Kein großflächiger Holzeinschlag im Frohnauer Wald - Berlins Wälder konsequent schützen

Petition richtet sich an
Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt Ute Bonde, Leiter der Landesforstverwaltung Berlin Gunnar Heyne

3.118 Unterschriften

78 %
4.000 für Sammelziel

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  1. Gestartet 2021
  2. Sammlung noch > 7 Monate
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  4. Dialog mit Empfänger
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Petition richtet sich an: Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt Ute Bonde, Leiter der Landesforstverwaltung Berlin Gunnar Heyne

Eil-Aktion: Stoppt die Plünderung des Berliner Waldes im Namen der Sturmwurfberäumung!

Jetzt hier Protestmail direkt absenden oder hier Mail-Text zum Kopieren herunterladen.

Die Berliner Forsten nehmen die Sturmwürfe zum Anlass, mitten im Spätsommer Privatunternehmen tausende Bäume mit schweren Maschinen ernten zu lassen. 
Sie verstoßen damit gegen die Waldbaurichtlinie, den Naturland-Standard sowie das von der SenMVKU verhängte Einschlagsmoratorium!
Zerstörte Waldböden, schwere Kollateralschäden an den noch stehenden Bäumen, die Reduktion wertvoller Totholzvorräte und die flächige Beschädigung der jungen Bäume, sind in massivem Ausmaß zu verzeichnen.
Stoppen wir jetzt diese unnötige und rechtswidrige Zerstörung unseres Waldes!

Begründung

Die Waldinitiative Berlin ist aus dem Widerstand der Bevölkerung gegen massive Fällungen im Frohnauer Wald im Nordwesten Berlins entstanden und setzt sich für einen naturgemäßen Umgang mit allen von den BF bewirtschafteten Waldgebieten ein.
 
Der Berliner Wald schmiegt sich als grünes Band im Norden, Westen und Osten an die Großstadt an. Er ist ein einzigartiges Naturjuwel von nicht bezifferbarem Wert für die Region und ihre Bewohner. Sei es als ökologischer Rückzugsraum für Flora und Fauna, als Wasserspeicher, Kaltluftreservoir, „Klimaanlage“ und Luftfilter für die Metropole oder als Erholungsort für uns Bürgerinnen und Bürger. 
Doch die Zukunft dieses Juwels steht aktuell akut auf dem Spiel. Intensive forstwirtschaftliche Eingriffe und die Fällung hunderttausender Bäume haben dem Wald in den letzten Jahren großen Schaden zugefügt und zu seiner Degeneration beigetragen.
 
Laut Waldzustandsbericht (WZB) 2023 sind 94% der Berliner Waldbäume geschädigt. Keine der in Stichproben untersuchten Eichen gilt noch als gesund. Die Absterberaten der Bäume sind auf Rekordniveau.
 
Der katastrophale Gesundheitszustand des Berliner Waldes wird von den BF selbst auf Trockenheit und Hitze zurückgeführt – Parameter, auf die die Forstverwaltung durch Holzernte und Forstwirtschaft selbst den größten Einfluss nimmt. 
 
Zuletzt sind jedes Jahr viele zehntausend Bäume in den Berliner Wäldern eingeschlagen worden. Bäume, auf die unser kranker Wald nicht mehr verzichten kann.
 
Die exzessiven Einschläge bewirken durch eine Öffnung des Kronendaches erhöhte Trockenheit und Hitze in den Wäldern – insbesondere im Sommer. Im Fachjargon spricht man vom „Heißschlagen“. Zuzüglich zur Auflichtung und Ausdünnung der ohnehin im deutschen Vergleich vorratsarmen Bestände bewirkt die Ernte und der Abtransport des Holzes mittels dutzender Tonnen schwerer Forstmaschinen (sog. Harvester und Forwarder) eine irreversible Verpressung und Verformung des sensiblen Waldbodens, der daraufhin in seiner Wasseraufnahmefähigkeit und Durchlüftung langfristig geschädigt bleibt. Für diese Forstmaschinen werden Fahrtwege im Wald geschlagen bzw. offengehalten und zum Teil geschottert, was weiter zur Fragmentierung der Waldbestände und einer Störung des unter normalen Bedingungen kühl-feuchten Waldinnenklimas beiträgt. Die BF begründen ihre massiven Einschläge regelmäßig mit der Notwendigkeit zu sogenanntem Waldumbau. Dieses Narrativ ist von uns zusammen mit zahlreichen Fachleuten längst widerlegt worden. Zum einen fällen die BF regelmäßig tausende Laubbäume und zerstören Buchen- und Eichenbestände, die sich längst in einem naturnahen Zustand befinden. Zum anderen weist Berlin selbst in Kiefern-dominierten Gebieten flächendeckend einen Unterstand aus Laubbäumen auf, während die Kiefern sich unter den Verhältnissen der eigenen Beschattung nicht mehr reproduzieren. Eine natürliche und schonende Transformation hin zu Laubwald ist also längst im Gange und wird gerade im Klimawandel durch weiteres Heißschlagen aufs Spiel gesetzt.
 
Experten aus der Forstwissenschaft, dem Natur- und Landschaftsschutz sind sich einig: Was unser Wald jetzt braucht, ist Ruhe und eine Chance auf Regeneration. Die Berliner Senatsverwaltung hat aus diesem Grund gegenüber den BF eine Wende zu naturgemäßer Waldbehandlung verordnet, die wir unterstützen und die von den Förstern jetzt umgesetzt werden muss.
 
Wir fordern:
 
1.    Ein sofortiges Einschlagsmoratorium in allen von den BF bewirtschafteten Wäldern.

2.    Das Aussetzen des Wirtschaftsplanes der BF, auf dessen Basis jährlich zehntausende Berliner Waldbäume an Privatunternehmen der Papier- und Brennstoffindustrie verkauft werden.

3.    Die Verbannung von Harvestern aus unserem Wald.

4.    Die weitere Fragmentierung des Waldes durch Anlage neuer Rückegassen, Fahrt- und Waldwege sowie deren Schotterung einzustellen.

5.    Die Fällung von Bäumen im Namen der Verkehrssicherung gemäß Urteil des BGH streng auf waldatypische Gefahren zu beschränken und das bei der Verkehrssicherung anfallende Holz im Wald zu belassen.

6.    Die künstliche Erzeugung von Totholz, etwa durch Ringeln, Kronensprengung und andere Maßnahmen einzustellen.

7.    Die Erarbeitung einer neuen Waldbaurichtlinie, die sich gemäß dem Lübecker Modell an dem Prinzip des minimalen Eingriffs orientiert, d.h. die natürlichen Prozesse weitestgehend wirken lässt und den Wald als selbstoptimierendes Ökosystem anerkennt. Sie soll die Naturschutz-, Klimaregulations- und Erholungsfunktion des Waldes in den Vordergrund stellen.

8.    Den Förstern gegenüber eine fachliche und praktische Anleitung bei der Umstellung auf eine naturnahe Waldbehandlung zu gewährleisten, etwa in Form von Fortbildungen und Einbindung externer Experten.

9. Die Konsequenzen natürlicher Regeneration ebenso wie früherer Auflichtung und Ausdünnung von Waldgebieten durch jährliches Monitoring zu analysieren und auszuwerten.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Waldinitiative Berlin, Berlin
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 02.11.2021
Sammlung endet: 01.01.2027
Region: Berlin Reinickendorf
Kategorie: Umwelt

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Neuigkeiten

  • Liebe Waldfreundinnen und Waldfreunde,

    hiermit laden wir Sie herzlich zu unserem nächsten geführten Waldspaziergang ein:

    🔹Geführter Waldspaziergang: „Wilder Wald und Urwaldrelikte: Spurensuche im Frohnauer Wald“ 
    📆 Samstag, den 2. Mai 2026 | 13:00 - 14:30 Uhr
    📍Start: Ecke Schönfließer Straße/Mehringer Straße Berlin-Frohnau

    Bei diesem Waldspaziergang widmen wir uns gemeinsam den Dynamiken der natürlichen Waldentwicklung und den ökologischen Wechselbeziehungen im Wald. Freuen Sie sich auf einen spannenden Einblick in die faszinierende Waldwelt direkt vor Ihrer Haustür.

    Eine Anmeldung unter info@waldinitiative.berlin ist nicht verpflichtend, würde uns aber bei der Planung helfen!

    Wir freuen uns auf Sie!

    Foto: Urwaldartige Zerfalls- und Entstehungsprozesse bei Rotbuchen im Frohnauer Wald.

  • Liebe Baum- und Waldfreunde,

    in Berlin-Reinickendorf steht erneut der Kahlschlag eines ganzen Straßenzuges bevor.
    Bitte unterzeichnen und verbreiten Sie diese Petition und retten Sie mit uns bis zu 131 wertvolle Straßenbäume: www.openpetition.de/petition/online/berlin-reinickendorf-ollenhauerstrasse-kahlschlag-aller-116-strassenbaeume-fuer-luxus-strassen-neuba

    Gerade hat die Stadt Berlin sich verpflichtet, für 3 Milliarden Euro neue Bäume zu pflanzen, da steht bereits der nächste Kahlschlag eines ganzen Straßenzuges bevor. Wie im Falle der Senheimer Straße sind es erneut Pläne des Bezirksamtes Reinickendorf, die unsere Straßenbäume als „Kann-weg-Verfügungsmasse“ zu begreifen. Für eine fast 20 Mio. Euro teure Sanierung der Ollenhauer Straße im Ortsteil Reinickendorf sollen 131 (laut BUND, laut Initiative 116) Bäume gefällt werden. Grund: Erneut werden die bestehenden Bäume bei den Planungen nicht mitgedacht. Dadurch, dass Parkstreifen den bisherigen Radweg an die Straßenseite drängen und die Kfz-Fahrbahnen teils auf den baumbestandenen Mittelstreifen verlegt werden sollen, bleibt kein Platz mehr für die bestehende Allee. Bereits im Oktober könnten die Fällungen starten.
    Auch aus verkehrspolitischer Sicht scheint die 20-Mio.-Euro-Variante nicht sinnvoll. Die aktuellen Pläne zum Bau einer Straßenbahntrasse werden gar nicht mitgedacht - sodass die Straße nach ihrem Neubau bereits in wenigen Jahren erneut grundsätzlich umgestaltet werden müsste. Auch die Verkehrssicherheit für Fahrradfahrer bleibt durch die vorgesehene abrupte Zusammenführung von Fahrradweg und KfZ-Fahrbahn vor Kreuzungen auf der Strecke.

    Lassen Sie uns die grünen Straßenzüge Berlins vor Kahlschlag retten und verbreiten Sie bitte die Petition!

    Mit besten Grüßen
    Waldinitiative Berlin

    Foto: OpenPetition
  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer
    und alle, die es werden wollen,

    2026 wird wichtige waldpolitische Termine und Entscheidungen bringen. Die Berliner Forsten stellen Ihr neues Konzept vor, das unter dem Eindruck unserer Kritik entstanden ist. Die DUH interessiert sich weiter für die Walddiskussion in Berlin. Mit NABU und BUND stärken wir Gemeinsamkeiten. In Berlin entscheiden die Wählerinnen und Wähler auch über die Arbeit von Senatorin Bonde, die Anfragen zum Wald ignoriert.
    Worauf konzentrieren wir uns 2026? Der Sprecherrat wird unser 3-M-Konzept vorstellen, das allen in der Initiative helfen soll, zu verbreiten, wofür wir uns einsetzen.
    Wir laden Sie und Euch herzlich ein zum nächsten Arbeits-Treffen des Unterstützerkreises. Es gibt wieder viel Stoff zum Austausch. Insofern: Das ist kein Abend der Öffentlichkeitsarbeit, sondern Verständigung über den Weg vor uns.
    Wir treffen uns am
    Montag, den 26. Januar um 19:00h
    Seniorenfreizeitstätte Berliner Straße 105/107
    13467 Berlin.
    Das sind 650 Meter Fußweg entfernt von der S-Station-Hermsdorf oder 20 Meter von der Busstation Waldseeweg der Buslinie 220. Dort ist es auch möglich, mit Bildern und Präsentationen zu arbeiten. Essen und Trinken wäre danach möglich bei den Restaurants in der Nähe.
    Wer sich gleich die weiteren Termine 2026 notieren will: 23.3. 1.6. 27.7. 28.9. 23.11.

    In Vorfreude auf das Wiedersehen
    Der Sprecherrat
    Monika Schmid-Ewers, Angela Laurent, Gerhard Roland, Anna Dorothea Scheytt, Detlef Tramsen

Jeder einzelne Baum ist wichtig, da er Schadstoffe aufnimmt. Gerade in Zeiten des Klimawandels brauchen die Menschen eine Erholungsstätte während der Hitzephasen. Tiere leiden ebenfalls druch den Verlust der Lebensräume. Es gehen jedes Jahr Unmengen von Bäumen verloren durch Dürre, Borkenkäfer und menschgemachte, absichtlich gelegte Feuer. daher sollten alle Bäume erhalten bleiben, die diese Gefahren überleben.

Als promov. Forstwissenschaftler habe ich Vertrauen zu den Forstbehörden (Fehler und Lernkurven inkl), im Dreiklang von Schutz-, Erholungs- und Nutzfunktion. Berliner Forsten sind zertifiziert bei einer unabhängigen NGO! Werte Unterstützer dieser Petition: machen Sie sich bitte die Mühe, lassen sich von Ihrem örtlichen Förster eine Waldfläche zeigen, die vor 5 Jahren durchforstet wurde. Sie werden überrascht, und vermutlich bzgl der hier zur Debatte stehenden Maßnahme sehr beruhigt sein.

Warum Menschen unterschreiben

Ich laufe täglich im Frohnauer Forst und der Erhalt ist mir sehr wichtig.

Ohne eine gesunde Natur kann auch der Mensch nicht (über)leben.

Natur muss geschützt werden

jeder baum , der erhalten bleibt ist eine investition in unsere zukunft, jeder quadratmeter wald muss geschützt und erhalten werden!!!!

Der

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