Region: Leipzig

Natur ist keine Manövriermasse! Stoppt den Waldverkauf am Cottaweg – Erhaltet den Naturraum

Petition richtet sich an
Oberbürgermeister Burkhard Jung

7.196 Unterschriften

100 %
5.688 von 3.700 für Quorum in Leipzig Leipzig

7.196 Unterschriften

100 %
5.688 von 3.700 für Quorum in Leipzig Leipzig
  1. Gestartet 10.06.2026
  2. Sammlung noch > 4 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Neuigkeiten


30.06.2026, 04:44

Liebe Unterstützer*innen der Petition,

innerhalb von 2 Wochen sind für die Petition mehr als 6000 Unterschriften zusammen gekommen. Letzte Woche haben dann auch gemeinsam mit den Umweltverbänden mehr als 2000 Menschen für den Erhalt des Wäldchens demonstriert.
Dieses Signal hat auch die Verwaltung offensichtlich bewogen, die Vorlage zu verschieben. Ein erstes Etappenziel ist damit erreicht.

Gestern fand das nächste Treffen der Umweltverbände statt und wir haben das weitere Vorgehen besprochen. Morgen findet in der Ratsversammlung, dass Thema dann im Rahmen der Einwohnerfragestunde hoffentlich Gehör. Dazu liegen Stand jetzt 3 Anfragen vor und wir werden gemeinsam in den Rat gehen um das Anliegen vorzutragen. Den Link und die Antworten schicke ich euch separat.

Das Engagement von so vielen Menschen und von Ihnen ganz persönlich hat bereits geholfen. Wenn wir jetzt gemeinsam weiter handeln, die Petition verteilen, weitere Unterschriften sammeln, können wir noch mehr erreichen.

Mit hoffnungsvollen Grüßen

Jürgen Kasek




22.06.2026, 07:24

Liebe Unterstützer*innen der Petition,

innerhalb einer reichlichen Woche haben mehr als 5000 Menschen die Petition unterzeichnet. Zur Demonstration ruft nunmehr ein sehr breites Bündnis der Leipziger Umweltbewegung auf, die ein gemeinsames Ziel haben.

Ein erstes Ziel wurde bereits erreicht. Durch den deutlichen Druck wurde die Entscheidungsfindung auf September vertagt. Auf der nächsten Stadtratssitzung in Leipzig stehen dazu auch 3 Einwohneranfragen von Bürgern. Die Unzufriedenheit ist deutlich.

Wir hoffen, dass wir viele von Ihnen am Donnerstag sehen um so gemeinsam ein deutliches Zeichen für den Walderhalt setzen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Kasek


17.06.2026, 07:35

Liebe Unterstützer der Petition,

bislang haben mehr als 3700 Menschen die Petition gezeichnet. Wir wollen bis zur wahrscheinlich entscheidenden Stadtratssitzung am 1.Juli noch mehr Menschen überzeugen und für die Sache gewinnen. Morgen treffen sich die Vertreter*innen der Leipziger Umweltverbände um über das Thema zu beraten und das weitere Vorgehen abzustimmen. Wir sind uns einig, dass an dem Erhalt des Waldes kein Weg vorbeiführt.

Ebenfalls schicken wir euch bereits den Entwurf zum Aufruf der Demonstration am kommenden Donnerstag zur Kenntnis, der viele Fakten zu den Hintergründen enthält und Morgen finalisiert wird. Weiterhin haben wir die Petition jetzt auch offiziell bei der Stadt eingereicht und sie dürfte ab heute Nachmittag auch auf der Stadtseite zu finden sein.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Kasek

Entwurf des Aufrufs zur Demonstration:

Aufruf zur Demonstration „Für den Walderhalt“
Die Stadt Leipzig will sich vom Stadtrat die Freigabe holen, um 5,7 Hektar Naturfläche entlang der Capastraße zwischen Lindenau und dem Festplatz an die Red Bull Betriebsanlagen GmbH zu verkaufen. Was als Kompromiss verkauft wird – einerseits den Festplatz für die Kleinmesse zu sichern und andererseits RB weitere Flächen zu verschaffen – ist ein umweltpolitischer Offenbarungseid und ein Skandal.
Entlang des Cottawegs und der Capastraße befindet sich die sensibelste Stelle des Leipziger Auwaldes. Hier liegt die Verbindung zwischen dem nördlichen und südlichen Teil des Waldes. Dieser Korridor ist bereits heute massiv beeinträchtigt, hat aber für Wanderungsbewegungen von Tieren und den genetischen Austausch zwischen Lebensräumen eine herausragende Bedeutung.
Als sich RB 2011 in diesem Bereich ansiedelte, formulierten die Umweltverbände deshalb klare Bedingungen, um ihren Widerstand aufzugeben. Dazu gehörte auch die Renaturierung der heute betroffenen Flächen und die Zusage, dass keine weiteren Grünflächen in Anspruch genommen werden.
RB und die Stadt wussten das. Heute handeln sie wortbrüchig.
Hinzu kommt: Sowohl im Integrierten Stadtentwicklungskonzept als auch im Biotopverbundkonzept der Stadt Leipzig ist dieser Bereich ausdrücklich als Raum benannt, in dem der Biotopverbund zwischen nördlichem und südlichem Auwald gestärkt werden soll. Die Stadt handelt damit nicht nur gegen die Natur, sondern auch gegen ihre eigenen Planungen und Ziele.
Die ökologische Bedeutung der Fläche wird dabei systematisch kleingeredet. In den Unterlagen ist von „Gehölzstrukturen“ die Rede, verbunden mit dem Hinweis, die Fläche sei erst vor rund 30 Jahren renaturiert worden und zuvor Teil einer Kleingartenanlage gewesen. Verschwiegen wird, dass es sich heute teilweise um Wald im Sinne des Sächsischen Waldgesetzes und im Übrigen um eine ökologisch wertvolle Sukzessionsfläche handelt. Ebenso wird ausgeblendet, dass dort 38 Vogelarten nachgewiesen wurden.
Doch der Verlust betrifft nicht nur Tiere und Pflanzen. Vernichtet wird auch eine wichtige Kaltluftentstehungsfläche in einer Stadt, die bereits heute unter zunehmender Überhitzung leidet. Die Folgen werden die angrenzenden Stadtteile spüren. Gleichzeitig verschwinden mit den Gehölzstrukturen auch wichtige Puffer gegenüber Lärm von Veranstaltungen auf dem Festplatz und Sportereignissen. Die Anwohnerinnen und Anwohner dürfen sich dann auf mehr Hitze und mehr Lärm einstellen.
Wer glaubt, damit sei die Zukunft der Kleinmesse gesichert, dürfte sich täuschen. Gesichert wird lediglich der Restzustand einer Fläche, die längst an ihre Grenzen gestoßen ist. Es gilt als offenes Geheimnis, dass RB perspektivisch auch die verbleibenden Flächen des Festplatzes in den Blick nimmt. Statt eine tragfähige Lösung für alle Beteiligten zu entwickeln, präsentiert die Stadt einen faulen Kompromiss, der die Probleme nur vertagt.
Auch finanziell ist dieser Deal fragwürdig. Die Stadt begründet den Verkauf mit „dringend benötigten Einnahmen“. Gleichzeitig ist absehbar, dass RB die Flächen entwickeln will und dafür ein Bebauungsplanverfahren erforderlich sein wird. Aus heutigen Grünflächen werden dadurch künftig deutlich wertvollere Bauflächen. Die Stadt verkauft also Naturflächen zu einem vergleichsweise geringen Preis, ohne die ökologischen Leistungen und Folgekosten ihres Verlustes angemessen zu berücksichtigen – und schafft anschließend selbst die Voraussetzungen für eine erhebliche Wertsteigerung.
Der einzige Gewinner dieses Deals ist RB. Der Konzern erhält weitere Flächen. Die Verlierer sind die Natur, die Anwohnerinnen und Anwohner, die Leipziger Stadtgesellschaft – und am Ende möglicherweise auch die Kleinmesse, selbst wenn man sich das heute nicht eingestehen will.
Deshalb rufen wir für den 25.06. um 18:00 Uhr an der Bowmannstraße/Ecke Jahnallee zur Demonstration auf.
Natur ist keine Manövriermasse.
Wald erhalten.
Biotopverbund stärken.
Kein Ausverkauf unserer Lebensgrundlagen.


15.06.2026, 06:53

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Unterstützer*innen der Petition,

mehr als 3000 Menschen haben sich schon stark gemacht für den Erhalt des Grünzuges und Waldes. Auf der gestrigen Ökofete in Leipzig haben wir uns mit den Umweltverbänden abgesprochen und wollen den Druck auf die Stadtverwaltung erhöhen.

Sowohl im Konzept zur integrierten Stadtplanung, als auch in der Biotopverbundplanung war an der Stelle ausdrücklich eine Stärkung des Grünzuges ausgewiesen.

Da die entscheidende Stadtratssitzung bereits am 01.07. stattfinden soll müssen wir jetzt handeln. Daher wollen wir am 25.06. um 18 Uhr Bowmannstr., Ecke Jahnalle mit den Umweltverbänden und vielen Menschen zusammen kommen um ein gemeinsames Zeichen zu setzen und deutlich zu machen, dass viele Menschen nicht wollen, dass noch mehr Natur sterben muss und 5,7 ha gerodet werden.

Weitere Informationen dazu in den nächsten Tagen.

Ihnen eine gute Woche.

Herzlichst

Jürgen Kasek



12.06.2026, 06:44

Dokument anzeigen

Liebe Unterstützer*innen der Petition,

bereits nach 2 Tagen haben knapp 2000 Menschen die Petition mitgezeichnet. Die Meinung der Umweltverbände ist einhellig und wir vermuten, dass auch die Mehrheit der Leipziger den Vorschlag ablehnt und den Wald erhalten will. Gestern erschien ein Artikel in der LVZ, der die Stellungnahmen aus der Politik etwa folgendermaßen abbildet:
Reaktionen aus der Politik und von Verbänden

Zustimmung (CDU, AfD, BSW, Freie Fraktion): Sie sehen darin einen pragmatischen Weg und eine "Win-Win-Win-Situation" für die Stadt, den Verein und die Schausteller. Die jahrelange Unsicherheit für die Kleinmesse werde damit beendet.
Zustimmung mit Bedingungen (SPD, Linke): Sie begrüßen den Verbleib der Kleinmesse, fordern aber eine langfristige Standortgarantie (mindestens 20 Jahre). Der Verlust des Waldes schmerzt sie, sie fordern jedoch eine nahegelegene Aufforstung und hochwertige ökologische Ausgleichsmaßnahmen.
Strikte Ablehnung (Grüne): Sie lehnen die Waldrodung entschieden ab. Für sie ist der Plan ein "umweltpolitischer Offenbarungsid", der kurzfristige Interessen über den Klimaschutz stellt und rechtliche Risiken für RB birgt.
Heftiger Widerstand (Umweltverbände BUND & Ökolöwe): Sie fordern den Stadtrat auf, gegen die Pläne zu stimmen. Das betroffene Waldgebiet liegt an einer ökologischen Engstelle des Leipziger Auwaldes, kühlt die Stadt und dient als Wildtierkorridor. Sie kritisieren zudem den Widerspruch, dass die Stadt einerseits zur Entsiegelung aufruft, andererseits aber Wald für einen Fußballklub opfern will.

Wir brauchen aber eure Hilfe. NaBu und Nukla unterstützen die Petition ebenfalls und werden diese zeitnah mit verteilen.

Bedeutet, dass wir als Bürger und Bürgerinnen den Druck noch deutlich erhöhen müssen. Ihr könnt helfen, in dem ihr die Petition weiterleitet und verteilt oder das PDF ausdruckt und mitnehmt. Wir werden auf der Ökofete präsent sein und dort ebenfalls Unterschriften sammeln.

Weiterhin planen wir um den Druck aufrecht zu erhalten eine Versammlung in der Erich-Köhn Straße um deutlich zu machen, dass wir nicht wollen, dass der Wald gerodet wird. Es liegt an uns allen, ob wir das Desaster verhindern können.

Liebe Grüße

ia Jürgen Kasek,

Danke an Alle die unser Anliegen unterstützen.



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