Environment

Kein großflächiger Holzeinschlag im Frohnauer Wald - Berlins Wälder konsequent schützen

Petition is directed to
Senatorin für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz Bettina Jarasch, Leiter der Landesforstverwaltung Berlin Gunnar Heyne
1,925 938 in Berlin Reinickendorf
43% from 2,200 for quorum
  1. Launched November 2021
  2. Time remaining > 10 months
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

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Petition in Zeichnung - Jetzt mit wenigen Klicks der Politik Dampf machen: E-Mail-Vorlage zur anstehenden Wahl

1/15/23, 9:55 AM EST

Liebe Freundinnen und Freunde des Waldes,

Wir von der Waldinitiative Berlin bedanken uns herzlich für Ihr Engagement im vergangenen Jahr und wünschen Ihnen Alles Gute, Gesundheit und Kraft für 2023! Durch Ihre Unterstützung konnte unsere Initiative Schlagkraft entfalten, tausendfachen Einschlag von Bäumen in Frohnau bislang abwenden und die Deutungshoheit der Landesforstverwaltung spürbar ins Wanken bringen. Damit haben wir im letzten Jahr wichtige Schritte getan, um den Umgang mit dem Berliner Wald langfristig zu verändern.

Schon Mitte Februar wird in Berlin die Wahl zum Abgeordnetenhaus wiederholt. Wir halten das für einen geeigneten Anlass, um bei den Berliner Parteien nachzuhaken, welche Positionen sie hinsichtlich des Schutzes des Stadtwaldes vertreten und was sie bereit sind, für unseren Wald zu unternehmen.

Lassen wir die Politik spüren, dass wir Bürger uns für unseren Wald interessieren und ihr in puncto Waldbehandlung genau auf die Finger schauen.

Dafür haben wir eine E-Mail verfasst, die Sie erreichen, indem Sie auf unserer Petitionshauptseite (kurzelinks.de/r4zw) auf den blauen Link „Mailvorlage zur Abgeordnetenhauswahl“ klicken.

Sie können die E-Mail dann unterzeichnen und anschließend so absenden, aber auch modifizieren oder selbst eine eigene verfassen. Für diejenigen, die Schwierigkeiten mit dem oben genannten Link haben, stellen wir den E-Mail-Text und die Empfängeradressen hier zur Verfügung: kurzelinks.de/39qk
Über „Herunterladen“ oben links können Sie die Datei dann auf Ihrem Computer speichern.

Um die Reaktionen auf unsere Mails in unsere politische Strategiebildung einfließen zu lassen, möchten wir gerne auch die jeweiligen Antworten der Parteien analysieren. Wir würden uns daher freuen, wenn Sie sie uns nach Erhalt an waldinitiative-berlin@protonmail.com weiterleiteten.

Wir bitten Sie abschließend noch, unsere Petition Bekannten zu empfehlen und sie auf Facebook, Instagram o.ä. zu teilen. Um den Druck auf die Landespolitik und die Berliner Forsten hoch zu halten, muss die Waldinitiative dringend weiter wachsen!

Es grüßt Sie herzlich
Ihr Team von der Waldinitiative Berlin

Fotos: Rechts: Blick über den im Wald liegenden Frohnauer Hubertussee; Links: Zerstörung von Altbuchen-Beständen im Tegeler Forst 2022


Änderungen an der Petition

12/28/22, 7:45 AM EST




Neues Zeichnungsende: 01.01.2024
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 1886 (933 in Berlin Reinickendorf)


Petition in Zeichnung - Berlin im Krieg gegen seinen Wald: Nur noch jeder 25. Baum gesund

12/11/22, 11:42 AM EST

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

Der Anteil gesunder Waldbäume in Berlin hat den Tiefststand seit Beginn der Erhebungen erreicht. Im Waldzustandsbericht 2022 werden noch vier Prozent als frei von Schäden eingestuft. Und die Berliner Forsten fällen weiter. So machen auch wir weiter Druck auf die Berliner Landespolitik. Wir haben uns vernetzt mit Experten in Sachen Waldschutz aus verschiedenen Teilen Deutschlands und führten mit einer Koryphäe der naturnahen Forstwirtschaft sowie Vertretern der Grünen und dem BUND Berlin eine begutachtende Begehung des Frohnauer Waldes durch. Die Fachleute haben uns auf ganzer Linie zugestimmt. Jetzt ist es wichtig, von allen Seiten den Druck auf die Berliner Forstpolitik zu erhöhen.

Der Berliner Wald ist einer dramatischen Bedrohung ausgesetzt: Großangelegte Ausdünnung, missverstandene Holzbauoffensive und der Einschlag uralter Laubbäume setzen seinen Fortbestand so wie wir ihn kennen aufs Spiel.

Entgegen dem Protest von Fachleuten und Initiativen, halten die Berliner Forsten und die Grüne Senatsverwaltung für Umwelt an großräumig-invasiven Fällungen in den Berliner Wäldern fest (Foto). Über 100-jährige klimastabile Laubbäume wie Rotbuchen fallen den Kettensägen in großer Zahl zum Opfer. Das Kronendach ehemals geschlossener Waldbestände wird so stark aufgerissen, dass das Waldinnenklima zerstört, der Wald in eine Parklandschaft verwandelt wird. Seit Aufnahme unserer Arbeit vor eineinhalb Jahren konnten wir den Eindruck gewinnen, dass die forstlichen Eingriffe - oft im Namen des „Waldumbaus“ - sogar noch intensiviert werden. Wo noch nicht geschehen, sollen dichte Netze von (teils geschotterten) Fahrtwegen für Forstfahrzeuge in den Wald geschlagen werden. Der Erntemaschinen-konforme Wald ist das Ziel. Unter dem folgenden Link haben wir für Sie Fotos aus dem Tegeler Forst abgelegt, dem die beschriebenen Maßnahmen im Januar diesen Jahres zu Teil wurden: kurzelinks.de/jx7d

Diese Behandlung widerfährt einem Wald, der seit Anbeginn der Dokumentation nie so krank war wie heute: Der kürzlich erschienene Berliner Waldzustandsbericht 2022 belegt: Nur noch 4% der Bäume sind gesund. 40% schwer und 56% leicht geschädigt. Im Jahr 2018 lag der Anteil an Waldbäumen ohne Schäden noch bei 27%.

Dennoch treibt der Berliner Senat mit dem „Schumacher Quartier“ nun ein schlecht durchdachtes Prestigeprojekt auf dem Gelände des Flughafen Tegels voran, dessen immenser Bedarf an Bauholz allein aus Berliner Wäldern gedeckt werden soll. Wenngleich sich die Waldinitiative keinesfalls gegen die Nutzung von Holz als langfristigem Baustoff ausspricht, müssen uns die Planungsdetails des Bauvorhabens alarmieren. Mit 150.000 m3 Holz entspräche der notwendige Einschlag in Berliner Wäldern allein für das „Schumacher Quartier“ dem Kahlschlag einer zweieinhalbfachen Fläche des Großen Tiergartens. Gleichzeitig warnen Forstfachleuchte und Experten aus dem Bausektor: Das Berliner Kiefernholz weist nicht die erforderliche Konstruktionsqualität auf. In der Folge müsste der Holzbedarf aus den im Angesicht des Klimawandels unbedingt zu schonenden alten Laubholzbeständen geschöpft werden.

Mit den besorgniserregenden Entwicklungen im Berliner Wald fügt sich die Hauptstadt nahtlos in die bundesweiten Dynamiken ein. Erreichte der Holzeinschlag in Deutschland 2020 den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen, ist dieser Wert gleich im nächsten Jahr 2021 noch einmal überholt worden. Dabei hat sich der Export von Rohholz seit 2015 verdreifacht, womit Deutschland heute der weltweit fünftgrößte Holzexporteur ist und trotz seiner vergleichsweise geringen Landes- und Waldfläche in einer Liga mit den Global Playern Russland, Kanada und den USA spielt. Über 50% des exportierten Rundholzes gehen im Übrigen an die VR China, einen Staat, der den kommerziellen Holzeinschlag in den eigenen natürlichen Wäldern uneingeschränkt verboten hat. Währenddessen landet etwa 50% des in Deutschland geschöpften und verarbeiteten Holzrohstoffes in der Verbrennung, 40% wird zu Papier und Kartonagen verarbeitet. Über die Verwendung des in Berlin geschlagenen Holzes fehlt dem Land jegliche Kontrolle, nicht einmal Kenntnis liegt darüber vor.

Es muss verhindert werden, dass der kranke Berliner Wald weiter dem weltweiten Ausverkauf preisgegeben und für kurzlebige Einmalprodukte und die Umsetzung schlecht durchdachter, aber öffentlichkeitswirksamer Symbolprojekte wie dem „Schumacher Quartier“ geopfert wird.

Wir sind auf Ihre Hilfe angewiesen. Bitte schreiben Sie uns bei Interesse an aktivem Engagement eine Mail an waldinitiative-berlin@protonmail.com. Wir bitten Sie außerdem, weisen Sie Bekannte auf unsere Petition hin und wenden Sie sich an die Senatsverwaltung für Umwelt, die den Berliner Forsten gegenüber weisungsbefugt ist (senatorin@senumvk.berlin.de). Lautstarker Protest ist einer unserer mächtigsten Hebel. In unserer nächsten Nachricht an Sie werden wir genauer auf die bevorstehenden Wahlen eingehen.


Petition in Zeichnung - 2:0 für den Frohnauer Wald - auch im kommenden Winter schweigen die Kettensägen

9/17/22, 11:23 AM EDT

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Waldinitiative Berlin,

an dieser Stelle bedanken wir uns ganz herzlich für Ihren fruchtbaren Einsatz für den Frohnauer und Berliner Wald! Dank Ihrer Unterstützung können wir einen zweiten wichtigen Erfolg verbuchen: Nachdem im Januar diesen Jahres von Seiten der Berliner Forsten erklärt wurde, man werde auf die Durchforstung des Frohnauer Waldes für die Fällperiode 2021/22 verzichten, haben wir mit unserem entschlossenen Widerstand erwirkt, dass noch vor Beginn der Saison 2022/23 der Harvester-Einsatz im Frohnauer Wald auch für den kommenden Winter abgesagt wurde.

Das bestätigte die Staatssekretärin der Senatsverwaltung für Umwelt, Frau Dr. Karcher, bei einer Besichtigung des Waldes am 8. September 2022. Wir begrüßen diese Entscheidung, da sie dem Wald eine Verschnaufpause zwischen den Strapazen der Dürresommer einräumt und gleichzeitig Zeit schafft, den Diskurs über einen nachhaltigen und zeitgemäßen Umgang mit dem Frohnauer Wald voranzutreiben.

Möglich geworden ist dieser Erfolg durch Menschen wie Sie, die den Plänen der Berliner Forsten gemeinsam mit vielen hundert Anwohnerinnen und Anwohnern mit entschiedenem Protest begegnet sind und ihre klare Ablehnung gegenüber dem großflächigen Holzeinschlag zu erkennen gaben.

Wie bereits im letzten Winter machen wir dennoch klar: Mit einer Verschiebung der massiven Fällarbeiten geben wir uns nicht zufrieden. Wir fordern die Aufgabe derartiger Plünderungspläne und die partizipative Erarbeitung eines Waldkonzeptes, das die Bedürfnisse der Anwohner und die ökologische Bedeutung der Berliner Wälder angemessen berücksichtigt. In Zeiten von Hitzesommern, Artensterben und Klimawandel kann man es uns nicht als naturgemäßen Umgang mit einem Berliner Erholungswald verkaufen, 1.500 alte Bäume an eine Forst-Firma zu versteigern, die nicht einmal Angaben über die Verwendung des geschlagenen Holzes macht und in unserem Wald ein Netz an Fahrtwegen für ihre tonnenschweren Maschinen hinterlässt.

Die nun gewonnene Zeit gilt es zu nutzen, um weiter über die Pläne der Forstbehörde aufzuklären, uns als Anwohnerinnen und Anwohner noch besser zu vernetzen sowie den Druck auf die Berliner Landespolitik zu erhöhen. Wir freuen uns, dass sich nach den Reinickendorfer Grünen nun auch die örtliche SPD an die Seite der Waldinitiative gestellt und auf ihrem Bezirksparteitag einen Antrag zur Änderung der Waldpolitik in Berlin verabschiedet hat. Gleichzeitig können wir als Initiative mittlerweile auf ein Kern-Team von über 20 Aktiven zählen.

Natürlich ist jede weitere helfende Hand und jeder denkende Kopf herzlich willkommen, sich für den Wald mit einzubringen. Sollten Sie interessiert sein, schreiben Sie uns bitte eine Nachricht an waldinitiative-berlin@protonmail.com

Zum Abschluss möchte ich Sie auf die filmische Dokumentation des von Bündnis90/die Grünen Reinickendorf ausgerichteten politischen Waldspazierganges vom 10. September aufmerksam machen. Der Videojournalist Peter Klingbeil hat die Veranstaltung mit Kamera und Mikrofon begleitet und stellt uns seine Arbeit unter folgendem Link freundlicherweise zur Verfügung: film-werk56.de/ag-klima.html

Foto: Der östlich an den Frohnauer Wald anschließende historische Grenzstreifen kurz vor einem sommerlichen Regenguss.


Petition in Zeichnung - Einladung zum Vernetzungstreffen am kommenden Mittwoch

9/12/22, 5:55 AM EDT

Liebe Freundinnen und Freunde des Frohnauer Waldes,

hiermit laden wir Sie ganz herzlich zu einem Vernetzungstreffen der Waldinitative ein.

Zeit: Mittwoch, 14. September, 19:00 Uhr

Ort: Restaurant Bocadito, Donnersmarckallee 9, 13465 Berlin (eigener Raum für uns reserviert)

Bei dem Treffen soll es darum gehen, andere Unterstützer der Initiative kennenzulernen und eventuell eigene Betätigungsmöglichkeiten auszuloten. Oft sind es kleine Dinge wie Plakate aufhängen, Infos laminieren, Aushänge in Geschäften verteilen, Unterschriften sammeln, Fragen im Internet recherchieren usw., die auf viele Schultern verteilt, leichter zu bewältigen sind. Wir planen auch die Gestaltung eines Flyers und einer Website. Weitere Ideen sind willkommen. Jede und jeder kann sich je nach Verfügbarkeit von Zeit und Kraft einbringen.

Aber auch, wenn Sie derzeit nicht aktiv mitarbeiten möchten, sind Sie herzlich eingeladen, sich umzuhören und mit uns ins Gespräch zu kommen.

Wir würden uns außerordentlich über Ihr Kommen freuen!

Zarah Baur für die Waldinitiative Berlin


Petition in Zeichnung - Grüner Kreisverband lädt zu Waldspaziergang am Samstag und solidarisiert sich mit unseren Forderungen

9/5/22, 6:20 AM EDT

Liebe Freundinnen und Freunde des Frohnauer Waldes,

die Grünen Berlin-Reinickendorf laden für den kommenden Samstag zu einem geführten Waldspaziergang mit anschließender Diskussion - die Waldinitiative Berlin wird auch vertreten sein. Und Sie sind herzlich eingeladen!

Zeit: 10.09.2022, 15:00-17:00 Uhr

Ort: Waldeingang Ecke Schönfließer/Mehringer Straße

Referenten und Thema: Katharina Weske und Thomas Rost (Sprecher*innen der AG-Klima, Bündnis 90/Die Grünen Reinickendorf), Christian Hönig (Baumschutzreferent BUND Berlin), Dr. Dorothea Scheytt (Waldinitiative Berlin) erörtern den Zustand des Frohnauer Waldes und den aktuellen Stand der Auseinandersetzung mit den Landesbehörden und möchten mit Ihnen ins Gespräch kommen

Der ausklingende Hitze-Sommer hat auch Berlin spürbar getroffen. Viele Auswirkungen auf den Wald werden allerdings erst in den kommenden Monaten und Jahren sichtbar werden. Während die Zivilgesellschaft zusammen mit Naturschutzverbänden in diesem Kontext besseren Schutz für unsere Wälder fordert, legitimiert die zuständige Berliner Staatssekretärin Dr. Silke Karcher (Bündnis90/Die Grünen) den massiven Einschlag von Altbäumen mit „zusätzlichem Lichtgenuss“ für den Wald.

Unterdessen regt sich allerdings Widerstand in der eigenen Partei.

Ende Juni hat sich der Kreisverband Reinickendorf von Bündnis90/Die Grünen mit einer an die Senatsverwaltung für Umwelt gerichteten Resolution unseren Zielen angeschlossen.
In dem Papier, dass Sie unter dem unten stehenden Link aufrufen können, fordert der Kreisverband eine Absage des angekündigten Holzeinschlages in Frohnau und ein einstweiliges Moratorium für den Einschlag in den kranken, aber z.T. noch resilienten Berliner Wäldern. Begründet wird dies u.a. mit einer zu erwartenden Aufhitzung und Austrocknung des Waldes und der schweren Schädigung des Bodens durch die ausgiebige Befahrung durch Forstmaschinen.

Auch Staatssekretärin Silke Karcher ist zum kommenden Waldspaziergang eingeladen worden.

Das Foto zeigt übrigens einen Teil des Frohnauer Waldes, der bereits so hell ist, dass die Vegetation durch Gras dominiert wird. Auch hier sind alle Altbäume zur Fällung markiert.

Die Waldinitiative freut sich auf Ihr Kommen!

Link zur Waldresolution des Grünen Kreisverbandes: kurzelinks.de/g469


Petition in Zeichnung - Berliner Forsten gestehen Fehler ein, versuchen aber an exzessivem Holzeinschlag festzuhalten

8/13/22, 4:15 PM EDT

Liebe Engagierte für unseren Frohnauer Wald,

wir haben den Druck auf die Landespolitik verstärkt und unmissverständlich klar gemacht: Der Berliner Wald verdient einen anderen Umgang! In Zeiten von Dürresommern stellen wir uns dem tausendfachen Einschlag alter Bäume im Frohnauer Wald entschieden entgegen.

In diesem Rahmen haben wir uns mit unserem Anliegen an den Petitionsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses gewandt. Auf unsere Eingabe hin antwortete man uns am 23. Juni 2022 mit einer Stellungnahme der Staatssekretärin Dr. Karcher von der Senatsverwaltung für Umwelt. Wir zitieren im Folgenden daraus.

Wer sich tiefergehend für unseren Austausch mit der Berliner Landespolitik interessiert, erhält unter diesem Link Zugriff auf unseren Schriftverkehr: kurzelinks.de/zp6e

⁃ Die Staatssekretärin bescheinigt der Waldinitiative eine „bemerkenswerte fachliche Gründlichkeit“.

⁃ Frau Karcher hält an der exzessiven Durchforstung unseres Waldes ebenso fest, wie an dem Einsatz lastwagengroßer, tonnenschwerer Walderntemaschinen (Harvester und Forwarder) und dem Anlegen eines dauerhaften Rückegassennetzes. Sie räumt gleichzeitig ein: „Unbestreitbar ist die Beeinträchtigung der Böden auf Rückegassen.“

⁃ Sie erklärt, die Berliner Forsten sagten „Korrekturen“ bei ihren Maßnahmen zu - „der Anteil der zu fällenden Laubbäume [wird] reduziert und eine buchendominierte Teilfläche [in der Schwarzspecht und Hohltaube brüten] von den Maßnahmen ausgenommen“.

⁃ Entgegen früheren Behauptungen, die den massiven Holzeinschlag als Quelle nachhaltiger Baustoffe für ein Neubauquartier in Berlin-Tegel beworben hatten, stellt die Staatssekretärin klar: „Ein […] Zusammenhang zwischen den geplanten Durchforstungen […] und der städtebaulichen Entwicklung des ehemaligen Flughafens Tegel besteht […] nicht.“ Tatsächlich haben weder die Landespolitik noch die Berliner Frosten einen Einfluss darauf, wie das geschlagene Holz verwendet wird, nicht einmal Informationen liegen ihnen darüber vor. Auf den allgemeinen Markt geworfen, wird über 50% des in Deutschland eingeschlagenen Holzes verheizt, ein wesentlicher Anteil zu kurzlebigen Papier- und Pappprodukten verarbeitet.

⁃ Sie wiederholt, die ökologischen Leistungen und die Erholungsfunktion des Waldes stünden im Vordergrund der Berliner Waldpolitik. Wie der massive Einschlag großer klimastabiler Laubbäume diesen Zielen dienlich sei, erläutert sie nicht genauer. Die Austrocknung des Bodens und damit der jungen Gehölzvegetation, eine Zerstörung des Waldinnenklimas durch erhöhten Abtransport kühl-feuchter Waldluft und die erhöhte Transpiration der verbliebenen Bäume aufgrund einer gestiegenen Waldinnentemperatur wird ignoriert, in Teilen negiert. Stattdessen wird lediglich auf „zusätzlichen Lichtgenuss“ für Jungbäume verwiesen - im Kontext derzeitiger Dürrephasen beinahe zynisch.

⁃ Die Senatsverwaltung gesteht ein: Der von uns angeregte „Erfahrungsaustausch mit anderen Städten und Kommunen wie Göttingen und Lübeck [die eine naturnähere Waldpolitik praktizieren] [kann] wertvoll sein.“ Eine Kontaktaufnahme ist unseres Wissens allerdings nicht erfolgt.

⁃ Frau Dr. Karcher sagt erneut zu, Bürgerinnen und Bürger „in die weiteren Überlegungen und Entscheidungen zu den geplanten Maßnahmen im Jagen 114 des Frohnauer Waldes [einzubeziehen] und frühzeitig [zu informieren]“. Dies ist bis jetzt - eineinhalb Monate vor der Fällsaison - nicht geschehen. In einem letzten Brief der Berliner Forsten lehnen diese die Teilnahme an einem expertengeführten Spaziergang zum Thema Trockenstress im Frohnauer Wald auf unsere Einladung hin mit deutlichen Worten ab.

Die Waldinitiative Berlin hält weiterhin an Ihrer Forderung fest, die Pläne zu solch einer langfristigen Schädigung unseres Waldes fallen zu lassen. Wir fordern, kein engmaschiges Rückegassennetz anzulegen, zum Schutz unseres Waldbodens und der Erholungsfunktion des Waldes auf das Befahren durch Forwarder und Harvester zu verzichten und bis zur partizipativen Erarbeitung eines naturnahen Waldkonzeptes den Einschlag tausender Laub- und Nadelbäume in unseren klimagestressten Berliner Wäldern für den Verkauf an Forstfirmen auszusetzen!

Die Antwort von Staatssekretärin Karcher zeigt deutlich auf, dass die Berliner Politik versucht, weiter an veralteten Durchforstungskonzepten festzuhalten, die im Widerspruch zu zeitgemäßem Klima- und Artenschutz stehen und die Bedeutung des Waldes für uns Anwohnerinnen und Anwohner völlig vernachlässigen.

In diesem Sinne ist es für den Erfolg unserer Arbeit unerlässlich, dass Sie die Waldinitiative weiterhin verfolgen, unsere Petition unter Bekannten teilen und sich auch aktiv einbringen. Dazu können Sie sich an waldinitiative-berlin@protonmail.com wenden.

Wir bedanken uns sehr herzlich für die großartige und vielfältige Unterstützung!

Zarah Baur für die Waldinitiative Berlin


Petition in Zeichnung - Filmische Dokumentation des expertengeführten Waldspazierganges: Trockenstress und Waldschäden

7/30/22, 11:02 AM EDT

Liebe Unterstützerinnen, liebe Unterstützer,

wir freuen uns, denjenigen von Ihnen, die an unserem expertengeführten Waldspaziergang vom 9. Juli nicht haben teilnehmen können, eine filmische Dokumentation anzubieten, die Sie unter folgendem Link ansehen können: film-werk56.de/waldspaziergang-6.html

Dabei stellt Christian Hönig, Referent für Baumschutz des BUND Berlin, anschaulich und an zahlreichen waldeigenen Beispielen dar, auf welche Weise und in welchem Ausmaß Hitze und Dürre unserem Frohnauer Wald bereits zugesetzt haben: Wie Bäume auf Trockenheit und Hitze reagieren, wie wir Trockenschäden an Bäumen erkennen können und wo Bäume aufgrund von Dürre bereits abgestorben sind.

Eine spannende und wichtige Führung, die klar aufzeigt: Unser Frohnauer Wald ist ein Patient.

Das tausendfache Fällen von Laub- und Nadelbäumen, das Anlegen eines dichten Netzes an Fahrtwegen für die Forstfahrzeuge und die ausgiebige Befahrung durch tonnenschwere Ernte- und Transportmaschinen ist in dieser Dimension weder mit der Erholungsfunktion des Waldes noch mit seiner Bedeutung für den Klima- und Artenschutz vereinbar und stellt keinen zeitgemäßen Umgang mit unseren Berliner Wäldern dar.

Wir bedanken uns außerordentlich bei dem Produzenten der Dokumentation, Herrn Peter Klingbeil, der unsere Initiative durch seine journalistische Arbeit unterstützt und Ihnen seine Arbeit online zur Verfügung stellt.


Petition in Zeichnung - 6. Geführter Waldspaziergang zum Thema Trockenstress und Waldschäden am Samstag den 9. Juli

7/4/22, 10:50 AM EDT

Liebe Freundinnen und Freunde des (Frohnauer) Waldes,

hiermit laden wir Sie herzlich zum kommenden geführten Waldspaziergang ein:

Zeit: 9. Juli 2022, 14:00 Uhr

Ort: Waldeingang Ecke Schönfließer Straße/ Mehringer Straße

Referent und Thema: Christian Hönig, Referent für Baumschutz beim BUND Berlin - „Trockenstress und Waldschäden“ - Wie krank sind unsere Bäume?

Um Bürgerinnen und Bürgern „laufend“ das Gespräch mit Fachleuten zu ermöglichen, veranstaltet die Frohnauer Waldinitiative Spaziergänge, zu denen sie auch die Berliner Forsten einlädt.

Die Berliner Forsten konstatieren im Waldzustandsbericht 2021: Nur noch 6% der Berliner Waldbäume sind gesund. Die drei Dürresommer haben auch dem Frohnauer Wald schwer zugesetzt. Kranke und umfallende Bäume finden sich mittlerweile an jeder Ecke. Das Kronendach ist vielerorts großflächig durchbrochen.

Nichtsdestotrotz besitzt der Frohnauer Wald bislang eine gewisse Klimaresilienz und Regenerationsfähigkeit. Der hohe Anteil älterer Bäume, die ausgiebige Naturverjüngung und das Fehlen eines dichten Rückegassennetzes bieten ihm mehr Schutz als vielen anderen Berliner Wäldern vergönnt ist.

Bis jetzt hält die Senatsverwaltung für Umwelt noch an dem Vorhaben fest, diese Vorzüge unseres Waldes aufs Spiel zu setzen und unseren Wald für immer zu verändern. Im kommenden Winter soll unser Wald auf 28 Hektar exzessiv befahren und tausende gesunde Bäume darunter über tausend Laubbäume gefällt werden. Ein bislang so nicht existentes Netz an Befahrungsschneisen soll angelegt und als Basis für regelmäßigen Maschineneinsatz etabliert werden. Das kühl-feuchte Waldinnenklima wäre dadurch ebenso gefährdet wie die Wasserspeicherfähigkeit des verdichteten Bodens.

Andere Städte zeigen: Es ist möglich, einen ökologischen Umbau des kranken Waldes ohne zerstörerische Harvestereinsätze zu konzipieren. Um ein an den Klimawandel angepasstes Konzept der Pflege des Berliner Bürgerwaldes (so nennt ihn das Berliner Waldgesetz!) gemeinsam zu entwickeln, fordern wir ein Moratorium zur Überprüfung der überkommenen Waldbewirtschaftung. Andere Städte und Regionen sind Berlin voraus. Sie sagen: Mehr Ökologie bedeutet sogar mehr Holz als nachhaltigen Rohstoff. Warum nicht auf ihre Erfahrungen und Experten hören und von ihnen lernen?

Wir freuen uns auf Sie!

PS: Wir befinden uns derzeit im Kontakt mit verschiedenen Entscheidungsträgern der Landespolitik und setzen uns dagegen ein, dass im kommenden Winter der Frohnauer Wald in diesem Maße ausgeräumt wird. Um den Druck zu erhöhen und an Wirksamkeit zu gewinnen brauchen wir Sie. Bitte teilen Sie unsere Petition und ermutigen Sie bekannte, sie zu unterschreiben.

Foto: Ein Luftbild-Vergleich des NABU Hessen zwischen dem Naturwald-Reservat Oppershofener Wald (links) und einem stark aufgelichteten Wirtschaftswald (rechts) im Sommer 2020 zeigt: Massive Auflichtung führt zu einem erhöhten Absterben und Vitalitätsverlust der Bäume (gelbe und braune Baumkronen).

Quelle: hessen.nabu.de/naturundlandschaft/waelder/naturwaelder/wildnis/wildnisgebiete/26814.html


Petition in Zeichnung - „Der Boden ist die Haut der Erde.“ - Dokumentation des Waldspazierganges vom 29. Januar 2022

5/9/22, 12:09 PM EDT

Lieber Unterstützerinnen und Unterstützer,

heute machen wir Sie mit freundlicher Genehmigung auf eine filmische Dokumentation des letzten Waldspazierganges am 29. Januar diesen Jahres aufmerksam, die sie unter dem folgenden Link abrufen können: film-werk56.de/wald.html

Darin bringt uns Prof. Dr. Kaupenjohann von der TU Berlin, der über das Thema Waldboden promoviert hat, das Mysterium Boden etwas näher und geht auf Bodenschäden ein, die Harvestereinsätze nach sich ziehen können.

Der Filmbeitrag zeigt auch beispielhafte Impressionen aus dem südlich von Frohnau gelegenen Tegeler Forst, der im Gegensatz zum Frohnauer Wald in der letzten Saison erheblichen Holzeinschlag und Befahrung durch Forstmaschinen erfuhr.

Wir bedanken uns bei Herrn Peter Klingbeil, der im Rahmen seines journalistischen Projektes film-werk56 die aufwendige Produktion des Dokumentarfilmes übernommen und ihn der Waldinitiative Berlin zur Verfügung gestellt hat.

Foto: Prof. Kaupenjohann erklärt Potential und Grenzen der Bodenregeneration. Quelle: film-werk56.de/wald.html


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