenetz, betrieben von den Stadtwerken Bühl, nutzt eine Form der Wärme-Rückkopplung und speist neben Holzhackschnitzeln auch die Abwärme aus dem Produktionsprozess des Bühler Furnierwerkes ein, um Gebäude CO2-sparend zu beheizen
     
    BMHKW:
    Biomasseheizkraftwerk: Nutzt die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Neben der Stromerzeugung wird die bei der Verbrennung entstehende Wärme ausgekoppelt und als Fern- oder Nahwärme (bzw. Prozesswärme) weitergeleitet. Das macht die Anlage extrem effizient.
     
    Keine Einwände:
    Weil es beim Bau des BM-Heizwerks bereits ein Industriestandort war und die Energie günstig bezogen wird
     
    Kein Wertverlust der Immobilien:
    Bodenrichtwerte der Umgebungsbebauung des Furnierwerks
    200-310 €/qm


  • Sehr geehrte Unterzeichnerin, sehr geehrter Unterzeichner,

    wir haben es gemeinsam geschafft:
    Das Quorum für unsere Petition
    Kein Biomasseheizwerk im Wohngebiet Grauhalde – Schulgelände und Anwohner schützen!
    ist erreicht !
    Vielen Dank für Ihren großartigen Einsatz und jede einzelne Unterschrift.
    Damit haben wir den Verantwortlichen signalisiert, wie wichtig dieses Thema für unser Wohn- und Schulquartier ist. Jetzt geht es in die entscheidende Phase.
    Die offizielle Übergabe der Petition steht an:

    • Wann: Freitag, 29.05.2026 um 09:30 Uhr
    • Wo: Alten Rathaus
    • Gremium: Die Übergabe erfolgt an den Oberbürgermeister der Stadt, Herrn Bernd Hornikel

    Wie geht es weiter?

    • Wir müssen die Petition weiter aktiv bewerben und unterzeichnen, um unmissverständlich zu zeigen, dass wir in unserem Widerstand gegen diesen Standort nicht nachlassen.
    • Am 09.06.2026 wird die Bebauungsplanänderung für das Schulgelände vermutlich in der Technischen Ausschuss-Sitzung besprochen (vermutlich öffentlich - nähere Infos unter https://schorndorf.ratsinfomanagement.net/).

    Bis dahin muss unbedingt versucht werden, Stadträte und Stadtverwaltung von diesem
    Standort abzubringen.

    • Am 29.06.2026 würde voraussichtlich die Entscheidung im Gemeinderat gefällt, wenn kein alternativer Standort gefunden würde. Aber soweit sind wir noch nicht.

    JETZT BITTE AKTIV WERDEN/BLEIBEN :

    • Gemeinderäte und Oberbürgermeister anschreiben
    • Leserbriefe schreiben
    • Eltern und Elternbeiräte ansprechen
    • Schülersprecher für dieses Thema sensibilisieren
    • Plakate auf eigenem Grund aufhängen
    • in Sozialen Netzwerken verbreiten

     Wenn Sie weitere Möglichkeiten sehen, bitte schreiben Sie uns eine Email an:
    BMHKW-Grauhalde@web.de

    Freundliche Grüße von der
    Initiative Lebenswerte Grauhalde
    Kein BiomasseHeizwerk im Wohngebiet Grauhalde – Schüler, Anwohner und Schulgelände schützen!
    i.A. Christel Riedel

Die kommunale Wärmeplanung der Stadt Schorndorf sieht ab Seite 95 des Fachgutachtens für den Bereich "Schorndorf Klinik Nord" unter anderem die Nutzung von Geothermie vor. Eine ausreichende, auch öffentliche Diskussion und Argumentation, warum es stattdessen Biomasse sein soll, ist nicht erfolgt.

Die Argumente gegen das Biomasse Heizsystem sind rein emotional und sehr arm an Fakten. Es gibt sehr gelungene Konzepte ähnlicher Struktur mit guten Informationen. Ein Artikel aus der Schweiz ist beigefügt. Die Bewohner sollten sich über das neue zukunftsweisende Energiekonzept freuen.

Why people sign

Schfsno

Ralf Bild

Verbrennung von Spanplatten und behandeltem Altholz kommt einer Müllverbrennung gleich. Hier können schädliche Abgase bis hin zu Dioxinen entstehen.
Wer kontrolliert das zu verbrennende Holz lückenlos auf Schadstoffe?
Wieviel Erfahrung hat der Betreiber mit solch großen Müllverbrennungsanlagen in Wohngebieten?
Wieso muss es auch behandeltes Altholz sein?
Wo befinden sich die alternativen Standorte?
Eine Veränderung von einem Wohngebiet in ein Mischgebiet kommt einer Teilenteignung der betroffenen Anwohner gleich, da sich der Bodenwert deutlich verringert.
Der zeitliche Ablauf der Planung ist eine Unverschämtheit gegenüber den schorndorfer Bürgern und soll so keine ausreichende Zeit für Diskusionen und ggf. Widerstand geben.

Fragliche Beeinträchtigung durch mögliche toxische Emissionen durch Verbrennung von nicht näher klassifizierten „Holzprodukten“ - hohe Belastung durch LKW-Antransporte - Lärm/Dieselschadstoffe/CO2-Ausstoss - Nähe zu Schule (Kinder) und Krankenhaus (Patienten) aus meiner Sicht nicht zumutbar. Hohe allgemeine Belastung der Anwohnerschaft - Wohnumgebung wird in seiner Wertigkeit massiv beeinträchtigt ! Belastung durch Baukörper mit Schlot - Belastung durch Schlotausstoss je nach Windrichtung - mögliche erhebliche Wertminderung der umliegenden Immobilien.

Patrick Grübel

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