Region: Leipzig

Natur ist keine Manövriermasse! Stoppt den Waldverkauf am Cottaweg – Erhaltet den Naturraum

Petition richtet sich an:
Oberbürgermeister Burkhard Jung

7.459 Unterschriften

100 %
5.835 von 3.700 für Quorum in Leipzig Leipzig

7.459 Unterschriften

100 %
5.835 von 3.700 für Quorum in Leipzig Leipzig
  1. Gestartet 10.06.2026
  2. Sammlung noch > 3 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
Persönliche Daten
 

Ich bin einverstanden, dass meine Daten gespeichert werden. Diese Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.

Petition richtet sich an: Oberbürgermeister Burkhard Jung

Wir fordern den Leipziger Stadtrat und Oberbürgermeister Burkhard Jung auf:
Lehnen Sie die Beschlussvorlage VIII-DS-02491 ab.
Kein Verkauf der Wald- und Sukzessionsflächen an der Capastraße an die Red Bull Betriebsanlagen GmbH. Kein Verlust eines ökologisch wertvollen Naturraums zwischen dem nördlichen und südlichen Leipziger Auwald.
Leipzig braucht mehr Natur, mehr Klimaschutz und mehr Biotopverbund – nicht weniger.

Begründung

Mit der Beschlussvorlage VIII-DS-02491 soll ein mehr als 57.000 m² großes Waldgebiet an der Capastraße an die Red Bull Betriebsanlagen GmbH verkauft werden. Tatsächlich betroffen ist jedoch ein deutlich größerer zusammenhängender Naturraum aus Wald- und Sukzessionsflächen, der sich über Jahrzehnte entwickeln konnte und heute wichtige Funktionen für Klima, Artenvielfalt und den Biotopverbund erfüllt.

1. Eine ehemalige Ausgleichsfläche wird erneut geopfert
Der Wald entstand als behördlich festgesetzte Kompensationsmaßnahme im Zusammenhang mit früheren Eingriffen in Natur und Landschaft. Solche Ausgleichsflächen sollen dauerhaft ökologische Funktionen sichern. Wenn selbst diese Flächen wieder beseitigt werden können, verliert das Instrument des Naturschutzausgleichs seine Glaubwürdigkeit.

2. Der Naturraum ist ein Schlüsselstück des Leipziger Auwaldes
Das Gebiet liegt an einer ökologisch sensiblen Stelle zwischen nördlichem und südlichem Leipziger Auwald. Es bildet einen wichtigen Wander- und Verbindungsraum für zahlreiche Tierarten. Eine weitere Verengung dieses ohnehin belasteten Korridors schwächt den Biotopverbund des Auwaldes nachhaltig.

3. Die ökologische Bedeutung wird kleingerechnet
In der öffentlichen Debatte wird meist nur die ausgewiesene Waldfläche genannt. Tatsächlich gehören auch die angrenzenden Sukzessionsflächen zu diesem gewachsenen Naturraum. Für Tiere, Pflanzen und das Stadtklima spielt die verwaltungsrechtliche Unterscheidung zwischen „Wald“ und „Sukzessionsfläche“ keine Rolle. Die Vorlage vermittelt jedoch den Eindruck, als beschränke sich der Eingriff auf die Waldfläche – dadurch wird das tatsächliche Ausmaß des Naturverlustes nur unzureichend sichtbar.

4. Wertvolle Ökosystemleistungen gehen verloren
Der bestehende Naturraum erbringt täglich Leistungen, die für Leipzig unverzichtbar sind:

  • Kühlung des Stadtklimas an heißen Sommertagen
  • Speicherung von CO₂ und Beitrag zum Klimaschutz
  • Filterung von Feinstaub und Luftschadstoffen
  • Rückhalt von Regenwasser und Entlastung bei Starkregen
  • Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten
  • Vernetzung ökologischer Lebensräume im Auwaldsystem

Diese Leistungen entstehen nicht kurzfristig neu. Ein neu angepflanzter Wald kann die Funktionen eines seit Jahrzehnten gewachsenen Naturraums auf absehbare Zeit nicht ersetzen.

5. Leipzig handelt gegen eigene Ziele
Die Stadt Leipzig hat sich in verschiedenen Planungen und Leitbildern zur Stärkung des Grünzugs am Cottaweg bekannt. Dieser Grünzug soll die Verbindung der Auwaldteile sichern und ökologische Funktionen stärken. Mit dem Verkauf und der Rodung dieser Flächen würde jedoch genau das Gegenteil geschehen: Statt den Grünzug zu entwickeln, würde ein zentraler Bestandteil dauerhaft verloren gehen.

6. Natur darf kein Haushaltskonsolidierer sein
In der Vorlage wird ausdrücklich auf die finanziellen Vorteile eines vollständigen Verkaufs verwiesen. Doch Naturflächen sind keine Reserveposition im städtischen Haushalt. Kurzfristige Einnahmen dürfen nicht wichtiger sein als der dauerhafte Schutz von Klima, Artenvielfalt und Lebensqualität. Ein einmal zerstörter Naturraum lässt sich nicht zurückkaufen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Jürgen Kasek, Leipzig
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 10.06.2026
Sammlung endet: 09.12.2026
Region: Leipzig
Kategorie: Umwelt

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen der Petition, liebe Freundinnen,
    am kommenden Mittwoch findet die erste Stadtratssitzung nach der Sommerpause statt – und wir stehen vor einem entscheidenden Wendepunkt.
    Das Thema Walderhalt in Leipzig hat eine Dynamik erreicht, die fast einmalig ist:

    • Es liegen inzwischen sechs verschiedene Einwohneranfragen und eine Bürgermeisteranfrage vor.
    • Spektakuläre Trendwende: Die Fraktionen von DIE LINKE und SPD haben einen gemeinsamen, eigenständigen Antrag eingereicht und positionieren sich nun klar gegen die Rodung des Waldes.

    Damit ist eine politische Mehrheit für den Walderhalt in greifbarer Nähe!

    Trotz dieser positiven Entwicklung haben wir beantragt, die Beratung unserer Petition noch einmal zu verschieben. Der Grund dafür ist strategisch: Wir wollen im Vorfeld direkte Gespräche mit RB Leipzig führen und die konkreten Beschlussvorschläge der beteiligten Ämter abwarten, um mit maximaler Substanz in die Entscheidung zu gehen.

    Ihr Engagement wirkt!
    Diese Trendwende ist Ihr Verdienst. Mehr als 2.000 Menschen auf der Demonstration, zwei Petitionen mit über 10.000 Unterschriften und die zahlreichen Einwohneranfragen haben ein unübersehbares Umdenken erzwungen. Es zeigt sich: Demokratie ist im Einzelfall beschwerlich, aber sie funktioniert.
    Jetzt nicht nachlassen!
    Bis zur endgültigen Entscheidung müssen wir den Druck hochhalten. Bitte unterstützen Sie uns weiterhin aktiv:

    1. Stadträte kontaktieren: Schreiben Sie Ihre lokalen Stadtratsmitglieder an und fragen Sie nach deren Position zum Walderhalt.
    2. Petition teilen: Verbreiten Sie den Link zur Petition weiter in Ihrem Netzwerk.

    Vielen Dank für Ihren unermüdlichen Einsatz!
    Herzliche Grüße,
    Jürgen Kasek für den Koordinationskreis

  • Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Unterstützerinnen der Petition,
    die Sommerpause neigt sich dem Ende zu. Mehr als 7.000 Menschen haben die Petition bislang virtuell unterzeichnet, und dank des Engagements des BUND Leipzig kommen dazu noch einige hundert analoge Unterschriften.
    Dieser Druck hat bereits Wirkung gezeigt. Mehrere Fraktionen sprechen sich gegen einen Zugriff auf den Wald aus, andere wollen lieber alternative Möglichkeiten geprüft wissen. Die eigentliche Abstimmung wird vermutlich frühestens im Oktober stattfinden. Bis dahin wollen wir weiter sammeln und den Druck aufrechterhalten.
    Auch haben wir Kontakt zu RB aufgenommen, um mit ihnen über alternative Lösungen zu sprechen, die nicht zu einer Schwächung der Natur führen.
    Das alles zeigt, dass eure Unterschriften und eure Unterstützung bereits gewirkt und Eindruck hinterlassen haben.
    Die Umweltverbände bereiten zudem eine gemeinsame symbolische Übergabe der Unterschriften vor, zu der ich euch bereits jetzt gern einladen möchte.
    Wir setzen uns auch weiterhin für den Erhalt der Natur in Leipzig und für eine Stärkung des Auwalds ein. Ihr könnt helfen, indem ihr die Petition weiter verteilt und Freund*innen sowie Bekannte überzeugt.
    Gemeinsam gestalten wir mit.
    Mit lieben Grüßen
    Jürgen Kasek

Alles was sich gegen dieses "Ratten-Ball-Konstrukt" wendet ist bedingungslos zu unterstützen !!!

Wäre mal interessant zu wissen, wieviele RB-Fans es unter den Leipziger*innen wirklich gibt. - Ich finde, ein erfolgreicher Fußballklub als Projektionsfläche für einen gewissen Stolz auf seine Heimatstadt hat seine Berechtigung. Schade, dass das vor allem in Leipzig so kritisch gesehen wird...

Warum Menschen unterschreiben

Wir müssen Waldflächen erhalten und ausweiten und nicht vernichten!

Großkonzerne wie insbesondere Red Bull hat mE ausschließlich seine wirtschaftlichen Belange im Blick. Es gibt genügend andere verfügbare Flächen, die weniger in gewachsene Ökokultur eingreifen.

Wald erhalten für den Klimaschutz

Wir sind mitten drin in der Klimakrise...es wird immer apokalyptischen...

Die letzten verbleibenden Wald, - und Grünflächen, letztlich Mutter Natur, wirtschaftlichem Profit zu opfern offenbart eine sehr gestörte Lebensweise, die wir schon viel zu lange dulden und mittragen.

Werkzeuge für die Verbreitung der Petition.

Sie haben eine eigene Webseite, einen Blog oder ein ganzes Webportal? Werden Sie zum Fürsprecher und Multiplikator für diese Petition. Wir haben die Banner, Widgets und API (Schnittstelle) zum Einbinden auf Ihren Seiten. Zu den Werkzeugen

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion

Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

Jetzt fördern