Kein großflächiger Holzeinschlag im Frohnauer Wald - Berlins Wälder konsequent schützen

Petition richtet sich an:
Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt Ute Bonde, Leiter der Landesforstverwaltung Berlin Gunnar Heyne

3.158 Unterschriften

79 %
4.000 für Sammelziel

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  1. Gestartet 2021
  2. Sammlung noch > 4 Monate
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  4. Dialog mit Empfänger
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Petition richtet sich an: Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt Ute Bonde, Leiter der Landesforstverwaltung Berlin Gunnar Heyne

Eil-Aktion: Stoppt die Plünderung des Berliner Waldes im Namen der Sturmwurfberäumung!

Jetzt hier Protestmail direkt absenden oder hier Mail-Text zum Kopieren herunterladen.

Die Berliner Forsten nehmen die Sturmwürfe zum Anlass, mitten im Spätsommer Privatunternehmen tausende Bäume mit schweren Maschinen ernten zu lassen. 
Sie verstoßen damit gegen die Waldbaurichtlinie, den Naturland-Standard sowie das von der SenMVKU verhängte Einschlagsmoratorium!
Zerstörte Waldböden, schwere Kollateralschäden an den noch stehenden Bäumen, die Reduktion wertvoller Totholzvorräte und die flächige Beschädigung der jungen Bäume, sind in massivem Ausmaß zu verzeichnen.
Stoppen wir jetzt diese unnötige und rechtswidrige Zerstörung unseres Waldes!

Begründung

Die Waldinitiative Berlin ist aus dem Widerstand der Bevölkerung gegen massive Fällungen im Frohnauer Wald im Nordwesten Berlins entstanden und setzt sich für einen naturgemäßen Umgang mit allen von den BF bewirtschafteten Waldgebieten ein.
 
Der Berliner Wald schmiegt sich als grünes Band im Norden, Westen und Osten an die Großstadt an. Er ist ein einzigartiges Naturjuwel von nicht bezifferbarem Wert für die Region und ihre Bewohner. Sei es als ökologischer Rückzugsraum für Flora und Fauna, als Wasserspeicher, Kaltluftreservoir, „Klimaanlage“ und Luftfilter für die Metropole oder als Erholungsort für uns Bürgerinnen und Bürger. 
Doch die Zukunft dieses Juwels steht aktuell akut auf dem Spiel. Intensive forstwirtschaftliche Eingriffe und die Fällung hunderttausender Bäume haben dem Wald in den letzten Jahren großen Schaden zugefügt und zu seiner Degeneration beigetragen.
 
Laut Waldzustandsbericht (WZB) 2023 sind 94% der Berliner Waldbäume geschädigt. Keine der in Stichproben untersuchten Eichen gilt noch als gesund. Die Absterberaten der Bäume sind auf Rekordniveau.
 
Der katastrophale Gesundheitszustand des Berliner Waldes wird von den BF selbst auf Trockenheit und Hitze zurückgeführt – Parameter, auf die die Forstverwaltung durch Holzernte und Forstwirtschaft selbst den größten Einfluss nimmt. 
 
Zuletzt sind jedes Jahr viele zehntausend Bäume in den Berliner Wäldern eingeschlagen worden. Bäume, auf die unser kranker Wald nicht mehr verzichten kann.
 
Die exzessiven Einschläge bewirken durch eine Öffnung des Kronendaches erhöhte Trockenheit und Hitze in den Wäldern – insbesondere im Sommer. Im Fachjargon spricht man vom „Heißschlagen“. Zuzüglich zur Auflichtung und Ausdünnung der ohnehin im deutschen Vergleich vorratsarmen Bestände bewirkt die Ernte und der Abtransport des Holzes mittels dutzender Tonnen schwerer Forstmaschinen (sog. Harvester und Forwarder) eine irreversible Verpressung und Verformung des sensiblen Waldbodens, der daraufhin in seiner Wasseraufnahmefähigkeit und Durchlüftung langfristig geschädigt bleibt. Für diese Forstmaschinen werden Fahrtwege im Wald geschlagen bzw. offengehalten und zum Teil geschottert, was weiter zur Fragmentierung der Waldbestände und einer Störung des unter normalen Bedingungen kühl-feuchten Waldinnenklimas beiträgt. Die BF begründen ihre massiven Einschläge regelmäßig mit der Notwendigkeit zu sogenanntem Waldumbau. Dieses Narrativ ist von uns zusammen mit zahlreichen Fachleuten längst widerlegt worden. Zum einen fällen die BF regelmäßig tausende Laubbäume und zerstören Buchen- und Eichenbestände, die sich längst in einem naturnahen Zustand befinden. Zum anderen weist Berlin selbst in Kiefern-dominierten Gebieten flächendeckend einen Unterstand aus Laubbäumen auf, während die Kiefern sich unter den Verhältnissen der eigenen Beschattung nicht mehr reproduzieren. Eine natürliche und schonende Transformation hin zu Laubwald ist also längst im Gange und wird gerade im Klimawandel durch weiteres Heißschlagen aufs Spiel gesetzt.
 
Experten aus der Forstwissenschaft, dem Natur- und Landschaftsschutz sind sich einig: Was unser Wald jetzt braucht, ist Ruhe und eine Chance auf Regeneration. Die Berliner Senatsverwaltung hat aus diesem Grund gegenüber den BF eine Wende zu naturgemäßer Waldbehandlung verordnet, die wir unterstützen und die von den Förstern jetzt umgesetzt werden muss.
 
Wir fordern:
 
1.    Ein sofortiges Einschlagsmoratorium in allen von den BF bewirtschafteten Wäldern.

2.    Das Aussetzen des Wirtschaftsplanes der BF, auf dessen Basis jährlich zehntausende Berliner Waldbäume an Privatunternehmen der Papier- und Brennstoffindustrie verkauft werden.

3.    Die Verbannung von Harvestern aus unserem Wald.

4.    Die weitere Fragmentierung des Waldes durch Anlage neuer Rückegassen, Fahrt- und Waldwege sowie deren Schotterung einzustellen.

5.    Die Fällung von Bäumen im Namen der Verkehrssicherung gemäß Urteil des BGH streng auf waldatypische Gefahren zu beschränken und das bei der Verkehrssicherung anfallende Holz im Wald zu belassen.

6.    Die künstliche Erzeugung von Totholz, etwa durch Ringeln, Kronensprengung und andere Maßnahmen einzustellen.

7.    Die Erarbeitung einer neuen Waldbaurichtlinie, die sich gemäß dem Lübecker Modell an dem Prinzip des minimalen Eingriffs orientiert, d.h. die natürlichen Prozesse weitestgehend wirken lässt und den Wald als selbstoptimierendes Ökosystem anerkennt. Sie soll die Naturschutz-, Klimaregulations- und Erholungsfunktion des Waldes in den Vordergrund stellen.

8.    Den Förstern gegenüber eine fachliche und praktische Anleitung bei der Umstellung auf eine naturnahe Waldbehandlung zu gewährleisten, etwa in Form von Fortbildungen und Einbindung externer Experten.

9. Die Konsequenzen natürlicher Regeneration ebenso wie früherer Auflichtung und Ausdünnung von Waldgebieten durch jährliches Monitoring zu analysieren und auszuwerten.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Waldinitiative Berlin, Berlin
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 02.11.2021
Sammlung endet: 01.01.2027
Region: Berlin Reinickendorf
Kategorie: Umwelt

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Neuigkeiten


  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer
    und alle, die es werden wollen,

    Herzliche Einladung zum nächsten Treffen!  

    Im ersten Treffen nach der Sommerpause  - und zugleich dem letzten vor der Berliner Wahl - fokussieren wir das Thema Wald & Wahl, tauschen uns aus, zu dem „was bisher geschah“, was bevorsteht und informieren zum aktuellen Stand in Sachen „Waldwildnis“ Förderprogramme. 

    Wer angesichts der bevorstehenden Wahl zum Abgeordnetenhaus Interesse an unseren WALDprüfsteinen hat, kann sie hierfinden, runterladen, verwenden, versenden, verschenken.
    Mit dem Thema Waldwildnis in Berlin und den dafür bestehenden Fördermöglichkeiten des Bundes haben wir eine breite Debatte quer durch die Parteien und bis in das „BMUKN“ hinein ausgelöst. Dazu gibt es nun hier hilfreiches Material und Musterbriefe. Da es dabei um sehr, sehr viel Geld geht, das Berlin frei verwenden kann, ist jetzt die Zeit für konkrete Ideen und Aktionen, welche engagierten Gruppen im Bereich Bildung, Kultur, Ökologie, Soziales usw. Sie damit unterstützen möchten. 
    Alle Menschen, die sich mit uns mit welchem Zeitbudget auch immer für den Wald engagieren möchten, sind herzlich willkommen. Das ist kein Abend der Öffentlichkeitsarbeit, sondern des Austausches, der Information, des Ideensammelns, Vernetzens und der Verständigung über den Weg vor uns. Wir treffen uns am 

    Montag, den 31. August um 19:00h
    Seniorenfreizeitstätte Berliner Straße 105/107
    13467 Berlin.

    Das sind 650 Meter Fußweg entfernt von der S-Station-Hermsdorf oder 20 Meter von der Busstation Waldseeweg der Buslinie 220. Dort ist es auch möglich, mit Bildern und Präsentationen zu arbeiten. Essen und Trinken wäre danach möglich bei den Restaurants in der Nähe.
    Wer sich gleich die weiteren Termine 2026 notieren will: 28.9. 23.11.
    In Vorfreude auf das Wiedersehen

    Der Sprecherrat
    Angela Laurent, Gerhard Roland, Anna Dorothea Scheytt, Monika Schmid-Ewers, Detlef Tramsen

  • Schon wieder sollen in Berlin Bäume gefällt werden!
    Wir sagen NEIN zur Fällung von 4000 m2 Wald für Parkplätze, einen Markt und teure Wohnungen!
    Bitte unterstützt die Petition, unterschreibt und gebt sie weiter an Freunde und Bekannte!
    Wir danken Euch für Eure Hilfe!

    https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-das-amtswaeldchen-in-koepenick-vor-der-rodung

  • Liebe Waldfreundinnen und Waldfreunde,
    es ist Ferienzeit. Auch in der Waldinitiative Berlin.
    Wir verschieben daher das für den 27. Juli routinemäßig geplante Treffen und melden uns mit einem neuen Termin noch vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin.
    Wer sich informieren und engagieren möchte findet im Blick auf aktuelle Themen wie 

    • Naturwald
    • Viele Millionen Euro zur freien Verfügung, die von Berlin immer noch nicht bei den Programmen des Bundes zur Förderung von Wildnis abgerufen worden sind 
    • Musterbriefe
    • Wahlbausteine. 

    Bitte gerne Gebrauch davon machen: https://waldinitiative.berlin
    Mit herzlichen Grüßen
    Der Sprecherrat

Jeder einzelne Baum ist wichtig, da er Schadstoffe aufnimmt. Gerade in Zeiten des Klimawandels brauchen die Menschen eine Erholungsstätte während der Hitzephasen. Tiere leiden ebenfalls druch den Verlust der Lebensräume. Es gehen jedes Jahr Unmengen von Bäumen verloren durch Dürre, Borkenkäfer und menschgemachte, absichtlich gelegte Feuer. daher sollten alle Bäume erhalten bleiben, die diese Gefahren überleben.

Als promov. Forstwissenschaftler habe ich Vertrauen zu den Forstbehörden (Fehler und Lernkurven inkl), im Dreiklang von Schutz-, Erholungs- und Nutzfunktion. Berliner Forsten sind zertifiziert bei einer unabhängigen NGO! Werte Unterstützer dieser Petition: machen Sie sich bitte die Mühe, lassen sich von Ihrem örtlichen Förster eine Waldfläche zeigen, die vor 5 Jahren durchforstet wurde. Sie werden überrascht, und vermutlich bzgl der hier zur Debatte stehenden Maßnahme sehr beruhigt sein.

Warum Menschen unterschreiben

Konsequenter Umweltschutz, Klimaschutz,mHitzeschutz durch den Schutz der verbliebenen Wälder.

PRO Iteratives Waldmanagement für Berlins Wälder, insbesondere Frohnauer Wald, denn:
Intensive forstwirtschaftliche Eingriffe und die Fällung hunderttausender Bäume haben dem Wald in den letzten Jahren großen Schaden zugefügt und zu seiner Degeneration beigetragen
Die exzessiven Einschläge bewirken durch eine Öffnung des Kronendaches erhöhte Trockenheit und Hitze in den Wäldern – insbesondere im Sommer. Im Fachjargon spricht man vom „Heißschlagen“. Zuzüglich zur Auflichtung und Ausdünnung der ohnehin im deutschen Vergleich vorratsarmen Bestände bewirkt die Ernte und der Abtransport des Holzes mittels dutzender Tonnen schwerer Forstmaschinen (sog. Harvester und Forwarder) eine irreversible Verpressung und Verformung des sensiblen Waldbodens, der daraufhin in seiner Wasseraufnahmefähigkeit und Durchlüftung langfristig geschädigt bleibt. Für diese Forstmaschinen werden Fahrtwege im Wald geschlagen bzw. offengehalten und zum Teil geschottert, was weiter zur Fragmentierung der Waldbestände und einer Störung des unter normalen Bedingungen kühl-feuchten Waldinnenklimas beiträgt.

Ich laufe täglich im Frohnauer Forst und der Erhalt ist mir sehr wichtig.

Ohne eine gesunde Natur kann auch der Mensch nicht (über)leben.

Natur muss geschützt werden

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