Kein großflächiger Holzeinschlag im Frohnauer Wald - Berlins Wälder konsequent schützen

Petition is addressed to:
Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt Ute Bonde, Leiter der Landesforstverwaltung Berlin Gunnar Heyne

3,180 Signatures

80 %
4,000 for collection target

3,180 Signatures

80 %
4,000 for collection target
  1. Launched 2021
  2. Time remaining > 2 months
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
personal data
 

I agree that my data may be stored. I can revoke this consent at any time.

Petition addressed to: Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt Ute Bonde, Leiter der Landesforstverwaltung Berlin Gunnar Heyne

Eil-Aktion: Stoppt die Plünderung des Berliner Waldes im Namen der Sturmwurfberäumung!

Jetzt hier Protestmail direkt absenden oder hier Mail-Text zum Kopieren herunterladen.

Die Berliner Forsten nehmen die Sturmwürfe zum Anlass, mitten im Spätsommer Privatunternehmen tausende Bäume mit schweren Maschinen ernten zu lassen. 
Sie verstoßen damit gegen die Waldbaurichtlinie, den Naturland-Standard sowie das von der SenMVKU verhängte Einschlagsmoratorium!
Zerstörte Waldböden, schwere Kollateralschäden an den noch stehenden Bäumen, die Reduktion wertvoller Totholzvorräte und die flächige Beschädigung der jungen Bäume, sind in massivem Ausmaß zu verzeichnen.
Stoppen wir jetzt diese unnötige und rechtswidrige Zerstörung unseres Waldes!

Reason

Die Waldinitiative Berlin ist aus dem Widerstand der Bevölkerung gegen massive Fällungen im Frohnauer Wald im Nordwesten Berlins entstanden und setzt sich für einen naturgemäßen Umgang mit allen von den BF bewirtschafteten Waldgebieten ein.
 
Der Berliner Wald schmiegt sich als grünes Band im Norden, Westen und Osten an die Großstadt an. Er ist ein einzigartiges Naturjuwel von nicht bezifferbarem Wert für die Region und ihre Bewohner. Sei es als ökologischer Rückzugsraum für Flora und Fauna, als Wasserspeicher, Kaltluftreservoir, „Klimaanlage“ und Luftfilter für die Metropole oder als Erholungsort für uns Bürgerinnen und Bürger. 
Doch die Zukunft dieses Juwels steht aktuell akut auf dem Spiel. Intensive forstwirtschaftliche Eingriffe und die Fällung hunderttausender Bäume haben dem Wald in den letzten Jahren großen Schaden zugefügt und zu seiner Degeneration beigetragen.
 
Laut Waldzustandsbericht (WZB) 2023 sind 94% der Berliner Waldbäume geschädigt. Keine der in Stichproben untersuchten Eichen gilt noch als gesund. Die Absterberaten der Bäume sind auf Rekordniveau.
 
Der katastrophale Gesundheitszustand des Berliner Waldes wird von den BF selbst auf Trockenheit und Hitze zurückgeführt – Parameter, auf die die Forstverwaltung durch Holzernte und Forstwirtschaft selbst den größten Einfluss nimmt. 
 
Zuletzt sind jedes Jahr viele zehntausend Bäume in den Berliner Wäldern eingeschlagen worden. Bäume, auf die unser kranker Wald nicht mehr verzichten kann.
 
Die exzessiven Einschläge bewirken durch eine Öffnung des Kronendaches erhöhte Trockenheit und Hitze in den Wäldern – insbesondere im Sommer. Im Fachjargon spricht man vom „Heißschlagen“. Zuzüglich zur Auflichtung und Ausdünnung der ohnehin im deutschen Vergleich vorratsarmen Bestände bewirkt die Ernte und der Abtransport des Holzes mittels dutzender Tonnen schwerer Forstmaschinen (sog. Harvester und Forwarder) eine irreversible Verpressung und Verformung des sensiblen Waldbodens, der daraufhin in seiner Wasseraufnahmefähigkeit und Durchlüftung langfristig geschädigt bleibt. Für diese Forstmaschinen werden Fahrtwege im Wald geschlagen bzw. offengehalten und zum Teil geschottert, was weiter zur Fragmentierung der Waldbestände und einer Störung des unter normalen Bedingungen kühl-feuchten Waldinnenklimas beiträgt. Die BF begründen ihre massiven Einschläge regelmäßig mit der Notwendigkeit zu sogenanntem Waldumbau. Dieses Narrativ ist von uns zusammen mit zahlreichen Fachleuten längst widerlegt worden. Zum einen fällen die BF regelmäßig tausende Laubbäume und zerstören Buchen- und Eichenbestände, die sich längst in einem naturnahen Zustand befinden. Zum anderen weist Berlin selbst in Kiefern-dominierten Gebieten flächendeckend einen Unterstand aus Laubbäumen auf, während die Kiefern sich unter den Verhältnissen der eigenen Beschattung nicht mehr reproduzieren. Eine natürliche und schonende Transformation hin zu Laubwald ist also längst im Gange und wird gerade im Klimawandel durch weiteres Heißschlagen aufs Spiel gesetzt.
 
Experten aus der Forstwissenschaft, dem Natur- und Landschaftsschutz sind sich einig: Was unser Wald jetzt braucht, ist Ruhe und eine Chance auf Regeneration. Die Berliner Senatsverwaltung hat aus diesem Grund gegenüber den BF eine Wende zu naturgemäßer Waldbehandlung verordnet, die wir unterstützen und die von den Förstern jetzt umgesetzt werden muss.
 
Wir fordern:
 
1.    Ein sofortiges Einschlagsmoratorium in allen von den BF bewirtschafteten Wäldern.

2.    Das Aussetzen des Wirtschaftsplanes der BF, auf dessen Basis jährlich zehntausende Berliner Waldbäume an Privatunternehmen der Papier- und Brennstoffindustrie verkauft werden.

3.    Die Verbannung von Harvestern aus unserem Wald.

4.    Die weitere Fragmentierung des Waldes durch Anlage neuer Rückegassen, Fahrt- und Waldwege sowie deren Schotterung einzustellen.

5.    Die Fällung von Bäumen im Namen der Verkehrssicherung gemäß Urteil des BGH streng auf waldatypische Gefahren zu beschränken und das bei der Verkehrssicherung anfallende Holz im Wald zu belassen.

6.    Die künstliche Erzeugung von Totholz, etwa durch Ringeln, Kronensprengung und andere Maßnahmen einzustellen.

7.    Die Erarbeitung einer neuen Waldbaurichtlinie, die sich gemäß dem Lübecker Modell an dem Prinzip des minimalen Eingriffs orientiert, d.h. die natürlichen Prozesse weitestgehend wirken lässt und den Wald als selbstoptimierendes Ökosystem anerkennt. Sie soll die Naturschutz-, Klimaregulations- und Erholungsfunktion des Waldes in den Vordergrund stellen.

8.    Den Förstern gegenüber eine fachliche und praktische Anleitung bei der Umstellung auf eine naturnahe Waldbehandlung zu gewährleisten, etwa in Form von Fortbildungen und Einbindung externer Experten.

9. Die Konsequenzen natürlicher Regeneration ebenso wie früherer Auflichtung und Ausdünnung von Waldgebieten durch jährliches Monitoring zu analysieren und auszuwerten.

Thank you so much for your support, Waldinitiative Berlin, Berlin
Ask the initiator

Petition details

Petition started: 02 Nov 2021
Collection ends: 01/01/2027
Region: Berlin Reinickendorf
Topic: Environment

Translate this petition now

Add a new language version

News

  • Herzliche Einladung an alle Unterstützerinnen und Unterstützer, sich dazu am kommenden Montag zu informieren und auszutauschen!

  • Liebe Waldfreundinnen und Waldfreunde, besonders die aus Berlin!

    Wen würde der Wald wählen?

    Wir haben für Euch pünktlich zur Wahl des Abgeordnetenhauses von Berlin die Parteien im Hinblick auf Ihre Position zum Waldschutz abgeklopft.

    Machen Sie sich selbst ein Bild!
    Die Ergebnisse finden sich hier: https://waldinitiative.berlin/politik.html

    Die Zusammenstellung der Antworten wurde am 13.09.2026 von der Waldinitiative Berlin erstellt.
    Alle Parteien, die aktuell im AGH sitzen, wurden befragt, daher fehlt leider das BSW. Grüne und SPD haben trotz mehrfacher Nachfrage nicht geantwortet.

    Fragen und Antworten wurden stark verkürzt. Die Fragen der Waldprüfsteine und die ausführlichen Antworten der Parteien sind unter obigem Link zu finden.

  • Herzliche Einladung: Berlins Grüner Schatz – Wie können wir unseren Wald besser schützen?

    Der Berliner Bürgerwald ist von herausragendem Wert für unsere Metropole, sei es als Erholungsort für die Berlinerinnen und Berliner, als Rückzugsort von Tieren und Pflanzen, als Quelle für Berliner Trinkwasser oder als Klimaanlage der Großstadt. Doch unserem Wald geht es immer schlechter: 97% der Waldbäume gelten als geschädigt. Wie kann ein zukünftiger Umgang mit dem Wald aussehen, der seine Funktionen für die Berlinerinnen und Berliner nachhaltig sichert und das Ökosystem erhält? Sind stärkere Eingriffe die Lösung? Oder braucht der Wald mehr Raum, selbst Widerstandsfähigkeit aufzubauen?

    Kommen Sie dazu, stellen Sie Ihre Fragen, lassen Sie sich informieren.
    Wir freuen uns auf Sie.

    🔹Offene Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Wald von SPD Heiligensee Konradshöhe Tegelort und Waldinitiative Berlin

    📆 Mittwoch, den 2. September 2026 | 19:00 Uhr

    📍 Dorfaue Heiligensee, Alt-Heiligensee 67, 13503 Berlin

    Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenlos!

Jeder einzelne Baum ist wichtig, da er Schadstoffe aufnimmt. Gerade in Zeiten des Klimawandels brauchen die Menschen eine Erholungsstätte während der Hitzephasen. Tiere leiden ebenfalls druch den Verlust der Lebensräume. Es gehen jedes Jahr Unmengen von Bäumen verloren durch Dürre, Borkenkäfer und menschgemachte, absichtlich gelegte Feuer. daher sollten alle Bäume erhalten bleiben, die diese Gefahren überleben.

Als promov. Forstwissenschaftler habe ich Vertrauen zu den Forstbehörden (Fehler und Lernkurven inkl), im Dreiklang von Schutz-, Erholungs- und Nutzfunktion. Berliner Forsten sind zertifiziert bei einer unabhängigen NGO! Werte Unterstützer dieser Petition: machen Sie sich bitte die Mühe, lassen sich von Ihrem örtlichen Förster eine Waldfläche zeigen, die vor 5 Jahren durchforstet wurde. Sie werden überrascht, und vermutlich bzgl der hier zur Debatte stehenden Maßnahme sehr beruhigt sein.

Why people sign

Die Gier darf nicht im Vordergrund stehen.

Geld kann man nicht essen

Ich möchte Natur und Wald erhalten. Forstliche Nutzung reduzieren.

Konsequenter Umweltschutz, Klimaschutz,mHitzeschutz durch den Schutz der verbliebenen Wälder.

PRO Iteratives Waldmanagement für Berlins Wälder, insbesondere Frohnauer Wald, denn:
Intensive forstwirtschaftliche Eingriffe und die Fällung hunderttausender Bäume haben dem Wald in den letzten Jahren großen Schaden zugefügt und zu seiner Degeneration beigetragen
Die exzessiven Einschläge bewirken durch eine Öffnung des Kronendaches erhöhte Trockenheit und Hitze in den Wäldern – insbesondere im Sommer. Im Fachjargon spricht man vom „Heißschlagen“. Zuzüglich zur Auflichtung und Ausdünnung der ohnehin im deutschen Vergleich vorratsarmen Bestände bewirkt die Ernte und der Abtransport des Holzes mittels dutzender Tonnen schwerer Forstmaschinen (sog. Harvester und Forwarder) eine irreversible Verpressung und Verformung des sensiblen Waldbodens, der daraufhin in seiner Wasseraufnahmefähigkeit und Durchlüftung langfristig geschädigt bleibt. Für diese Forstmaschinen werden Fahrtwege im Wald geschlagen bzw. offengehalten und zum Teil geschottert, was weiter zur Fragmentierung der Waldbestände und einer Störung des unter normalen Bedingungen kühl-feuchten Waldinnenklimas beiträgt.

Tools for the spreading of the petition.

You have your own website, a blog or an entire web portal? Become an advocate and multiplier for this petition. We have the banners, widgets and API (interface) to integrate on your pages. To the tools

Translate this petition now

Add a new language version

Help us to strengthen citizen participation. We want to support your petition to get the attention it deserves while remaining an independent platform.

Donate now