NEIN zum Rechenzentrum in Wittstock/Dosse und Umgebung - Zum Schutz von Natur und Lebensqualität!

Petition richtet sich an
Stadtverordnete, Landtag, Bundestag

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500 für Sammelziel

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Petition richtet sich an: Stadtverordnete, Landtag, Bundestag

Wir sagen NEIN zum Rechenzentrum in Wittstock/Dosse OT Freyenstein und der Umgebung.
Unser Lebensraum ist nicht verhandelbar!

Stell Dir vor: dort, wo heute Felder, Ackerflächen, intakte Wälder und ein weiter Horizont unsere Region schmücken, sollen künftig riesige Industrieanlagen, ein gewaltiges Umspannwerk und technische Großbauten entstehen.
Über Jahre hinweg würden Baustellenverkehr, Schwerlasttransporte und tiefgreifende Veränderungen das Gesicht unserer gesamten Region bestimmen. Lichtemissionen, Flächenversiegelung, Dauerlärm, Anstieg der Umgebungstemperatur und kritische Infrastruktur – ein überdimensionierter Hyperscaler. Wertvolle Naturflächen gehen verloren, Tiere werden verdrängt und unsere gewachsene Kulturlandschaft würde einem Großindustrieprojekt weichen.

Was einmal verloren ist, lässt sich nicht zurückholen!

Deshalb setzen wir uns für den Schutz unserer Landschaft, unserer Natur und unserer Lebensqualität ein. Nicht gegen Fortschritt – sondern für eine Entwicklung, die Mensch und Umwelt respektiert. Wir sind nicht gegen Digitalisierung. Aber wir sind gegen eine Entwicklung, bei der ländliche Räume die Belastungen tragen, während Nutzen und Gewinne anderswo entstehen.

Gemeinsam können wir ein klares Signal senden: Unser Lebensraum ist mehr wert als ein Industrieprojekt dieser Größenordnung! Unsere Steuergelder sollen sinnvoll eingesetzt werden - nicht um zu zerstören!

Wir sagen NEIN zum Rechenzentrum in Wittstock/Dosse OT Freyenstein und der Umgebung.

Mit meiner Unterschrift fordere ich die Stadt Wittstock/Dosse, das Land Brandenburg und die Bundesregierung auf, die Planungen für jegliche Version eines Rechenzentrentrums in unserer Region zu stoppen.

Naturnaher Lebensraum darf nicht zu einem industriellen, energiehungrigen Hochsicherheitsstandort umgebaut werden!

Hintergrundinformationen

Am 20. und 21.04.2026 stellten die Unternehmen Serban DC GmbH und Noya Generalplanung & Projektmanagement GmbH ihre Planungen öffentlich vor. Vorgesehen ist ein gigantischer Rechenzentrumskomplex mit bisher ungekannten Dimensionen für Europa, Deutschland und vor allem für unsere Region.

Planungsdaten

In Planung sind auf einer Fläche von 1,44 Millionen m² Ackerland (200 Fußballfelder):

  • ein neues Umspannwerk: ca. 230.000 m² (33 Fußballfelder),
  • unter anderem 20 Serverhäuser, jeweils mindestens 27 m hoch (8 m über der sichtbaren Waldkante),
  • dazu kommen hohe Schornsteine
  • plus eventuelle Sicht- und Schallschutzwände,
  • Gesamtleistung: 1.008 MW,
  • IT-Leistung: 700 MW (Mehr als die Großstadt München mit 1,5 Mio. Einwohnern benötigt.),
  • zum Vergleich: Im Bau befindliche und geplante RZs in Wustermark, Lübbenau, Nauen haben jeweils rund 200 MW Anschlussleistung.
  • Gesamtbauzeit: über 13 Jahre,
  • Investitionsvolumen: insgesamt rund 25 Milliarden Euro.

Begründung

Unsere größten Bedenken

Abgasausstoß und Lärmbelästigung durch Notstrombetrieb

Da das RZ in der Kategorie "hoch verfügbar" geplant ist, muss der Notstrombetrieb für 72 h abgesichert werden. Hierfür notwendige Aggregate müssen bis zu 12 Mal im Jahr getestet werden. Einmal im Jahr wird ein kompletter Blackout simuliert. Notstromaggregate sind sehr laut!

Unseren Rechnungen zufolge würde bei der derzeit üblichen Nutzung von Dieselaggregaten für die Netzersatzanlagen 350 Stück à 2.000 kW benötigt. Für den Probelauf würden knapp 5000 Liter Diesel am Tag verbraucht werden. Für einen Blackout müssen für drei Tage 10 Mio. Liter Diesel bevorratet werden. Damit können 200.000 Autos (à 50 Liter) betankt werden. Die Absicherung des Projektes mit Biogas oder Batteriespeichern dürfte wohl kaum umsetzbar sein.

Wasser und Natur sind in Gefahr

Brandenburg leidet bereits heute unter Wasserstress und sinkenden Grundwasserständen. Freyenstein steht auf einem Moor. Wird weiteres Grundwasser entzogen oder durch Bauarbeiten ins Erdreich eingegriffen, verliert der Boden seine natürliche Funktion als CO₂-Speicher und die Haltestruktur der Gebäude geht verloren. Versiegelte Flächen zerstören natürliche Bodenfunktionen, vermindern die Grundwasserneubildung und verändern dauerhaft das Landschaftsbild. Ein natürlicher Lebensraum für Tiere und Pflanzen geht verloren.

Abwärme kann nicht im gesetzlich geforderten Umfang genutzt werden - Veränderung des Mikroklimas

Nahezu die gesamte IT-Leistung wird in Wärme umgewandelt. Mit der Abwärme könnten mehr als 350.000 Haushalte beheizt werden. Die gesamte Stadt Wittstock hat auf einer Fläche von 417,20 km² weniger als 10.000 Haushalte. Zudem ist der Transport der Abwärme vom RZ in die Stadt Wittstock nicht finanzierbar. Die Abwärme wird an die Umgebung abgegeben. Das wäre so, als würden 350.000 Haushalts-Heizlüfter (2kW) gleichzeitig auf Volllast laufen. Die Umgebungstemperatur wird merkbar ansteigen. (Studie dazu hier: https://arxiv.org/pdf/2603.20897)

Dauerhafte Veränderung der Region

Das Vorhaben bedeutet:

  • jahrelanger Baustellenverkehr,
  • Schwerlasttransporte durch die Region,
  • erhebliche Schäden der (auch historischen) Baustruktur,
  • Lärm- und Lichtemissionen,
  • dauerhafte Veränderung des Umfeldes – optisch, infrastrukturell und gesellschaftlich,
  • Wegzug von Familien,
  • Sinken der Immobilienpreise,
  • tägliche Abgase der Testläufe der Notstromaggregate verpesten die gesunde Landluft! 

Kritische Infrastruktur und Sicherheitsfragen

Ein Rechenzentrum dieser Dimension zählt zur kritischen Infrastruktur. Dazu gehören:


Fehlender regionaler Nutzen

Dem enormen Flächen- und Ressourcenverbrauch stehen vergleichsweise wenige dauerhafte Arbeitsplätze gegenüber. Finanzielle Zusagen konnten nicht genannt werden.

Viele zentrale Fragen bleiben offen:

  • Wer profitiert?
  • Wie viel Wasser wird für die Baustellenphase und den laufenden Betrieb benötigt?
  • Wer ist die Betreiberfirma?
  • Welche Kosten entstehen langfristig für Kommunen und Steuerzahler?
  • Wer finanziert Infrastrukturfolgen?
  • Welche Auswirkungen entstehen für Landwirtschaft, Tourismus und Wohnqualität?
  • Was sind Auswirkungen auf die Naturräume?
  • Was geschieht mit dem aus EU-Mitteln finanzierten Fahrradweg?
  • Es wurde von einem ganzen Rechenzentrums-Campus gesprochen. Doch welche Forschungs-/ Bildungseinrichtung wird sich denn auf dem Freyensteiner Acker im Brandenburger Nirgendwo niederlassen?

Wir fordern

  • einen sofortigen Stopp der Planungen,
  • unabhängige Untersuchungen zu Wasser, Umwelt und Infrastruktur,
  • vollständige Transparenz aller Gutachten und Verträge,
  • echte Bürgerbeteiligung,
  • den Schutz von Landschaft, Natur und Lebensqualität,
  • dass die Neuansiedlung von Industriegebieten in Siedlungsnähe nur unter Beteiligung der betroffenen Menschen erfolgen darf!

Selbst eine kleinere Version macht auf unserem Acker keinen Sinn!

Wir sind dafür, dass:

  • Rechenzentren genau geplant und die gesellschaftlichen Risiken der KI hinterfragt werden.
  • Rechenzentren dezentral auf bereits versiegelten Flächen angelegt werden, auf Gewerbeflächen in der Nähe geeigneter Wärmeversorgungsnetze und Infrastruktur aber nicht auf dem Acker.
  • Wildwuchs durch Subventionspolitik verhindert wird.
  • unsere Steuergelder sinnvoll eingesetzt werden - nicht um unsere Natur und unseren Lebensraum zu zerstören!

Wittstock/Dosse darf nicht zum Experimentierfeld internationaler Großinvestoren werden.

Petition des Vereins - NEIN zum Rechenzentrum Wittstock/Dosse - für Landschaftsschutz, Umwelt und Lebensqualität e.V.

Alle Angaben haben wir mit bestem Wissen und Gewissen recherchiert.

Kontakt:
E-Mail: info@nein-rz-wittstock.de

Website:
nein-rz-wittstock.de – Bürgerinitiative NEIN zum Rechenzentrum Wittstock/Dosse für Landschaftsschutz, Umwelt & Lebensqualität

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 22.06.2026
Sammlung endet: 22.06.2027
Region: Wittstock/Dosse
Kategorie: Umwelt

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Neuigkeiten

Die Gründe sind vielfältig und stehen in der Petition. Warum die Rechenzentren nicht dezentral direkt beim Kunden in den Großstädten bauen (Stichwort Latenzzeit) und damit zugleich die Quartiere mit warmem Wasser und Fernheizung versorgen. Letzteres würde ungemein günstig für die Verbraucher werden. Oder ist nicht gewollt, dass der kleine Mann was davon haben kann?

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterschreiben

K. Uhlemann

Schutz des natürlichen Habitats der Flora und Fauna, so wie Schutz der alt gewachsenen Menschlichen Siedlungen.

Ich unterstütze eine Freundin, die vor Ort wohnt.
Außerdem finde ich, dass es für die Natur und die Bewohner eine unzumutbare Belastung ist.

Umweltschutz geht vor!

ja und das sofort.

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